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    Gute Luft

    Georg Pichler, Luca Verdi, LR Theiner

    Georg Pichler, Luca Verdi, LR Theiner

    Im Jahr 2014 gab es keine Überschreitung der Ozon- und Feinstaubwert. Die Stickstoffdioxidwerte entlang der Autobahn sind zu hoch.

    Die Luftwerte im Jahr 2014 waren gut:

    „Es gab keine Überschreitung der Ozon- und Feinstaubwerte“, hieß es am Donnerstag bei der Vorstellung der aktuellen Daten. Allerdings sind die Stickstoffdioxidwerte entlang der Autobahn zu hoch. „Hier hat Rom das Sagen, aber wir rücken sicherlich nicht von unseren Forderungen ab“, so Landesrat Richard Theiner.

    Allerdings: „Die Stickstoffoxidwerte entlang der Autobahn, vor allem in den anliegenden Städten Brixen, Bozen  und im Unterland sind zu hoch“, bestätigte Georg Pichler, Direktor des Landesamtes für Luft und Lärm.

    Südtirolweit würden 75 Prozent der Stickstoffoxide vom Verkehr stammen und hier müssten Maßnahmen angesetzt werden. Konkrete Vorschläge habe die Landesregierung bereits im März 2014 dem römischen Ministerrat unterbreitet.

    Diese sehen unter anderem ein dynamisches Tempolimit entlang der Autobahn  bei zu hohen NO2-Grenzwerten vor, die Verlagerung der LKWs von Brenner nach Trient auf die Schiene und die kostenlose Nutzung der A22 zwischen Bozen Süd und Bozen Nord, solange die Umfahrung nicht realisiert ist.

    „Uns treiben nicht die Grenzwerte, sondern die Sorge um die Gesundheit der Bürger, und da geben wir sicher nicht klein bei“, schlug Landesrat Theiner harte Töne an. „Um zusätzlich Druck aufzubauen, wurde ein Abkommen mit den Regionen Piemont, Veneto, Emilia-Romagna, Lombardei, Aosta, Friaul-Julisch-Venetien und der Provinzen Trient unterzeichnet, und parallel dazu ist man dabei, zusammen mit der Brennerautobahn und der Provinz Trient ein Pilotprojekt zu realisieren, um die Auswirkungen des dynamischen Tempolimits auf der Autobahn zu testen“, so Pichler.

    Eine positive Entwicklung zeichnet sich bei den Feinstaubwerten ab:

    „Wir verzeichnen bereits seit 2007 keine Überschreitung der Grenzwerte mehr“, betonte Luca Verdi, Direktor des Labors für physikalische Chemie der Landesumweltagentur.  Insgesamt gab es im vergangenen Jahr in ganz Südtirol weniger als zehn Überschreitungen der PM10-Tagesschwelle und des noch feineren Anteils PM2,5.  „

    Auch beim Ozon wurden die Grenzwerte im Jahr 2014 nicht überschritten, auch dank der besonderen meteorologischen Situation in den Sommermonaten“, so Verdi.  Mit den Messdaten 2014 konnte zudem eine positive Auswirkung der Umfahrungen von Brixen und Leifers auf die Luftqualität nachgewiesen werden.

    Parallel dazu sei auch die Lärmbelastung, vor allem in Leifers,  um drei Dezibel gesunken. Einiges Kopfzerbrechen bereitet der Landesumweltagentur die unsachgemäße Verbrennung in Holzöfen, demzufolge die Zielwerte des Schadstoffes Benzoapyren in allen Orten außer in Bozen überschritten wurden.

     

     

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    Kommentare (9)

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    • Hartmann

      Waren die Messinstrumente in Windrichtung oder gegen die Windrichtung aufgestellt? Das ist die Frage aller Fragen!

    • ......

      Thainer, mach endlich Abgang. Ihr, die Sanitätpropaganda „fresst mehr Medikamente mit Nebenwirkungen“, pestizid+pharmaverteter, krankklimahausbauer, industriezonenabgase, ihr besorgt den Krebs. Nicht die mikrige Autobahn. Weder die Eu, noch der Staat, noch Österreich, noch Schweiz gibt euch Gehör, weil ihr einfach nur immer lügt. Also hört endlich auf das Volk zu verarschen.

    • Karin B.

      Theiner versucht zu beruhigen. Wirkliche Lösungen kann er keine aufzeigen.
      Wenn Rom das Sagen hat, dann „verkriechen“ sich die SVP – Räte mit den LH ins letzte Eck.

    • Lichtstrahl

      Gute Luft?
      Wenn man die Luft nicht nach SCHWERMETALLEN untersucht, könnte man das GLAUBEN. Unabhängige Untersuchungen zeigen aber traurige FAKTEN… die aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

      Aber keine Sorge, Atemwegserkrankungen treiben die Wirtschaft an… und Monsanto hat Aluminium&Co-resistente Pflanzen schon bereit.

      Was für ein glücklicher „Zufall“, findet ihr nicht?

    • Dana

      Gute Luft? Wo denn? Und wie, wo, wie oft, zu welcher Urzeit,… wird gemessen?
      Bozen ist sehr oft „stinkender“ Kessel.

    • Gregor Beikircher

      Was soll hier die Feststellung: Gute Luft. Wenn sich die Feinstaub- und Ozonwerte zu den Vergleichswerten des vorigen Jahres zwar etwas gebessert haben, so spricht das noch lange nicht für gute Luft. Dafür waren die Stickstoffoxidwerte an den Messstellen entlang der Autobahn dauernd über dem Grenzwert und dies lässt schlimme Folgen für die Gesundheit der Anrainer, die dort ständig wohnen müssen, erahnen. Die Talsohle des Wipp- und Eisacktales müsste eigentlich zu einer einzigen Luftsanierungszone erklärt werden.

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