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    Langsames Sterben

    Langsames Sterben

    Bürgermeister Fritz Karl Messner schlägt Alarm: In der Inneren Medizin im Krankenhaus Sterzing herrscht akute ärztliche Unterversorgung ­ und die Situation spitzt sich weiter zu. Auch in anderen Bereichen wandert das Pflegepersonal ab.

    von Erna Egger

    „Die Situation ist dramatisch: Das Krankenhaus wird jetzt von innen ausgehöhlt.“

    Bei Bürgermeister Fritz Karl Messner schrillen die Alarmglocken.

    Es das ist eingetreten, was man befürchtet hat: Das Primariat der Inneren Medizin im Krankenhaus Sterzing wird nicht mehr nachbesetzt.

    Primar Gianfranco De Blasi ist Ende Jänner in Ruhestand getreten.

    Fritz Karl Messner

    Fritz Karl Messner

    Schon die Ernennung von De Blasi zum Primar in Sterzing sorgte seinerzeit für Polemiken: Nach der Pensionierung seines Vorgängers Josef Frötscher wurde eine neue Besetzung gesucht. Die Bewerbungsfrist war noch nicht mal abgelaufen, als der damals zuständige Landesrat Richard Theiner den Primar der Medizin 2 in Brixen nach Sterzing versetzte. Viele Kollegen wurden damit vor den Kopf gestoßen – auch weil die Stelle der deutschen Sprachgruppe vorbehalten war.

    Die Leitung des Gesundheitsbezirkes Brixen drängte darauf, dass das Primariat nachbesetzt wird. Im Juni 2013 teilte der Generaldirektor der Sanitätsverwaltung, Andreas Fabi, noch mit, dass das laufende Auswahlverfahren für die Ernennung des Primars?deutscher Sprachgruppe im Krankenhaus Sterzing?nicht unterbrochen wird, sondern weiterläuft.

    Mit der Verabschiedung der Sanitätsreform ist es nun aber definitiv: Die Stelle in Sterzing wird nicht nachbesetzt.

    „Der Wettbewerb wurde nach unseren Kenntnissen abgesagt“, proklamiert Messner.

    Seit der Pensionierung De Blasis muss die Abteilung ohne Primar auskommen. Der Brixner Kollege soll die beiden Abteilungen leiten.

    Das ist nicht das einzige Problem der Sterzinger Abteilung: „Es herrscht eine akute Unterversorgung von Ärzten. Tatsache ist, dass die Abteilung mit 7,5 Stellen besetzt werden müsste. Derzeit ist sie aber nur mit 3,25 Ärzten ausgestattet und es fehlt auch noch der Primar. Auch gibt es viel zu wenig nichtärztliches Personal“, weiß Messner.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE AM FREITAG:

    * Welche Ärzte abgewandert sind.

    * Und: Vor welchen konkreten Problemen die Patienten stehen.

     

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    Kommentare (61)

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    • Hubert

      Und dann wundert sich noch jemand, dass Bgm. Karl Messner für die verantwortliche SVP nicht mehr kandidiert? Ich wundere mich nicht im Gegenteil zolle ihm höchste Bewunderung !

      • Einereiner

        Ja, bravo Bgm. Karl Messner. Stellt euch gegen die Ausdünnung der Peripherie. Wir brauchen keinen teuren Moloch in Bozen sondern kleine funktionierende Krankenhäuser in ganz Südtirol. Und wenn das Rom nicht erlaubt, dann gehen wir ohne Rom. Los von diesem Pleitestaat und der mut- und ideenlosen SVP.

        • h.m

          Ich finde Messners Engagement herausragend, ich habe von ihm nicht eine Beschimpfung gehört (wie Andreas und Garuda oft behaupten) sondern nur Argumente.

          Vor Monaten als Messner gerade aus Rom zurückkam hat er in der Zeitung gemeint, dass der Sekretär der Ministerin zu ihm gesagt hätte, die Provinz könne das Problem selbst lösen. In Südtirol haben aber die Verantwortlichen proklamiert, Rom habe die Schließung bestimmt.

          Tatsache ist, dass jetzt klar geworden ist, dass er die Wahrheit gesagt hat und die im Assessorat gelogen haben.

          Anstelle sich solche Leute zu holen, werden diese aus der Partei rausgeschmissen und angeblich unterstützt der Achammer jetzt die Kandidatur jener Leute die vor fünf Jahren den Egartner unbedingt als Bürgermeister haben wollten….

          Wass soll ein vernünftiger Mensch zu so einer Politik denken?!?!?!

      • walter

        Die ländlichen Gebiete haben oft nur Nachteile wie langsames Internet, die kleinen Krankenhäuser werden Stück für Stück geschlossen usw.!
        Aber den Leuten dort lügen sie vor sie würden sich für die Peripherie einsetzen!!!
        Den Lugenbeitl haben sie sich voll verdient!!!

    • Andreas

      Die heilige 1,2 Milliardenkuh wird geschlachtet und das ist gut so.

      Alle Zuständigen sollten von der emotionalen auf die rationale Ebene zurückkommen und nach effizienten Lösungen suchen, ohne sich zu bekriegen.
      Dorfkaiser und ähnliche Gestalten sollten sich ihre Drohungen und ihren Populismus sparen.

      Die Weltuntergangsstimmung einiger Südtiroler ist in Anbetracht unseres Wohlstandes schwierig nachvollziehbar.

      Die Zuständigen für die Sanität wurden von einer Mehrheit gewählt und haben deshalb die Legitimierung für ihr Vorgehen.
      Die paar recht unzivilisierten Schreier vor den Krankenhäusern sind nicht die Mehrheit, auch wenn sie es anscheinend annehmen.

      • Karin B.

        Die Legitimation vor den Wahlen zu versprechen, dass die Gesundheitsversorgung aufrecht erhalten wird?
        Hätten diese überbezahlten und verwöhnten SVP – PD – Abgeordneten, SVP – PD – Landesräte und der SVP LH gesagt, dass in diesen drei (vielleicht auch in anderen) Krankenhäusern Personal abgebaut wird und viele Abteilungen geschlossen würden, gäbe es in dieser Form keine SVP – PD Landesregierung, weil die Mehrheit diese abgewählt hätte.

        Die SVP hat gerade einmal etwa 35 Prozent an Stimmen von den Wahlberechtigten bekommen.
        Deswegen viele Nichtwähler haben diesen Prozentsatz erhöht um rund 10 Prozent erhöht.

        Die größten „Schrei(b)er“ im Forum sind die svParteiknechte, deren Schilderungen meistens alles andere als objektiv sind.

        • Andreas

          Schätzchen, Deine Interpretation des Wahlergebnisses widerspricht den allgemein anerkannten Regeln der Demokratie.

          Was Leitner und Konsorten sich mit dem Wählerwillen da im Keller ausgedacht haben ist zwar recht innovativ und zeugt von Phantasie, doch nicht wirklich relevant.

          Deine Wortspiele sind teilweise recht dürftig, doch Respekt, Du bemühst Dich und es ist das was zählt, bravo meine liebe Karin B.

      • Josef

        lebst ja nicht in Sterzing. Dir ist es egal, wenn dort kein Krankenhaus mehr ist. wenn der ländliche Raum nicht mehr gestützt wird, verliert die SVP ihre Berechtigung als Volkspartei.

        • Karin B.

          Der svParteiknecht hat damit geprahlt, es gäbe in seinen Umkreis von 15 Kilometern drei KH-s an die er sich wenden könne. Dass dies für viele 10.000-ende Bürger im Land nicht zutrifft ist ihm „egal“.

        • Andreas

          @Josef
          Sprich Dich aus, wo drückt der Schuh?

          Gibt es eine effektive Beeinträchtigung oder handelt es sich hier um eine Grundeinstellung, dass Ihr Opfer und die anderen Täter sind?

          Ich bin dafür in allen Krankenhäusern zu sparen, was genau ist so schwer daran zu verstehen?
          1,2 Milliarden sind ca. 24% unseres Landeshaushalts und diese Kosten sollten durch Effiziensteigerung reduziert oder wenigstens stabil gehalten werden.
          Ich kenne keine Details und äußere mich deshalb im Gegensatz zu einigen anderen auch nicht dazu, welche sich als Insider der Sanität ausgeben, doch Euer pauschales Geplärre und Eure Opferrolle kann man doch nicht wirklich ernst nehmen.

          Ihr habt Angst, dass man Euch etwas wegnimmt und seit mal prinzipiell dagegen ohne in Erwägung zu ziehen, dass es vielleicht doch nicht so unbegründet ist.

      • Düsentrieb

        @ Andreas
        DEINE „emotionale und rationale Ebene“ erscheint mir immer sehr fragwürdig!!!!!!

    • Huisele

      Wollen jetzt weinerliche Stimmen fangen für die nächsten Gemeindewahlen.

      • Karin B.

        Messner ist SVP Politiker und will die wieder gewählt werden.

        Sehe Messner mit der Legitimation der SVP Landesregierung eine Chance eine Mehrheit an Wählerstimmen zu bekommen, hätte Messner (bekannt als SVP – Windfähnchen) nicht eine eigene Liste gegründet.

        Messner kann seinen Sohn ermuntern im KH Sterzing zu praktizieren und sich solidarisch erklären.

        Viele Bürger können und werden sich um neue Kandidaten umsehen, die mit den „korrupten“ SVP – Verbindungslisten keinen Dreck am Stecken haben.

    • ErichderGrosse

      …kann es sein, dass bald Wahlen sind? Wenn der Messnerfritz lauthals Ärzte für das KH fordert, ist das reines politisches Kalkül. Die Abteilung „Innere“ funktioniert derzeit sehr gut…das mal ein Arzt fehlt ist nicht dramatisch. Wartezeiten sind laut Liste auch im Soll. Also Bürgermeister: was willst du noch (außer wiedergewählt werden)?

    • Hartmann

      Fritz Karl Messner ist halt ein aufrichtiger Mensch – egal ob bei der SVP oder nicht bei der SVP. Was mich wundert ist, wie es die SVP seit Jahren schafft, nur mehr Leute um sich zu scharen, die – ohne immer die Leute in der Landesregierung zu zitieren – nur einmal die SVP Bezirksobmänner her: die sind für die Bürger nicht mehr spürbar, nicht wahrnehmbar und ziehen nur lautstark vor irgend welchen Wahlen vom Leder, Karl Zeller inklusive. Also wirklich sehr sehr sehr schwaches Kino, was die SVP und mit ihr die Frontmänner in der Landesregierung da landesweit abliefern. Es kann doch nicht sein, dass die SVP eine Ansammlung von unterbelichteten Schwachköpfen geworden ist – auch wenn sie sich so verhält. Wen wunderts, dass mit diesem Verein niemand etwas mehr zu tun haben will?

    • Bernd

      Bei den Krankenhäuser geht es wie bei der Schliessung der Gerichte. Einige Leute in der Regierung in Rom breiten eine Landkarte aus und dann wird gestrichen. Auf dem Papier wird bei jeder Schliessung eingespart. Ob dies auch stimmt bzw. ob es wirklich einen Sinn ergibt oder nicht…..diese Frage wird nicht gestellt!!!! Frage nach Auswirkungen? Fehlanzeige! Dieser Willkür sind wir ausgesetzt und die ranghohen SVP-Funktionäre und Arnos Einflüsterer in Rom tragen sie eifrig mit!!!

    • wipptoler

      Andreas@
      was sie alles hier schreiben -wäre für ihre Schublade!

      zum Thema kh Sterzing : ja es stimmt dass die Primariatsstelle – vakant ist!
      aber es fehlt auch an Geräten mit denen man Untersuchungen gemacht werden sollten!
      im Dezember waren sie defekt- im jänner auch noch – und jetzt auch noch-und es wird den Frauen geraten sich an das kh BRIXEN zu wenden.-
      Solche Geräte sind wahrscheinlich in einem Magazin noch neu verpakt – aber Sterzing sollte sie aus politischer Sicht nicht erhalten – genau so wie den Primar für Medizin.-

      so und jetzt wünsch ich uns ein gesundes leben.-

    • Willy

      Diese Politik lässt nur mehr ein Krankenhaus zu und das befindet sich in Bozen. Für mich ein großer Fehler, denn die kurzfristigen Einsparungen werden die Kosten der Peripherieverarmung niemals wettmachen können.

    • ander

      ha ha, der FAnder ist auch da,
      mit seinem politik Hirnwurm,
      spukt er schon do im Blog herum.

    • Maura

      Die Wipptaler haben es ja fein, sie haben die Wahl der Qual (oder umgekehrt?), sie sind von Bozen und Innsbruck mehr oder weniger gleich weit entfernt und sehr gut verbunden mit Autobahn, Schnellzug und auch mit Flugplatz. Eine privilegierte Stellung. Was soll also das Gewinsle?

    • Andreas

      @wipptoler
      Sie spekulieren darüber, offensichtlich ohne genaueres Wissen, dass neue Geräte nicht verwendet werden und begeben sich in eine Opferrolle als bestünde die Sanität nur aus dem KH Sterzing.
      Sie schreiben Geräte sind seit 4 Monaten defekt, schreiben aber nicht welche und warum sie nicht repariert werden.

      Halbwissen, sofern man es überhaupt als solches bezeichnen kann, ist an sich ja nichts Schlechtes, doch mit diesem andere Meinung kritisieren finde ich jetzt nicht sonderlich angebracht.

      Mit Ihrem Kommentar machen Sie es einem nicht einfacher Euch ernst zu nehmen.

      • Karin B.

        Sie kennen sich im Gesundheitswesen überhaupt nicht aus. Schreiben Sie über Themen über die Sie etwas Ahnung haben, falls es solche überhaupt gibt.

      • Aha

        Offensichtlich hat nur der Andreas ein “ genaueres Wissen“!

        • Andreas

          Im Gegenteil, ich habe keine Ahnung ob Primar X oder Y besser ist und ob es sie braucht oder nicht, da ich dies auch nicht beurteilen kann. Ich verlasse mich darauf, dass die Zuständigen sich ihre Schritte überlegt haben und richtig handeln.
          Über Argumente lässt sich diskutieren, über irgendwelches Geplärre sicher nicht.

          Sag mir eine/n Einzige/n der/die hier wirklich Ahnung von den Organisationsstrukturen der Sanität hat und ich entschuldige mich für gegebenenfals, sollte ich etwas Falsches geschrieben haben.

          • Seven of Nine

            @Andreas

            Schätzchen!
            Verlass dich nicht zu sehr auf die so genannten Zuständigen und deren Schritttempo.
            Denk an die für Investmentfragen Zuständigen bei der Sparkasse, da bist Du ja auch schon flöten gegangen. 😉

            • Andreas

              Ja mei, wo gehobelt wird fallen halt Späne.

              Sollte ich jetzt mal schnell in die Sparkasse rübergehen und die Direktorin erschlagen? Was meinst Du?

            • Seven of Nine

              Bloß nicht, Andreas.

              Lass mir die Direktorin fein in Ruh! Das ist meine Freundin und wenn Du ihr ein Haar krümmst 😉 , dann kann dir der Moccia Flavio auch nicht mehr die Haut retten, tat i maaahnen…

          • Aha

            Anscheinend die Stocker Martha hat Ahnung und nur SIE!!!!!!!

    • Radio Eriwan

      Gestern nach Ergometrie: Dann sehen wir uns in einem Jahr wieder! (Ich) Ja wenn das Krankenhaus noch steht?
      Große Leere und Niedergeschlagenheit in allen Lagen…………………..
      Wieviel dürfen Landespolitiker uns noch vorlügen, vor den Wahlen??

    • goggile

      i fins SKANDALOES die ewig langen Wartezeiten bei den verschiedenen spitalvisiten. 3monate Wartezeit. mit Bezahlung im Spital privat in drei tagen. so schaugs aus.

    • Düsentrieb

      @ messnerfritzl
      Das jetzige Geplärre nützt nichts. Vielleicht erinnert sich Fritzl nicht mehr an die „Affentheater“ Vorstelling im Stadttheater Sterzing vor geraumer Zeit von Seiten der “ Führungskräfte in Spitzenpositionen“ Faby, Mayr & Co. , Landesrat Theiner, Videokonferenz mit Königsrainer, Vorstellung der REHA, etc., mit „Schwerpunktthema Umbau der “ Saltuariabtteilung“ und Vorstellung des archithektonischen Umbauprojektes ………. Mit Ankündigung dass der laufende „PRIMArarztCONCORSO“ zum Schrecken des anwesenden Ärzte Ploner, Pfitscher u.v.m. ausgesetzt würde
      und mit De Blasi nachbesetzt würde. Damals war von Seiten des BürgermeisterFritz keine Reaktion sichtbar , welche die Sterzinger Krankenhausärzte unterstützt hätte,,,,,,,,,,,dabei wäre eine dringende Intervention nötig gewesen!,,,,

    • Düsentrieb

      Die „akute ärzliche Unterversorgung“ gibt’s auch an der internistischen Abteilung in BOZEN siehe diverse Zeitungsberichte der „DOLOmythen“ oder ?

    • Aha

      Die Nachbesetzung des Primariats am Sterzinger Krankenhaus ist ein alter Hut, Für mich steht die Frage im Raum ob nicht auch das KH Brixen an Ärztemangel leidet. Das KH Bozen ist schwerstens davon betroffen. Herr Fabi & Co. Ist eine Heilung überhaupt absehbar, da nützt auch ihre zentralistische Organisationsstrategie nichts!

    • wipptoler

      Andreas@
      hoffentlich nimmt dich niemand ernst – danke.-

      die zuständigen stellen wissen schon wo es mangelt!

      • walter

        Stimmt, hoffentlich nimmt ihn niemand ernst, denn FRANDREAS redet nicht nur Blödsinn und ist ein System Troll, er schreibt auch unter mehreren Namen wie ich kürzlich erst wieder bewiesen habe:

        Andreas
        17. März 2015 um 13:37
        “Blog von langhaarigen Linken”

        Franz
        7. November 2014 um 14:20
        “die langhaarigen Linken vom Brennerbasisdemokratie – Blog”

        mit diesen Formulierungen die nur er benutzt hat er sich verraten!!!

    • ander

      GENAU!!
      hab bemerkt meine ( schlauen ) Beitràge werden zunehmend zensiert ( gelòscht )

    • sheila

      Ich find es schlicht und einfach einen Skandal, dass ein gut funktionierendes Krankenhaus – und es funktioniert so gut, dass man dauernd Patienten aus dem Bozner Raum dort sieht – derart abgewirtschaftet wird. Für jeden anderen Blödsinn wird Geld verschwendet, von den mit unseren Steuergeldern überbezahlten Politikern gar nicht zu reden!
      Und man darf nicht für alles Rom die Schuld geben, besser man fasst sich an die eigene Nase, unsere Politiker haben viel von Italien gelernt und mit deutscher Gründlichkeit alles verbessert!

    • Batman

      „Zusammenfassung und Ausblick: Die Entwicklung unseres Finanzsystems läuft, wie gezeigt wurde, auf einen Endpunkt zu. Durch den Zins kommt es zu einer explodierenden Schuldenlast und auf der anderen Seite zur entsprechenden Vermehrungen der Geldvermögen bei wenigen Superreichen. Um die wachsenden Zinsforderungen erfüllen zu können, wird der einzelne durch den Staat und am Arbeitsplatz ausgebeutet. Die Globalisierung verschärft die Situation zusätzlich, da nun ganze Nationen in einen rücksichtslosen Verdrängungswettbewerb gezwungen werden. In diesem System spielt die Sicherung der Lebensgrundlagen eine immer kleinere Rolle, der Umweltschutz verkommt zum bloßen Schlagwort, da Wachstum, zur Bedienung der Schulden, absoluten Vorrang erhält. Auch die Kultur muß unter diesen Umständen verfallen, was sich besonders in der Politik feststellen läßt. Die Politik ist letztlich nur noch ein Erfüllungsgehilfe der reichen Oberschicht und soll durch restriktive Maßnahmen die Schuldenzahlungen der Bevölkerung sicherstellen. Durch die Nähe der Regierenden zur reichen Klasse degenerieren diese zunehmend und wer den für Korruption zugänglich. Jeder Bereich der Gesellschaft wird im Zinssystem zwangsläufig per – vertiert, die eigentlichen gesellschaftlichen Werte werden entwertet, da nur noch die Rendite zählt. Schöpferische Arbeit wird abfällig beurteilt, während leistungslose Zinsgewinne in der Gesellschaft an Ansehen gewinnen. Dabei ist dieses System allerdings von vornherein zum Zusammenbruch verurteilt, da die Zinslasten letztlich schneller wachsen als die reale Produktion und damit einen immer größeren Teil der Wertschöpfung beanspruchen. Auf der anderen Seite ermöglicht ein wachsendes Geldvermögen einer kleinen Gruppe Superreicher schließlich, alle Geschicke des Landes gezielt zu beeinflussen. Durch die Einführung der Kunstwährung „Euro hat sich die Herrschaft des Kapitals drastisch verschärft. Die Währungskrisen der letzten Jahre dar. Dabei bereitet sich die reiche Oberschicht offenbar gezielt auf einen solchen Schlag vor. Der Aktienmarkt wird beispielsweise angeheizt, um einen großen Teil der Bevölkerung zur Investition an der Börse zu animieren. Das ermöglicht der privilegierten Klasse den Ausstieg aus dem Aktienmarkt. Gleichzeitig werden die Finanzzentren gebündelt, um im Crash das eigene Vermögen zu sichern und eine effektive Umverteilung der Ersparnisse vom Mittelstand zu den Superreichen zu bewerkstelligen. Auch für die weitere Entwicklung nach dem Crash wer den anscheinend intensive Vorbereitungen getroffen, um alles im Griff zu behalten. So wird schon seit einiger Zeit ein effizientes Überwachungsnetz aufgebaut, das es den Machthabern ermöglichen würde, jeden Unmut in der Bevölkerung gewaltsam zu unterdrücken. Es besteht die reale Gefahr, daß unser System in einer Diktatur endet. Auch die Entwicklung eines Weltkrieges ist nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch durchaus vorstellbar. Da der finanzielle Niedergang welt – weit erfolgen wird, werden sich auch die Lebensumstände der Menschen drastisch verschlechtern. Dadurch wächst die Gefahr, daß es in allen Krisenregionen welt weit zu gewaltsamen Konflikten kommt. Für Mitteleuropa stellt hier vor allem das große Waffenpotential Rußlands ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Es ist durchaus denkbar, daß dieses Land nach einem völligen Zerfall des Wirtschaftssystems keine andere Möglichkeit mehr sieht, als eine Eroberung Mitteleuropas anzustreben. Fatalerweise befindet sich unsere militärische Situation bereits vor der Krise in katastrophalem Zustand und wird sich nach dem Crash noch wesentlich weiter verschlechtern. Dabei müßte es gar nicht so weit kommen, wenn die Menschen nicht immer den leeren Versprechen der Mächtigen erliegen wür – den. Eine Behebung der Fehler im Geldsystem wäre jederzeit durch eine Währungsreform möglich. Dies setzt allerdings eine aufgeklärte, an einer Besserung der Lage interessierte Bevölkerung und eine verantwortliche Führung voraus. Wohin die Entwicklung unserer Welt letztlich geht, hängt nicht zuletzt von der Einstellung und dem Willen eines jeden einzelnen ab. Hier hilft es wenig, auf Führungskräfte oder eine „Mehrheit zu vertrauen. Erstens haben die bisher leitenden Kräfte in Krisensituationen schon immer versagt und zweitens wurden Fortschritte in der Menschheitsgeschichte ausschließlich durch Minderheiten in Gang gesetzt. Selbst wenn dieses System in der schlimmsten Krise aller Zeiten untergeht, ist dies immer noch besser, als wenn sich die Umstände über einen langen Zeitraum verschlechtern.“
      Günter Hannich (*1968), dt. Autor, Finanzberater, in „Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise – Der Weg in den 3. Weltkrieg“ (2002)
       

    • Eggat

      Zusperren. Bozen oder Innsbruck ist perfekt verbunden.

    • buergerin

      Kaum jemand erinnert sich, dass es im Sarntal ein voll ausgestattetes Spital gegeben hat.
      Und ebenso in Tscherms eine Geburtenstation.
      Es ist so wie mit den Zwergschulen:Zuerst Paläste gebaut, dann zusperren müssen wg. Kindermangel, jetzt die Spitäler wegen Ärztemangel.Dagegen hat auch der Messner kein Rezept.
      Da helfen auch Kathedralen in der Wüste nichts, wie die Neuroreha Sterzing.

    • Karin B.

      Viele Wähler werden sich erinnern. 2015/2018, mal sehen wo die svp mit ihren „Stiefelhaltern“ in der Wählergunst vorzufinden sein wird.
      Einige auf alle Fälle sollten jetzt schon abdanken, um weitere Schäden für das Land zu vermeiden.

    • Wastl

      Warum sollte es in Südtirol anders kommen … mit oder ohne Reform – die Peripherie wird uninteressanter für junge Menschen/Ärzte. Das ist in ganz Europa so – die Sanitätsreform spielt hier keine große Rolle.

    • Karin B.

      Das Ausdünnen der Gesundheitsversorgung in der Peripherie spielt für die Bevölkerung eine wesentliche Rolle.

    • buergerin

      Der Trend, dass keine Ärzte mehr in die Periferie wollen, ist in Oesterreich und Deutschland gleich.
      Das liegt daran, dass die jungen Ärzte nichts lernen in den periferen Spitälern, weil die „interessanten“ Fälle an Patienten schon lange an den größeren Zentren behandelt werden.Die Spezialisierung in der Medizin hat voll gegriffen ,und die Leute gehen auch lieber zum Spezialisten. Dafür fahren sie auch viele km.Z.B groß Operationen machen nur mehr die Zentren, Schlaganfälle ebenso usw.Als betroffene Patientin bin ich auch lieber in der stroke unit in Bozen, und habe dafür keinebleibenden Schäden.

    • Inge

      Die Ärzte lernen sehr viel in der Peripherie. Da sollten Sie bei Ärzten nachfragen. In der Schweiz befinden sich einige spezialisierte Kliniken und KH-s in der Peripherie. Die haben in der Peripherie oft eine bessere und saubere Umwelt als in den Städten. Bozen ist als durch die schlechten Luftwerte bekannt.
      Beides braucht es. Je besser Zentren und Peripherie aufeinander abgestimmt sind, umso besser ist die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Das haben in Südtirol viele Politiker noch nicht erkannt oder wollen dies aus Opportunität nicht verstehen.

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