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    Unterstützte Familien

    Die SVP-Kammerabgeordnete Renate Gebhard begrüßt die am Donnerstag von der Abgeordnetenkammer angenommenen Anträge zur Steigerung der Geburtenrate.

    „Es freut mich, dass sich Mehrheit und Opposition darüber einig sind, dass es gezielte Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung von Familien braucht, um langfristig eine Erhöhung der Geburtenrate zu erreichen“, unterstreicht Gebhard. In diesem Zusammenhang sei eine Neudefinition des Wohlfahrtsystems ausschlaggebend.

    Laut dem Statistikamt ISTAT sind im vergangenen Jahr in Italien so wenig Kinder geboren wie noch nie: 2014 kamen etwa 509.000 Kinder zur Welt – 5000 weniger als im Vorjahr. „Mit einer durchschnittlichen Kinderzahl von 1,39 pro Frau gehört Italien zu den Schlusslichtern in Europa und hinkt anderen Ländern wie etwa Frankreich hinterher“, macht die Kammerabgeordnete Gebhard aufmerksam.

    Es gebe dringenden Handlungsbedarf, effiziente Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien unabdingbar. „Dieses Ziel kann nur durch eine Politik realisiert werden, die gezielte Maßnahmen wie Steuerbegünstigungen und flexible Arbeitszeitmodelle vorsieht“, so Gebhard in Hinblick auf die Durchführungsverordnungen zur Arbeitsmarktreform.

    Im Besonderen gelte es Frauen die Rückkehr zum Arbeitsplatz zu erleichtern und die Familieneinkommen durch Förderungen zu unterstützen. „Die Entscheidung für den so genannten ‚bonus bebé – einem staatlichen Familiengeld – ist deshalb zu begrüßen“, unterstreicht die Südtiroler Parlamentarierin.

    „Studien des Familienministeriums in Deutschland zur Wirksamkeit von 150 familienpolitischen Maßnahmen im Wert von 200 Milliarden Euro haben gezeigt, dass es nur ein einziges familienpolitisches Instrument gibt, dass zu mehr Kindern führt: eine funktionierende Bildungs- und Betreuungsstruktur, sprich mehr Kita-Pätze und mehr Ganztagsschulen“, weist Renate Gebhard hin.

    „Dies entspricht dem Wunsch vieler Frauen, Kinder zu haben, aber trotzdem nicht ganz auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten, also Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen“, so Gebhard.

    „In Zeiten der Wirtschaftskrise sollen Familien zudem weiterhin von den Vorteilen eines Zusatzerwerbs profitieren können, um sich das Haushaltseinkommen zu erhöhen. Dies war mir in den vergangenen Monaten ein wichtiges Anliegen und umso erfreulicher ist es, dass die Regierung dies ebenso positiv befürwortet“, betont Gebhard.

    Die Unterstützung von jungen Paaren, einkommensschwachen Familien und Müttern, die Ungleichbehandlungen und vermindertem Schutz ausgeliefert sind, sei ein weiterer notwendiger Impuls, um der anhaltenden niedrigen Geburtenrate ein Ende zu setzen.

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