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    Gute Schule

    Renate Gebhard 2014Die SVP-Abgeordnete Renate Gebhard erklärt, warum die SVP in der Kammer für die Schulreform der Regierung Renzi stimmt.

    Im Zuge der Stimmabgabeerklärung zur Schulreform der Regierung Renzi am Mittwoch hat die SVP-Kammerabgeordnete Renate Gebhard die Zustimmung der Fraktion der Sprachlichen Minderheiten erläutert. „Wir teilen die Grundausrichtung der geplanten Reform auf gesamtstaatlicher Ebene“, so Gebhard mit Blick auf Südtirol, das aufgrund seiner Autonomie nur zum Teil von den Neuerungen betroffen sein wird.

    Begrüßenswert sei in erster Linie die angestrebte verstärkte Verbindung zwischen Schule und Arbeitswelt.

    Die Maßnahmen der Schulreform der Regierung Matteo Renzi „La buona scuola – Die gute Schule“ kämen in Südtirol nur bedingt zur Anwendung. „Die Regierung trägt den autonomen Bestimmungen Südtirols Rechnung und hat meinen diesbezüglichen Antrag im Artikel 8 der Reform verankert“, unterstrich die SVP-Abgeordnete Renate Gebhard bei ihrer Stimmabgabeerklärung in der Aula der Kammer.

    Die Schutzklausel bezieht sich auf die Aufnahme des Lehrpersonals und erkennt die anderweitigen Bestimmungen in der Personalaufnahme in der Provinz Bozen an, welche bereits in den letzten Jahren einen großen Teil der jährlich freien Stellen unbefristet besetzt und dadurch der Problematik der prekären Arbeitsverhältnisse im Lehrbereich entgegengewirkt hat. Zudem bestätigt der angenommene Antrag die generelle Anerkennung der Zuständigkeiten der autonomen Provinzen Bozen und Trient sowie der Region Aosta.

    „Ein wesentlicher Punkt der Reform ist die Stärkung der Verbindung zwischen Schule und Arbeitswelt, beispielsweise durch die Einführung einer Mindestdauer für eine alternierende Ausbildung sowie anderer Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung nach Abschluss der Schule“, erklärte Renate Gebhard. „Dieses Vorhaben nimmt die Prinzipien des dualen Ausbildungssystems auf, wie wir es in Südtirol kennen“, so die SVP-Parlamentarierin Gebhard im Namen ihrer Kollegen Alfreider, Plangger Schullian, Ottobre und Marguerettaz .

    Für die Kammerabgeordneten der Fraktion der Sprachlichen Minderheiten sei dies ein strategisches Ziel, das auch von der Wirtschaft geteilt werde. „Ministerpräsident Matteo Renzi hat das Südtiroler Lehrlingswesen bei seinem jüngsten Besuch in unserem Land als Modell für Italien hervorgehoben – nicht zuletzt, weil Südtirol die niederste Jugendarbeitslosenquote auf gesamtstaatlicher Ebene verzeichnet“, erinnert in diesem Zusammenhang SVP-Fraktionssprecher Daniel Alfreider abschließend.
    Nun muss der Gesetzestext zur Behandlung in den Senat und dort gutgeheißen werden, bevor er endgültig von der Kammer verabschiedet und somit in Kraft treten wird.

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    Kommentare (15)

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    • Puschtra

      Ich habe sie schon vermisst, die neue Schulreform der Schulreform, der Schulreform, der Schulreform…………………………………………………..

    • Murks

      Das Wort ist eines der Unwörter. Renzis Zentralismus ist erschreckend.

    • ......

      Schritt 1. werden nur die Vorteile fùr die Politik des Dekretes angewandt
      Schritt 2. schònreden wie hier, und den Rest verheimlichen
      Schritt 3. sobald das Volk die Nachteile merkt, dem Staat die Schuld geben und notfalls (was nie eintrifft) die Vorteile der Autonomie anwenden

      Vorteile fùr das Volk an Reformen? nó warum auch.

    • Silvius

      Es ist schon sehr bedenklich, wenn die Staatsreformen bei uns nicht mehr greifen würden, denn wenn dem auch früher so gewesen wäre, hätten wir heute in der Provinz Bozen keine „Mittelschule für alle“, da die alleinbestimmende svp und natürlich im Bunde mit der katholischen Kirche, die ja die sogenannten (zu 70% vom Staat finanzierten) „Privatschulen“ besaß, dagegen waren.
      Die Autonomie ist also ein Regelwerk um gesellschaftliche Fortschritte zu verhindern, deshalb müssen grundsätzliche Reformen des Staates auch bei uns greifen können, sonst bleiben wir zurück.

    • Gesund_leben

      Die Integration von Kindern mit Beeinträchtigung, Gesetz von 1977, gibt es in Südtirols Schulen auch nur, weil es der Staat so eingerichtet hat.

    • Laurin

      Vom Blick her müsste diese Frau Gebhard einen etwas steifen Hals haben. Schade! Denn sie sollte rasch Positionen wechseln können (Wendehalstheorie). Da scheint sie zu steif hierfür: In Italien sind wir die besten, mit Österreich vergichen sind wir die besseren … Das kann schon mal zum Hexenschuss führen. Aber ein guter Masseur knetet die Dame ja durch – kann sie sich locker leisten und auch von der Steuer absetzen!!!

    • der Günther

      Es braucht immer wieder eine Reform von der Reform um Fehler damit was zu tun und zu reden ist und man/frau sich ins Rampenlicht stellen kann…….

    • Murks

      Gute Lüge, die „Gute Schule“?

    • Gregory

      Wenn all jene in der Regierung und nahe an der Regierung Roms und Bozens Sitzenden wiederum in die Schule gingen und das umsetzten, worüber sie reden, dann hätten wir die schlechteste Schule. Zum Glück gibt es aktive junge und jung gebliebene Menschen an der Schule, die an diesen Reformen vorbei gute Schule gestalten und immer wieder neu leben.

    • Demosthenes

      Kann sich noch jemand erinnern, wann die SVP das letzte Mal gegen eine italienische Regierung bzw. Gesetze derselben gestimmt hat?

      Muss Jahrzehnte hersein!

      Wenn sie so weitermacht, können wir ohne Zögern staatiche Parteien wählen, macht eh keinen Unterschied!

    • Murks

      Arno, so heißt der italienische Fluss.

    • Hubert

      Mich verwundert immer wieder, wie manche Politiker/innen alles neu regeln, besser machen, Gesetze optimieren und wir bekommen immer ein größeres Fiasko.
      Abgesehen davon ist die „schlechte“ Arbeit der Vorgänger/innen noch nie in irgend einer Weise aufgearbeitet oder bestraft worden.
      Ich habe den Eindruck – und den wird mir so schnell niemand ausreden-, dass es sich bei dieser Kategorie meist und große Schaumschläger handelt, die eine inzwischen mutlos gewordene Wählerschaft möglichst skrupellos ausnützen.
      Kann dieser Eindruck unbegründet sein?

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