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Pusterer Namenstreit

Soll der Tourismusverband Hochpustertal in Sextner Dolomiten unbenannt werden? Diese Forderung der Liftgesellschaft kommt in Prags, Niederdorf und Toblach gar nicht gut an.

von Silke Hinterwaldner

„Ich halte das für einen totalen Schwachsinn.“

Martha Klettenhammer wählt harte Worte, um auszudrücken, was die Niederdorfer Touristiker vom Vorschlag der Liftgesellschaft halten.

Die Sextner Dolomiten AG fordert nämlich die Umbenennung des Tourismusverbandes Hochpustertal in Tourismusverband Sextner Dolomiten.

Martha Klettenhammer ist als Präsidentin des Tourismusvereines Niederdorf eine von jenen, die dieser Forderung gar nichts abgewinnen können.

Auch ihr Amtskollege aus Prags, Christian Ploner meint ganz nüchtern: „Für uns ist klar, dass wir dann nicht mehr dazugehören würden.“ Schließlich befinde man sich nicht in den Sextner Dolomiten, sondern wennschon in den Pragser Dolomiten. Aber er will gar nicht viele Worte darüber verlieren, schließlich liege diesbezüglich in seinem Büro keine offizielle Anfrage vor.

Noch abweisender reagiert Andreas Trenker. Der Präsident des Tourismusvereines Niederdorf sagt nur: „Wir wollen dazu keine Auskunft geben.“

Der Ursprung dieser Auseinandersetzungen liegt lange zurück. 1993 wurde der Tourismusverband Hochpustertal gegründet. Ihm gehören die Vereine von Niederdorf, Prags, Innichen, Toblach und Sexten sowie das Konsortium Sextner Dolomiten an. In den vergangenen 22 Jahren wurde schon öfter darüber diskutiert, ob der gewählte Name der richtige sei.

Nun aber spitzt sich der Streit zu. Nach und nach wurden im vergangenen Jahrzehnt die drei Skigebiete Helm, Rotwand und Haunold zu einer einzigen Gesellschaft zusammengeschlossen. Daraus entstanden eine neue Gesellschaft und der neue Name Sextner Dolomiten AG. Diese Gesellschaft war es auch, die „viel Geld in die Hand genommen und den Ausbau der Skigebiete vorangetrieben hat“, sagt Lanzinger.

LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

* Warum Erwin Lanzinger vorschlägt, alles beim Alten zu belassen.

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