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    Die Schlüssel-Suche

    Die Schlüssel-Suche

    Das Land verkauft den Gemeinden zehn Prozent der Anteile am künftigen Energie-Riesen. Weil sich die Gemeinden um die Aktien reißen, soll nun ein gerechter Aufteilungsschlüssel her. Doch was ist gerecht?

    von Heinrich Schwarz

    Nach dem Schlamassel um die Konzessionsvergaben an die SEL wird das Land freiwillig auf die Mehrheit an der neuen Energie-Gesellschaft aus SEL und Etschwerken verzichten. Künftig sollen die Gemeinden mehr vom Stromkuchen haben. Das Land verkauft ihnen zehn Prozent der Anteile. Damit würden dem Land noch 44,45 Prozent bleiben.

    Nach Informationen von Tageszeitung Online stürzen sich die meisten Gemeinden regelrecht auf die angebotenen Aktien. Man will so viel wie möglich von den zehn Prozent abbekommen. Verständlich. Denn das Stromgeschäft wirft hohe Erträge ab.

    Um ein Chaos zu vermeiden und möglichst fair zu bleiben, bemüht sich der Gemeindenverband nun darum, einen Aufteilungsschlüssel zu erstellen. Im Juni soll er dem Rat der Gemeinden zur Abstimmung vorgelegt werden.

    Der Gemeindenverband hat eine siebenköpfige Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit allen noch offenen Fragen beschäftigt.

    Dazu gehört die Frage, nach welchen Kriterien der Schlüssel angefertigt wird.

    Hat jede Gemeinde Anspruch auf denselben Prozentanteil? Oder wird nach Einwohnerzahl gerechnet? „Diskutiert wird sicher auch darüber, ob man Unterschiede zwischen Standortgemeinden und Nicht-Standortgemeinden machen soll“, sagt Gemeindenverbands-Präsident Andreas Schatzer. Dabei sagen die einen natürlich Ja, die anderen Nein.

    ALLE DETAILS ÜBER DISKUSSIONEN DER ARBEITSGRUPPE UND DEREN ZUSAMMENSETZUNG LESEN SIE IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG

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    Kommentare (15)

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    • dana

      Wennschon sind jene Gemeinden aus denen Wasser bezogen wird, um Faktoren besser einzustufen. Die sollen einen größeren Anteil bekommen. Die Svp Landesregierung führt die Ungerechtigkeiten des Staates weiter fort.

    • Hubert

      Wenn wir davon ausgehen, dass Wasser Allgemeingut ist, dann gibt es nur einen wahren und gerechten Schlüssel: die Einwohnerzahl, denn das Wasser und damit der Strom muss für jeden Bürger da sein. Alles Andere ist Murks und ungerecht !
      Allerdings wäre hier nicht nur beim Wasser so vorzugehen, lassen dies die einzelnen Interessengruppen zu?

      • George

        Wenn wir betonen, das Wasser ist Allgemeingut und gehört somit allen, so wird man uns als kommunistisch schimpfen. Nachdem die Landesgesetzgebung das Wasser als Allgemeingut eingestuft hat und auch auf europäischer Ebene das gilt, müssen diejenigen, die mich bisher deswegen als kommunistisch beschimpft haben, auch das Land und Europa als kommunistisch einstufen. Seht ihr nun, wie das ist, wenn man falsche Folgen aus bestimmten Aussagen zieht, wie es hier bestimmte einseitige Schreiber immer wieder tun. 😉

      • Wahl - intern

        Bei Trinkwasser haben Sie meines Erachtens recht. Bei Brauchwasser nicht. Bürger die in vielen Gemeinden Brauchwasser nutzten wurden vom Staat enteignet. Wenn die Landesregierung diese Ungerechtigkeiten fortsetzt, stellt sie sich auf eine Ebene.

      • guy fawkes

        @Hubert
        Ihr Vorschlag klingt auf den ersten Blick ja ganz interessant. Sie müssten dann aber schon auch sagen auf wen/was der Schlüssel Einwohnerzahl angewendet wird: auf alle Gemeinden in Südtirol? Weshalb nur in Südtirol wenn Wasser doch ein Allgemeingut aller Bürger (also auch jener südlich von Salurn) ist?
        Besser wäre es die Stromtarife zu senken. Aber das wird aus mehreren Gründen nie passieren – unter Anderem deshalb weil die Politiker Null Interesse daran haben etwas dahingehend zu ändern, dass sie weniger zum Verteilen haben.

      • Einereiner

        @Hubert
        wenn wir sagen dass das Wasser Allgemeingut ist, dann werden wir es an die UNO abgeben müssen! Oder mindestens an den Staat Italien!
        Denn wer sagt, dass das Land die Allgemeinheit ist?
        Wie definiert man Allgemeinheit? Wirklich alle….ja dann sind wir bei der UNO. Alle Betroffenen vielleicht, dann sollten die Ufergemeinden profitieren aber nicht die Bürger im entgegengesetzten Landesteil.

    • Puschtra

      Dieser ganze Energie-Schlamassel ist noch lange nicht rechtlich geregelt und legal. Jede Gemeinde die sich beteiligt, riskiert das Geld ihrer Bürger.

    • Erwin

      Theiner wird in Bereichen Energie, Raumordnung, Umwelt, mit gesetzlichen Fehlleistungen seine Bekanntheit steigern.

    • Hörbi

      Und was wäre wenn der Strom endlich günstiger an uns Bürger abgegeben würde, antatt dass sich nur bestimmte Auserwählte damit bereichern?

    • karl

      anstatt 10% an die gemeinden könnte die Mehrheit beim land bleiben und der stromtarif um diese 10% gesenkt werden so hätten alle was davon

    • Erwin

      SVP Ungerechtigkeiten und Pfusch bahnen sich mit Theiner den Weg.
      Für die Ressource Wasser, sollen die Gemeinden die diese haben und zur Verfügung stellen, verstärkt und mehr davon bekommen. Alles andere ist ungerecht.
      Die Schäden durch die Wasserentnahmen haben diese Gemeinden auch vermehrt zu tragen.

    • Gebi Mai

      Sind die SEL – Prozesse alle abgeschlossen und die Rekurse zurückgezogen? Sind noch Einsprüche und Strafverfahren anhängig?
      Theiner wird den Kuchen nicht vor dem Backen verteilen?

    • svp - 70 jahre käse

      Herr Schatzer, probieren Sie es mit der „Schlüsselblume“.

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