Du befindest dich hier: Home » News » Mehr Straftaten

    Mehr Straftaten

    Mehr Straftaten

    Im Jahr 2013 haben die Polizeikräfte in Südtirol 17.836 Straftaten bei der Gerichtsbehörde angezeigt. Das entspricht einem Anstieg um 6,4% gegenüber 2012.

    Im Jahr 2013 haben die Polizeikräfte in Südtirol 17.836 Straftaten bei der Gerichtsbehörde angezeigt. Das entspricht einem Anstieg um 6,4% gegenüber dem Vorjahr (16.768 Straftaten).

    Diese Daten hat am Dienstag das Astat vorlegt.

    Der Vergleich mit der Nachbarprovinz Trient und mit Italien insgesamt ergibt, dass der Südtiroler Wert von 34,8 Straftaten je 1.000 Einwohner niedriger ist als jener des Trentino (35,9) und auf gesamtstaatlicher Ebene (48,0).

    Bildschirmfoto 2015-03-24 um 09.39.07In den letzten fünf Jahren zeichnet sich ein konstanter Anstieg der angezeigten Straftaten in Südtirol ab mit einer Gesamtzunahme von 24,4% zwischen 2009 (14.716 Straftaten) und 2013 (17.836).

    Im Jahr 2013 haben die Straftaten außerdem, wie bereits 2011 und 2012, in allen drei untersuchten Gebieten zugenommen.

    Die Zunahme der Straftaten 2013 geht vor allem auf die Eigentumsdelikte (Diebstahl, Raub, Betrug, Sachbeschädigung usw.) zurück.

    Die Diebstähle, welche mehr als die Hälfte der angezeigten Straftaten ausmachen (52,0%), verzeichnen einen Anstieg um 4,9% gegenüber 2012. Unter allen Hauptdiebstahlarten nehmen vor allem die Einbrüche in abgestellte Autos (+21,2%) und die mit besonderer Geschicklichkeit begangenen Diebstähle (+13,1%) zu.

    Gleichzeitig gehen die Diebstähle durch Eindringen in Wohnungen (-5,6%) und die Ladendiebstähle (-4,4%) zurück.

    Die Zunahme von Betrug/von betrügerischen Handlungen über Informatiksysteme von 690 auf 965 (+39,9%) so- wie der Raubüberfälle von 104 auf 133 Anzeigen (+27,9%) sticht deutlich hervor.

    Die so genannten „Bluttaten“, zu denen vorsätzliche und fahrlässige Tötung, versuchter Mord, Schläge, vorsätzliche Körperverletzung und Sexualverbrechen gehören, verzeichnen 789 Anzeigen und entsprechen ungefähr dem Niveau von 2012 (767 Anzeigen; +2,9%).

    Gewalt gegen frauen  Mann schlägt Frau SchägeWFast drei von zehn Anzeigen, die im Jahr 2013 erstattet wurden, betreffen eine Straftat, deren Tatverdächtiger innerhalb desselben Jahres ermittelt wurde (5.382 Anzeigen bzw. 30,2% aller Anzeigen).

    Gleichzeitig wurden im Jahr 2013 die Tatverdächtigen von 1.030 in den Vorjahren angezeigten Straftaten ermittelt, was einer Verbesserung gegenüber 2012 entspricht (883 ermittelte Tatverdächtigen).

    Im Jahr 2013 gehen 7.654 Meldungen über von den Polizeikräften angezeigte, angehaltene oder festgenommene Personen bei der Gerichtsbehörde ein. 6,7% der Meldungen betreffen Minderjährige. Im Vergleich zu 2012 nehmen die Meldungen um 16,8% zu. Dies ist vor allem auf die Diebstähle (+38,9%) zu- rückzuführen.

    Dabei steigt vor allem die Zahl der Diebstähle durch Eindringen in Wohnungen (+52,8%) und der Ladendiebstähle (+34,4%).

    Wie bei den angezeigten Straftaten gibt es auch hier einen deutlichen Anstieg des Betrugs/von betrügerischen Handlungen über Informatiksysteme (+40,9%). Es handelt sich da- bei um eine Art von Straftat, bei welcher in den einzelnen Ermittlungen häufig Personen in ganz Italien betroffen sind.

    Die soziodemografischen Daten der Tatverdächtigen der angezeigten Straftaten stehen zurzeit nicht zur Verfügung. Die 2014 veröffentlichten Daten könnten somit etwas weniger vergleichbar sein.

    Bildschirmfoto 2015-03-24 um 09.40.47Bildschirmfoto 2015-03-24 um 09.40.57

     

    Clip to Evernote

    Kommentare (11)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • ThomasO

      Straftaten 2011 (insgesamt) = 15005
      Straftaten 2013 (insgesamt) = 17836

      Zunahme Straftaten = (17836-15005)/15005*100% = 18.86%

      Lieber Arno, also ab welche Prozentsatz hat man dann ein Sicherheitsproblem?
      Ab 30%, 40% oder 50% Zuwachs pro Jahr?

      Anstatt rummzugrinsen, würde ich mal Anfangen Druck in Rom und weiteren Stellen
      ausüben, oder andere Lösungen finden. Ihr (ich meine damit auch Herrn Achammer)
      seit sonst auch sehr Kreativ in Schlupflöcher oder Argumente zu finden, zum Bsp.
      beim Flughafen. Grinsen und viel labern hilft definitiv nicht (siehe obige Zahlen)

      MfG

      • Markus Gufler

        nun ja Thomas, auch wenn diese Zahlen eine Zunahme bedeuten, solltest Du bitte beachten, dass Du mit der selben Rechenmethode auch deine Bankzinsen „hochrechnen“ könntest. Prozentwerte summieren sich natürlich über mehrere Jahre.

        Was mich eher wundert, ist wieso es jetzt Ende März (also gut 60 volle Arbeitstage nach dem Ende des Jahres 2014) erst Zahlen zu 2013 gibt. Die Erhebung dieser Zahlen konnte bereits vor 813 Tagen begonnen und mit der letzten Straftat am 31.12.2013 vor 448 abgeschlossen werden.
        Aktuell und Interessant sind die Zahlen von 2014. Dem inzwischen weitgehend digitalisierten 21.ten Jahrhundert gerecht werden würden monatliche Werte von Januar und Februar 2015.

        Man stelle sich vor, ein Unternehmer würde mit 1,5 Jahre Verspätung seine Bilanzen ziehen und wo notwendig reagieren. … das erste was er spüren würde, wäre eine saftige Strafe ausgestellt von Finanzbeamten.

      • Franz

        ThomasO
        Was Herrn Achammer betrifft bin ich vollkommen mit Ihnen einverstanden, seine Sprüche bezüglich Sicherheit sind einfach ein totaler Schwachsinn.
        Aber die Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Gesetze nicht in Bozen bzw. nicht von Achammer oder den LH gemacht werde, die Gesetze werden in Rom gemacht.
        Und die Gesetze die die Linken von Letta bis Renzi mit ihren Gutmenschen -Gesetzen gemacht haben bzw. immer noch machen ist einfach Haarsträubend.
        Zwischen „svuota Carceri“ & „ rimedio compenstivo „ gibt es jetzt auch noch einen Gutschein auf die nächste Straftat.

    • undüberhaupt

      Schade dass die soziodemografischen Daten noch nicht zur Verfügung stehen und es momentan noch keiner Interpretationsversuche zu Gunsten der persönlichen Einstellung bedarf,. Aber eigentlich braucht man für nackte Statistikzahlen keine Interpretation, die Verhältnismäßigkeit erklärt sich in der Regel von selbst.

    • ThomasO

      Habe lediglich den Zuwachs der letzten 2 Jahre verglichen, und nicht die von 1970 und heute. Wir können auch Zahlen verwenden, das wir sogar einen Abwärtstrend errechnen können, hängt ganz vom Zeitfenster ab. Aber ein Zuwachs von 18% in lediglich 2 Jahren finde ich heftig.

      Zu ihrer Beruhigung können Sie die Südtiroler Delikte mit der weltweiten Anzahl in Verhältnis bringen, dann sind wir sicher unter 1%.

      MfG

    • Hörbi

      In dieser Statistik fehlt noch der Betrug den unsere „geliebten und hoch vereehrten“ Politiker geleistet haben, indem sie sich einen selbst berechneten Anteil der Pension voraus bezahlt haben. 🙁
      Das Problem ist auch wo dies eingereiht wird, bei Diebstahl, Raub oder bei krimineller Vereinigung.
      Und die Ulli kann ja keine Bombe platzen lassen, denn das wäre ja auch eine Straftat. 🙂

    • Hubert

      schön, jetzt wissen wir, was 2013 war und für 2014 hat es das Rechnungsgenie nicht gebracht?
      Nun ja, öffentliche Daten – dazu muss man ja keine Termine für die Abgabe einhalten, oder?

    • ThomasO

      Tja Hubert, ich warte bis die Daten für 2014 veröffentlicht werden. In der Zwischenzeit müssen Sie sich mit der Tatsache begnügen, dass es schlimmer werden wird (meine Meinung).

    • UnNatürlich

      Originalton Komtatscher: „Blinder Aktionismus sei jetzt fehl am Platz!“. Wenn nicht jetzt, wann dann????

    • hugo

      „Blinder Aktionismus“ ist immer fehl am Platz!

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen