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    Tauziehen in Natz-Schabs

    Tauziehen in Natz-Schabs

    Bürgermeister Andreas Unterkircher zittert: Die Volkspartei in Schabs möchte mit der Bürgerliste zusammenabreiten, die SVP in Natz will Neuwahlen provozieren.

    von Erna Egger

    Andreas Unterkircher ist auf Nadeln: Der neue Bürgermeister von Natz-Schabs, der Peter Gasser mit nur fünf Stimmen aus dem Amt geworfen hat, fürchtet Schlimmes.

    Ihm sind die jüngsten Entwicklungen rund um seine Koalitionsbildung zu Ohren gekommen.

    Am Dienstag wird er seinen Vorschlag dem Gemeinderat präsentieren. Bei der Zusammensetzung des Gremiums hat er eingelenkt: Anstatt zwei bietet er der SVP drei Sitze an. Der Bürgermeister schlägt die stimmenstärksten Ratsmitglieder vor:

    Die SVP-Räte Siegfried Oberhuber aus Schabs, Alexander Überbacher aus Raas und Helmut Plaickner aus Natz sollen im Gremium sitzen. Elisabeth Baumgartner Tröbinger von der Bürgerliste stammt aus Viums, sie soll Vizebürgermeisterin werden. Die Fraktion Aicha wird direkt vom Bürgermeister vertreten. „Ich habe gar keine andere Möglichkeit: Ich muss eine Frau in den Ausschuss holen, auf den SVP-Listen wurde keine Frau gewählt“, betont Unterkircher.

    Der Bürgermeister will – und wie er betont – kann an diesem Vorschlag nicht mehr rütteln lassen.

    Die SVP hält mit neun Sitzen im Rat die Mehrheit, die Bürgerliste hat fünf Mandate.

    Stimmt die Volkspartei gegen seinen Vorschlag, kommt es zu Neuwahlen auf dem Hochplateau.

    Und diese große Befürchtung liegt nun im Raum. Wie Unterkircher vernommen hat, bockt die SVP – zumindest ein Teil davon.

    Scheinbar gibt es innerhalb der Edelweiß-Listen große Spannungen: „Die SVP in Schabs will zusammenarbeiten, sie ist gegen Neuwahlen. Natz und Raas hingegen wollen Neuwahlen provozieren“, weiß der Bürgermeister.

    Die Entscheidung fällt am Pfingstmontag. Die gewählten Gemeinderäte und die jeweiligen Ortsobmänner bzw. Ortsobfrauen werden über die Vorgehensweise beraten. Eine Kampfabstimmung droht. „Tritt das ein, was ich befürchte, dann werden Schabs und Aicha niedergestimmt“, so der Bürgermeister.

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    Kommentare (49)

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    • Andreas

      Es liegt in der Natur das Sache, dass wenn man keine Mehrheit zusammen bekommt, was ich bei Untekirchers überzogenen Forderungen verstehe, es zu Neuwahlen kommt.
      So ist Demokratie, Unterkircher sollte dies akzeptieren und nicht lange dramatisieren.

      Er hat anscheinend seine Verhandlungsposition falsch eingeschätzt, er ist der Bittsteller, es sind die anderen, welche ihm die Bedingungen aufdiktieren können, die SVPler können ihn mit seinen Forderungen locker auflaufen lassen und es wäre ratsam für sie dies zu machen.

      Steuererklärungen kann er dann trotzdem gratis machen 🙂 Für solche Versprechen würde ich Politiker von den Wahlen ausschließen.

      • Mark P.

        Hat er dieses Wahlversprechen mit den kostenlosen Steuererklärungen wirklich so gemacht oder hat das nur die TZ so lanziert oder so ausgearbeitet, daß dem so sein soll?

      • Gregory

        @Andreas
        Überzogene Forderungen? Wo sind hier überzogene Forderungen. Diese sind doch relativ genau proportional gemäß dem Willen der Bevölkerung aufgeteilt. Andreas, es ist kein Wunder, wenn es letzthin immer mehr bergab geht, weil versucht wird, zunehmend mehr solche Einstellungen und Fantasievorstellungen wie ihre in den Vordergrund rücken.

        • Andreas

          Wie naiv bist Du eigentlich?
          9 zu 5 Stimmen und er will die Mehrheit im Rat und den Posten der Vizebürgermeisterin.
          Ein lustiger Geselle, dem scheinen die 5 Stimmen mehr etwas zu Kopf gestiegen zu sein.
          Mein lieber Sozialromantiker, sei doch bitte etwas realistischer, er muss der SVP in den Hintern kriechen um BM zu bleiben.

          • Erwin

            Wow! sVP-Parteiknecht hat seinen Senf geschrieben.

          • George

            @Anddreas
            Wer erlaubt ihnen mich per „Du“ anzusprechen und als „naiv“ zu bezeichnen. Ich habe mit ihnen noch nie Suppe gelöffelt, als dass Sie mich so gut kennen würden um frech werden zu dürfen. Und wo steht geschrieben, dass Unterkircher die Mehrheit im „Rat“ will? Er will eine mehrheitsfähige Koalition und dies ist ein wesentlicher Unterschied zu dem, was Sie vorher behauptet haben. Können Sie logische Folgerungen ziehen und politisch denken mehrheitsfähige Koalitionen denken, ohne immer nur an die Einheitspartei zu denken? Wer hier bzgl. Naivität an das Gehirn greifen muss, dürfte wohl klar sein.

      • Philipp

        Andreas, was ist an diesen Forderungen überzogen? Unterkircher bietet der SVP die Mehrheit im Ausschuss an und das Wahlergebnis würde sich exakt im Ausschuss abbilden! Parteien sollen endlich zusammenarbeiten, das wären normale Verhältnisse. Die Schabser sind da weitaus vernünftiger.

        Die bockigen Natzna haben nur extrem Angst dass sie besetzte Gemeindegründe „zurückgeben“ müssen und dass sie keine wirtschaftlichen Vorteile mehr genießen können. Die Natzna haben Angst dass einer genau hinschaut wo die Parkplätze eingetragen sind oder wer selbstinstallierte Wassersysteme benutzt. Parkplätze im Schwimmbad ? Hygienevorschriften ? Hat ein Hotel denselben Wasserverbrauch wie eine Familienwohnung ? Genau das ist der Punkt! Unterkircher will mehr Transparenz und Gerechtigkeit in der Gemeinde und das passt halt einigen nicht, weil sie dann Vorteile verlieren würden.
        Bei Neuwahlen würden die Natzna aber verlieren. Der glückliche 6. Reststimmen-Sitz ist dann meiner Meinung nicht mehr drinnen.

    • parteiisch

      Liebe Frau Egger,
      dass Sie ein Fan von Unterkircher sind, ist wohl unübersehbar, aber zu respektieren- jeder soll seine eigene Meinung haben dürfen.
      Dass Sie aber öffentlich so sehr Partei ergreifen und polemisieren dürfen, das wundert mich schon sehr.
      Solche Berichte bringen nur Eines:
      noch mehr Unmut und Misstrauen unter den Bürgern und zwischen den Dörfern von Natz-Schabs, die in den letzten Jahren endlich mehr zusammengefunden haben.

    • was soll das heißen?

      … mit der Bürgerliste zusammenABREITEN?

    • Woll. Pertinger

      Andreas Unterkircher ist von der Mehrheit der Bevölkerung zum Bürgermeister gewählt worden, also ist es die SVP, die von ihrem hohen Ross heruntersteigen muss. Bei Neuwahlen wird Unterkirche eben noch mehr Stimmen erhalten.

      • Andreas

        Im Gegenteil, mit so einer knappen Mehrheit und 5 zu 9 Sitzen hätte er bei seinen Forderungen sich etwas klüger und zurückhaltender verhalten sollen.
        Er ist nicht in der Position großartig Forderungen zu stellen, da eine Zusammenarbeit mit der SVP für ihn alternativlos ist um Bürgermeister zu bleiben.

        • Gregory

          @Andreas
          5 (BL) zu 9(SVP) Sitze + Bürgerlistenbürgermeister, das entspricht realistisch gesehen ziemlich genau einer Aufteilung von 2 zu 3 Sitzen im Ausschuss, ohne „großartig Forderungen“ zu stellen, wie Sie das nennen. Reale Fakten scheinen wohl nicht ihre Stärke zu sein.

        • Philipp

          Sollen wir jetzt so lange wählen gehen bis das Ergebnis der SVP passt?
          Und wer bezahlt die Neuwahlen?

          Es gibt auch andere Interessen als die der SVP, das hat das Wahlergebnis auch gezeigt. Den Gasser will keiner mehr. Nicht einmal bei der Landtagswahl wurde er von den eigenen Leuten unterstützt.
          Die Parteien sollten zusammenarbeiten, das wäre vernünftig.

    • gaga

      1nen komisar aufstellen und pasta.

    • Gesund_leben

      @Andreas liegt das Wahlergebnis wohl immer noch auf dem Magen. Demokratie funktioniert halt so. Bittsteller, aufdiktieren, auflaufen lassen, ausschließen, das ist das Vokabular derjenigen, die sich keinen Volksvertreter, aber einen Interessenvertreter wünschen.

    • Garuda

      Es ist eigentlich ein italienische/südtirolerisches Nonsense-Gesetz, den Bürgermeister direkt zu wählen und die Parteien des Gemeinderates eigens. Wie soll so eine Minderheit einen Bürgermeister stellen?

      Undemokratischer gehts doch nimmer, wenn der Mehrheit ein Regierungsoberhaupt vor die Nase gesetzt wird. Damit ist jede Koalitionsverhandlung hinfällig.

      Ob so etwas demokratisch ist, fragt sich natürlich mit Recht.

    • Gesund_leben

      In Toblach funktioniert das aber tadellos.

    • t_rex

      @Andreas
      In der Theorie richtig, in der Praxis aber falsch.
      Das Problem hier dürften nicht unüberwindbare Differenzen im Wahlprogramm oder der politischen Ausrichtung sein, sondern wohl vielmehr unüberwindbare Differenzen und Eitelkeiten auf persönlicher Ebene. Dass das Versprechen von ein paar Gratis-Steuererklärungen diese Wahl entschieden haben soll, glaubst du wohl selber nicht….. Wenn dem so wäre, dann spräche dies wohl nicht für den bisherigen BM.

      Es würde mich nicht wundern, wenn der alte BM bei etwaigen Neuwahlen sein „Comeback“ feiern würde. „Man hat hat mich gebettelt, eigentlich wollte ich aber nicht“, so oder ähnlich dürfte es dann in ein paar Monaten heißen. Dorfpolitische Stellungsspiele auf tiefstem Niveau. Persönliche Eitelkeiten gehen hier wohl wichtiger als das Wohle der Bevölkerung.

      Dass diese Wahl vor allem eine Wahl gegen (!!!) den alten BM war und weniger eine für den neuen BM war, ist wohl noch nicht allen bewusst geworden.

      Wenn Demokratie heißt, dass nur eine Partei regieren darf, dann läuft etwas falsch. Grundlegend falsch.

      • Andreas

        Warum auch immer Unterkircher mehr Stimmen bekommen hat, sein Vorgehen ist anscheinend weder durchdacht noch sonderlich klug.
        Er muss die SVP für sich gewinnen und der Vorschlag 3 von 5 Räten + Vizebürgermeisterstelle sehe ich als offene Provokation.
        Jeder andere ist besser als Gasser, doch dieser Unterkircher ist mir suspekt.

        • hubs

          „Warum auch immer Unterkircher mehr Stimmen bekommen hat, sein Vorgehen ist anscheinend weder durchdacht noch sonderlich klug.“

          Ich weiß nicht, vielleicht sind dem Herrn Unterkircher auch Neuwahlen lieber und es geht nur mehr darum, wer wem den Schwarzen Peter zuschieben kann und für Neuwahlen und somit für das Scheitern verantwortlich gemacht werden kann.
          Wenn man sich den Erfolg der Bürgerliste anschaut, dann könnte es sogar sein, dass bei Neuwahlen die Bürgerliste auch als Partei die absolute Mehrheit gewinnt.
          Ich kenne einige Personen aus Natz-Schabs und wie es aussieht, hat die Bürgerliste in den letzten Monaten immer mehr Zuspruch erhalten.

          Als SVP Natz-Schabs würde ich mit Neuwahlen sehr, sehr vorsichtig sein und ich bin sicher, dass dies auch Herr Achhammer weiß.
          Fast schon wie beim Schach. Jeder Zug des anderen wird misstrauisch beobachtet. Die Verlierer sind so oder so die Bürger. Leider.

          Vielleicht sollte man sich einmal die Frage stellen, warum es so weit kommen konnte.

          • Andreas

            Warum es so gekommen ist, ist eigentlich egal, die Situation ist momentan diese.
            Gasser, welcher für mich eigentlich als BM untragbar war, hat nur um 5 Stimmen verloren, also so grandios wie Unterkircher es vermittelt, ist sein Sieg dann doch nicht.
            Mir vermittelt dieser Mensch den Eindruck als nehme er an grad der Kaiser von China geworden zu sein, schon seine Wortwahl „er kann nicht mehr daran rütteln“, „niederstimmen“ oder die wollen „Neuwahlen provozieren“, gefällt mir nicht, Diplomatie und Feingefühl scheint nicht seine Stärke zu sein.

          • Garuda

            @hubs

            Das dürfte doch nur eine unverhohlene Drohung eines Schabser Bürgerlistler sein, denn wer um Gottes Willen glaubt denn dass diese mehr als bedenkliche Bürgerliste jemals die Mehrheit im Gemeinderat durch Neuwahlen bekommen würde?

            Also was du hier schreibst ist doch der komplette Blödsinn, um anderen zu drohen.

            Aber selbst wenn die Bürgerliste die Mehrheit im Gemeinderat bekommen würde bei Neuwahlen, dann muss Herr Unterkircher allein dafür verantwortlich zeichnen, für alles, was in den nächsten 5 Jahren in jener Gemeinde geschieht oder nicht geschieht. Und dann möchte ich die Reaktionen des studierten Juristen sehen, wenn dann bei der in 5 Jahren stattfindenden Gemeinderatswahl die SVP mit solchen untergriffigen und unanständigen Pamphleten von Haus zu Haus ziehen würde, wie dies die besagte Bürgerliste es beim letzten getan hat.

            Ich glaube, Herr Gasser ist der klügere Akademiker, denn lieber in Ehren untergehen, als mit Schmutzkübelkampagnien über den politischen Mitbewerber herziehen.

            Denn hier haben die Grünen Südtirols nichts auszusetzen gehabt, fühlen sie sich doch nach eigenen Angaben mit den Bürgerlisten so sehr verbunden. Wird nun in Meran drei Tage vor den Wahlen eine mögliche Affäre des Herrn Lösch herausgezogen, dann jammern sie grad wie die Unken, dass dies ein Schmutzkübelkampagnenwahlkampf sei.

            Also wirklich: Schöne Welt, böse Leute.

            • Philipp

              Gasser ist also ein „kluger Akademiker“ ?
              – Es gibt allerdings Tonbandaufzeichnungen vor Gericht und die sprechen nicht für die Klugheit von Gasser! Das Protokoll der Vernehmung gibt es auch schriftlich und ist öffentlich zugänglich!
              – Gasser hat den Tourismusverband für illegale Wahlkampfwerbung missbraucht und wurde dummerweise von den eigenen Mitgliedern erwischt! Er hat sogar für eine andere Person unterschrieben! sehr klug!
              – Die Vetternwirtschaft-Skandale von Gasser sind bekannt und kosten der Gemeinde über 1 Million Euro. Bestes Beispiel ist der Prozess in Viums, der für Gasser „sehr wichtig war“. Und wer ist mit denen verwandt und befreundet?
              – Gasser hat Frauen der Bürgerliste in der Gemeinde mehrfach laut angeschrien !

              …. Ist das also ein kluger Akademiker? Auch wenn jemand vor Gericht lügt? Gasser war der teuerste Bürgermeister aller Zeiten! Und wir haben noch seine die Sozialausgaben für seinen 2. Job in der Bezirksverwaltung bezahlt! Klug ist er nur auf Kosten anderer, so war es immer!
              Gasser wäre klug, wenn er einfach gehen würde und der SVP nicht noch mehr schaden würde! Dann wären alle froh, selbst die SVP hätte ein Problem weniger!

            • Garuda

              @Philipp

              Mir scheint, Sie haben aus den Pamphleten kopiert, oder reicht es bei Ihnen nicht weiter als drei?

              Man kann hier bestens sehen, dass Sie selbst einer jener Bürgerlistler sind, die alles daran setzen, andere zu diffamieren und vor sich herzutreiben.

              Fakt ist, dass die ganze SVP in Natz-Schabs nie und nimmer solche Pamphlete veröffentlicht haben, wie die Bürgerliste, jedenfalls ist mir nichts bekannt.

              Ob nun Gasser oder Herr XY von der SVP Bürgermeister wird bei einer Neuwahl, ist mir eigentlich egal, nur eines kann Herr Unterkircher nicht sagen: dass er ein lupenreiner Demokrat ist, aber bitte, ich empfehle ihm dringendst: Lassen Sie es auf Neuwahlen ankommen, dann werden Sie entweder mit Schimpf und Schande nach nur kurzer Zeit in diesem Amt abgewählt werden, oder Sie haben endlich eine Ratsmehrheit, dann sind Sie aber selbst für die nächsten 5 Jahre verantwortlich.

              Und P.S. ich würde mich hüten, auch nur irgendwie hier öffentlich Herrn Gasser oder Herrn Unterkircher zu verunglimpfen, wie Sie es hier tun Philipp.

            • Philipp

              Garuda, du hast es gut und richtig verstanden: Ja, ich habe keine Sympathie für einen Bürgermeister, der vor Gericht auf Kosten der Gemeinde lügt! Ich habe auch keine Sympathie für Menschen, die Frauen diskriminieren (es gibt Zeugen!). Bei einigen sehr teuren Gasser-Prozessen wurde nicht das öffentliche Interesse vertreten! Auch das ist Fakt!

              Und P.S.: Bei solchen Fakten und tatsächlichen Gerichtsurteilen werde ich mich nicht hüten, so wie von dir empfohlen! Die Gerichtsurteile und Tonbänder vor Gericht existieren und sind öffentlich und online zugänglich, das ist FAKT! Und da schaut die SVP-Personalie nicht besonders gut aus. Deine Empfehlungen sind interessant

    • ecco

      Herr Unterkircher wurde von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt. Es war eine demokratische Wahl und dies sollte respektiert werden.
      Bei Gemeindewahlen entscheiden sich die Leute hauptsächlich für den Menschen, den sie kennen, ich denke, die Partei ist zweitrangig. Herr Unterkircher ist eine integre Person, die Bevölkerung der Gemeinde Natz-Schabs wird sicher wissen, warum sie ihn Herrn Gasser vorgezogen haben.
      Wenn die SVP Neuwahlen anstrebt, zeugt es nur davon, wie schlecht sie verlieren kann! Lasst den Mann mal arbeiten!

    • Erwin

      Gasser wird früher oder später Neuwahlen provozieren. Er kann nicht anders. Das gehört zum Charakter Gassers. Die Wähler können sich auf vorgezogene Neuwahlen vorbereiten.

    • hubs

      Sehe ich ähnlich wie Erwin.
      Die SVP in dieser Gemeinde hat große Angst vor sofortigen Neuwahlen, da diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch schlechter laufen werden. Man wird diese Neuwahlen der Sturheit der SVP zuschreiben.
      Ein Dilemma. Was tun?
      Die einzige Lösung wäre einer Koalition in letzter Minute zustimmen. Danach aber von Anfang an gegen Herrn Unterkircher arbeiten und ihn als inkompetent und unfähig für Teamarbeit dastehen zu lassen. Für alles Schlechte wird Herr Unterkircher verantwortlich sein. Im Hintergrund gleichzeitig die Amtszeit von Herrn Gasser in den Himmel loben und ihn sehnsüchtig wieder zurückwünschen. Wie schon Rex richtig geschrieben hat, wird er dann nach langem Drängen zustimmen. Zum Wohle der Bevölkerung und ganz uneigennützig.
      Somit Neuwahlen nächstes Jahr.

      Was sollte Herr Unterkircher tun? Auch schwierig. Seine derzeitige Verhandlungsposition aber unter keinen Umständen mehr aufgeben und keine weiteren Zugeständnisse mehr machen. Für ihn wären sofortige Neuwahlen besser, sehr viel besser.

      • Garuda

        @hubs

        Die SVP wird noch schlechter abschneiden als bei den vergangenen Wahlen?

        Nennen Sie eine Anzahl von Ratsmitgliedern im Verhältnis 9 : 6 ein schlechtes Ergebnis?

        Bitte, man kann auch Tatsachen verdrehen.

        • Philipp

          Und du bist hier sicher der Schlaueste und verstehst alles in Natz-Schabs, richtig?

          Und weil du so klug bist: Kannst du mir genau erklären, warum Gasser vor Gericht gegen Unterkircher verloren hat ?

          • ...

            Nein, der Schlaueste bist bestimmt DU! Denn du scheinst ja wirklich ALLES zu wissen…
            Und so unparteiisch, höflich, …

            • Philipp

              Wenn in Gemeindegremien Frauen diskriminiert werden und ihnen sogar Gewalt angedroht wird, bin ich sehr gerne parteiisch!

              Die „Höflichkeit“ sollte man bei den feinen Herren suchen, die Gewaltandrohungen vor versammelter Runde aussprechen

            • Garuda

              @Philipp

              Du scheinst ein sehr guter Demokrat zu sein, Leute zu verunglimpfen und durch den Dreck zu ziehen, da sieht man genau, wir der User namens Philipp sich in die Sache reinkniet.

              Du sc heinst nicht nur ein Bürgerlistler der benannten Gemeinde zu sein, sondern sogar der federführende Bürgerlistler der Gemeinde zu sein, denn nach deiner Wortwahl dürften die Pamphlete, die in der Gemeinde in allen Briefkästen geworfen wurden, von dir stammen.

              Wie dem auch sei: Du scheinst in der Gemeinde zu leben, ich Gott sei Dank nicht, aber eines steht fest: Der User namens Philipp ist der beste Beweis, warum die dortige Gemeinde gespalten ist und es vielleicht ein Prozess von Jahrzehnten zu werden scheint, diese Gräben zu schließen.

              Nun denn: Der neue Bürgermeister wirds schon richten, dass die Gemeinde noch auf Jahrzehnte gespalten bleibt. Denn eines scheinen viele zu vergessen: Zuerst seine Frau Bürgermeisterin und mit Spaltung der Gemeinde in pro und contra Marianne, dann die Ablöse durch Gasser, SVP-interne Opposition durch das eine Lager, das unterlegen war. jetzt wieder das Lager aus der ehemaligen SVP-internen Opposition auf der Seite der Bürgerliste bzw. selbst federführend in der Bürgerliste.

              Mir kanns nur egal sein, aber dass eine Familie es schafft innerhalb von 15 Jahren oder mehr solch immense, wohl unüberwindbare Gräben aufzureißen innerhalb einer Gemeinde ist schon bezeichnend.

              Nun weiß ich nicht, ob unter der Zeit von Gasser Frauenfeindlichkeit ausgeübt wurde (nur Überbachers Appell an die LandesSVP damals sehe ich noch nicht als Frauenfendlichkeit, sondern wurde unter dem Schirm der Frauenfeindlichkeit verdeckt!), sollte es aber konkret dazu gekommen sein, muss ich das auf das Schärfste ablehnen. Was ich dieser Gemeinde mit ihren vielen Fraktionen wünsche ist Frieden und Versöhnung, das alle bitter nötig haben.

              Und ich weiß die Hetzereien und Aufpauschungen eines Users nach der Art von Philipp zurück, denn dies vertieft die Gräben und führt nicht zur Reichung der Hände.

    • andi

      sehr gute analyse von hubs.
      wie es aussieht, kann es gut sein, dass wir in meran das gleiche problem haben werden.
      ein bürgermeister der zwar von der bevölkerung gewollt ist, aber von den mächtigen nicht akzeptiert wird.
      auch in meran ist die wahl vielleicht weniger für rösch, sondern ganz ganz klar gegen gruber.
      und auch hier will man das nicht akzeptieren, da einige mächtige fürsprecher im hintergrund fleissig werkeln…….

      der verlierer ist immer der wähler.

      • Andreas

        Ihr tut so als hätten Rösch und Unterkircher so grandiose Siege gefeiert.
        Unterkircher hatte 5 Stimmen mehr und Rösch hatte 22%, Gruber 24%.

        Das „vom Volk gewollt“ gilt also für beide Seiten.

    • Philipp

      Der Gasser will bestimmt wieder. Wo soll er denn sonst hin? Wer will den überhaupt noch nach den ganzen Skandalen?
      Der Gasser hat halt ein Problem: Es gibt Tonbandaufzeichnungen vor Gericht. Und die sprechen nicht für Gasser!

      Ja, ich will
      http://www.tageszeitung.it/2013/03/18/ja-ich-will/

    • seppl

      schlechter verlierer der gasser typisch SVP bei wahlen sollte man den wähler willen respektieren

    • PROF:

      Ich glaube, daß Herr Unterkircher der gescheidere ist,einmal weil er nicht so protzig auftritt wie Herr Gasser,zum andern hat Herr Unterkircher schon Recht bekommen mit seiner Eingabe gegen den Bürgermeister bez.Verleumdung.
      Wäre neugerig was der Vorstand der Raiffeisen-Kassa denkt,muss sie doch Herrn Gasser, wenn er daurauf besteht,wieder als Direktor aufnehmen.

    • Gregory

      Wer unter diesen Umständen noch Gasser und seine SVP verteidigt, ist selber nich besser als das, was vor Gericht herausgekommen ist.

    • wellen

      Als Außenstehender staunt man über solche Personalismen und Lagerbildungen, die sich als Riss durch die Gemeindebevölkerung abbilden.

      Was in Toblach, Innichen, Niederdorf mõglich erscheint, sollte wohl auch in Schabs möglich sein.
      SVP, runter von eurem hohen Ross, mehr Transparenz und Demokratie, tuts eure kleinkarierten Dorfköpfe mal auslüften und macht Fortbildungen in Toblach.Die scheinen über ihren Gartenzaun hinausblicken zu können.

      • Garuda

        @wellen

        Wer die Gemeinde Natz-Schabs mit Innichen und Toblach vergleicht, hat wohl ehrlich gesagt null und nix verstanden. Aber bitte!

        • Philipp

          Und du bist hier sicher der Schlaueste und verstehst alles in Natz-Schabs, richtig?

          Und weil du so klug bist: Kannst du mir genau erklären, warum Gasser vor Gericht gegen Unterkircher verloren hat ?

        • George

          Garuda, Sie reden auch nur etwas daher, ohne die Gemeinde Natz-Schabs zu kennen und beziehen ihre Informationen nur über einseitige Umwege. Erstens sind Sie nicht von dieser Gemeinde, zweitens sind Sie weit weg davon und weiters schwimmen Sie nur auf Spekulationen. Also urteilen Sie doch nicht einfach über jene hinweg, die direkt am Geschehen sind oder zmindesstens einen direkten Draht zu jenen in der betroffenen Gemeinde haben.

    • ...

      Zum Verständnis: der Streit in Viums ist wie alt? 10 Jahre? Mehr?
      Wer war denn da Bürgermeister? Doch nicht Gasser…

      • goggi

        Wenn ein Bürgermeister in 10 Jahren diesen angeblichen Streit nicht schlichten konnte,hat er als Bürgermeister nichts verloren,er hat versagt.

      • Philipp

        Sehr gut dass du fragst „…“
        Der damalige Bauassessor ist der Bruder von Bürgermeister Gasser! Er hat das „Projekt“ Viums „betreut“ und verkündete laut und öffentlich, dass er die ALLEINIGE Verantwortung für diesen Fall übernimmt. Die Verwaltung von damals, auch der Gemeindesekretär M., haben schriftlich niedergelegt, dass der Fall Viums nicht sauber ist!
        Die Gemeinde hat den völlig aussichtslosen Fall schon zu den Akten gelegt (vor über 10 Jahren), doch dann wurde Gasser Bürgermeister und er hat das „Projekt“ Viums wieder aufgenommen. Mit dem Geld der Gemeinde wurden viele und die besten Rechtsanwälte für jahrelange Prozesse eingestellt. Wollte Gasser den Fehler seines Bruders mit öffentlichen Mitteln wieder ausbügeln? Seitdem werden Steuergelder von mehreren Hundertausend Euros für sehr fragwürdige Interessen eingesetzt. Geholfen hat es aber bisher nix! Ob in diesem Fall Amtsmissbrauch vorliegt ist Sache des Rechtssystems und wird sich in Zukunft zeigen!

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