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    Das Michaeler-Porträt

    Der Künstler und der Bischof enthüllen das Porträt

    Der Künstler und der Bischof enthüllen das Porträt

    Im Pastoralzentrum ist ein Porträt des verstorbenen Generalvikars Josef Michaeler des Künstlers Gotthard Bonell enthüllt worden.

    Im Anschluss an die Dekanekonferenz im Pastoralzentrum in Bozen, wurde am Donnerstag ein Porträt enthüllt, das Josef Michaeler darstellt. An der Enthüllung haben neben dem Künstler Gotthard Bonell auch Bischof Ivo Muser, die Dekane, zahlreiche Kurienmitarbeiterinnen und –mitarbeiter sowie mehrere Verwandte des ehemaligen Generalvikars teilgenommen.

    Für den Künstler Gotthard Bonell bestand die große Herausforderung bei diesem Portrait darin, dass er ausschließlich anhand von Fotos dieses Werk erstellen konnte. „Zum Glück habe ich Generalvikar Michaeler persönlich gekannt und mit ihm bei verschiedenen Gelegenheiten gesprochen – dies war für mich insofern wichtig, da es ja nicht darum geht, ein Foto abzumalen, sondern darum, dieses Bild in eine künstlerische Sprache zu übertragen“, so Bonell.

    Bildschirmfoto 2015-05-07 um 14.43.56Gelungen ist dies dem Künstler vor allem auch dadurch, dass er zwei Lebenssituationen von Josef Michaeler zeigt: Zum einen die offizielle Seite des ehemaligen Generalvikars mit dem Pastoralzentrum im Hintergrund für dessen Bau er sich in besonderer Weise stark gemacht hatte, dann aber auch seine ganz private Seite, weshalb der Künstler auch die Pfarrkirche von Natz im Hintergrund eingefügt hat. Gotthard Bonell hat zudem darauf hingewiesen, dass er bei diesem Werk technisch anders gearbeitet hat als bei früheren Portraits; das Bild besteht nämlich aus unterschiedlichen Schichten.

    „Kaum jemand hat wie Michaeler die Geschichte der Ortskirche gekannt, erlebt, geprägt und mitgestaltet“, so Bischof Ivo Muser bei der Enthüllung des Portraits. Generalvikar Josef Matzneller hob in besonderer Weise den Weitblick und die Loyalität von Michaeler hervor, sowie dessen Geduld Lasten zu tragen und diese dem Bischof abzunehmen. „Er war ein Mann klarer Worte und klarer Entscheidungen – aber doch mit einem weichen Gemüt“, so Matzneller .

    Künftig wird dieses Portrait als Leihgabe der Angehörigen von Josef Michaeler im Pastoralzentrum in Bozen seinen Platz finden.

    Zur Person

    Josef Michaeler wurde am 24. Mai 1927 in Natz geboren. Zum Priester geweiht wurde Michaeler am 29. Juni 1953 in Brixen. Anschließend war er je ein Jahr als Präfekt im Vinzentinum und als Kooperator in St. Lorenzen tätig. Von 1955-1958 absolvierte er das Studium des Kirchenrechts an der Gregoriana in Rom und war anschließend bis 1966 als Privatsekretär von Diözesanbischof Josef Gargitter tätig. Von 1966-1997 übernahm Michaeler den Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen. Nach seiner Ernennung zum Generalvikar im Jahre 1971 hielt er weiterhin Vorlesungen über Verwaltungsfragen.

    Von 1967 bis 1972 übernahm Michaeler die Leitung des diözesanen Verwaltungsamtes und wirkte von 1971 bis 1996 als Generalvikar. 1997 wurde er Kanonikus des Domkapitels an der Kathedrale von Brixen.?1985 erhielt Michaeler in Innsbruck das goldene Ehrenzeichen des Landes Tirol. 1989 wurde er zum Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde Natz-Schabs ernannt.

    Als Generalvikar hat Michaeler die endgültige Übersiedelung des Ordinariates von Brixen nach Bozen organisiert und die kurialen Ämter neu geordnet. In seine Amtszeit fiel auch die Brixner Synode (1970-1973), der Übergang zum neuen Besoldungssystem der Priester mit Aufhebung der Pfarrpfründe (1985/87), der Bischofswechsel (1986), der Besuch von Papst Johannes Paul II. (1988), der Tod von Bischof Josef Gargitter (1991) und der Tod von Weihbischof Heinrich Forer (1997).

     

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    Kommentare (2)

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    • Garuda

      Jeder wie er es mag.

      Aber war nicht Herr Michaeler (Gott helf ihm) Generalvikar oder Bischofssekretär, als der Mord an einer Pfarrhaushälterin im Ulten geschehen war?

      Hat er das geheime Wissen, das er wohl hatte, mit ins Grab genommen oder weiß der aktuelle Bischof diesbezüglich auch etwas, was die damaligen Täter oder den damaligen Täter (sofern er/sie noch leben) vor dem Zugriff der staatlichen Justiz schützen könnte?

      Mitwisserschaft verjährt tatsächlich, Mord Gott sei Dank nie.

    • Verwunderlich

      zum glück…. gibt es noch einen… alleinigen hofmaler in südtirol…

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