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    Knappe Mittel

    Der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder wiederholt seine Forderung, Klein-und Kleinstgemeinden zusammen zu legen und so die Zahl der Gemeinden in Südtirol auf 100 zu reduzieren.

    „Die Mittel werden knapper, doch Südtirol leistet sich weiterhin den Luxus von 116 Der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder, wiederholt seine Forderung, Klein-und Kleinstgemeinden zusammen zu legen und so die Zahl der Gemeinden in Südtirol auf 100 zu reduzieren. „Die Mittel werden knapper, doch Südtirol leistet sich weiterhin den Luxus von 116 Gemeinden, davon eine Reihe von Klein- und Kleinstgemeinden. Hier liegt ein Sparpotential brach, das bisher von der SVP aufgrund ihrer Postenpolitik nicht genutzt wird“, schreibt der Landtagsabgeordnete.

    Die Mikrogemeinden bringen eine unnötige Belastung für den Steuerzahler mit sich, werden von der SVP jedoch aus Gründen der Postenbeschaffung am Leben erhalten.

    „Wir von der BürgerUnion fordern daher, Klein- und Kleinstgemeinden zusammen zu legen, und so erstens für mehr Effizienz in den Verwaltungen zu sorgen und zweitens die Steuergelder der Südtiroler, die Früchte ihres Fleißes, nicht bei den Rathausfenstern hinaus zu werfen“, so Pöder in der Aussendung.

    Pöder weist darauf hin, dass der Landtag die Rahmenbedingungen für die Zusammenlegungen schaffen muss, die Zusammenlegung von   Gemeinden jedoch nur durch eine Abstimmung in den betroffenen Gemeinden stattfinden dürfe. „Es müssen daher steuerliche Entlastungen für die Bürger und höhere Pro-Kopf-Zuweisungen gesetzlich geregelt werden, wenn die Bürger von Kleinstgemeinden für Gemeindefusionen eintreten und stimmen. Diesbezüglich bin ich im Südtiroler Landtag bereits aktiv geworden und ich wiederhole meine Forderung, dass 100 Gemeinden für Südtirol genug sind. Alles was darüber liegt, ist eine Verschwendung von Steuergeldern, welche für unsere Familien, Arbeitnehmer sowie Kleinbetriebe sinnvoller investiert werden könnten „, so  Pöder weiter.

    In Südtirol gibt es derzeit 116 Gemeinden. 48 davon haben weniger als 2.000 Einwohner. 17 Gemeinden haben weniger als 1.000 Einwohner und 5 kommen nicht einmal auf 500 Seelen. „Es wird klar ersichtlich, dass es Gemeinden gibt, deren Verwaltungsaufwand nicht gerechtfertigt ist. So hat jede noch so kleine Gemeinde einen Bürgermeister, einen Ausschuss, einen Gemeinderat, einen Gemeindesekretär“, so Pöder

     

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    Kommentare (11)

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    • Puschtra

      10 Gemeinden sind in Südtirol auch mehr als genug!
      Es ist mir unerklärlich warum es im digitalen Zeitalter noch so viele Gemeinden brauchen soll. Denn zu den Bürgermeistern kommen ja noch die Gemeindesekretäre und mindestens ein Angestellter in der Verwaltung.
      Mein Vorschlag: Zusammenlegung aller Gemeinden in den jeweiligen Tälern im größten Ort und Verkauf der jetzigen Gemeinde- Gebäude.
      Die Bezirksgemeinschaften kann man dann auch gleich mit eingliedern.
      Mit dem gesparten Geld kann man dann die Kosten für allgemeine Dienste und Gemeindesteuern senken.

      • Charly

        Man sieht, dass Sie wenig Ahnung von der Arbeit eines Gemeindeverwalters sowie der Sekretäre haben. Pöders Vorschlag, die Kleinstgemeinden aufzulösen, mag noch irgendwie Sinn machen, die Zusammenlegung ganzer Talschaften (10 Gemeinden mit je 50.000 Einwohnern) macht, insgesamt betrachtet, null Sinn

        • Peter.g

          Wäre angebracht wenn Bürgermeister und speziell Gemeindesekretäre kündbar bzw. haftbar gemacht würden wenn nachgewiesen wird dass sie öffentliche Gelder verschwenden. Es gäbe da bereits mehrere Beispiele.

          • Walter Mair

            Mit der Reduzierung der Gemeinden und wie @Robert weiter unten bemerkt, würde auch die Vetternwirtschaft im Dorf aufhören. So schiebt man sich schon seit Jahrzehnten die besten Aufträge innerhalb der Lobby gegenseitig zu. Umwidmungen werden schon einmal an der Theke dem Freund verraten. Vorgesehene Baugründe dem „Cousin“ zugeschoben Und so weiter! Im Überetsch hat sich ein Gemeindereferent einen Auftrag selber ( auf Umwegen) zugeschanzt. Für den gesamten Auftrag war die Summe zu groß,also wurde er in mehreren Baulosen aufgeteilt, womit dieser Herr Gemeindereferent wieder zum Zuge kommen konnte.Mit Bezirksgemeinschaften hätte man wesentlich mehr Kontrolle und es kämen nicht immer die selben, die sich vorher absprechen zum Zuge!!

        • Yannis

          Düsseldorf hat in etwa soviel Einwohner wie Südtirol und ist EINE Gemeinde und man glaubt es kaum dies funktioniert tatsächlich, was allerdings dabei nicht funktioniert ist die „Freunderl-Wirtschaft“
          In DE hat man schon im Jahre 1975 eine Gebietsreform durchgeführt, wobei viele Landkreise und Gemeinden zusammen gelegt wurden und oh Wunder es funktioniert tatsächlich !

    • Walter Mair

      Che scoperta?
      Die Idee wird schon seit 20 Jahren diskutiert und macht auch Sinn. Dass nun Pöder das Ei des Columbus entdeckt haben will, ist nicht nur lächerlich sondern auch wie er schon immer unterwegs war, populistisch! Doch darin ist er ja Weltmeister!

    • Luz

      Südtirol mit seinen 500.000 Einwohnern hat 116 Bürgermeister (und Vize und Referenten und Sekretäre usw.) und München hat wieviele Einwohner und wieviele Bürgermeister usw. ?

    • Robert

      Alle Gemeinden auflösen und deren Funktion den Bezirksgemeinschaften übertragen. Es würde nicht viel besser funktionieren aber sicher billiger für die Steuerzahler.

    • Erich

      Ein erster Schritt um in Südtirol effizienter und wirtschaftlicher zu werden wäre die Zusammenlegung der Parteien. Die verbrennen durch gegenseitiges bremsen Millionen. Bei der Zusammenlegung der Gemeinden würden nur Pinatz gespart, das dient den Parteien nur zur Ablenkung.

    • Michl

      Der Pöder kostet auch viel zu viel Geld – und der Landtag ist auch zu groß. Also Pöder, Landtag verkleinern und Prozenthürden einführen. Dann brauchen wir, die Steuerzahler, Sie nicht mehr durchfüttern.

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