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    Hilfe für die Ärmsten

    Erdbebenopfer in Nepal (Foto: AdnKronos)

    Erdbebenopfer in Nepal (Foto: AdnKronos)

    Die Landesregierung stellt 50.000 Euro für Soforthilfe für die Erdbebenopfer in Nepal bereit. Weitere Notstandsprojekte sind geplant.

    Nach dem Erdbeben lässt Südtirol die Bevölkerung in Nepal nicht im Stich: Die Landesregierung stellt 50.000 Euro für Soforthilfe bereit. Weitere Notstandsprojekte sind geplant. Bereits seit Jahren unterstützt das Land Südtirol den Aufbau der Bergrettung und des Feuerwehrwesens in Nepal.

    In Abstimmung mit dem italienischen Außenministerium wird das Land angesichts des Erdbebens vor wenigen Tagen einen Betrag von 50.000 Euro als Soforthilfe an das Nepalesische Rote Kreuz überweisen – dies hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen. Geprüft werden soll auch, welche weiteren Einsätze vor Ort möglich sind, um der Bevölkerung unmittelbar zu helfen.

    Aufgrund der großen menschlichen Verluste und Sachschäden nach dem Erdbeben hat die nepalesische Regierung den Notanstand erklärt und die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Die wirtschaftliche und soziale Unterstützung Nepals ist seit Jahren ein Schwerpunkt der Südtiroler Entwicklungszusammenarbeit. In den Jahren 2000-2014 wurden insgesamt 23 Projekte der Organisationen (u.a. Verein Pro Nepal, Ethical Project, Associazione Beppe e Rossana Mantovan) und direkte Projekte des Landes mit rund 800.000 Euro gefördert.

    Neben der Finanzierung verschiedener Projekte Südtiroler Organisationen, die in Nepal tätig sind, führt das Land in Kathmandu und Umgebung zwei mehrjährige Programme durch, deren Ziel der Aufbau des lokalen Zivilschutzes ist. Dabei geht es zum einen um die Stärkung der Feuerwehr in Kathmandu.

    Das Land Südtirol hat für den Aufbau eines effizienten Feuerwehrwesens bis zum Jahr 2014 rund 150.000 Euro zur Verfügung gestellt und Fahrzeuge, Geräte und Personal für die Ausbildung nach Nepal geschickt. Umgesetzt wurde das Vorhaben durch die Berufsfeuerwehr Bozen.

    Der zweite Schwerpunkt war der Aufbau einer effizienten Bergrettung.

    Im Jahr 2012 konnte eine Gruppe von zehn nepalesischen Ärzten und neun Sherpas erstmals Südtirol besuchen, um eine intensive Ausbildung auf dem Schnalstaler Gletscher zu absolvieren. Der medizinische Teil wurde vom EURAC-Institut für Alpine Notfallmedizin durchgeführt. Die technische Ausbildung hat der ehemalige Leiter des Bergrettungsdienstes im Alpenverein, Toni Preindl, mit routinierten Bergrettern und Bergführern organisiert.

    Weitere Projektpartner waren die Landesnotrufzentrale Bozen, die Himalayan Rescue Association (HRA) und die Mountain Medicine Society of Nepal (MMSN).

     

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