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    Die Vertrauensfrage

    imageDie SVP-Ortsobleute-Konferenz endete wie das Hornberger Schießen: SVP-Chef Philipp Achammer stellte pro forma die Vertrauensfrage – und wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt.

    Mit den Worten: „Heute haben die Ortsobleute das Wort“ eröffnete Parteiobmann Philipp Achammer am Samstag die große SVP-Klausur in Andrian.

    „In den vergangenen Wochen haben die Medien sehr viel analysiert und kommentiert. Nun werden wir die Wahlergebnisse ganz offen und sachlich diskutieren“, so Achammer mit einem Seitenhieb auf die Medien.

    Die Ortsobleute waren sich einig, dass das Abschneiden der Partei nicht schlechter geredet werden dürfe als es ist. So zumindest fasst die SVP-Medienabteilung den Geist der Sitzung zusammen.

    Philipp Achammer stellte dennoch (und pro forma) die „Vertrauensfrage“:

    Einstimmig sicherten die Ortsobleute der Parteiführung ihre volle Rückendeckung für die anstehende programmatische und strukturelle Parteireform zu. Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher erhielt für seine Ausführungen mehrmals lautstarken Applaus.

    Das Kalkül ist klar:

    Niemand in der SVP will jetzt eine Personaldebatte – auch weil niemand scharf ist auf den Posten von Philipp Achammer.

    „Wir haben unser Wahlziel nicht erreicht“, sagte Philipp Achammer. „Wir wollten das Ergebnis von vor fünf Jahren halten. Aber schon früh hat sich gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben.“ Zufrieden könne man nicht sein, aber von einem „respektablen Ergebnis“ dürfe dennoch gesprochen werden, schließlich gingen lediglich 1,77 Prozent der Stimmen verloren. „Der Verlust von acht Bürgermeistern schmerzt aber doch.“

    Philipp Acha,mehr,

    Philipp Achammer, der Landeshauptmann und die beiden SVP-Obmannsstellvertreter Angelika Wiedmer und Zeno Christanell

    Landessekretär Manuel Massl stellte gemeinsam mit Parteiobmannstellvertreter Zeno Christanell die Wahlergebnisse vor. „Wir brauchen uns nicht unter Wert verkaufen“, erinnerte Philipp Achammer an den Stimmenanteil von 54,5 Prozent, der bei den Gemeindewahlen erreicht wurde.

    Die Südtiroler Volkspartei stelle nun 99 von 116 Bürgermeistern und insgesamt 1.231 Gemeinderäte – dies könne ohne weiteres mit Selbstbewusstsein hinausgetragen werden.

    „Die SVP ist demokratischer als viele glauben oder schreiben“, betonte Philipp Achammer.

    Man werde auch weiterhin auf Subsidiarität setzen: „Die Ortsgruppen haben das Gefühl für die Probleme in den Gemeinden, sie sind die politischen Entscheidungsgremien vor Ort; sie haben im Wahlkampf frei über Kandidaten und Programme entschieden – und sie werden auch in den nächsten fünf Jahren vor Ort die Entscheidungen treffen.“

    „Wir werden jetzt die Parteireform durchziehen“, sagte Philipp Achammer. „Die strukturellen Veränderungen werden uns helfen, dass sich die Ortsgremien in Zukunft weniger mit Internas und wieder mehr mit der eigentlichen politischen Tätigkeit beschäftigen.“ Es brauche aber auch „etwas mehr Offenheit für interessierte Bürger, die mitarbeiten wollen“; dies entspreche ja den Grundwerten der Sammelpartei.

    Außerdem müsse die SVP ihr Profil stärken – und diesbezüglich auch „mehr Kante zeigen“.

     

     

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    Kommentare (32)

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    • Besorgter Bürger

      Eine weitere Runde des Verfalls erfolgreich ausgesessen. Gratulation.

    • jetzt reichts!

      Für eine neue bürgerliche Partei spendiere ich gerne 500 Euro für Mitgliedschaft und Parteikartl!

      • In nomine patris

        Einer der’s Geld beim Fenster hinaus zu werfen hat und grod jammert, du siehst wohl vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr? Bürgerliche Partein haben wir mehr als genug!!!

    • Zenzi

      Mit fällt da die „Filodrammatica di Laives“ ein.

    • Einereiner

      „Aber schon früh hat sich gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben.“
      ha ha ha ha
      es ist nicht der Rahmen der sich geändert hat sondern der Inhalt. Die SVP ist für alle Skandale der letzten 5 Jahre verantwortlich (Rentenskandal, SEL usw….man schaue in Reinholds Liste nach).
      Verdient hätte die SVP nur noch die Hälfte der Bürgermeister.
      Entweder die SVP kriegt die Kurve oder es geht jetzt immer schneller bergab, denn wenn erst man auf den Geschmack gekommen, es oft lockt auswärts zu essen.

    • dana

      Die Wahlbeteiligung ist drastisch zurück gegangen und es gab viele weiße und ungültige Stimmen. Etwa ein Drittel der Wähler werden bei der Wahl nicht mit gezählt und scheiden aus.

      Von allen Wahlberechtigten haben etwa 36 % die SVP gewählt.
      In einem Land in denen die deutsch und ladinisch sprachige Bevölkerung 74%, vertrauen davon der SVP weniger als die Hälfte.
      Die SVP – Sehr Viele Probleme Partei, wird noch von Parteimitgliedern, deren Angehörige und einigen Italienern gewählt.

      • walter

        wenn die genau so rechnen würden anstatt sich selbst zu betrügen und sich das Ergebnis schön zu reden, dann müßte klein Phlipp schon lange die Sachen packen!!! 🙂
        aber was willst du machen, was besseres als den haben sie nicht, das sagt alles, er ist „alternativlos“! 🙂

    • Lucky

      Wenn die Frauenquote bis zu den nächsten Gemeindewahlen nicht abgeändert
      wird, verliert die SVP nochmals viele Stimmen, da sich der Bürger nicht mit
      Füßen treten läßst.

    • Batman

      Ich bin ein politischer Atheist. Ich glaube nicht an Märchen, ich bin ein erwachsener Mensch. Wenn irgendjemand glaubt, diese SVP-Politiker werden uns retten, der begeht Selbsttäuschung oder ist ein Kind. Und dieser Selbstbetrug ist sehr ausgeprägt in Südtirol. Die Menschen sind sehr hoffnungsvoll, dass die Neuen irgendwie eine Veränderung bewirken werden. Da werden sie aber umsonst warten!

      • dana

        Das System hat sich seit Durnwalder noch stärker mit Achammer „verkrustet“.
        Bürgernähe hat Durnwalder auf seine Art zelebriert.
        SVP, ist eine Ansammlung von Leuten, die sich Privilegien auf Kosten vieler Bürger sichern.
        Die SVP, Achammer, u.a. haben viele Gründe, den Bürgern nicht die „Wahrheit“ zu sagen. Achammer sitzt selbst in der Landesregierung.

    • Batman

      Während in Trient, das „Festival der Wirtschaft“ über die Bühne geht, sind die SVPler mit ihrer „Nabelschau in Andrian“ beschäftigt.

      • greta k.

        Genau, Batman! Während in Trient super Leute referieren und diskutieren, läuft in BZ eine SVP Seifenoper ab.

        Aber immerhin, Christanells Gesichtsausdruck auf dem Foto ist authentisch. Sieben Tage Regenwetter. Zeno C. würd ich besser als Obmann sehen.

        Achammer ist ja durchaus bemüht, aber ein Obmann sollte eine Person sein, die anderen, was Wissen und Erfahrung angeht, voraus ist. Ganz zu schweigen von dem inhaltsleeren Geschwafle Achammers. Authenzität zero. Eine Fehlbesetzung Karl Zellers, dem Nicht- Strippenzieher … 🙂

        • greta k.

          Pardon, Seifenoper in Andrian sollte es heißen. Kompatscher scheint sich in der ihm zugedachten Rolle zu gefallen.
          Die Maske und das Bühnenbild stimmen. Damit hat es sich aber auch.

    • goggi

      „Einstimmig sicherten die Ortsobleute der Parteiführung ihre volle Rückendeckung“
      Haben die Ortsobleute keine Augen im Kopf oder sie stecken den Kopf in den Sand um das ganze
      Desaster nicht zu sehen. Ja,ja das nenntman eben Vogel Strauss Politik.

    • Igel

      Rahmenbedingungen haben sich verändert! In der Tat.

      Finanzkrise gelöst – Universum soll privatisiert werden

      Laut einem Bericht der Depeschenagentur & Lueg AG hat ein Konsortium von Banken unter der Leitung der FED und EZB den gesamten Kosmos für weitere quantitative Erleicherungen für sich beansprucht.
      „Der Weltraum bürgt für eine geradezu unermessliche Fülle nicht gehobenenr Ressourcen. In Bälde verfügen wir über die technischen Mittel, diese zu heben. Die ganze Menschheit profitiert von diesen geldpolitischen Interventionen.Was liegt näher, als dieses Potential bereits jetzt zu sichern?“ sagte ein Pressesprecher gegenüber der Agentur.
      Auf die Frage, ob das Risiko nicht zu hoch sei, antwortete er: „Wir beanspruchen das ganze Universum. Dazu gehört selbstverständlich auch dessen Ausdehnung und Entstehung neuer Planeten und Sonnensysteme. Die ungeheuren Energiepotentiale Schwarzer Löcher nutzen wir alsbald, um finanzielle zu stopfen. Sollten wir auf extraterristisches Leben stossen, werden wir die Aliens erfolgreich demokratisieren, verschulden, und eine interplanetare, universelle Zentralbank errichten. Dadurch geben wir den Bewohnern einen zusätzlichen Anreiz, ihre Rohstoffe selbst zu fördern, inklusive Arbeit auf Lebenszeit. Wir stehen zu unserer universellen Verantwortung.“

      Die Verträge sollen bis spätenstens nächsten Monats juristisch in trockenen, wasserdichten Tüchern sein.
      „Sollte etwas schief gehen, wird Gott enteignet!“ meinte der Sprecher der EZB und FED. „Wir stehen unmittelbar vor dem Endziel.“

      Auf unserem Planeten geht es lediglich noch um die Privatisierung des Wassers, dies traue ich den SVPlern locker zu, dass sie sich darum hingehend und weitreichend kümmern werden, dass dies auch ordnungsgemäss in die Hände der Hochfinanz gerät, denn schliesslich bedarf so ein hehres Projekt, die Privatisierung des Universums, doch auch einer Finanzierung, und Wasser ist schliesslich nicht für alle da, wer genug arbeitet, soll auch trinken. nicht nur im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, sondern auch dein Wasser trinken.
      Jetzt wegen dieser paar Stimmen mehr oder weniger kommt es auch nicht mehr an. Denen die nicht kuschen, wird erst der Geldhahn und nachdem auch der Wasserhahn zugedreht. So einfach geht das.

    • Visionär

      Los von der SVP
      Los von Rom

    • ......

      In welchen Kosmos leben diese Leute?

    • seppl

      die ortsobmänner bringen jo olle die papen nett auf hoben jo olle die hosen voll vorn lb und achhammer die brauchen die wahlen nett analysieren die miessen af die Skandale denken tien aso als war nie nix gewesen die Wahl niederlage hobas in SEL skandal in RENTENSKANDL usw zu verdanken sel isch die wahlanalyse sie wellens lei nett sogen herrnachhammer sie miessen amol in die Tatsachen ins auge sehen nett ols schön reden wartet auf die landtags Wahl Sem gibs noa die Abrechnung man darf nett lei versprechen und nett halten herr LB

    • Igel

      Meine ich doch auch vor einigen Tagen hier auf dieser Seite gelesen zu haben, dass Steger sagte: Südtirol wäre die begehrtesten Regionen Europas. Dazu hätte ich gerne eine ausführliche Erklärung, wie er dies meinte. In der Tat begehrenswert, da wär schon einiges da, mit dem sich, in diesem Finanz- und Wirtschaftssystem lukrative Geschäfte machen liessen. Liebe Politiker, sagt uns Bescheid, wann der Ausverkauf unserer Heimat los geht; für ein paar nichtswertige Geldscheine, deren Druckmonopol in privaten Händen liegt.

      Dazu passt jetzt nach 70 Jahren das Gedicht, damals verfasst zur Option, von Karl Felderer wieder wunderbar.

      So reisset vom sonnigen Erker
      Die letzte brennende Lieb
      Die Treue zum Mammon war stärker
      Das Heiligste was ihnen blieb,
      Wir nehmen sie mit im Herzen
      Für and`re dereinst Symbol
      Sie stille des Verlustes Schmerzen
      die erleidet Südtirol.

      • Elisa

        So reißet vom sonnigen Erker
        Die letzte brennende Lieb;
        Die Treue zu Deutschland war stärker,
        Das Heiligste was uns blieb.
        Wir nehmen sie mit im Herzen,
        Für and’re dereinst Symbol,
        Sie stille des Heimweh’s Schmerzen:
        Leb wohl du, mein Südtirol!

        Der richtige Text ist wohl eher dieser obige, den der inbrünstige Hitler-Verehrer Karl Felderer zur Option schrieb. (siehe z.B.: http://brigittefoppa.com/tag/karl-felderer/)

        • Igel

          @Elisa
          Stimmt! Der richtige Text ist der von dir eingestellte, ich hab mir lediglich erlaubt ihn etwas abzuändern, der Anpassungsfähigkeits halber.Zum Mammon dem Modern(d)en.

          Verrat, Manipulation, Lüge gab es damals, genau wie heute. Der Krieg ausgelöst damals von denselben Leuten, wie heute die Krisen und die ganzen Kriege.
          Hitler war auch nur ein treuer Vasall, Die ganze Geschichte dazu muss sowieso neu geschrieben werden. Haben doch schon die Engländer nach dem ersten Weltkrieg gesagt, der Krieg sei erst gewonnen, wenn dies geglaubt wird, was in den Geschichtsbüchern geschrieben steht.

          Die Identität eines Menschen, sowie die eines Volkes bildet sich in der Sprach- und Kulturgemeinschaft in und aus der geschichtlichen Erinnerung.

          Wird die Geschichte dauerhaft verfälscht, so will, wird das Volk in eine falsche Richtung geführt, und so von seiner eigenen, vorgezeichneten Entwicklung abgehalten.

          Damit wird an der inneren Zerstörung des Volkes gearbeitet, denn wahre Entwicklung ist nur in der Wahrheit möglich. Deshalb ist der Kampf um das historische Bewusstsein, die Wahrheit, die Ursachen aller Geschehnisse unerlässlich und erste Priorität.

          Aus dem Grund, dieses Lügengebäude aufrecht zu erhalten, wurde auch der Glauben über das Wissen gestellt,
          Du sollst nicht wissen, sondern glauben, für die Mächtigen ein grosser Vorteil.

          • Elisa

            März 1938

            Es war noch tiefe Winternacht,
            Die Welt war kalt und tot,
            Da spürt man so mit voller Macht,
            Der Heimat schwere Not.

            Kein Hoffnungsstern am Himmel stand,
            Kein Licht, kein heller Schein,
            Wer hilft dir, armes Heimatland?
            Es wird wohl niemand sein.

            Es war noch kalte Winternacht,
            Die Welt war kalt und tot,
            Da wird im Norden in heller Pracht
            Der Himmel feuerrot.

            Und alles schaut das Himmelssymbol –
            Und jeder ergriffen schweigt,
            Da hat uns der Herrgott im Südtirol,
            Wieder das Nordlicht gezeigt.

            Der Winter ist um – der Schnee zerrinnt,
            Der Apfelbaum blüht – der Frühling beginnt,
            Bald läuten die Glocken das Osterfest ein,
            Und Auferstehung wird wieder sein.

            Dann schauen wir dankbar zum Herrgott auf,
            Verzagen nicht und bauen darauf,
            Die Frauen, die Kinder, die Männer,
            Denn heute steht Deutschland am Brenner.

            So empfing Karl Felderer Hitler und den Anschluss Österreichs 1938.

            Karl Felderer hat 1978 die Verdienstmedaille des Landes Tirol erhalten. Das lässt auch klare Rückschlüsse über die Qualität und die Voraussetzungen zur Vergabe dieser Verdienstmedaillen zu.

    • Luis

      I tat die svp hat sich heut erneuert die Gsichtr noch brauchats SEL

    • jetzt reichts!

      Also nochmals zum mitschreiben: niemand nimmt den Wählerwillen zur Kenntnis, niemand fühlt sich betroffen – aber die politisch priviligierten Gehälter fließen trotzdem weiter in die Taschen der Looser?

      Was bitte ist die SVP noch wenn nicht ein Verein von Ortsob-Jasagern? Sich „arrangieren“, den Kuchen mit den italienischen Honratioren teilen, damit das friedliche Zusammenleben gewahrt bleibt?

      Ein mit Postenschacher und paritätischen Besetzungen in lukrativen Gremien vor allem in der Region erkaufter Scheinfriede ist das! Und dieses Spiel des „Arrangierens“ geht jetzt in Bozen mit Benko weiter: fragt mal Gigi wie viel ein Referendum darüber den Steuerzahler kostet! Und das nur weil Perathoner, Steger, Ladinser und Co nicht Manns genug sind, Entscheidungen zu treffen?

    • Gebi Mai

      Die svp Obrigkeitskonferenz in Andrian.

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