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    Keine Kürzung

    Keine Kürzung

    Aufatmen in den Gemeindestuben: Im Regionalrat wurde gestern eine Entschädigungs-Angleichung an Trentiner Verhältnisse abgelehnt. Die Hintergründe.

    von Anton Rainer

    Südtirols Gemeindeverwalter dürften mit einem blauen Auge davongekommen sein ­– Ein in der gestrigen Regionalratssitzung eingebrachter Gesetzesentwurf des Abgeordneten Alessandro Urzì hätte die Amtsentschädigungen der Südtiroler Gemeindereferenten und Bürgermeister an die Trentiner Kollegen angepasst (heißt: massiv gesenkt).

    Er wurde aber mehrheitlich abgelehnt.

    Eine Tatsache, die Brigitte Foppa kaum überrascht. „SVP und PD bezeichneten den Vorschlag als ‚Schnellschuss’“, sagt die Abgeordnete der Grünen und bemerkt lakonisch: „Gut überlegt sind offenbar nur die Vorschläge der Mehrheit.“

    Worum ging es? Wie die TAGESZEITUNG vor einer Woche berichtete, liegen die Gehälter der Südtiroler Bürgermeister deutlich über jenen der Trentiner Kollegen, im Durchschnitt sogar um das Doppelte. Von staatlichen Empfehlungen einmal abgesehen, konzentrierte sich die Kritik vor allem auf die Bürgermeister der Großgemeinden wie Bozen und Meran, in denen die Entschädigungen bei rund 10.000 Euro im Monat oder sogar darüber liegen.

    Lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe der TAGESZEITUNG, warum Oswald Schiefer gegen eine Anpassung ist.

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    Kommentare (14)

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    • ......

      Ich frage mich wenn der Rechnungshof endlich auf Schiefer zielt. Ein Blick auf die aussergewöhnlichen besitzverschiebungen in dieser Gemeinde bereiten ja schon bauchweh

    • Hubert

      logisch, für die Privilegierten ist immer noch Geld da, ist ja egal, dass Mindestpensionsbeziehter am Hungertuch nagen. Unter diesem Aspekt haben wohl jene recht, die behaupten, dass die Politik uns tatsächlich tagtäglich bestiehlt, oder?
      Und dann soll man noch wählen?

    • Einereiner

      @hubert
      und genau deswegen sollst du noch wählen gehen. Wenn du nicht wählen gehst unterstützt du die derzeitigen Verhältnisse und damit die SVP. Geh wählen und wähle Opposition, egal welche.

    • schnellermichl

      Ja die freiheitlichen: ebenfalls mit Millionen und einer babyrente gekauft

    • barfusler

      ein kleiner Haufen bleibt davon überzeugt dass die Autonomie für sie geschaffen wurde, vor allem für eigene Interessen herangezogen werden kann und „nur“ wenn es ihnen gut geht, kann auch den anderen geholfen werden. Das ist allerdings nicht nur der SVP vorzuwerfen

    • Arnold

      Mit dem Faktor was die Südtiroler Bürgermeister mehr verdienen als in Trienst sollten auch die öffentlich Bediensteten mehr verdienen.Dann möchte ich sehen wo wir hinkommen

    • Gregor Beikircher

      Es ist zum Schämen mit unserer Regierungsmehrheit SVP-PD im Land. Wann es um ihre eigene Gehälter geht, dann nehmen sie sich plötzlich jene große Autonomie, mit der sie frei in Unabhängigkeit zu Trient und Rom agieren können, wenn es darum geht um die Grundlagen für das einfache Volk und die Allgemeinheit auf zu bessern oder zu erhalten, dann sind sie immer von Rom und der gesamten Region gefangen. So versuchen sie sich immer heraus zu reden. Wenn es darum geht sich für die eigenen Vorteile und die Vorteile ihrer Parteilobby etwas heraus zu schinden, dann geben sie sich mächtig. Wann immer es allerdings darum geht für die Allgemeinheit und das einfache Volk etwas zu heraus zu holen oder einen Vorteil zu erhalten, dann scheinen sie ohnmächtig zu sein.

    • Peter.g

      Gehöhre bereits seit letztem Jahr der grössten Partei an. Der Partei der Nichtwähler, weil mir die Politiker genauso wie die Kirche am A…… vorbei geht.

    • Frage?

      Könnte man die Bezeichnung „Volksvertreter“,
      nicht ersatzlos gegen „Handaufhalter“ tauschen?

    • Politikverdrossener

      Man konn decht nit an walschen Trientner mit an Inseroanen vergleichen,wo kammeten mir zem hin ! obwohl beim Spagnolli woas I nit sou genau ob des vielleicht ondersch isch.

    • Klaus

      Da kommt aber Freude auf….wenn der verdiente Lohn gleich bleibt.. Verstehe nicht warum ein Bürgermeister mit zirka 3000 Einwohner fast gleich verdient wie ein Bürgermeister mit fast 10.000 Einwohner (interessante Tabelle in Ihrer Zeitung). Wieso im Vergleich beide Gemeinden gleich viel Ausschussmitglieder haben. Entweder sind die anderen Extrafleissig oder die anderen Extrafaul……… Etwas stimmt hier nicht:-(((((((((. Das wäre eine Nachforschung wert Herr Tribus….Weiters sollte ein Ausschussmitglied keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen dürfen, denn es stellt sich die Frage wann hat er/sie Zeit für die Gemeindearbeit für die sie so fürstlich entlohnt werden, bei Nacht….???…….Meistens haben Sie auch noch Familie…..etwas ist hier faul:-(((((

    • Vinzenz

      Werde diesmal nicht wählen. Alls was recht isch!
      Das Bürgermeisteramt hat grundsätzlich ein Ehrenamt zu sein und nicht ein überzahlter Berufsposten (als guter Nebenverdienst für Freiberufler oder Großgrundbesitzer z.B.) Außerdem bin ich der Meinung, der Bürgermeister und auch der Gemeinderat sollte nur für 4 Jahre gewählt werden und der Bürgermeister dürfte nur 1x hintereinander wiedergewählt werden. Eine solche Regelung wäre einzuführen, wenn wir von echter Demokratie reden und die bekannten Auswüchse eindämmen wollen. Dieses Amt und auch andere öffentlichen Ämter sind also zeitlich besser einzugrenzen und werden folglich auch unter den Bürgern leichter und besser rotieren. Es gibt viele fähige Bürger und nicht nur eine Person die einen solchen Job übernehmen können.

    • Spaltpilz

      Die Parteien und ihr unmoralisches Verhalten sind der wahre Grund für die Politikverdrossenheit.
      Sie sind dadurch zu einer Gefahr für die Demokratie geworden.
      Immer dieses Einsacken von Privilegien und Finanzmitteln, dieses Platzieren von Parteifreunden und Familienmitglieder in lukrativen Schaltstellen.
      Durch dieses gesellschaftliche Versagen aller, auch der Opposition, wendet sich der Bürger angeekelt von der Wahlurne ab und u.U. radikalen Ideologien zu.

    • silvii

      warum wird so gekämpft ?um ein sitzale ,nur wegen Geld
      bitte aufwachen ,freiwilligen arbeit leisten nur,einfache Leute
      mit sehr wenig Pension von den bonzn macht nimand was umsonst.

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