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    Souveräne Naturnser

    am ball schusterDie Würfel in der Landesliga sind gefallen: Naturns steigt in die Oberliga auf, Obermais geht in das Entscheidungsspiel gegen den Zweiten der Trentiner Landesliga.

    von Klaus Schuster

    Nachdem Naturns schon seit einer Woche als Aufsteiger in die Oberliga feststeht, ist seit diesem Wochenende auch klar, dass Obermais als Tabellenzweiter das Entscheidungsspiel gegen den Zweiten der Trentiner Landesliga bestreiten wird. Ob ein eventueller Sieg in diesem Spiel auch gleichbedeutend mit der Rückkehr in die höchste regionale Spielklasse sein wird hängt vom Ergebnis des Playout Spiels zwischen Dro und Triestina vom 24.05. 2015 ab und wie sich der SC St. Georgen weiterhin in den Aufstiegsplayoffs der Tabellenzweiten schlägt.

    Begonnen hat das Aufstiegsplayoff in jedem Fall vielversprechend: im ersten Spiel gelang ein überraschender, wenn auch etwas glücklicher, 1:0 Auswärtssieg im Piemont, bei der Mannschaft von Castellazzo. Am nächsten Sonntag kommt es zum Rückspiel im Pustertal.

    Nach nur einem Jahr Landesliga kehren die Naturnser nun also wieder in die Oberliga zurück – und das auf eine souveräne Art und Weise, die man wegen der veränderten Voraussetzungen doch als überraschend bezeichnen kann.   Der Nachbarverein Partschins, der langjährige Partner in der erfolgreichen Jugendarbeit, war nämlich erstmals auch in die Landesliga aufgestiegen und mehrere Spieler hatten Naturns am Ende der letzten Saison verlassen, um zu ihrem Stammverein zurückzukehren.

    Nichtsdestotrotz verpflichtete man Toptorjäger Peter Mair, der nach mehreren Saisonen in der Serie D nach Naturns zurückkehrte und setzte sich alsbald an der Tabellenspitze fest. Mit 34 Punkten wurde man Herbstmeister und ließ sich auch von der beeindruckenden Siegesserie der Verfolger (Obermais und Weinstraße Süd gewannen zu Beginn der Rückrunde jeweils 7 Spiele in Folge) nicht aus der Ruhe bringen. Auch der verletzungsbedingte Ausfall von Peter Mair, der fast die gesamte Rückrunde ausfiel, konnte die Mannschaft von Trainer Engl Grünfelder nicht von ihrem Ziel abbringen.

    Den Grundstein zum Meisterschaftssieg legte man in den direkten Begegnungen mit Obermais: im Herbst gewann Naturns auf der Lahn mit 4:0 und in der Rückrunde daheim mit 5:3. Für Peter Mair sprang Matthias Bacher in die Bresche. Er lieferte nicht nur beim Siegestor gegen die Plose den entscheidenden Assist, sondern hat seinerseits auch bereits 27 Treffer auf seinem Konto. Er und die, noch nicht 20jährigen Eigengewächse, Abwehrspieler Matthias Peer und die Mittelfeldakteure Thomas Nischler, Stephan Lanpacher sind neben den anderen noch relativ jungen anderen Stammspielern die Garantie, dass Naturns weiterhin in den höchsten Spielklassen des Landes eine gute Rolle spielen wird.

    Obermais hatte vor Beginn der Saison seine beiden ehemaligen Stürmerasse Theo Pamer und Denis Malleier zurückgeholt, letztendlich aber zu viele Gegentore kassiert. Mit 41 Gegentreffern, also 1,4 Gegentoren pro Spiel kann man nicht Meister werden und schon überhaupt nicht dann, wenn man vom direkten Konkurrenten in zwei Spielen neun Tore eingeschenkt bekommt!

    Die Jugendmannschaften des SSV Brixen, die bei den Junioren und bei der A- Jugend die Regionalmeisterschaft gewonnen hatten, mussten wieder einmal erkennen, dass ihnen bei Vergleichen mit Mannschaften aus anderen Regionen ein scharfer Wind entgegen weht: am Mittwoch vergangener Woche verloren die Junioren von Trainer Armin Forer, vor einer großen Zuschauerkulisse, daheim knapp mit 2:3 gegen die Mannschaft aus Flaibano aus dem Friaul. In einem ausgeglichenen Spiel waren die besseren Einzelspieler in der Offensive und einige Episoden wie der zu Beginn der zweiten Halbzeit von den Brixnern vergebene Elfmeter entscheidend.

    Am Sonntag hingegen musste die A- Jugend von Trainer Raffaele Trovato die Reise nach Udine antreten und verlor bei Ancona Udine klar mit 0:5.

    Auf lokaler Ebene sorgte in der vergangenen Woche der bei Bozner Boden spielende Akteur Kumrija für Aufsehen, der in Stegen vollkommen ausgerastet war und dem Schiedsrichter einen Kopfstoß versetzte, der diesen außer Gefecht setzte und dazu zwang das Spiel abzubrechen. Inzwischen wurde dieser Spieler bis zum Jahre 2020 gesperrt.

    Auf nationaler Ebene sorgte wieder einmal ein Verbandsfunktionär, diesmal der Präsident des Verbandes der Amateurvereine, Belloli, mit einer unüberlegten, diffamierenden Aussage zum Damenfußball für einen Eklat.

     

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