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    Goldene Renten

    Businessman putting money in pocketDer „Giornale“ hat eine Liste jener Polit-Rentner veröffentlicht, die viel mehr an Rente kassieren als sie eingezahlt haben. Darunter sind Radikale, Kommunisten, Grüne – und vier ehemalige SVP-Politiker.

    von Artur Oberhofer

    Es sind dies Daten, die zumindest teilweise erklären, warum viele Menschen das Vertrauen in die Politik verloren haben.

    Das sitzt ein bekannter Mailänder Anwalt, Guido Rossi, sieben Jahre im Senat, er zahlt 79.365 Euro an Beiträgen an.

    Nach seinem Ausscheiden bekommt er eine monatliche Rente von 2.381,64 Euro. Bislang hat der inzwischen 84-Jährige 657.332 an Rente ausbezahlt bekommen – 577.967 Euro mehr als er eingezahlt hat.

    Die italienische Tageszeitung „il Giornale“ hat die krassesten Beispiele für das Missverhältnis zwischen eingezahlten Sozialbeiträgen und ausbezahlten Renten im Rahmen einer mehrteiligen Serie dargelegt.

    Unter den Politikern, die viel mehr an Rente kassieren als sie eingezahlt haben, sind auch vier SVP-Altpolitiker.

    Zum Handkuss kommt, beispielsweise, der langjährige SVP-Kammerabgeordnete und Senator Roland Riz.

    Roland Riz hat im Rahmen seiner politischen Karriere in Rom 555.555 Euro an Sozialbeiträgen eingezahlt. Dank einer monatlichen Rente von derzeit 6.939,81 Euro hat Riz im Laufe der Zeit knapp 1,6 Millionen Euro an Pensionsgeldern bezogen.

    Die Differenz zwischen eingezahlten Beiträgen und kassierter Rente beträgt bei Roland Riz 1.026.721 Euro.

    Beispiel 2: Altsenator Karl Mitterdorfer, der von 1958 bis 1987 als Kammerabgeordneter und Senator in Rom war. Der Wipptaler Ex-Politiker hat 539.682 Euro an Sozialbeiträgen einbezahlt – und bislang über 2,3 Millionen Euro an Rente kassiert. Bei Karl Mitterdorfer steht also ein Überschuss von knapp 1,8 Millionen Euro zu Buche.

    Auch der Ex-Parlamentarier Hans Benedikter, der von 1972 bis 1992 im römischen Abgeordnetenhaus saß, gehört zu den Luxusrentnern, die viel mehr bekommen als sie gegeben haben. Benedikter hat 330.000 Euro an Beiträgen eingezahlt und bislang über 1,5 Millionen Euro an Rente kassiert. Die Differenz zwischen Eingezahltem und Ausgezahltem: Stolze 1,2 Millionen Euro.

    Karl Ferrari, der Bozner Ex-Senator, wird in der Liste des „il Giornale“ ebenfalls aufgelistet. Ferrari war nur von 1992 bis 1996 in Rom. Entsprechend niedrig sind die von ihm bzw. für ihn eingezahlten Sozialbeiträge: 158.730 Euro.

    Karl Ferrari bezieht eine Rente von 3.408,19 Euro im Monat. Bislang hat er über 640.000 Euro an Pension bezogen. Bei ihm macht die Differenz zwischen eingezahlten Sozialbeiträgen und ausbezahlter Rente eine knappe halbe Million aus.

    In der „Giornale“-Liste sind viele illustre Namen zu finden.

    MEHR DAZU LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE.

     

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    Kommentare (68)

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    • Batman

      Die Alten wollen nicht mehr loslassen und über ihren Leistungen hinaus, noch viel kassieren bis zum Schluß. Was brauchen diese 90 jährigen, alten geldgierigen Säcke, wie z.B. Ciampi oder Napolitano, noch Gehälter plus Rente in Millionenhöhe? Sie zehren die nachkommende Generation total aus. Kein Wunder, dass das System zusammenbricht und für die Nachkommenden nichts mehr im Topf bleibt.

      • Larosa

        Passend zur heutigen Meldung „Goldene Renten“, was Sie aber bisher nirgends lesen konnten: Unter den Politikern, die viel mehr an Rente kassieren als sie eingezahlt haben, befindet sich auch der Tages-Zeitung-Herausgeber Arnold Tribus.
        Tribus saß knapp 8 Jahre im Landtag und kassiert seit 2005 Rente. Monatlich mehr als 2.700 €. (Teilweise sogar 3.100 €). Warum kam die Tageszeitung nicht vor den Landtagswahlen 2013 ihrer Informationspflicht nach, und veröffentlichte den „Rentenskandal“?….

    • Hubert

      Batman hat völlig recht. Somit wird die Gesellschaft ausgehungert von Leuten, die eine Einrichtung wie die Rente, die eigentlich das Überleben garantieren sollte, total mißbraucht und selbst wenn es „gesetzlich“ in Ordnung zu sein scheint, kann dies ethisch gesehen nur als schlecht eingestuft werden. Aber es ist ja kein Wunder – die Gesetze haben sie sich ja selbst gemacht, also würde man eigentlich nicht falsch urteilen, wenn man von Dieben spricht, oder?
      Die Justiz ist auf einem Auge blind?

    • Pincopallino

      VVVEEERRRGGGOOOGGGNNNAAA!!!

    • Mann

      Das kònnte man ja schnell ändern. Bei den Armen werden die Gesetze ja auch schnell geändert. Richtig wäre, dass jeder, mehr oder weniger, die gleiche Rente bekäme. Dann wäre im „Topf“. genug für alle.

    • Urbanowitsch

      Politikerrenten sind abzuschaffen, die sind unmoralisch, verstoßen gegen den Anstand, reine Privilegien, die sich die Politiker selber für sich geschaffen haben. Mandatszeit reduzieren auf 2 Perioden, dann braucht‘s keine Extra-Pension für die Polit-Kaste, nur in seine normale private Pensionsposition muss während der Zeit als Politiker weiter eingezahlt werden, danach zahlt er wieder selber weiter, wie jeder andere Normal-Sterbliche.

    • ander

      wenns an gott gàbe wùrde er diese krepieren lassen.

    • unglaublich

      Da wird immer geschrieben „was jemand eingezahlt hat“. Das ist Blödsinn, denn eingezahlt wurden diese Beiträge vom Staat oder Arbeitgeber aufgrund mittelalterliche Gesetze.
      Wieso sollte man für einen Topverdiener höhere Beiträge einzahlen?. In der Nachleistungszeit (Pension) leistet er gleich viel wie jeder andere. Die Pensionskassen würden ad hoc saniert sein, wenn man endlich unglaubliche Privilegien abschafft.

    • duna

      Do muis die SVP a moll ebas tion und ba ihre Löhne

    • Puschtrabui

      die SVP – PD sind in Rom an der Macht, da wäre es jetzt wohl angebracht mal ein vernünftiges und gerechtes Rentengesetz auf die Beine zu bringen. Wie sagt man so schön… vor dem Gesetz sind alle gleich (ausser die Politiker und deren Lobbies und Vettern)

    • iluap

      Sehr interessant diese Beträge. Morgen soll ja jeder eine Beitragsbezogene Rente beziehen was auch richtig ist, und die fällt viel geringer aus als bisher. Jetzt werden diese Zahlen öffentlich und ist auch gut so. Bekommen alle viel zu viel. Eines würd mich aber auch interessieren. Wie viel haben den die 10000 von Babypensionen (Lehrerinnen usw)an Sozialbeiträgen einbezahlt??? Wenn man bedenkt dass diese höchsten 16 Jahre gearbeitet haben und viele schon mit 36 Jahren in Rente gegangen sind, und bis zum normalen derzeitigen Renteneintrittsalter von ca 62/63 Jahren jetzt schon ca 26/27 eine Rente bezogen haben. Diese Liste wäre auch interessant zuveröffetnlichen, zumindest die Beträge.

      • Puschtrabui

        Ganz deiner Meinung, ja das wäre sehr intressant zu veröffentlichen.

      • Josef. J

        Viele dieser Staatsangestellten (Landesangestellten) Lehrer-innen Post-Bahn und Enel, Anas Angestellten und viele mehr konnten bei erreichen ihrer 35-7 Jahren in Pension gehen.
        Das war Mitte der 70 Jahre und danach, man braucht nur 15 Jahre dazurechnen (also so ab den 90er Jahren füttert die Allgemeinheit diese Personen durch.
        Das ist natürlich nicht ihre Schuld, wie immer, die Verantwortlichen Politiker machen mit ihren eigenen bestimmten Gesetzen dies möglich.
        Von wegen nicht Befangen oder alles Rechtens, wenn man in der Lage ist, Gesetze zum „eigenen Vorteil“ und noch dazu „unmoralische Gesetze“ zu verabschieden, dann sollte dies auch im Nachhinein abgeändert werden können.

        Info dazu auch
        http://it.wikipedia.org/wiki/Baby_pensioni

    • Senatur

      RA Ferrari kassiert ganz schön für die Zeit bei den Etschwerken. Hat er sonst auch andere Pensionsansprüche als VW bei der Krankenkasse oder als Schlüssel-Karl bei der Wobi angereift? Während der Senatszeit war er halbtags bei den EW angestellt, so in Teilzeitarbeit.

    • zeus

      Paukenschlag: mehrere user und ein teil der presse haben die hohen renten entdeckt bzw. veröffentlicht.
      ich frage mich wo waren sie alle die letzten jahre?
      Warum kam nie ein aufschrei der wutbürger als man besagte regelungen verabschiedet hat. Wo war die presse?
      Dümmer und heuchlischer gehts nimmer oder doch?

      • barfusler

        verteidigt von @zeus und seinen zuckenden Blitzen galt das Gesetz der Götter bisher so gut wie unantastbar. Und ohne sich als Wutbürger und Neider beschimpfen zu lassen wird sich daran auch nichts ändern. Oder sag mir, erhabener Zeus, wie dieses Buch der Ungleichverteilung zu dem wird für das es eigentlich gedacht war.

        • zeus

          @barfusler,
          Sie haben meinen beitrag wohl nicht ganz verstanden, deshalb:
          Ich verteidige diese gesetze sicher nicht ganz im gegenteil!
          Das ganze system ist sehr komplex aber zwei wichtige punkte in dieser sache wären eine obergrenze/ deckelung bei mehrfachbezügen und bezüglich der einzuzahlenden beiträgen, sollten die bisherigen weiterbezahlt werden.

      • duna

        Die Politiker sind die jenigen die immer von sparen reden, den kleinen wird bis zum lebensminimum alles genommen und sie steken sich voll.

    • Puschtrabui

      der Renzi hat ein Loch in der Haushaltskasse wegen der nicht berechneten Inflation auf die Renten der letzten Jahre und wird von der EU ermahnt. Anstatt wieder Steuern zu erhöhen, wäre es jetzt an der Zeit mal die ganzen Renten und mehrfachbezieher von Pensionen usw. zu überarbeiten und gerecht zu berechnen… Die Zeit ist überreif.
      SVP – D ist gefordert.

    • Frage?

      Gibts auch eine Liste die zwischen 300 und 500.000 einbezahlt haben und im zweiten Monat der Pension „den Löffel abgegeben haben“?

      Ist ein Beitragssystem nicht darauf aufgebaut, dass einige ein hohe Lebenserwartung haben und andere eine kurze?

      Ist nicht irgendwo ein Mittelwert zwischen den leider allzufrüh Verblichenen und der „Sichnichtendenwollendenpensionsbezieher“ zu ermitteln?

      Versicherungsmathematisch sollte das wohl so funktionieren?

      Die Kritik sollte nicht dem Bezug der hohen Pensions/Rentenleistung gelten, sondern dem System, das per Gesetz dies ermöglicht hat!

      • helmut

        Die Kritik darf aber durchaus an den Politikern geübt werden, die dieses System für prächtig befunden, nie dagegen protestiert und dann davon profitiert haben.

        Der Obstbauer, der Handwerker, der kleine Gewerbetreibende – sie sind nicht dazu aufgerufen, das System zu durchleuchten und allenfalls auf politischem Weg zu verbessern oder auch zu bekämpfen.

        Diese kleinen Leute haben den ganzen Tag genug damit zu tun, sich, ihre Mitarbeiter und ihre Familien zu ernähren.

        Es wäre Aufgabe der hoch bezahlten Volksvertreter gewesen, sich um diese Dinge zu kümmern.
        Die haben aber lieber ihre eigenen finanziellen Interessen als das Volk vertreten.

        Das Volk darf nur die Zeche zahlen.

        • barfusler

          @helmut
          es ist alles so wie Du es sagst, jeden Tag sollen ihnen Deine Worte unter die Nase gerieben werden

        • Sarah

          „Kritik darf aber durchaus an den Politikern geübt werden, die dieses System für prächtig befunden, nie dagegen protestiert und dann davon profitiert haben.“
          Ach, ja??
          Warum solten Poltiker kritisiert werden, die zu ihrem Gehalt stehen und trotzdem gewählt werden, wie es z.B. bei Durnwalder der Fall war? Da muss sich der Bürger schon selber an die Nase greifen.
          Kritik ist angebracht wenn der Bürger verarscht wird, also bei Politikern der Marke Leitner, die jahrelang scheinheilig gegen Politikerprivilegien gewettert und Anträge gestellt haben (in der Gewissheit, dass sei abgelehnt werden) und dann, als die Million auf dem Konto war, das Geld mit Händen und Füßen verteidigt haben. So etwas ist Heuchelei in Reinform und die widerlichste Art von Populismus und soll kritisiert werden.

          Ach, die Unternehmer haben genug damit zu tun Mitarbeiter und Familie zu ernähren?? So einen ausgemachten Schwachsinn habe ich ja schon lange nicht mehr gehört…. und so etwas kommt von Leuten, die die direkte Demokratie befürworten? ja dann Piati Gott!!

          Ja, ja, das Volk, Das Volk, Das Volk, ich kann dieses verfluchte Wort schon nicht mehr hören!

          • barfusler

            @Sarah

            „Das Volk, ich kann dieses verfluchte Wort schon nicht mehr hören!“

            hast Du ein besseres dafür? 😉

          • Sarah

            Hallo Barfusler 🙂
            Ich hab mich damit nicht näher beschäftigt, aber so aus dem Bauch heraus gefällt mir z.B. „die Bürger“ besser, weil es Mehrzahl ist und man damit eher verschiedene Meinungen und Interessen in Verbindung bringt als mit dem „das Volk“, das den Eindruck erweckt, dass es sich um etwas Homogenes handelt, um eine einzige Farbe, eine einzige Stimme, Meinung usw. aber in dieser Form hat es eine Gesellschaft — außerhalb von finsteren Köpfen — ja nie gegeben.

            In allen Situationen lässt sich „das Volk“ vermutlich nicht mit „die Bürger“ ersetzen und manchmal ist der Gebrauch ja auch ok, hängt stark von der Situation ab 😉

            • Hubert

              Hallo Sara;

              Wenn Dir das Wort die Bürger besser gefällt als das Volk, dann musst Du wohl zur Klasse der Politiker, der Banken oder der höheren Beamten gehören, denn was das Wort Bürger bedeutet hast Du vielleicht schon mal in der Volksschule oder danach gelernt: Das Wort Bürger kommt von Bürge und bürgen. Und das tut das Volk, weil es von den Politikern und deren Auftraggebern (Wirtschaft ganz oben) dazu verdammt worden sind und nur durch ihre Geburt schon in dieses Fahrwasser gebeutelt worden sind.
              Also mir ist Volk immer noch sympatischer, als Bürger – kannst Du wahrscheinlich nicht verstehen?

            • Sarah

              Hallo Hubert,
              aha, das Wort „Bürger“ kommt also von „bürgen“, interessant, das solltest du bei Wikipedia ergänzen, denn davon steht dort nichts. Ich finde Aristoteles‘ Definition von „Bürger“ treffender:

              „Der Bürgerbegriff hat seine historischen Wurzeln im antiken Griechenland. Nach Aristoteles’ berühmter Definition (Politik III, 1275a22ff.) ist der Bürger (griechisch πολίτης – polites = ‚der zur Stadt (πόλις – Polis) Gehörende‘) durch seine „Teilhabe am Richten (κρίσις – krisis) und an der Herrschaft (ἀρχή – arche)“ bestimmt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrger

              Du scheinst sehr gute Menschenkenntnisse zu haben, ja, ich gehöre zur upper class, zu den 1%, ich bin Bänkerin bei Goldman Sachs in der City of London, mein Spezialgebiet sind Offshore-Finanzplätze, wenn du mal ein paar Milliarden am Fiskus vorbei schleusen möchtest, meld dich 🙂

            • barfusler

              Ah Sarah,
              das macht Dich dann ja auch um ein vielfaches interessanter 😉
              Du weißt inzwischen ja, solange es was zu holen gibt sind wir auch ganz nette Leute 🙂

            • barfusler

              ansonsten frag den Durnwalder Luis, wir kennen uns inzwischen gut 😉

            • barfusler

              die Erklärung vom Hubert finde ich aber trotzdem besser, sorry

            • barfusler

              … nein schlechter, aber treffender

            • Sarah

              Ok, dass die Bürger für Politik und Banken bürgen ist ein Fakt, hat aber nichts mit der Herkunft von „Bürger“ zu tun, wie von Hubert behauptet und ändert nichts daran, dass mir das Wort „Volk“, wie’s von den aufrechtn Tirolern gebraucht wird, auf den Geist geht 😉

            • Hubert

              Na Sara, in einem Punkt sind wir uns also einig, dass der Bürger bürgt und haftet. Nun, die Version in Wikipedia mag zwar richtig sein, aber mit Hausverstand hat allein das Obige zu tun.
              Und genau das ist das Problem: Immer mehr Menschen verstehen immer mehr von Wenig. Das kommt so weit, dass irgendwann (wir sind der Zeit schon sehr nahe) jemand alles von Nichts versteht. Wer von uns wird wohl zu dieser Kategorie gehören, wenn man bedenkt, dass Zusammenhänge nicht mehr zählen sollen, sondern ein Nachschlag bei Wikipedia als Argumentation dienen muss. Trotz allem bin ich mit Deiner offensiven „Erklärung“ in Richtung Deiner Einstufung nicht besonders glücklich. Kannst Du zumindest das verstehen?

            • Egon

              @ Hubert: Deinem abschließenden arroganten letzten Sätzen zufolge (kannst Du wahrscheinlich nicht verstehen? – Kannst Du zumindest das verstehen?) ist besonders dir selber nicht klar, ob dein Geschreibsel auch verständlich ist.

            • Sarah

              Danke Egon, das sehe ich so wie du, @Hubert, Es ist natürlich erlaubt, aus der Luft gegriffene Thesen aufzustellen, die man nicht belegen kann, und wenn sich eine These so eindeutig widerlegen lässt wie die deine, und sich als völlig abstrus herausstellt, dann finde ich es richtig dass darauf deine kritische Selbstanalyse folgt:

              „Immer mehr Menschen verstehen immer mehr von Wenig. Das kommt so weit, dass irgendwann (wir sind der Zeit schon sehr nahe) jemand alles von Nichts versteht. “

              Ja Hubert, mit deinem Kommentar ist dieser Punkt wohl erreicht, die Frage, wer von uns zu dieser Kategorie gehört, hast du damit schon beantwortet, deinen Mut zur Selbstkritik lobe ich mir, Bravo!

          • helmut

            An Sarah!

            Das „Volk“, das „verfluchte Wort“ ?????

            Wir sollten ein Wort nicht immer nur unter dem Gesichtspunkt seines Missbrauchs innerhalb einer sehr kurzen Epoche des Faschismus und Nationalsozialismus sehen.

            Da wurde es in ideologischer Absicht zur (völlig unrichtigen) Bezeichnung einer nicht vorhandenen und in Wahrheit fiktiven homogenen Staatsnation missbraucht.

            In dieser Beziehung gebe ich Ihnen, liebe Sarah, durchaus Recht!

            Was übrigens leider auch heute wahlweise unter den alten faschistischen oder den neuen „grünen“ ideologischen Vorzeichen immer noch passiert, wenn soziale, kulturelle und ethnische Unterschiede in einer Bevölkerung geleugnet werden sollen.

            Früher hatte das Wort Volk noch einen anderen Sinn und umschloss durchaus die verschiedenen Stände, Klassen, Volksstämme und Ethnien, ohne deren nicht gegebene Einheitlichkeit zu behaupten.

            Die Sprache ist leider immer auch ein Produkt politischer und ideologischer Zielsetzungen. Um das zu erleben, muss man ja nur das Fernsehen aufdrehen.

            • barfusler

              es stimmt aber schon, Volk wird gerne als homogenes Ganzes verwendet, als eine einzige Stimme die es in Wirklichkeit nicht gibt und gar nicht geben kann. Es gibt nur die Stimmen der Bürger, die Stimme des Volkes aber höchstens in der Vorstellung finsterer Köpfe, weil jeder diese auslegen kann wie er will, wie Sarah passend beschreibt. Jedenfalls glaube ich zu verstehen was Sarah damit sagen will

            • Sarah

              Ja genau, das wollte ich damit sagen, @barfusler, es geht mir vor allem um die Pluralität einer Gesellschaft, die beim Wort „Volk“ im Sinhgular, zu kurz kommt und, @helmut, weniger um bestimmte Bedeutungen, die es im Laufe der Zeit angenommen hat oder die ihm von Ismen zugeteilt wurden. Seit dem es die Nationalsozialisten missbraucht haben, wurde das Wort aber, wie auch andere Begriffe z.B. „Heimat“, längst wieder rehabilitiert, man denke nur an Leipzig 1989 „Wir sind das Volk“. Ja, dass Sprache immer auch ein Produkt politischer und ideologischer Zielsetzungen ist, ist unbestritten und deshalb mein Einwand 😉

            • helmut

              Liebe Sarah!

              Das ist in Ordnung! Wir alle sollen uns grundsätzlich keine „Sprachregelungen“ aufdrücken lassen.

              Der Ausdruck „Sprachregelung“ stammt aus der NS-Zeit. Damals hat der „Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda“ , Josef Goebbels, mittels „Tagesparolen“, die über Fernschreiber an die Redaktionen verbreitet wurden, die „Sprachregelung“ vorgegeben, mit der die täglichen politischen Ereignisse „reichseinheitlich“ kommentiert werden mussten.

              Der Redakteur, der sich nicht daran hielt, flog aus dem Berufsstand und bekam damit Berufsverbot.

              Heute geschieht die Sprachregelung subtiler über den „korrekten“ Sprachgebrauch. Diese Übung der „political correctness“ kam aus den USA und hat sich bei uns durchgesetzt.

              Es ist erstaunlich, wie effizient sich auch auf diesem Weg einheitliche Bejubelungen und Verdammungen vollziehen lassen.

              Ich gebe Ihnen grundsätzlich Recht, dass Sie sich keine Bedeutungsinhalte vorschreiben lassen wollen, die Sie für falsch halten.

              Ich mache es ebenso.

              Im Zweifelsfall muss man einfach mitteilen, wie man welchen Begriff inhaltlich auffasst.

            • Sarah

              Hallo helmut,
              ja, der Begriff „political correctness“ stammt aus den USA, aber die Erkenntnis, dass Sprache unser Bewusstsein und Denken beeinflusst (Saphir-Worf These) ist älter und wurde schon von Humboldt, Wittgenstein u.a. ähnlich formuliert. Gerade weil wir ja auch einer Minderheit angehören, halte ich Sensibilisierung gegenüber Minderheiten auch in der Sprache für wichtig

      • Maex

        „Die Kritik sollte nicht dem Bezug der hohen Pensions/Rentenleistung gelten, sondern dem System, das per Gesetz dies ermöglicht hat!“

        Das „System“ ist als Argument natürlich immer schnell bei der Hand, wenn das Thema Verantwortung zur Sprache kommt.

        Nachdem wir nur aber in einer parlamentarischen Demokratie leben, und die Gesetze von den Volksvertretern gemacht werden, welche in diesem Fall die ersten Nutznießer dieser so augenscheinlich unverhältnismäßigen Privilegien sind, ist dieser Einwurf nicht wirklich nachvollziehbar.

    • Maex

      „Gibts auch eine Liste die zwischen 300 und 500.000 einbezahlt haben und im zweiten Monat der Pension “den Löffel abgegeben haben?“

      Ist das eine rhetorische Frage?

      Als Referenz kann man ganz einfach die generelle Lebenserwartung nehmen, oder aber, wie es beim Rentenskandal gemacht wurde, um den Barwert zu errechnen, noch prozentual erhöhen.

      Das Institut der Hinterbliebenenrente sollte übrigens auch nicht ganz unbekannt sein, nehme ich mal an.

    • Verwunderter

      Nein, das kann ich nicht glauben

      Linke und Kommunisten die mehr nehmen als sie geben?
      Das gibt es nie und nimmer.

      Völker hört die Signal,….

    • Sarah

      „Darunter sind Radikale, Kommunisten, Grüne “
      Wurde das 1:1 vom Schmierblatt „giornale“ so übernommen? Ich würde mir einen etwas kritischerer Umgang mit solchen Meldungen wünschen, frei nach Russel Brand
      „News is a tool that is abused to fool, you, and to leave you scared and confused“

    • gaga

      Und wieso waehlt s,bloede Volk noch immer

    • Zeitgeist

      Es gibt auch viele Staatsbeamte (Lehrer, Carabinieri, usw.) die bereits mit 40 Jahren in Rente gegangen sind und auch nur einen Bruchteil eingezahlt haben was sie jetzt an Rente beziehen! Früher war es sogar üblich den Arbeitnehmer in den letzten Jahren vor Pensionierung höher einzustufen um anschließend eine höhere Rente zu bekommen. Das Rentensystem in Italien ist generell von Privilegien gekennzeichnet das in dieser Form nicht mehr tragbar ist.

    • Charly

      Liebe TZ-Redaktion, wie schaut das Verhältnis zwischen einbezahlten Rentenbeiträgen und ausbezahlten Renten bzw. „Rentenvorschüssen“ eigentlich im Landtag aus?
      Erst in den letzten ein, zwei Legislaturperioden sind höhere Beträge seitens der Abgeordneten einbezahlt worden, vorher waren diesen einbezahlten Rentenbeiträge sehr niedrig. Also wie sieht es aus bei den Leitners, Drunwalders, Pöders usw.?

    • iluap

      Das und vieles mehr kann man auf Wikipedia nachlesen. Logisch haben all jene die dies in Anspruch genommen haben keine Schuld nichts desto trotz belastet dies jedoch seit Jahrzenten die Pensionskassen und jetzt sieht es düster aus. Hier ein Auszug bezüglich Babypensioen . Wenn man das hier unten liest, dann sieht man, dass all diese Leute bei einer Durchschnittlichen Lebenserwartung von 83 Jaren also auch nur 1/3 von dem einbezahlt haben als was sie dafür an Rente kassieren
      Nel 2011 i pensionati complessivi con meno di 50 anni erano oltre mezzo milione e di questi 425.000 erano pensionati INPDAP ossia del pubblico impiego. Il costo complessivo annuo era di oltre 9 miliardi di euro.

      Circa 17.000 persone erano andate in pensione con 35 anni di età, lavoratori che percepiranno la pensione mediamente per quasi 50 anni.[11]

      Grazie a questo provvedimento, si registrarono anche casi eclatanti di pensionamenti all’età di 29 anni o di pensionamenti in seguito a 11 mesi di contributi versati[12].

      Secondo uno studio di Confartigianato, i costi complessivi per lo Stato assommano a 150 miliardi di euro.[13]

      In effetti dall’analisi della spesa pensionistica in Italia, dalla valutazione dell’aumento del debito pubblico e del debito pubblico implicito in Italia si nota la coincidenza degli effetti della nuova normativa pensionistica sul bilancio dello Stato.
      Vantaggi per il baby pensionato

      Secondo uno studio, i lavoratori pubblici che sono andati in pensione tra i 35 ed i 39 anni, visto che hanno una aspettativa di vita di 85 anni, percepiranno la pensione per almeno il triplo degli anni di contribuzione. Per tale motivo, i baby pensionati incassano almeno il triplo di quanto hanno versato

    • hans heiko

      Umverteilen! Hungerlöhne und -pensionen landesbeitrag geben. Geld ist genug: ein Teil der goldenen renten, goldene Löhne, Flugplatz und und und passiert nix, weil schon 50 jahre so……..vieleicht mit direkte demokratie, siehe Schweiz, dort gibs die Wahnsinne von den obigen kommentare nicht.

    • Kassandra

      Das Rentengesetz zu den Babypensionen wurde auch von irgendwelchen Politikern erlassen, aber diesmal nicht für sich selbst, sondern für die Bürger, das muss auch einmal gesagt werden. Wer getraut sich, dieses rückwirkend zu ändern? Richtig, niemand. Bereits ausbezahlte Pensionen wird niemand rückwirkend ändern können. Denn wenn es bei den Politikern gehen würde, dann würde es auch bei den Babypensionen gehen. Und die kosten den Steuerzahler italienweit ungleich mehr als die Politikerpensionen, wegen ihrer großen Anzahl.

      • Puschtrabui

        Kassandra, das Babypensionsgesetz wurde damals von Politikern gemacht um gute Figur und Wahlwerbung zu machen im Moment, aber nicht für die Zukunft der und Absicherung der nächsten Generation!

      • Saveria

        In kirchlichen Kreisen war es schon immer üblich die Privilegien der Kaste der Mächtigen zu verteidigen, und das macht hier Kassandra, Religionslehererin i.R., auf mieseste Weise, indem sie die ehemaligen Mindestrenten von Arbeiterinnen und Angestellten mit den vergoldeten Extra-Pensionen der Politiker (die diese zusätzlich zu ihren normalen Renten erhalten) zu vergleichen versucht. Brotsamen werden verglichen mit extra Porzionen Honigkuchen und Schlagsahne.

        • Zeitgeist

          Mag sein das es sich wie Sie sagen „nur“ um Brotsamen handelt. Aber viele Brotsamen können auch einen leckeren Brotlaib ausmachen! Im Wesentlichen, und darum geht es, ist es doch eine Ungerechtigkeit die unser Sozialsystem langsam zusammenbrechen lässt!

          • Monsignor

            Totale Unkenntnis der Sachlage gemischt mit tendenziöser Zielsetzung kann man ihrem Beitrag entnehmen. Das Pensionssystem ist längst saniert und auf wirtschaftlich gesunde Grundlagen gestellt worden. Die INPS hat haushohe Überschüsse. Die noch verbliebenen Brotsamen-Pensiönchen sind längst beim Auslaufen bzw. naturgemäß beim Aussterben. Bei den Politiker-Pensionen hingegen ist genau das Gegenteil der Fall, außerdem handelt es sich hier ausschließlich um Sonder-Privilegien für bereits überbezahlte Kaste der „Volksdiener“.

            • Zeitgeist

              Auf was beruhen Ihre Aussagen das das Pensionssystem längst saniert und auf wirtschaftlichen gesunden Grundlagen gestellt worden ist? Total oberflächlicher Kommentar!

            • Puschtrabui

              Monsignor, und wieso findet der Renzi nicht die Milliarden, die es brauchen würde um die Rentennachzahlung zu machen, die unrechtmässig die letzten Jahre nicht bezahlt wurden wegen der unterlassenen Inflationsberechnung? Also da hab ich nichts gerhört von den Inps überschüssen, da wird jetzt entweder Steuern erhöht oder wieder mal bei den Sozialleistungen gespart, bei den goldenen Pensionen und Gehälter sicher wieder nicht, viva la casta!

    • iluap

      Hier geht es nicht um mindestrenten, höchstrenten usw. sondern ausschließlich zum Verhältnis einbezahlten Sozialbeiträgen und effektiv kassierten monatlichen Renten. Wie kann man denn verlangen, nur 1/3 einzuzahlen und dafür 2/3 ein leben lang zu kassieren??? Manche von diesen haben das Glück zwischen 40- 50 Jahre lang die Rente zu kassieren, obwohl Sie hierfür auch nur 16-25 Jahre lang einbezahlt haben. Wer soll das bezahlen???Wer hat soviel Geld????

    • Kassandra

      @iluap
      Genau darum geht es. Alle oder niemand. Das beitragsbezogene Rentensystem gibt es erst seit 1996. Alle die mit dem „alten“ System in Rente gegangen sind (nicht nur die Babypensionisten), bekommen mehr ausbezahlt als sie eingezahlt haben. Italienweit ist das eine große Menge. Schauen wir mal wer das ändert. Übrigens, Saveria ihre persönlichen Anspielungen sind gänzlich entbehrlich, fundierte Argumente genügen völlig (abgesehen davon, dass sie nicht stimmen).

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