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    Recht auf Kindergeld

    Auch Südtiroler Familien mit weniger als 25.000 Euro Jahreseinkommen haben Anrecht auf das neue, staatliche Kindergeld, den so genannten Bonus bebè.

    Auch Südtiroler Familien mit weniger als 25.000 Euro Jahreseinkommen haben Anrecht auf das neue, staatliche Kindergeld, den so genannten Bonus bebè.

    Darauf weist Familienlandesrätin Waltraud Deeg hin, nachdem die entsprechende Durchführungsverordnung im gesamtstaatlichen Gesetzesanzeiger veröffentlicht worden ist.

    Auch der Staat will für Familien und Kinder etwas tiefer in die Tasche greifen. Ähnlich wie es das Land Südtirol schon seit Jahren mit dem Betreuungsgeld vorgemacht hat, bezahlt nun der Staat über das Vorsorgeinstitut NISF/INPS ein staatliches Kindergeld aus.

    Dieses Kindergeld soll vor allem einkommensschwachen Familien zugute kommen. Ausschlaggebend ist dabei der staatliche Vermögensindikator ISEE. Familien, deren Vermögensindikator 2015 einen Betrag bis zu 7000 Euro ausweist, können mit monatlich 160 Euro je Kind bis zum vollendeten dritten Lebensjahr rechnen, für Familien mit einem ISEE-Wert von bis zu 25.000 Euro macht der monatliche Betrag 80 Euro aus.

    Nachdem die entsprechende Durchführungsverordnung im jüngsten staatlichen Gesetzesanzeiger veröffentlicht worden ist, hat das Vorsorgeinstitut NISF nun zwei Wochen Zeit, um die telematischen Verfahren zur Antragstellung vorzubereiten und die entsprechenden Vordrucke ins Internet zu stellen.

    Dann sind Familien und Eltern von Neugeborenen und Kleinkindern an der Reihe: Sie haben ab Inkrafttreten des Dekrets, also ab 10. April 2015, 90 Tage Zeit, um ihr Gesuch um Kindergeld zu stellen, und erhalten dieses dann für alle eigenen oder adoptierten Kinder bis zu deren drittem Geburtstag. Suchen sie verspätet an, erhalten sie das Kindergeld erst ab der Antragstellung und nicht schon ab Geburt beziehungsweise zum Jahresbeginn 2015.

    Familienlandesrätin Deeg verweist darauf, dass auch Südtirols Familien, welche die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, Anspruch auf das Kindergeld des Staates haben, allerdings werde das neue Betreuungsgeld des Staates, der Bonus bebé, nicht durch die Landesagentur ASWE ausbezahlt, sondern über das NISF. Zudem ist der staatliche Vermögensindikator ISEE zu erstellen, wobei die Patronate Hilfestellung leisten.

     

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    Kommentare (19)

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    • andy

      Haha 🙂
      liebe Tageszeitung – „der monatliche Betrag 80.000 Euro “ , das wären dann doch einige Euronen zuviel

    • Batman

      Über die Umverteilung muss man anderen auch schon die Kinder ernähren! Wo leben wir im Kommunismus?

    • johannes mayer

      jetzt ist wahlkampf, und die SVP verteilt wieder mal hoffnung

    • Laurin

      Würde dem Mädchen oben rechts auch einen Bonus geben, schaut irgendwie frustriert drein: Vielleicht 80.000 Euro + Frühzeitige Pension, okay?

    • Monny

      Ohne Sprunggeld tua i a nix mear!

    • Dana

      Immer die selben Versprechungen vor Wahlen. Diese SVP ist wirklich nicht mehr zu retten.

    • Roberto

      Mal ehrlich, wieviele Familie in der Provinz Bozen haben ein Bruttoeinkommen von weniger als 25.000 € jährlich, ohne das extra Schwarzgeld? Mit 2080 € Brutto(!!) im Monat, soll die Wohnung und der Lebensunterhalt von zwei Erwachsenen mit ein/zwei Kindern bestritten werden? Das ist mit ganz wenigen Ausnahmen eine Utopie, da kann der Bonus Bebe´ auch nicht viel weiterhelfen.
      Der italienische Sozialstaat ist schon lange am Ende, ich persönlich würde mich schämen mit so einer Polit-Posse,“ Bonus Bebe´“, in den Medien abbilden zu lassen.

      10.000€ für jedes Neugeborene Kind an die Familie als einmaliges Startkapital !
      + 250€ pro Monat für jedes Kind bis zum fünften Lebensjahr !

      …… das muss es uns wert sein und nicht die Millionen €uro an die Polit-Pensionisten/innen und deren Kollegen/innen der Kaste

    • ?

      Oha, laut Vorschlag vom Roberto hätte ich dann genau 100.000 € eingeheimst für meine 4 Kinder.

      Effektiv waren es keine 3.000 Euro (so an die 6 Mill. Lire) insgesamt, die ich an Zuschüssen erhalten habe.
      Meine Frau und ich gehen „normalen“ Berufen nach, gewonnen und geerbt hab ich auch nix,und stellt euch vor, die Kinder sind aber trotzdem alle erwachsen geworden, und ich denke, es hat ihnen an nichts gefehlt…
      Laut meiner Einschätzung ist es oft sogar besser, wenn man nicht alles nachgeschmissen bekommt, ein bisschen kämpfen fördert den Zusammenhalt und lässt gewisse Dinge in einem anderen Licht erscheinen…

      • jougiba

        Der einzige gute kommentar bis jetzt. Kann ich nur zustimmen.

      • Roberto

        @ ?
        Euer Gesamteinkommen dürfte wohl weit höher als 25.000€ Brutto sein, oder gehören Sie zu den wenigen Ausnahmen, die es mit diesem genannten Einkommen schaffen 2+4 Personen durchzuwursteln?

        Der Sinn einer sozialen Unterstützung ist nicht das Einheimsen von Förderbeiträgen, sondern diese Förderung soll einen guten Lebens Standard allen Familien der Provinz Bozen erlauben. Gutbetuchte sind nicht auf Förderbeiträge angewiesen, ich würde mich schämen eine soziale Unterstützung zu beantragen, die ich nicht notwendig brauche.

    • Frage?

      Großzügig Frau LR!

      Sind Sie erst heute dahintergekommen, dass eine gesamtstaatliche Zuwendung für Kinder auch in Südtirol gilt?
      Wollen Sie das auch noch als Ihren Verdienst feiern?

    • Chico

      Sie kann der Mutter das Wasser nicht reichen, ist nicht ihre Schuld.

    • Mirian

      Wieder a Gesetz für die Ausländer!
      Danke auch ,,,,

    • Batman

      Ich hätte da auch ein paar ledige Kinder!

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