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    Doppelzimmer: 66 Euro

    Konrad Mitterrutzner, Gabriela G. und ihr Hotelzimmer im Hotel „Panorama" in Piestany

    Konrad Mitterrutzner, Gabriela G. und ihr Hotelzimmer im Hotel „Panorama“ in Piestany

    Nachdem er in der Slowakei ausfindig gemacht wurde, ist Konrad Mitterrutzner freiwillig nach Südtirol zurückgekehrt. Wo sich der Finanzjongleur aufgehalten hat. Und: Warum der 51-Jährige geflohen ist.

    von Artur Oberhofer

    Die TAGESZEITUNG hatte am Montag exklusiv berichtet: Die Ermittler kennen den Aufenthaltsort von Konrad Mitterrutzner seit Tagen.

    So war es denn auch.

    Der 51-jährige Finanzjongleur ist freiwillig aus seinem „Versteck“ in der Slowakei nach Südtirol zurückgekehrt.

    Nach Informationen der TAGESZEITUNG sind die italienischen Fahnder dem Flüchtigen bereits seit über einer Woche auf der Spur. Der Grund: Die Lebensgefährtin Mitterrutzners hatte mehrmals über einen von den Fahndern überwachten Fixanschluss mit dem Mann telefoniert.

    Zuerst hielt sich Konrad Mitterrutzner in einem Hotel in der Nähe von Bratislava auf. Dort wartete Mitterrutzner bis Gabriela G. nachkam. „Wenn er allein war, hat er das Zimmer nie verlassen“, berichten Ermittler. Ein Indiz dafür, dass Konrad Mitterrutzner nicht der lustige Finanzjongleur ist, der mit zig Millionen abgehauen ist, sondern ein Mann, der vor einem (finanziellen) Scherbenhaufen steht.

    Konrad Mitterrutzner war denn auch in keinem Luxus-Hotel abgestiegen, sondern in einem 35-Euro-Schuppen.

    Mitterrutzner und Gabriela G. ahnten nicht, dass die italienischen Fahnder sie längst in ihrem Versteck ausfindig gemacht hatten – und sie aus der Distanz auf Schritt und Tritt verfolgten.

    Den Carabinieri von Brixen lag nach Informationen der TAGESZEITUNG sogar ein Überwachungsvideo aus dem Hotel vor, auf dem das Pärchen zu sehen war. Die slowakische Polizei überwachte Mitterrutzner und seine Lebensgefährtin rund um die Uhr.

    Mitte vergangener Woche wurde es Konrad Mitterrutzner und seiner Partnerin in dem Hotel in der Nähe von Bratislava offenbar zu heiß – vielleicht auch deswegen, weil die Hotelbetreiber von den Gästen Ausweispapiere verlangten – was sie beim Einchecken nicht getan hatten. Kurzfristig verließen Konrad Mitterrutzner und seine Partnerin, die in Milland eine Bar betreibt, das Hotel und reisten 100 Kilometer weiter nach Piestany. Dort quartierten sich Mitterrutzner und seine slowakische Partnerin in dem 3-Sterne-Hotel „Panorama“ ein.

    Der Preis für ein Doppelzimmer mit Frühstück: 66 Euro.

    Am vergangenen Sonntag ging es Schlag auf Schlag:

    Gegen Mittag traf bei den Carabinieri in Bozen und Brixen die sogenannte Interpol-Akkreditierung ein. Diese Akkreditierung erlaubte es den Carabinieri, vor Ort zu ermitteln. Sogleich brachen vier Beamte in Zivil von Südtirol in Richtung Piestany auf. Am Montagmorgen postierten sich die Carbinieri – gemeinsam mit Beamten der slowakischen Polizei – vor dem Hotel „Panorama“.

    Als Konrad Mitterrutzner und Gabriela G. gegen 09.00 Uhr das Hotel verließen – die 35-jährige Slowakin wollte an jenem Morgen wieder nach Südtirol zurückreisen –, schnappte die Falle zu.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

    * Wie Konrad Mitterrutzner reagierte, als die Carabinieri vor ihm standen.

    * Und: Was er den Fahndern zu den Gründen seiner Flucht erzählt hat.

     

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (38)

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    • Pincopallino

      Die Slowakin werd iats woll es weite suachn, wenn dor Konni koan Tippl mehr in Sock hot!

      • Hofnarr

        Na, na picoppallino, musch decht nettt a sou letz fa die Frauen denken.

        • silvii

          diese Frauen schun die suchen sich nur Männer mit Geld ,
          der rest ist schon sicher von den Ausländerinen.die sind schlauer
          wie mir einheimische ,wenn der Koni bleite isch ,isch liebe auch vorbei 100%

      • Jenny Lein

        Das schockierende an dieser Geschichte ist, dass es für Mitterrutzner eine Überwachungsaktion erster Sahne gibt. Hat er zig Millionen an Steuern hinterzogen? Hat er ei Kapitalverbrechen begangen? Wäre er nicht zurückgekommen ohne das ihn die Carabiniere bis ins Ausland verfolgt hätten. Überwachung sämtlicher Telefonanrufe, anzapfen von Überwachungskameras.. alles kein Problem. Wird in anderen Fällen auch so kompromisslos gefahndet?

        • barfusler

          wäre zu interessant zu wissen wer alles ihm das Geld zur wundersamen Vermehrung anvertraut hat…
          deinem Gedanken folgend sind anscheinend recht interessante Persönlichkeiten dabei ;)))

      • Daniel

        Um heute spurlos zu verschwinden, da braucht es ned nur Geld, sondern auch ein gewisses Niveau, Bargeld (was ja in diesem Fall nicht fehlen dürfte), Telefon zu Haus lassen, falsche Papiere und keine Kreditkarten.
        Hast dann ein Gesicht wie dieser Feldturnser, dann bist aufgschmissn 🙂
        Heute ist alles unter Kontrolle, vom Bahnhof zum Flughafen, von Brennergrenze bis zu anderen Grenzen: jedes Nummernschild wird bei Autobahneinfahrt bzw. -ausfahrt automatisch abgelesen. Hotel schlafen idiotisch! Bei so einem Verhalten ist alles nur eine Frage der Zeit bis sie dich am Krawattl haben….
        Aber ich denk mal, das Geld ist schon an einem sicheren Platz. Wegen so einer Betrügerei wirst ned eingsperrt… Anzeigen soll es ja auch noch keine geben! Alle hoffen, dass sie die Moneten zurückbekommen 🙂 🙂
        Träumer!

      • Erich

        Sel wur schun deiniga a ofliegn wenn die Pipm fahln, do sein insriga nix bessa

    • Millionär

      Ich dachte es war sicher (zumindest laut den meisten Medienberichten), dass Konrad mit einem siebenstelligen Eurobetrag abgehauen ist??

      • Klaus

        Du Millionär. Wer weiß. Von wem die Millionen waren und in welcher Form sie verdient wurden. Also schrumpft der Betrag, damit gewisse Menschlein der höheren Klasse nicht auffliegen. Du weist das Prinzip im Schlaraffenland…… Eine Hand wäscht die andere…… wenn du Geld oder Macht hast ooooooooder neu in Südtirol, zu viel von denen weist die Geld und Macht haben………oder im Falle Konrad zu viel von denen transportierst…..dann wirst du für Gaunereien gelohnt..Jetzt wird der Koni, wenn er schlau ist, noch Geld fürs Schweigen, der Schlauwiner und a paar Sozialstunden bekommen. Ausplaudern wird er nur die paar Kröten die er von Otto Normalbürger, wahrscheinlich schwer erspart, verwaltet hat…..die großen Beträge versinken in der Versenkung, zumindest offiziell:-)))?)))))€€€€€€€. Akte Miterrutzner geschlossen und Amen. Ohhhhh wie im Krimi nur viel dreister:))))))))

    • Batman

      Jenny Lein,
      was zeigt und lehrt uns der Fall Mitterrutzner?

    • Alpenland

      Des isch decht heint kuan verbrechen mear. Wos war sem in bozen mit de gonzn gauner? Wenn an privaten a geld gibsch gazzi tuoi….

    • Andreas

      In Südamerika gibt es ein paar Länder, welche nicht ausliefern.
      Südtiroler trifft man dort auch 🙂
      Ich denke nicht, dass er ernsthaft abhauen wollte, die Slowakei ist ein denkbar ungünstiges Land zum Untertauchen.

      • Klaus

        Andreas. Der wollte sicher nur in der Slowakei der Schwiegermamma Hallo sagen und weil in Südtirol die Kriminalität so hoch ist, hat der die 20000 in bar gleich mitgenommen und die restlichen Millionen in Österreich vergraben oder wie siehst du das Andy???????

    • Verwunderlich

      @Andreas,

      sag mit bitte… wohin ich mit meinen wertvollen bildern… abhauen kann…. weil alle wollen sie…

    • A bo dechto

      wieso der Autor bei diesem Artikel die Hotelzimmer-Preise derart in den Vordergrund stellt ?
      35 euro in einem „Schuppen“ in Bratislava und 66 Euro im Hotel „Panorama“ in Piestany ? Was soll uns das nun genau sagen … ?
      Dass der Flüchtige durchaus spart ? Dass es preiswert wäre, in der Slowakei einmal einen Wellnessurlaub zu machen ? Schleichwerbung für das Hotel „Panorama“ ?

      • barfusler

        @A bo dechto
        der Mitterrutzner scheint noch ein origineller Gauner zu sein der halt essentiellere Genüsse zu schätzen weiß ;))
        Nicht ganz so passend ist der Begriff Gauner aber bei denen die behaupten auf anständige Weise an das Geld der Bürger zu kommen. Die erkennst Du daran dass sie sich in der Öffentlichkeit nie mit einem Mitterrutzner zeigen würden und überhaupt am liebsten nur in „guter“ Gesellschaft auftreten (außer vielleicht in der Bürgernahzeitwoche vor den Wahlen) ;)))

    • positivdenken

      @dana

      Wie recht Du hast, und bei den Politikern ist es genauso…….aber ein normaler Bürger, Steuerzahler wird bis auf die letzte Bewegung verfolgt….Die Ungerechtigkeit bleibt bestehen…. …

    • PROF:

      Hoffentlich hat die Sparkasse den Mitterrutzner nicht auch Geld zur Vermehrung anvertraut,ansonsten sinken die Aktien nochmals.

    • epolus

      Lieber Conni: glaube mir! Jetzt ist es aus mit der Liebe….aber die Slowakin hat sicher schon einen Ersatz bei der HAND … der ist sicher auch so blöd wie du…

    • Bankomat

      Ich muß lachen 🙂 ,werde das Gefühl nicht los das viele die hier negative Kommentare hinterlassen massiv geprellt worden 1x von Mitterrutzner und 1x vom eingenen Verstand.Den Frust kann ich gut verstehen es wird nicht mehr lange dauern dann funktioniert zuerst der Bankomat nicht mehr und dann kommen die Forderungen von der Bank per Einschreiben.Die IP Adressen zu den Kommentaren sind ja sowieso registriert und in Folge steht noch hoher Besuch Daheim an.Eine reine Vermutung von mir und sicher täusche ich mich

    • Igor

      Ja Leute, mehr als 66 Euro bezahlst du heute in Südtirol oft auch nicht…! Darüber mal nachdenken und den Typen einfach mal in Ruhe lassen. Was geht es euch überhaupt an? Ist es euer Geld? Nein sicher nicht, denn öffentliche Stellen (so wie sie die meisten hier bekleiden, sonst hätten sie nicht so viel Zeit zum Schreiben) sind nicht so lukrativ.

    • schnellermichl

      epolus
      Jedenfalls hat der gute Conny eine gutaussehende Freundin, von welcher hier wohl viele nur träumen können.

    • Ali

      Do Konrad hot iatz sicher groasse Probleme an der Backe. Iatz wert sein Leben, seine dunklen“ Machenschaften“ und vieles mehr kontrolliert ( Steuerhinterziehung usw.) Sein Luxusleben hot iatz an Ende!

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