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    Vergewaltigung nach Sauforgie

    Vergewaltigung nach Sauforgie

    Er flößte seinem Opfer, einem 13-jährigen Mädchen, Alkohol ein, um es anschließend zu vergewaltigen. Nun wurde der 40-jährige Mann, der zuvor nach Holland geflüchtet war, am Landesgericht zu zehn Jahren Haft verurteilt.

    von Thomas Vikoler

    Es geschah nach einer mittleren Sauforgie. Mehrere Verwandte becherten in einer Wohnung in Bozen, auch der Lebensgefährte der Schwester der Gastgeberin war mit von der Partie. Er soll allein ein Dutzend Flaschen Bier getrunken haben.

    Und er wusste offenbar, was er tat, als er in der Nacht den allgemeinen Ausnüchterungsschlaf ausnützte.

    Er verging sich im Wohnzimmer sexuell an der 13-jährige Tochter der Gastgeberin. In den Ermittlungsakten von Staatsanwältin Luisa Mosna steht, er habe ihr zuvor Alkohol eingeflößt.

    Ein erschreckender Fall, zu dem nun am Landesgericht das Urteil gesprochen wurde.

    Staatsanwältin Mosna beantragte zwölf Jahre Haft für den 40-jährigen Mann, den seine Partnerin, die einzige Zeugin im verkürzten Verfahren, sogar verteidigt hatte: Das Opfer habe sich an jenem Abend gegenüber ihren Freund aufreizend benommen, gab die Tante des mutmaßlichen Opfers als Zeugin zu Protokoll.

    Der sexuelle Übergriff ereignete sich am 18. Juli vergangenen Jahres. Einen Tag später begab sich der 40-Jährige auf die Flucht – die Mutter hatte ihn mit dem tränenreichen Bericht ihrer Tochter über das Geschehene konfrontiert.

    Am Landesgericht wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen, der Gesuchte entging aber einer Festnahme in Spanien, wohin er geflüchtet war. Nach einer Woche schnappten die Handschellen zu. Der Tatverdächtigte saß da bereits am Amsterdamer Flughafen in einer abflugbereiten Maschine. Die Ermittler hatten ihn mit Hilfe der Passagierliste ausfindig gemacht. Seit seiner Verhaftung sitzt der Südamerikaner im Gefängnis von Montorio Veronese in U-Haft. Dort ist man auf Triebtäter spezialisiert.

    Am Nachmittag verkündete Richter Walter Pelino sein Urteil:

    Zehn Jahre Haft wegen sexueller Gewalt gegen eine Unter-14-Jährige, die U-Haft bleibt aufrecht.

    Der Verurteilte muss zudem 70.000 Euro Schadensersatz (50.000 an das Mädchen, 20.000 Euro an dessen Eltern). Als erschwerend wertete der Richter die Umstände, dass der wegen Drogenbesitzes vorbestrafte Mann die Gastfreundschaft und die verminderte Abwehrfähigkeit des Opfers ausgenutzt hatte.

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    Kommentare (11)

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    • Puschtrabui

      Schlimmes Verbrechen und das kostet uns Steuerzahler auch noch jede menge Geld, den 10 Jahre durchzufüttern und zu bewachen. Das sind mindestens 100.000 Euro….

    • Andreas

      Die Erwachsenen besaufen sich also bis zum geht nicht mehr und kriegen nicht mit, dass er das Mädl betrunken macht und was im Wohnzimmer vor sich geht.
      Recht eigenartige Verwandtschaft.

    • Alex2

      Als ich den Titel gelesen habe, wusste ich, dass Vikoler wieder am Werk war: “ Sauforgie“…wie kann man so ein vulgäres Wort für einen so schrecklichen und für das Opfer traumatisierenden Fall benutzen? Solange es einen nicht selbst oder einem Familienangehörigen betrifft, ist ja alles voll witzig und man kann den “ Rebellen de noiatri“ spielen. Sehr beschämend!

      • Drhonz

        Gut bemerkt Alex. Der ganze Artikel ist effekthascherisch und revolverblattmässig.. sprachlich überzeichnet und skandalgeil, wird hier Stimmung gemacht anstatt berichtet. Der Leser soll aufgehetzt, entsetzt und empört sein.. und darf sich nebenher an Orgien, Gelagen, unfassbaren Verhaltensweisen (Zeugin), verkommener Moral und Triebtätern aufgeilen…
        Der Missbrauch ist schlimm, aber diesem Autor geht es nicht um das Opfer. Hier wird auf Kosten des Opfers erneut gesabbert und aufgehetzt. Ratio und Verstand sollen von Sensation und Emotion ersetzt werden. Dem Leser wird nicht zugetraut, dass er sich selbst ein Bild machen kann…
        Wir haben bereits in der ersten oder zweiten Klasse Oberschule gelernt, was ein Zeitungsartikel ist und wie er geschrieben sein soll… und da frage ich mich schon, wer in der Tageszeitung alles Artikel schreiben darf bzw. wie man Journalist wird???
        Lieber Alex, ich stimme dir jedenfalls vollkommen zu: „Nur weiter so, Vikoler & Co., ihr werdet sehen, was für eine Generation gerade heranwächst…..“

        • Drhonz

          Noch einmal zusammengefasst, damit es keine Missverständnisse gibt: Die Tat ist zu verurteilen!! Kein Zweifel.
          Aber der Schreibstil und „Journalismus“ des Autors auch. Derart viele Unterstellungen und Moralisierungen haben in einem seriösen Zeitungsartikel nichts verloren! Die Leser sollen ernst genommen und nicht aufgepeitscht/verblödet werden!

          • Andreas

            Er bedient doch nur sein Publikum und passt sich deren Ausdrucksweise an, warum so aufgeregt?

            • Drhonz

              Ich wollte nur mit Nachdruck meine Unmut über dieser CSI-Miami-SoapOpera-Schreibstil kund tun… 🙂 Jetzt ist besser! 😉 …wahrscheinlich unterschätze auch ich den Intellekt der Leser – hoffentlich!! Sonst muss ich sagen, wäre mir schon etwas mulmig in einer derartigen Gesellschaft zu leben… und Artikel wie der oben geschriebene verführen (unreflektiert) zu Dumpfheit… LG 🙂

    • Alex2

      Der Titel suggeriert quasi, dass sich das Opfer freiwillig in diese Situation begeben hätte. Der oberflächliche Leser reagiert darauf: „Das kommt davon, wenn man sich auf eine Sauforgie einlässt“.
      Nur weiter so, Vikoler & Co., ihr werdet sehen, was für eine Generation gerade heranwächst…..

    • Alex2

      Googelt mal „Sauforgie“ und schaut euch die Bilder an, die die Suchmaschine suggeriert….den könnt ihr selbst fesstellen, wie böse und krank manche Schreiber sind….viel Spaß dabei, gell!?? Und ja nicht das bipoläre Grinsen dabei vergesssen…

    • Maxi

      Ich frage mich wo war die Mutter des Mädchen die angebliche Gastgeberin? So betrunken dass sie selbst nicht mehr mitbekommen hat was mit ihrer Tochter passiert und ist es noch normal wenn sich Erwachsene vor den Augen minderjähriger derart betrinken? Wo führt diese Gesellschaft hin?????

    • komment

      Ich möchte mich bedanken, dass mein Kommentar gelöscht wurde . Ich habe ihn gegen 06:30 geschrieben . Schämt euch! !!

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