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    „Genug vom Schönreden“

    „Genug vom Schönreden“

    Peter Karader ist aus dem Gemeinderat und als Obmann des Sextner Gastwirteverbandes zurückgetreten. Auch das SVP-Parteikartl hat der Hotelier zurückgegeben. Aus Protest.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Karader, Sie sind von allen Ämtern zurückgetreten. Warum?

    Peter Karader: Die Schließung der Geburtenabteilung im Krankenhaus von Innichen hat eine lange Geschichte. Aber jetzt sind wir endgültig an einem Punkt angelangt, wo wir wissen, dass solche Entscheidungen anderswo getroffen werden. Wir hier im Hochpustertal wurden von der Landespolitik im Stich gelassen. Daraus muss man Konsequenzen ziehen.

    Was hat Sie denn ganz besonders geärgert?

    Es ist einfach eine Frechheit, dass sich von den Entscheidungsträgern kaum jemand blicken lässt. Wir waren immer unter uns, etwa als sich die sieben Gemeinderäte der Gemeinden im Reschhaus trafen, um über das Krankenhaus zu beraten. Man hat ständig beteuert, dass in das Krankenhaus investiert werde und dass man ganz bestimmt nichts schließen wolle, aber wie man jetzt sieht, kommt es dann doch alles ganz anders.

    Was hätten Sie anders gemacht? Was hatten Sie sich von der Landespolitik erwartet?

    Ich pflege ein enges Verhältnis zu vielen Ärzten und habe deshalb schon lange Einblick in das Innenleben des Krankenhauses. Dort hat das Personal ganz andere Probleme als die Politik. Nur ein Beispiel: Hartmann Aichner, seinerzeit Primar der Gynäkologie, wollte seinen Bereich immer aufwerten und ausbauen. Er hat früh erkannt, wie wichtig es ist, seine Fühler in das Comelico und bis nach Lienz auszustrecken. Aber die Politik in Südtirol hat das genaue Gegenteil unternommen.

    Wie meinen Sie das?

    Ich mache noch ein Beispiel: Die Wäsche wird nicht etwa in Südtirol gewaschen. Nein. Man bringt sie nach Bregenz oder nach Wien, anstatt sie in unseren Wäschereien zu reinigen. Das zeigt, dass an der Kostenstruktur einiges falsch läuft.

    Man argumentiert immer, dass die Geburtshilfe zur Sicherheit von Frau und Kind in größere Strukturen verlegt werden muss. Macht das in Ihren Augen keinen Sinn?

    Ich erinnere daran, dass Innichen eines der wenigen Krankenhäuser war, das schon vor Jahren in diesem Bereich eine Zertifizierung bekam. Außerdem bin ich überzeugt: Die Lebensgefahr ist in keinem Bereich größer als in der Gynäkologie. Hier muss man schnell handeln können, will man Leben retten. Muss man 30 Kilometer ins Krankenhaus fahren, geht zu viel wertvolle Zeit verloren. Ich finde das alles so traurig, weil die Gynäkologie doch höchste Priorität genießen sollte. Meine Tochter erwartet Mitte April ein Kind und sie bekommt in Bruneck keine Termine zu Kontrolluntersuchungen. Hier zeigt sich schon, wie überlastet die Abteilung in Bruneck ist.

    Sie sind selbst Hotelier. Wie reagieren Ihre Gäste auf die Verkleinerung des Krankenhauses?

    Dazu muss man wissen, dass gerade viele italienische Gäste sofort nach der nächsten Apotheke und der medizinischen Versorgung fragen. Jetzt herrschen hier bei uns bald süditalienische Verhältnisse und das ist ganz und gar nicht gut für eine touristische Hochburg wie wir eine sind. Wer übernimmt hier die Verantwortung?

    Warum durften Sie bei der Kundgebung am Dienstag nicht ans Podium kommen?

    Ich wollte die Problematik erklären und nicht einfach alles schönreden. Aber Innichens Sozialreferentin Simone Wasserer hat mir das verweigert, weil sie meinte ich würde dafür zu viel Applaus bekommen und derzeit müsse man für das Wohlwollen der Bevölkerung sorgen. Aber ich bin nicht dazu da, die Realität auszublenden. Ich halte es für eine bodenlose Frechheit, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Basis einfach ignoriert werden. Es wird doch wohl zumindest noch erlaubt sein, seine Meinung zu sagen. Es reicht mir nicht, immer nur Wählerstimmen zu sammeln und Werbung auszuteilen, ich möchte vielmehr auf die Missstände bei der medizinischen Versorgung aufmerksam machen.

    Wie geht es jetzt weiter?

    Wir haben bereits vor einiger Zeit eine Plattform gegründet, die sich um die Vernetzung mit Ärzten kümmert, vor allem im Bereich Onkologie. Hier kann man Fragen stellen und man bekommt Antworten, wir versuchen auch Visiten in ganz Europa zu organisieren und das alles über einen Fonds finanziell zu unterstützen. Was die Öffentlichkeit versäumt, müssen hier Private in die Hand nehmen.

    Interview: Silke Hinterwaldner

     

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    Kommentare (68)

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    • Pincopallino

      Herr Karadar, sie können sich ja an die Opposition wenden und vielleicht sogar dort Mitglied werden, bevor Innichen total ausstirbt!

      • silvii

        Herr Karadar wie ich Ihnen recht gebe.

      • Unterwind

        Weniger Unterwürfigkeit in den vergangenen Jahrzehnten gegenüber der Partei hätte nicht nur Sexten, sondern das ganzen Land weiter gebracht als dahin wo wir heute sind.
        Herr Karader, wegen ihnen kräht in der Brennerstrasse kein Hahn mehr, sie haben parteipolitisch ausgedient, und sind gleichzeitig mitverantwortlich für das „System“ gegen das sie jetzt aufbegehren.

    • Fidel Carlo

      Unsere Politiker reden schon lange alles schön! Mit diesen Politikern ist Südtirol auf bestem Weg immer tiefer in die Krise

      • h.m.

        Einst gab es Landesregierungen welche Probleme gelöst haben, diese jedoch schafft Probleme wo es keine gibt!

        Die Volkspartei hat über Jahrzehnte sehr gute Arbeit für Land und Leute geleistet – das letzte Jahrzehnt war aber vom Gegenteil geprägt. Diese Landesregierung ist die schwächste, die wir je hatten und ist drauf und dran alles Erreichte zu verspielen.

        Stoppt diese Leute bevor sie noch mehr Schaden anrichten! Wehrt euch, gegen diese Landespolitiker! Innerhalb der Partei, oder auch sonst lassen sich bestimmt geeignetere Leute finden!

    • Fidel Carlo

      Für was brauchen wir eine zentrale Regierung, die sowieso nur alle Problem verursacht und keine Lösungen hat?

      Die weitestgehende Selbstständigkeit und Dezentralisierung, ist die Zukunft.

    • Andreas

      Selten so einen Blödsinn gelesen.
      Welcher Tourist fragt nach einer Geburtenabteilung und was versteht er unter südtitalienischen Verhältnissen?

      • Visionär

        Wenn sie noch nie in ihrem geliebten Süditalien waren, können sie natürlich nicht wissen was süditalienische Verhältnisse sind. 🙂

      • Einereiner

        @Andreas
        wer hat dir ins Hirn geschissen, dass du solch perfide Kommentare abgibst?

        • Andreas

          Aha, der studierte Großbauer möchte mir etwas sagen.
          Sprich Dich aus, was liegt Dir auf dem Herzen?

          • Einereiner

            Es gibt in Südtirol keine Großbauern. Aber mit deinem beschränkten Horizont hast du das noch nicht mitgekommen.
            Jemand, der solch perfiden Kommentare abgibt und zu jedem und alles wie du gehört in die Psychiatrie oder ins Arbeitslager.
            Armes verkorkstes Leben….

            • Andreas

              Großbauer, ist es das was Dir auf dem Herzen liegt?

              Anscheinend kennst Du die Bedeutung von perfide nicht.
              Verwende doch Wörter deren Bedeutung Du kennst.

              Aber beeindruckend Deine Umgangssprache, bist im Dorf deshalb der gefeierte Held?

            • Karin B.

              Der svParteiknecht verbreitet seine Klischees.

    • Aha

      @ Andreas
      Noch nie so einen Blödsinn gelesen, wie deine permanenten Kommentare……………..

      • Andreas

        Es liegt nicht an mir, wenn Du Verständnisschwierigkeiten und es nicht so mit Logik hast.

        • Aha

          Logisch die Verständnisschwierigkeiten liegen bei Dir!

        • martin

          Ando, die ganze Welt könnte dir sagen, wie bescheuert du bist und du würdest nicht ein zweites mal nachdenken. Das zeigt, wie ignorant du bist.
          Es stimmt, viele Touristen(viele haben Gesundheitsprobleme) fragen nach Versorgung im Notfall. Ich selbst mache das so im Ausland, falls ich eh schon angeschlagen bin. Ich frage nach der besten Klinik in der Umgebung.
          Ich für mich bin froh, dass ich wohlhabend genug bin, nur Privatärzte aufzusuchen. Neulich ein Anruf beim Hautartzt: Kam am selben Tag in der Mittagspause zuwege…

            • martin

              Ja logisch! Was denkst du denn?
              Do Forumskasper Andy hot an Witz gmocjt. Bitte lochn

            • vinschgerdelp

              🙂 🙂 🙂

            • Andreas

              @martin
              Da ich wissenschaftlich nicht sonderlich bewandert bin und Du warmer Bruder Dich dem Franz anbiederst, könnte ich es mir sehr wohl vorstellen… 🙂

              Die Bild hatte mal ein Foto eines schwangeren Mannes, hieß der etwa Martin?? 🙂

            • martin

              Als Kasperl darfs auch unter die Gürtellinie gehen. Du hast Fasching das ganze Jahr

            • GYN

              Die „Wehen am Arsch“ kriegt man, wenn man deine Kommentare liest!

            • Franz

              Jetzt verstehe ich warum die martin ( a) den Walter heiraten möchte, wenn er glaubt schwanger zu sein.
              Ich bin schon gespannt auf das Hochzeitsfoto vom Walter und von der martin (a)..

        • Georg

          @Andreas
          Frechheit und Präpotenz scheinen neuerdings die hervorstechenden Eigenschaften zu sein.

          • Seven of Nine

            Und Ihre hervorstechende Eigenschaft, Georg?
            Ein Ferien-Haus in Breiteben?

          • Seven of Nine

            Seven of Nine
            6. April 2015 um 18:59

            (Danke Peter Karader!)

            @George (“Die Verwandlung”)

            Folgendes:

            Bez. FF.:

            Walter Blaas (F) am 2. April, 18.34 Uhr, Via FB:

            Wir wehren uns: Tageszeitung – Nein Danke!

            Kein Interview oder Stellungnahme mehr von der F-Landtagsfraktion für die scheinheiligen Moralapostel von der Tageszeitung.
            Der Herausgeber, seit knapp 10 Jahren mit einer tollen Politikerrente von netto 2.800,00 €, (zeitweise sogar 3.100,00 €) nach 8,5 Jahren im Landtag und erhaltener Vorschusszahlung, spielte monatelang den Moralapostel mit erhobenen Zeigefinger, die Zeitungsartikel durchaus gespickt mit tendenziöser und suggestiver Berichterstattung, sowie Falschinformationen und mit den üblichen Bildern, welche die “Schuld” nur in unsere Richtung lenken möchte. Nach der Verletzung der Privatsphäre eines jugendlichen Missbrauchsopfers wurden der Chefredakteur für 4 Monate und der Herausgeber mit 2 Monaten Berufsverbot belegt. (FF no. 14 Seite 12)

            #Stra…he
            # KHG (Capri, Krankschreibung)
            # Cartier (Timone sul Garda)
            # Ben…o
            # Hollande

            G. Algor. UPD!

            • Seven of Nine

              Correxit: Campione! sul Garda.

            • George

              @Seven of Nine(in)
              Das hat doch mehr mit „Forschungen eines Hundes“ zu tun als mit „Die Verwandlung“. Da ist nichts zu verwandeln, Seven of Nine. 😉

    • Andromeda

      Eure Larmoyanz geht auf die Nerven! Es gibt in Südtirol genug Orte, die von der medizinischen Versorgung und einem Kreißsaal weiter als 30 km entfernt liegen; die müssen sich halt auch einrichten. Die Gebärende aus Langtaurs kann ja auch nicht auf ein Krankenhaus in Graun zurückgreifen …

    • wipptoler

      Ja Herr Karader – ein gutes Zeichen nur a bissl spät!
      ABER ES KÖNNTEN VIELE NOCH DIESE SCHRITT BEGEHEN
      Weis selbst, dass in Innichen auch viele werdende Mütter aus dem bellunesischen und vielleicht friulanischem Gebiet- nach Innichen kamen um zu entbinden- und das KH auch sehr schätzten!
      aber es scheint so als hätten WIR keine Autonomie, und auch kein Gehöhr bei unseren Politikern, denn sie horchen nur was Roma sagt!

    • Spaltpilz

      Wenn sich die Vinschger ein Krankenhaus in Reschen wünschen würden…, man würde sie für total verrückt erklären!

    • Spaltpilz

      Die 9 Gemeinden mit dem geringsten Prokopfeinkommen liegen alle im Vinschgau.
      Jene mit dem höchsten im Pustertal.

    • Spaltpilz

      So viel zur gerechten Verteilung der Ressourcen.

    • Seven of Nine

      @Andreas

      Hast du gehört, Mutti, Angela Merkel urlaubt auf Ischia! Und die Inselbewohner freuen sich, da Die Grande Dame der Politik angeblich sehr „pflegeleicht“ und umgänglich sein soll, also nicht rumzickt, wie einige im Forum hier heute…

      Pack deine sieben Sachen, dann fahren wir hinterher. In einer Stunde hol ich ab und dann düsen wir der Merkel hinterher… 😉
      Ich hab ein schnelles Auto…

      Und keine Sorge, ich bin nicht wie vom herzigen „walter“ gestern mehrmals (Watschn für Benedikter-Artikel) der C. M. (nichts gegen C. M. ),
      sondern… ich glaub du bist hier im Forum einer der wenigen, der weiß wer ich bin, aber psssssst 😉

      Nimm die FF 14 mit, (FF no. 14 Seite 12).
      Es gibt da was Wichtiges zu besprechen…. !!!!

      • George

        Ach ‚Seven of Nine(in)‘, doch nicht so auffällig! Was gibt es auf dieser Seite 12 schon so Wichtiges. Lassen Sie sich doch nicht allzusehr auf den Klatsch und Tratsch ein, den hier bestimmte Lobbyisten in ihren Kommentaren verzapfen. 😉

      • Andreas

        Mutti ist Ostern immer Ischia, war auch mal in der Zeit dort.
        Mich überrascht es aber, dass sie sich mit ihrem spärlichen Gehalt dies leisten kann.
        Ich wollt ihr damals einen 100ter zustecken und es mir von unserem Landeshauptmann zurückholen, sie wollte es aber nicht 🙂

        • Seven of Nine

          Andreas

          Na siehste, Merkel hat eben Größe im Gegensatz zu so manchen Erbsenzählern und -schälern hier. Manchen, nicht allen. 🙂

          Gib den Hunni stattdessen dem Dachverband für Umwelt usw.
          Dann können sie den Award für den Lugenbeutel if the year besser dotieren.

          George, den Lobbyisten und Hobbyphilosophen würds sicho fraidn, oda…. ? 😉

          • Seven of Nine

            …“LB of the year“ muss es natürlich heißen. Verzeih, George.

            • walter

              @Seven of Nine
              natürlich bist du nicht der Christoph M., das glaubt dir sicher jeder!!!
              nur ein dummer Zufall daß 2 verschiedene Personen den gleichen ungewöhnlichen Namen verwenden und die gleichen Schreibfehler machen!!! 🙂
              http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=22945#comment-280521

            • Seven of Nine

              # Christoph Moar?

            • Seven of Nine

              (Danke Peter Karader!)

              @George („Die Verwandlung“)

              Folgendes:

              Bez. FF.:

              Walter Blaas (F) am 2. April, 18.34 Uhr, Via FB:

              Wir wehren uns: Tageszeitung – Nein Danke!

              Kein Interview oder Stellungnahme mehr von der F-Landtagsfraktion für die scheinheiligen Moralapostel von der Tageszeitung.
              Der Herausgeber, seit knapp 10 Jahren mit einer tollen Politikerrente von netto 2.800,00 €, (zeitweise sogar 3.100,00 €) nach 8,5 Jahren im Landtag und erhaltener Vorschusszahlung, spielte monatelang den Moralapostel mit erhobenen Zeigefinger, die Zeitungsartikel durchaus gespickt mit tendenziöser und suggestiver Berichterstattung, sowie Falschinformationen und mit den üblichen Bildern, welche die „Schuld“ nur in unsere Richtung lenken möchte. Nach der Verletzung der Privatsphäre eines jugendlichen Missbrauchsopfers wurden der Chefredakteur für 4 Monate und der Herausgeber mit 2 Monaten Berufsverbot belegt. (FF no. 14 Seite 12)

              #Stra…he
              # KHG (Capri, Krankschreibung)
              # Cartier (Timone sul Garda)
              # Ben…o
              # Hollande

              G. Algor. UPD!

            • Seven of Nine

              Sorry, Campione sul Garda, I meaned.

              http://kurier.at/politik/inland/ciao-capri-was-auf-karl-heinz-grasser-noch-zukommt/75.654.647

              „Was auf KHG noch zukommt…“

              Herr Walter Blaas, Sie spielen nicht in dieser LIGA, sondern sitzen auf der „Ersatzbank“. Ollweil derweil…. 😉

    • goggi

      @ Andreas
      Deine Kommentare sind sind langsam nur peinlich.
      Die gehen einem auf den Sack.

    • L.I.Z.

      ….und ich finde Andreas Kommentare köstlich, wenn auch sehr direkt!
      In Vielem hat er recht, einige der hier Möchtegernkommentatoren sind Träumer und realitätsfern.

    • seppL

      oner wos amol sieg welche verarschung die SVP isch lei viel zu wenig und wipptoler sell konsch dir sicher sein das noch die wahlen sterzing a gschlossen wird a wen Rom nix sogt noa lügense holt und sogen Rom hot gsog

    • Batman

      „Zusammenfassung und Ausblick: Die Entwicklung unseres Finanzsystems läuft, wie gezeigt wurde, auf einen Endpunkt zu. Durch den Zins kommt es zu einer explodierenden Schuldenlast und auf der anderen Seite zur entsprechenden Vermehrungen der Geldvermögen bei wenigen Superreichen. Um die wachsenden Zinsforderungen erfüllen zu können, wird der einzelne durch den Staat und am Arbeitsplatz ausgebeutet. Die Globalisierung verschärft die Situation zusätzlich, da nun ganze Nationen in einen rücksichtslosen Verdrängungswettbewerb gezwungen werden. In diesem System spielt die Sicherung der Lebensgrundlagen eine immer kleinere Rolle, der Umweltschutz verkommt zum bloßen Schlagwort, da Wachstum, zur Bedienung der Schulden, absoluten Vorrang erhält. Auch die Kultur muß unter diesen Umständen verfallen, was sich besonders in der Politik feststellen läßt. Die Politik ist letztlich nur noch ein Erfüllungsgehilfe der reichen Oberschicht und soll durch restriktive Maßnahmen die Schuldenzahlungen der Bevölkerung sicherstellen. Durch die Nähe der Regierenden zur reichen Klasse degenerieren diese zunehmend und wer den für Korruption zugänglich. Jeder Bereich der Gesellschaft wird im Zinssystem zwangsläufig per – vertiert, die eigentlichen gesellschaftlichen Werte werden entwertet, da nur noch die Rendite zählt. Schöpferische Arbeit wird abfällig beurteilt, während leistungslose Zinsgewinne in der Gesellschaft an Ansehen gewinnen. Dabei ist dieses System allerdings von vornherein zum Zusammenbruch verurteilt, da die Zinslasten letztlich schneller wachsen als die reale Produktion und damit einen immer größeren Teil der Wertschöpfung beanspruchen. Auf der anderen Seite ermöglicht ein wachsendes Geldvermögen einer kleinen Gruppe Superreicher schließlich, alle Geschicke des Landes gezielt zu beeinflussen. Durch die Einführung der Kunstwährung „Euro hat sich die Herrschaft des Kapitals drastisch verschärft. Die Währungskrisen der letzten Jahre dar. Dabei bereitet sich die reiche Oberschicht offenbar gezielt auf einen solchen Schlag vor. Der Aktienmarkt wird beispielsweise angeheizt, um einen großen Teil der Bevölkerung zur Investition an der Börse zu animieren. Das ermöglicht der privilegierten Klasse den Ausstieg aus dem Aktienmarkt. Gleichzeitig werden die Finanzzentren gebündelt, um im Crash das eigene Vermögen zu sichern und eine effektive Umverteilung der Ersparnisse vom Mittelstand zu den Superreichen zu bewerkstelligen. Auch für die weitere Entwicklung nach dem Crash wer den anscheinend intensive Vorbereitungen getroffen, um alles im Griff zu behalten. So wird schon seit einiger Zeit ein effizientes Überwachungsnetz aufgebaut, das es den Machthabern ermöglichen würde, jeden Unmut in der Bevölkerung gewaltsam zu unterdrücken. Es besteht die reale Gefahr, daß unser System in einer Diktatur endet. Auch die Entwicklung eines Weltkrieges ist nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch durchaus vorstellbar. Da der finanzielle Niedergang welt – weit erfolgen wird, werden sich auch die Lebensumstände der Menschen drastisch verschlechtern. Dadurch wächst die Gefahr, daß es in allen Krisenregionen welt weit zu gewaltsamen Konflikten kommt. Für Mitteleuropa stellt hier vor allem das große Waffenpotential Rußlands ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Es ist durchaus denkbar, daß dieses Land nach einem völligen Zerfall des Wirtschaftssystems keine andere Möglichkeit mehr sieht, als eine Eroberung Mitteleuropas anzustreben. Fatalerweise befindet sich unsere militärische Situation bereits vor der Krise in katastrophalem Zustand und wird sich nach dem Crash noch wesentlich weiter verschlechtern. Dabei müßte es gar nicht so weit kommen, wenn die Menschen nicht immer den leeren Versprechen der Mächtigen erliegen wür – den. Eine Behebung der Fehler im Geldsystem wäre jederzeit durch eine Währungsreform möglich. Dies setzt allerdings eine aufgeklärte, an einer Besserung der Lage interessierte Bevölkerung und eine verantwortliche Führung voraus. Wohin die Entwicklung unserer Welt letztlich geht, hängt nicht zuletzt von der Einstellung und dem Willen eines jeden einzelnen ab. Hier hilft es wenig, auf Führungskräfte oder eine „Mehrheit zu vertrauen. Erstens haben die bisher leitenden Kräfte in Krisensituationen schon immer versagt und zweitens wurden Fortschritte in der Menschheitsgeschichte ausschließlich durch Minderheiten in Gang gesetzt. Selbst wenn dieses System in der schlimmsten Krise aller Zeiten untergeht, ist dies immer noch besser, als wenn sich die Umstände über einen langen Zeitraum verschlechtern.“
      Günter Hannich (*1968), dt. Autor, Finanzberater, in „Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise – Der Weg in den 3. Weltkrieg“ (2002)
       
      Das Finanzabkommen mit Rom zeigt Wirkung!

    • Batman

      roadrunner, frag den Landeshauptmann, ob er die 800 Millionen mit denen sich Südtirol, an den Zinslasten des Staates beteiligt hat, schon zusammen hat. Sonst kannst du ja freiwillig noch etwas drauflegen. Die Halter der Staatsanleihen (die Besitzer der Banken) wird’s freuen! Du könntest auch gleich ein Spendenkonto einrichten, unter dem Motto: “ Wir retten den italienischen Staat!“ Franz und Andreas sind bestimmt gleich dabei. 🙂

      • Batman

        Glaub mir, Hanich hat’s drauf, du aber nicht!
        Was ist mit den Kriegen in Lybien, Irak, usw. Kannst du eins und eins nicht zusammenzählen?

        • Seven of Nine

          Hanich? Viellleicht, vielleicht auch nicht. Forse che si forse che no…

          Aber der Batman hat`s nicht drauf.

          Sure for sure. Ernstl…..

          Lies Jandl, bekommt dir besser, trust me.

        • Franz

          Batman der Anarchist – Anarchokapitalist- der sich von seinen Gestalttherapeuten Paul Goodmann bzw. den ganzen Verschwörungstheoretikern hat das Hirn waschen lassen . Scheint fernab jeglicher Realität zu leben. und auf Paul Goodmanns Heldenreise vom vom Weg abgekommen zu sein.
          Pierre-Joseph Vertreter des solidarischen Anarchismus, er setzte sich für die Abschaffung der Ausbeutung und der Regierung des Menschen durch den Menschen ein.[1]Vielzitiert ist der Satz „Eigentum ist Diebstahl“
          , Stefan Blankertz (*Gestalttherapeut und Vertreter des Anarchokapitalismus der für eine politische Philosophie, , einer Gesellschaft ohne staatliche Institutionen und Eingriffe eintritt.

          Johann Saiger prophezeit seit 2012 eine Hyperinflation bzw. einen Goldpreis von 10.000 €.
          Günter Hannich (* ein deutscher Sachbuchautor, der sich vorwiegend mit Wirtschaftsfragen befasst und sich gerne Geldexperte nennt und seit Ende der 1990er-Jahre regelmäßig den Zusammenbruch des Euro und den Absturz aller Börsenkurse vorhersagt.

          • Franz

            Wer dann anlässlich des Terror Anshlags des IS in Paris diese Tat verherrllicht bzw. sich über Papst Franziscus lustig macht sollte sich auf schnellsten Wege von dr, Zingerle oder dr. Pycha behandeln lassen.
            Oder er sollte ausgewiesen werden wie alle anderen Salafisten auch, vielleicht auf die Insel mit Robinson Crusoe und Freitag.

    • Do Ploderer

      Respekt Herr Karadar, Ihnen müssten laut derzeitigem Stand (damit meine ich die Schließung der Geburtenstation KH-Innichen) noch einigen Volksvertreter folgen.
      Was die Stocker und ihre Hampelmännner -frauen aufgeführt haben spottet jeder Beschreibung.
      Bei den Gemeinderatswahlen werden wir sehen ob das Volk durch die Politik für blöd verkauft wurde oder nicht.
      Auf jeden Fall ist alles ein, bis ins Detail, abgekartetes Spiel: Mayr, Fabi, Stocker und die restlichen verantwortlichen Entscheidungsträger.
      Von wegen Sicherheit, oder Finanziell nicht tragbar, nein, eigeninteressen stehen im Vordergrund, Lobbywirtschaft, verkaufte Heimat.
      Das Volk kann bei den Gemeinderatswahlen entscheiden ob sie mit dieser Handlungsweise einverstanden sind.
      Ach noch etwas, nicht informieren oder falsch Informieren ist das ein und selbe Kapitel, denke an die Pasdera-Studie, von der hört man jetzt nichts mehr, warum etwa, ganz logisch, Bozen hat die Tief-Roten-Zahlen geschrieben und das wollte Mayr, Fabi und die Stocker mit aller Gewalt vertuschen.
      Hallo Leute einfach die Augen offenhalten und die richtigen Informationen von den richtigen Leuten erfragen, alle anderen lügen wie gedruckt.

      lg. der Ploderer

    • Ainer von Fielen

      Peter Karader war mir bis jetzt unbekannt.
      Er scheint mir nicht ganz unfähig zu sein und Verstand zu besitzen.

      Allerdings zeigt dies wieder mal zu schön, dass Menschen, wie auch er, nur an sich bzw. die Familie denken. Denn würde seine Tochter kein Kind erwarten würden andere Worte aus seinem Mund kommen!

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