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    Abenteuer Serie A

    Der CF Südtirol feiert den Aufstieg in die Serie A (FOTO: Matteo Groppo)

    Der CF Südtirol feiert den Aufstieg in die Serie A (FOTO: Matteo Groppo)

    Die Damen des CF Südtirol haben es geschafft und den Aufstieg in die erste italienische Fußballliga fixiert. Was Katrin Plankl zu diesem Erfolg sagt und was sie von Vorurteilen gegen Frauen auf dem Platz hält.

    TAGESZEITUNG Online: Frau Plankl, es war bis zum Ende der Saison offen, ob der CF Südtirol wieder aufsteigt. Hat man je an diesem Aufstieg gezweifelt?

    Katrin Plankl: Zu Saisonbeginn hat es nicht unbedingt danach ausgesehen, dass wir den Aufstieg schaffen können. Wir wurden in einen sehr schweren Kreis gelost, wo auch gute Mannschaften am Start waren.

    Wie wird das Abenteuer Serie A ausgehen?

    Wir werden mit dem Ziel „Klassenerhalt“ in die Saison starten. Es wird sicher einen Unterschied zwischen der Serie B und der Serie A geben – vor allem vom Niveau her, wird der Unterschied recht hoch sein. Wir werden mit diesem Ziel einfach starten und dann sicher sehen, was möglich ist. Das letzte Mal, als die Mannschaft im Jahr 2010 aufgestiegen ist, konnte sie den Klassenerhalt knapp nicht schaffen.

    Wird Frauenfußball in Italien überhaupt ernst genommen oder nur belächelt?

    (lacht). Teils, teils würde ich sagen. Die Sportart selbst ist eine Randsportart, da es auch nur wenige Menschen gibt, die sich für Frauenfußball interessieren. Dass drei Mannschaften aus Südtirol in der Serie B spielen, hat dem Sport Aufschwung gebracht und es ist sicher besser als vor zehn Jahren, wo man wirklich nur belächelt wurde.

    Wie reagieren Männer auf eine Frauenfußballerin?

    (lacht) Gute Frage. Es ist ganz unterschiedlich. Ich muss sagen, dass ich in letzter Zeit eher positive Erfahrungen gemacht und positive Kommentare gehört habe. Vor zehn Jahren war das komplett anders, da habe ich mich oft fast schon geschämt zu sagen, dass ich Fußball spiele, weil man immer nur blöde Kommentare gehört hat.

    Klischees sagen, dass Frauenfußball lahm, langsam und zickig ist – und, dass Frauen technisch viel schlechter sind, als männliche Kollegen…

    Man muss sicher sagen, dass der körperliche Unterschied zwischen Männern und Frauen da ist – Männer haben einfach mehr Kraft und sind schneller. Technisch haben die Frauen in den letzten Jahren einiges aufgeholt und es gibt mittlerweile Spielerinnen, die besser sind, als Männer. Das Niveau im Frauenfußball ist gestiegen und auch wir trainieren mit viel Einsatz und Ehrgeiz.

    Der FC Südtirol ist das Aushängeschild der Südtiroler Fußballwelt. Vergisst man die Damen manchmal?

    Die Frauen gehen neben den Männern bestimmt unter. Fußball ist in Italien ein wichtiger Sport – aber eben der Männerfußball.

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    Kommentare (1)

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    • Mann

      Nicht nur Frauenfussball ist in Italien eine Randsportart. Neben Männerfussball, es zählt aber eigentlich nur die serie A (oder WM,EM,), gehen alle anderen Sportarten unter und werden zum Teil nur belächelt. Ich habe mich deswegen zum Trotz für andere Sportarten entschieden und es macht viel mehr Spass, Handball, Basket, Skirennen, Skifliegen oder Frauenfussball zu verfolgen. Es ist einfach lockerer und vielseitiger und es geht nicht nur um Millionen oder vertrottelte,aggresive Ultras.

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