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    Teurer Prozess

    Teurer Prozess

    Franz Pahl erhebt schwere Vorwürfe: Arno Kompatscher wolle das Verfahren zu den Luxus-Renten absichtlich verzögern. Und: Rechtsbeistand Giandomenico Falcon habe bereits mehr  kassiert, als alle Rekurse zusammen kosten.

    Von Matthias Kofler

    Es war eine sinnbildliche Szene, die sich gestern Nachmittag auf dem Kornplatz zugetragen hat: Franz Pahl, der Chef der Altmandatare, war gerade in ein Gespräch mit der TAGESZEITUNG verwickelt, als ihm Luis Durnwalder entgegenkam. „Und, wie war’s gestern?“, fragte der Alt-Landeshauptmann neugierig. „So, wie wir es uns erwartet haben“, antwortete Franz Pahl mit einem freundlichen Lächeln.

    Wie es der Zufall wollte, radelte just in dem Moment der amtierende Landeshauptmann vorbei, ohne die beiden Altmandatare eines Grußes zu würdigen.

    Am Mittwoch ging vor dem Landesgericht Trient der Rechtsstreit zwischen der Region und den Ex-Abgeordneten in die nächste Runde: Franz Pahl und Co. wollen vor Gericht die Neuregelung der Politikerrenten vom vergangenen Juli zu Fall bringen: Auf diese Weise sollen die Kürzung der Rentenvorschüsse wieder rückgängig gemacht und das Verbot von Mehrfachrenten über 9.000 Euro aufgehoben werden.

    Ein Urteil blieb aber (erwartungsgemäß) aus – das Verfahren wurde auf Ende Juni vertagt.

    Für Franz Pahl steht fest: Die Region wolle die Verhandlungen angesichts geringer Erfolgsaussichten absichtlich verzögern. Die Leidtragenden seien die Steuerzahler, die die Verhandlungskosten zu tragen hätten.

    Wie die TAGESZEITUNG berichtete, belaufen sich die Anwaltskosten, die die Region bislang zur Umsetzung der Rentenneuregelung ausgegeben hat, auf satte 190.000 Euro. Einen Großteil davon habe Rechtsbeistand Giandomenico Falcon einkassiert, kritisiert Franz Pahl. „Damit hat die Region – und damit den Steuerzahler das Verfahren schon jetzt deutlich mehr gekostet, als alle unsere Rekurse zusammen“, so der Chef der Altmandatare.

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    Kommentare (61)

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    • schnellermichl

      Mein Gott pahl bei den hunderttausend Mio die ihr uns kostet macht es das auch nicht mehr aus. Man muss sich wohl wehren gegen nimmersatte.

      • der eine

        „hundertausend mio“??? bitte sag mir, welche drogen du nimmst. ich will die auch 😉

      • Karin B.

        Pahl hat vollkommen recht.
        Diese Landesregierung ist alles andere als kompetent.
        Aktuelle Landesregierung ist eine „Streithanslregierung“. Die Aufstockung der Juristen im Landtag um 100 Prozent, in der Zahl von von 6 auf 12, ist symptomatisch für andere Berreiche, Ressorts, Abteilungen,…

        • barfusler

          Du bist die Antwort schuldig welche Partei es besser machen könnte und wie ich aus deinen Kommentaren lese bist Du gar nicht interessiert dass diese Hanseln sich nicht mehr hänseln, also was soll ich von deiner Meinung halten? Eine Meinung die gar keine ist kann nur die Absicht sein alles zu belassen wie es ist und in welchem Interesse außer der SVP kann dieses liegen?

      • Gebi Mai

        Pahl zeigt Arno und der Landesregierung nicht nur den „Stinkefinger“. Was viel schwerer wiegt ist: Er sagt ihnen die Wahrheit.

    • martin

      Wir müssen auf die Straße!

    • georg

      juristisch wird der pahl mit seiner rentnergang sicher recht bekommen ; moralisch hat er aber lange schon verloren und sollte daher aufhören sich um die armen steuerzahler zu sorgen !!!!

    • Hubert

      und wieder mal geht es nur darum, wer „recht“ hat. Die Gelder, die eigentlich der Bevölkerung gehörten werden auf allen Seiten hinausgeworfen und die eh schon Armen müssen wie immer bluten. Die Politikerkaste mit ihren Allüren gehört in den Knast – möglichst noch vor dem Neubau !

    • Andreas

      Darf man überhaupt über den Kornplatz radeln?
      Grüßen könnten sich die Herren aber trotzdem, auch wenn sie grad eine lustige Provinzposse ausfechten.

    • Hoppla

      Diese millionenschweren südtiroler pensionierten Abgeordneten sind nun wirklich kein Ruhmesblatt für unser Land.

    • Bernhard

      Der Dienst für den Bürger – und als nichts anderes ist die Arbeit der Abgeordneten – muss aufgrund dieser negativen Erfahrung mit einer Großzahl unserer Volksvertreter neu geregelt werden. Die Abgeordneten sollen nur mehr – wie in vielen modernen Ländern üblich- für 4 Jahre gewählt werden und dürfen sich nur einmal einer Wiederwahl stellen, also 8 Jahre insgesamt als Abgeordnete tätig sein. Der Dienst am Bürger ist grundsätzlich als Ehrenamt anzusehen, die aktuelle Vergütung ist zu halbieren. Extra-Pensionen gibt es keine, nur für die eigene Pensions-Position wir während der Zeit als Abgeordneter die Weiterzahlung vom Landtag übernommen. Lebenslange Berufspolitiker wollen wir absolut keine mehr, das können wir uns finanziell und auch politisch nicht leisten.

    • martasophia

      Außer unter Seinesgleichen wird Pahl nicht viele Anhänger finden. Die 190.000 Euro sind ein Klacks gegenüber den Beträgen die die Altmandatare abkassiert haben. Der Versuch zahlt sich in jedem Fall aus – und wie schon jemand hier geschrieben hat, aus ethischer Sicht bleiben die Altmandatare sowieso im Unrecht – und auch darauf kommt es an, dass zumindest in Zukunft man nicht mehr so unverschämt mit dem Geld des Volkes umgeht – zumindest nicht in einer Demokratie.

    • Goggl

      Der pahl ist sich schon bewusst das durch ihn das Vertrauen in die Politik weiter gesunken ist. Natürlich sollen sie sich wehren und wenn es 2 mio. kostet. Nur um ein Zeichen zu setzten das diese Zustände wie sie in den 90ern geherrscht haben (Geld an sich selber verteilen) nicht rechtens sind. Nur weil sich niemand beschwert das etwas gestohlen wurde, wurde trotzdem gestohlen. Das kann der Pahl drehen und wenden wie er es will, an dieser Tatsache kann er nicht rütteln. Genauso wenig, dass er der Mandatar war der mit den meisten Abwesenheiten geglänzt hat.

      • molli

        Ist es mit dieser Landesregierung anders? Ich möchte Beweise! Die stpofen sich auch die Taschen voll mit unseren Steuergeldern und halten das Montidekret aussenrum !!!!!!! Ja so ist es, bin von Kompatscher und Co maßlos entäuscht!!!!!

    • schnellermichl

      Wieviel kostet denn der Pahl pro Jahr? Und was bringt er? Wohl mehr als der Anwalt……

    • Florian Egger

      man wird wohl vermeiden wollen, dass wir Wàhler uns am 10. Mai ràchen

    • Puschtrabui

      das darf wohl nicht wahr sein, die Politiker haben die Macht Gesetze zu ändern und Renten zu kürzen, oder? Vielleicht nicht rückwirkend, was ich eh beschämend finde, doch wenn die jetztigen Politiker die im Landtag und Rom sind endlich mal jetzt die Renten und Rentenvorschüsse, Pensioni d’oro usw. auf ein normales Bürgerniveau senken würden, dann hätte man wieder mehr Vertrauen und Respekt vor denen!
      Doch keiner hat den Mut ein solches Gesetz zu machen, weil wenn es um die eigenen Moneten geht, dann hört die Moral, Gerechtigkeit und Solidarität auf …

      • barfusler

        Vollkommen Deiner Meinung @Puschtrabui, aber ab wann ist es für Dich nicht mehr beschämend dass Herrschaften mit von Ihnen erlassenen Gesetzen sich vollstopfen, während andere aus Geldnöten fast verzweifeln? Gibt es da eine Grenze?

    • Josef. J

      Ich habe das sicher falsch verstanden, da hat doch letzthin jemand in Italien eine Klärung bei den Politiker Renten gebracht.
      Also, ein Politiker ist kein Angestellter oder Arbeiter sondern ein Ausgewählter Bürger mit Schulung, Beruf ecc. und stellt sich frei um für einen Zeitraum dem Land durch Verwaltung zu dienen.
      Dafür bekommt er einen Entschädigung -Prämie.
      Also keinen Gehalt, dann hat er auch kein Anrecht auf die traditionelle Rente sondern nur auf eine, wenn vereinbart, Abfindung.

      Wenn das so, oder so ähnlich ist, dann kann man keinen Rechtsstreit mit Gesetzen des Arbeitsrechts anstreben.
      Das ist dann ein anderes Thema.

    • Abracadabra

      Gestellte Szene am Kornplatz?

    • Hörbi

      Ich würde diese geldgeilen Personen komplett igniorieren. Schade um den ganzen Zeitaufwand über sie zu schreiben, denn sie sind es nicht wert.
      Pahl und Munter gehen früher oder später alleine unter. 🙂

    • Rasputin

      Die aufmüpfigen Kandidaten bei den Gemeinderatswahlen wurden aus der SVP hinausgeschmissen, die zwei Vorzeigenimmersatte Pahl und Munter wurden nicht aus der Partei entfernt, obwohl sie der SVP massiv geschadet haben.

      • Gebi Mai

        Die Dilettanten in der Landesregierung schaden weit mehr. Arnos Millardengeschenke an Rom schaden den Südtirolern mehr.

        • iPinktl

          Na gut, die alte LR hat zwar auf dem Papier gute Konditionen ausgehandelt, vom Geld gesehen haben wir aber bis jetzt nichts.
          Insofern befürworte ich die Marschrichtung der jetzigen LR.

          Gebi Mai, du kritisierst in jedem Artikel die aktuelle LR, schalgfertige Argumente hast du aber keine. Leider.

    • Martin S.

      Welche Milliardengeschenke, vorher haben sie sich mehr genommen, ohne zu fragen!

    • Mike

      der Kornplatz als symbolträchtige Location für ein Treffen mit Pahl.

      hat der Journalist vielleicht geglaubt der Pahl wirft die Flinte ins Korn oder dass dieses blinde Huhn auch mal ein Korn findet ? 🙂

    • wipptoler

      Dass der neue LH Kompatscher,
      Pahl und Durnwalder mit dem vorbeiradln nicht sieht, könnte sein weil er zu schnell war,
      oder er wurde verfolgt – von der Opposition,
      oder
      eine reine Wahlwerbung – mit dieser Geste – auf die bevorstehenden Wahlen!
      weil
      eigentlich sind Pahl und Durnwalder keine kleinen Leute – Grösse und Gewicht nach!
      und
      und bei den Einbringern, sieht man auch, dass es Ihnen egal ist ob die Hausfrau- Arbeiter oder Rentner mehr Steuern – wegen ihrer Angelegenheit!

    • Peter.g

      Glaube kaum dass sich die zwei Herren in der Öffentlichkeit über dieses Thema unterhalten. Genausowenig ist es glaubhaft dass der amtierende LH zeitgleich auf dem Fahrrad daherkommt. Fehlt nur noch dass der Bischof dazugekommen ist und Beide gesegnet hat. Hier zeigt sich wieder welche Bildjournalisten in der Silbergasse schreiben und so glauben über das Wochenende für Gesprächsstoff zu sorgen.

      • dana

        Arnos „Job“ ist Fahrrad fahren am Kronplatz. Genau dann wenn Pahl und Durnwalder dort verweilen. 20.000 Euro für Arno im Monat und dieser geht Fahrrad fahren. Die svp „Job“ – Qualifikation ist Fahrrad fahren. Das hat in Österreich eine ganz besondere Bedeutung.

        • Siebenschläfer

          A so welche bedeutung hat radl fahrn leicht in osterreich? Dana? Klàren Sie mi auf bitte. Ich bin eine Ignorantin in dieser und anderen materien. Aber bei Eana scheint es sich um einen experten fűr ausenbeziehungen erster gűte zu handeln…. 😉

    • Garuda

      Herr Pahl, haben Sie es immer noch nicht verstanden?

      Halten Sie endlich Ihr Maul(!), denn niemand, aber auch gar niemand will Sie hören, außer Ihre paar nimmersatten Rentenmillionäre.

    • bergbauer

      Wenn diese Raffkes Ihren Wählerauftrag pflichtgemäß erfüllt hätten
      und das Wohl des Volkes wie es so schön heißt für das sie ja eigentlich gewählt wurden, im Auge behalten hätten, währen diesbezüglich überhaupt keine Ausgaben notwendig!

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