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    Probezeit für Veith

    Der Malser Bürgermeister Ulrich Veith strebt nun im laufenden Strafverfahren zur Sozialabgaben-Affäre eine Erlöschung der mutmaßlichen Straftat nach abgeleisteter Sozialarbeit an.

    von Thomas Vikoler

    Die Gemeinderatswahlen stehen an und Ulrich Veith ist erneut Bürgermeisterkandidat der SVP Mals. Für den heutigen Mittwoch ist am Landesgericht Bozen ein weiterer Vorverhandlungstermin in der Endlos-Causa um die Sozialabgaben angesetzt, welche die Gemeinde Mals dem Bürgermeister für ein Arbeitsverhältnis in der Firma seines Bruders gezahlt hat. Für die Staatsanwaltschaft war die Anstellung Veithes, der inzwischen im Kloster Müstair angestellt ist, eine rein fingierte.

    „Wir werden ein weiteres Mal eine Vertagung beantragen“, kündigt Veiths Anwalt Carlo Bertacchi an. Er und sein Mandant haben offenbar Strategie gewechselt. Hatte es vor einigen Monaten ausgesehen, als käme ein gerichtlicher Vergleich über wenige Monate Haft zustande, strebt man nun einen (noch) weicheren Ausstieg aus dem Strafverfahren wegen des Verdachts des Beitragsbetrugs an: Einen Antrag auf Probezeit im Sozialdienst.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

    * Was es mit der „Probezeit“ auf sich hat 

    * Und: Wie viel Geld der BM an die Gemeinde zahlen muss

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    Kommentare (24)

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    • Johann

      i glab für mals wäre es besser wenn er nicht nochmal antreten würde….

    • Hüstel

      Auch Politiker sollten eingesperrt werden, wenn sie sich Straftaten zu Schulden kommen lassen, wo Steuergelder veruntreut werden.
      Sollte Veith schuldig sein, soll er für seine Taten büßen.
      Dass er kandidiert, finde ich respektlos.

    • Andreas

      Er hat betrogen und trotzdem wird er noch von diversen Seiten incl. SVP geduldet bzw. gestützt.
      Wie kann ein Bürger von Mals ernsthaft in Erwägung ziehen jemanden der wie Veith betrogen hat als Bürgermeister zu wählen bzw. zu akzeptieren?

      Gerade diese opportunistische Mentalität, nur dort aufzujaulen wo man persönlich einen Nachteil hat, zeichnet einen großen Teil der Südtiroler aus.

      Die Machenschaften und Vetternwirtschaft der SVP war jahrelang größtenteils bekannt, Aufschrei gab es deshalb keinen, weil man entweder selbst Vorteile daraus gezogen hat oder es einem einfach egal war.

      Die meisten die sich jetzt als große Kritiker und Moralapostel aufspielen und anscheinend aus allen Wolken fallen was in Südtirol gelaufen ist, haben entweder die letzten Jahre allein im hintersten Loch verbracht oder sind lächerliche Heuchler.

      Und die Meinung, dass SVP Wähler die Bösen und der Rest die Guten sind, reicht zwar für ein paar Tölpel alle die die SVP verteidigen zu beschimpfen, wird der Sache aber nicht gerecht.

      • Mark P.

        Wer hat den ersten Absatz geschrieben, wer den letzten… Scheint wie von zwei verschiedenen Leuten verfasst 🙂

        • Andreas

          Zwischen berechtigter Kritik und hirnrissigen Gejammere wie es z.B. Karin B., walter und Konsorten paraktizieren, sehe ich einen Unterscheid.

          Würden sich die Tölpel etwas mehr auf Fakten beschränken, es gibt genügend konkrete Kritikpunkte, und nicht gebetsmühlenartig denselben Schwachsinn bei jedem Kommentar, ob passend oder nicht, immer wieder wiederholen, könnte man wenigstens diskutieren.
          So macht es aber mehr Spaß sie zu provozieren 🙂

          • Mark P.

            Ich habe nichts gefragt, was ich eigentlich schon wissen (müsste). Es ging mir um den Widerspruch im ersten und letzten Satz. Im ersten wird die SVP auch verallgemeinert, im letzten wiederum (teils) verteidigt.

            • Andreas

              Der erste Satz ist doch keine Verallgemeinerung, sondern eine Kritik an die Adresse der SVP bzw. deren Führung.
              Wie unterschiedlich es die diversen Edelweisler sehen, weiß ich nicht und interessiert mich in diesen Punkt auch nicht wirklich. Ich gehe aber mal davon aus, dass sich einige SVPler wegen dieser Haltung der Parteispitze schämen, da sie ein Unrechtsbewusstsein besitzen.

              Warum die Mitglieder wegen solchen Verhaltens der SVP Führung nicht auf die Barrikaden gehen, ist mir ehrlich gesagt unverständlich.
              Aber genau so unverständlich ist mir, wenn es noch welche gibt die ihn wählen würden.

    • Ungerechte Welt

      Sollte er wieder zum BM gewählt werden, würde er sein „Arbeitsverhältnis“ im Kloster beenden und könnte dann legal die Sozialabgaben über die Gemeinde bezahlt bekommen.

      Wäre ein weiterer Akt in der zweifelhaften BM-Ära der U.V.

      und:

      Bitte bitte bitte, liebe Malser, wählt ihn nicht mehr

      Danke

      • AL BUNDY

        @Ungerechte Welt
        Die Schweiz ist kein EU Land und es ist fraglich ob die Rechnung für Herrn Veiht diesmal aufgeht. Jedenfalls hat er inzwischen dazu gelernt der AL BUNDY aus dem oberen Vintschgau.

      • Frage an die Partei

        Bei allem Respekt, eines ist mir in der Causa Veith unerklärlich:
        Warum schaut die Partei tatenlos zu, wenn der SVP-Ortsausschuss eine derart umstrittene Person als EINZIGEN BM-Kandidaten aufstellt? Seine Wiederkandidatur bringt langjährige SVP-Funktionäre dazu, für eine Bürgerliste zu kandidieren und den ehemaligen Parteikollegen im zukünftigen Gemeinderat das Leben schwer zu machen. Wo bleibt die Transparenz einer Vorwahl, welche vor 6 Jahren von der Partei so hochgepriesen wurde? Scheinbar interessieren sich die Herren Achhammer, Alfreider usw. nicht für die Peripherie. Nur wenn die „übergeordneten“ Wahlen anstehen, dann wären auch jene Bürger wieder wichtig genug. Aber nie vergessen: Hochmut kommt vor dem Fall!

        • Oberwind

          Für die Partei ist Veith sicherlich ein Vorzeigemitglied, ein unterwürfiger Parteiknecht, und sowas wirft man nicht aus der Partei. Da scheint mir sein Vorgänger in der Brennerstrasse weit unbeliebter zu sein. Doch alles in allem, eine SVP Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

    • iluap

      Welche Ungerechtigkeit. Wieso werden einem Arbeitnehmer die Sozialabgaben nach der Wahl zum Bürgermeister bezahlt und ein Freiberufler muss sich diese weiterhin selber bezahlen,. bitte gleiches Recht für alle

    • Che

      Bravo iluap. Sei einmal die Frage zu klären, wie das System selbst aussieht. Fragt euch einmal wer noch überhaupt in die Gemeindepolitik geht, ausser Lehrer oder öffentliche Angestellte. Es ist lobenswert, dass er dies sich noch mit dem ganzen…..antut.
      Fragt euch mal auch, wer Ihn weghben will, und wer ihn die ganze Zeit anpisst?????

    • hans

      Veith wir verurteilt ?! also ist er Schuldig und somit nicht mehr akzeptabel und unwählbar.
      Veith hat gelogen und alle verarscht und jetzt sollen ihn die Malser noch wählen ,ist eine Schande für den 1.sten Bürger in einer Gemeinde.
      Hoffentlich wird ihm diese Sache bei jeder Gelegenheit unter die Nase gerieben ,damit er immer daran denkt wie unehrlich er ist., liebe Malser schauts daß er seinen Job in der Schweiz macht und uns nicht weiter betrügt ,einer weniger .

    • Leo

      Ja das grüne Gesindel wählt ihn. Gell ihr weisshaarigen Körnerfresser!!!

    • iluap

      Dass er einen Fehler gemacht hat ist klar, und wird auch zurecht dafür bestraft. Aber bitte denkt mal alle darüber nach ob es richitg ist, dass ein Freiberufler sich die Sozialabgaben weiterhin privat einzahlen muss, und einem Angestellten diese von der Gemeinde bezahtl wird?? Wo ist hier die Gleichberechtigung??.

      • hans

        Hai iluap wenn du von Gerechtigkeit schreibst ,dann sollst du wissen dass Herr Veith nie ein Schriftliches Arbeitsverhältnis hatte und nie Steuern in irgend einer Form vom Betrieb bezahlt wurde und somit Schuldig wurde laut Gericht ,Gerechtigkeit muß die Region schaffen per Gesetz oder für alle keine ausbezahlen .
        Ändert aber nichts an seiner Dreistigkeit sich wieder als Bürgermeister aufstellen zu lassen ,ich würde mich schämen und hoffen dass mich nie jemand sieht wenn ich in die Scheiz fahre zu arbeiten

    • Eleonor Schneider

      Sollte das stimmen, was die Medien schon länger berichten, ist es ungeheuerlichwenn jemand wenn so einer es wagt sich der Wahl zu stellen. Wetten der will auch noch in den Landtag.

    • Malser

      Nur zur Verständigung. Wie ist es dazu gekommen, dass
      Herr Veith, sich bei seinem Bruder hatte anstellen lassen.
      Nach seiner Kündigung bei seinem damaligen Arbeitgeber
      in der Schweiz, oder als Dieser Herrn Veith mitteilte, dass
      er nicht frei gestellt wird, sondern eine Kündigung zu tätigen
      hätte. Der Arbeitgeber sagte auch, dass er kein öffentlicher
      Wohlfahrtsunternehmen sei, sondern in der Privatwirtschaft
      tätig ist. Brannte bei Herrn Veith der Hut. Wo sozial absichern?
      Logisch, sich bei seinem unwissenden Bruder anstellen lassen,
      mit einem fetten Gehalt und den Sozialbeitrag bei den
      Steuerzahlern kassieren. Dies alles noch von Gemeinderat
      absichern lassen und das wars. Dachte sich der Bürgermeister.

    • Unterwind

      Vieth setzt auf das Pestizid Thema und er wird damit erneut zum Bürgermeister gewählt werden. Ob nun schuldig oder nicht die Svp Wähler sind diesbezüglich abgehärtet und nicht so zimperlich.

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