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    „Weg mit der Obergrenze“

    „Weg mit der Obergrenze“

    Die SVP fordert die Abschaffung der 1000-Euro-Grenze bei Bargeldzahlungen und die steuerliche Absetzbarkeit der Urlaubsspesen für Familien.

    SVP-Fraktionssprecher Daniel Alfreider hat im Ausschuss für Handel und Tourismus der Abgeordnetenkammer in Anwesenheit des Ministers für Kultur und Tourismus, Dario Franceschini, wichtige Anliegen vorgebracht. Alfreider fordert als Mitglied des zuständigen Ausschusses insbesondere die Abschaffung der derzeit vorgesehenen Höchstgrenze bei Bargeldzahlungen von 1000 Euro.

    Zudem hat der SVP-Parlamentarier die Bedeutung der lokalen und nationalen Plattform für online-Buchungen hervorgehoben. „In einem Land, wo der Tourismus eine tragende Wirtschaftssäule ist, sind diese Maßnahmen dringend notwendig und es ist höchste Zeit, sich den europäischen Standards anzupassen“, erklärt Daniel Alfreider.

    Laut dem SVP-Vertreter ist für den Tourismussektor im Hinblick auf eine bessere und zukunftsorientierte Mobilität die gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr ausschlaggebend. „Erreichbarkeit ist die Grundlage eines wettbewerbsfähigen Fremdenverkehrs und daher für Südtirol und unsere Wirtschaftsentwicklung unabdingbar“, betont Daniel Alfreider.

    „Leider beeinträchtigt die in Italien immer noch gültige Grenze von 1000 Euro bei Bargeldzahlungen den heimischen Tourismus“, so der SVP-Kammerabgeordnete. Diesbezüglich hat Alfreider auch Daten vorgebracht: Während in Österreich die Zahl der italienischen Winterurlauber zugenommen hat, ist diese in Südtirol rückgängig.

    In einem Zug erinnert er an die europaweit gültigen Bargeldgrenzen: Dänemark 13.400 Euro, Belgien und Slowenien 15.000 Euro (dieselbe Summe gilt auch für alle Nicht-EU-Bürger innerhalb der EU), Frankreich 3000 Euro, Spanien 2.500 Euro, Deutschland, Österreich und Niederlande sehen keine Grenze vor.

    „Vielmehr wäre es sinnvoll, für Familien die Möglichkeit einer steuerlichen Absetzbarkeit der Urlaubsspesen vorzusehen. Somit würde die Steuerhinterziehung italienweit effizienter und konkret unterbunden – was durch die absurde Bargeldhöchstgrenze nicht gelungen ist“, so Alfreider.

    „Als SVP haben wir diese Maßnahmen schon lange gefordert und hoffen, dass nun auf gesamtstaatlicher Ebene ein Konsens in diese Richtung gefunden wird“, betont Alfreider abschließend.

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    Kommentare (8)

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    • Frage?

      Ladiner Bezinabzapfer werden belangt und ein anderer Ladiner will eine Freigabe fürs „Steuerabzapfen“……

    • mercedesfahrender steuerzahler

      den urlaub mit schwarzgeld zu finanzieren soll also wieder besser möglich sein. ist ja zum nutzen des tourismus = für uns südtiroler. ich sehe keinen anderen grund wieso man nicht digital bezahlen soll. die meisten touristen die hier im urlaub sind verfügen über mehrere plastikkarten in verschiedenen farbausführungen, es muss halt eine rechnung ausgestellt werden 😉

    • Garuda

      Herr Alfreider!

      Haben Sie keine anderen Probleme, also Schwarzgeldzahlungen wieder in Italien zu ermöglichen?

      Wem dienen Sie hierbei? Den ehrlichen SteuerzahlerInnen und dem Staat, dessen Abgeordneter Sie ja durch demokratischer Wahl sind, vielleicht?

      Aber Hauptsache scheint bei Ihnen zu sein, dass Sie immer wieder in der Presse sind.

    • Josef

      das ist ein gutes Anliegen. Die Begründung von Palfreider ist schlüssig und hoffentlich kann er die aktuell schlechte Situation verbessern.
      Die Überwachungsbefürworter sind sicher bei Herrn Berger besser aufgehoben 😉

    • Senatur

      Ich tue mich schwer, den eigentlichen Sinn und Zweck dieser Forderungen, so wie sie dargestellt sind, zu verstehen. Oder hinken die Ausführungen der Berichterstattung in einiger Hinsicht?
      Also, der Rückgang der italienischen Winterurlauber hier in Südtirol soll demnach auf die 1.000-€-Obergrenze für Bargeldzahlungen zurückzuführen sein. Und Herr Alfreider erhofft sich nun einen größeren Zustrom, wenn diese Obergrenze wegfällt. Das ist wirklich zu einfach gedacht.
      Ist es nicht auch absurd, die Absetzbarkeit der Urlaubsspesen für Familien zu verlangen, die sich einen Urlaub überhaupt leisten können, während andere Familien durch die Finger schauen müssen?

    • Puschtrabui

      Was jammerts ihr denn, es ist schon traurig, dass viele Leute Angst haben beim Ausgeben des Geldes (schwarz oder weiss) hier bei uns, weil sie könnten über die Verhältnisse leben, aus Sicht des Fiskus. Für unsere Wirtschaft wäre besser sie gäben es hier aus, belebt die Wirtschaft und fördert Arbeitsplätze oder ist es besser sie fahren ins nahe Ausland und geben dort locker, unkontrolliert und ohne Angst das Geld aus?
      Umgekehrt, viele ausländische Gäste kommen nicht mehr hierher, weil sie gerne mehr als tausend Euro unkontrolliert ausgeben würden…. mal abwiegen bitte!

      • iPinktl

        Wo wir wieder bei der Frage wären warum die Leute Angst vom Fiskus haben? Und mit welchen Leuten wir es hier zu tun haben.

        Ein normaler Bürger, der seine Steuern zahlt, ob selbstständig oder nicht, braucht sich sicher keine Sorgen wegen dem Fiskus machen. Alles andere ist Paranoia. Die Lobbiesten tragen ja brav dazu bei.

    • iPinktl

      „Vielmehr wäre es sinnvoll, für Familien die Möglichkeit einer steuerlichen Absetzbarkeit der Urlaubsspesen vorzusehen. Somit würde die Steuerhinterziehung italienweit effizienter und konkret unterbunden – was durch die absurde Bargeldhöchstgrenze nicht gelungen ist“, so Alfreider.

      Ich denke auch ein Grund warum soviel Steuern hinterzogen werden ist die Undurchschaubarkeit unseres Steuersystems. Durch solche Regeln wird es nicht besser.
      Die Obergrenze geht schon in Ordnung. Dem Touri ist es wohl herzlich egal ob er bar oder mit Karte zahlt. Hier geht es um ganz andere Dinge, so ehrlich müssen wir sein.

      Summa summarum, Lobbyarbeit erster Klasse. Auf Kosten der Allgemeinheit. Solange wir solche Politiker haben wird es mit der Steuermoral sicher nicht aufwärts gehen.

      Der kleine Arbeitnehmer soll und muss brav seine Steuern zahlen während bei anderen fast schon aktiv zu Hinterziehung aufgerufen wird. So dumm sind die Leute dann auch wieder nicht.

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