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    Asiago ist Meister

    AsiagoquintoscudettoDer neue Italienmeister heißt Asiago. Die Rittner Buam verloren am Donnerstag Spiel 7 mit 2 zu 4 Toren.

    Nix mit Titelverteidigung! Ritten verliert das 7. Finalspiel mit 2:4. Asiago ist Meister.

    Erwartungsgemäß war Asiago von Beginn an in der Vorwärtsbewegung und auch nach Simon Kostners Stockschlag bald schon in Überzahl, sodass die Rittner Hintermannschaft inklusive Fabian Weinhandl gleich gefordert waren.

    Das ging 5 Minuten lang gut, bevor Ulmer einen Schuss von Marchetti zur Führung einnetzte. In dieser Tonart ging es weiter: Asiago stets gefährlich, Ritten mit harmlosen Schüsschen, die nur Marozzis Selbstvertrauen stärkten. Es war auch heute das gleiche Bild: Sobald Asiago die blaue Angrifflinie überquerte, verwandelten sich die Spieler in wütende Berserker, die kaum zu stoppen waren.

    Das 2:0 war fast die Kopie des ersten Tores. Devergilio fälschte diesmal den Weitschuss unhaltbar für Weinhandl ab. Als man schon dachte, das kann ja heiter werden, gesellte sich Devergilio zu Bentivoglio auf der Strafbank und die Rittner hatten eine knappe Minute doppelte Überzahl. Der Puck zirkulierte gut, bis Patrick Rissmiller Ingemar Gruber bediente. Der zog sofort ab und sein Volleyschuss ließ Marozzis Trinkflasche und die mitgereisten Rittner Fans in die Luft springen. Das war aber noch nicht alles.

    In einfacher Überzahl schlugen die Buam noch einmal zu. Christian Borgatello spielte auf Ingemar Gruber, der schoss Michele Strazzabosco durch die Beine auf Eric Johansson und der fälschte die Scheibe zum Ausgleich ab.

    Zwischen den beiden Toren lagen ganze 33 Sekunden.

    Ritten war wieder im Spiel!

    Das zweite Drittel beginnt wie das erste. Soll heißen mit mehreren gar nicht ungefährlichen Szenen vor dem Rittner Gehäuse und einer auf der anderen Seite zwischen Rissmiller und Tudin. Dann hat Weinhandl bei einem Verlegenheitsschuss Dusel, da ihm der Puck an die Schulter springt und vor der Torlinie auf dem Eis liegen bleibt. Nach 9 Minuten gerät Ritten durch das Foul von Lorenz Daccordo wieder in Unterzahl.

    Es folgt etwas Leerlauf, der von einer Schrecksekunde für Ritten (Konter von Asiago, doch Weinhandl hält glänzend) und einer erneuten Unterzahl 6 Minuten vor Ende des Mitteldrittels unterbrochen wird. Ritten kann jedoch immer wieder befreien und es bleibt beim gleichen Spielstand wie schon nach 20 Minuten.

    Gleich zu Beginn des Schlussdrittels muss Andreas Alber gegen Devergilio die Notbremse ziehen und es gibt Penalty. Der Gefoulte tritt an, doch Fabian Weinhandl pariert. Nach 6 Minuten geriet Ritten wieder unter Druck und konnte sich kaum befreien, hatte in Fabian Weinhandl aber einen sicheren Rückhalt. Der war auc hin der anschließenden Unterzahlsituation gefragt, mit Christian Borgatello, der auf der Strafbank saß.

    Doch das Tor fiel doch.

    Hotham zieht von der blauen Linie ab und – wie könnte es auch anders sein – fälscht ab, wobei Weinhandl die Sicht versperrt war. Borgatello hatte sofort den Ausgleich auf dem Schläger, doch er trifft den Puck nicht richtig. Die Buam befanden sich nun in der Situation, in der sie sich nicht befinden wollten: Sie mussten offensiver spielen mit dem Risiko, Asiago Platz für Konter zu geben. Bei den pfeilschnellen Stürmern fast schon ein Himmelfahrtskommando. Ingemar Gruber trifft 6 Minuten vor Schluss den rechten Pfosten von Marozzi.

    1:39 Minuten vor Schluss nimmt Marty Raymond sein Timeout und Weinhandl vom Eis. Es vergeht nicht viel und Devergilio trifft ins leere Tor. Damit war der Traum von der Titelverteidigung ausgeträumt und Asiago gewinnt diese 81. Italienmeisterschaft.

    Tore:

    1:0 nach 4:14 durch Stefano Marchetti (Kevin Devergilio, Sean Bentivoglio), 2:0 nach 12:47 durch Kevin Devergilio (Scott Hotham, Lorenzo Casetti), 2:1 nach 16:34 durch Ingemar Gruber in doppelter Überzahl (Patrick Rissmiller, Luca Ansoldi), 2:2 nach 17:07 durch Eric Johansson in Überzahl (Ingemar Gruber, Christian Borgatello), 3:2 nach 48:24 durch Dave Borelli in Überzahl (Diego Iori, Scott Hotham), 4:2 nach 58:53 durch Kevin Devergilio , Emptynettor (Sean Bentivoglio).

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