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    Südtirol im Netz

    Kinder Internet Laptop und Tablet68 Prozent der Südtiroler nutzen regelmäßig das Internet. Aber: 139.000 Südtiroler haben das Internet noch nie verwendet.

    Die jährliche „Mehrzweckerhebung – Aspekte des täglichen Lebens 2014“ des Astat hat ergeben, dass die Zahl der Internetnutzer in Südtirol im Laufe der Jahre stetig zunimmt.

    Die mehr als 300.000 Internetnutzer surfen am liebsten daheim im Netz. Die ausschließliche Nutzung am Arbeitsplatz ist ein Ausnahmefall: Nur 8.500 Personen geben an, dass sie sich nur bei der Arbeit und nie daheim mit dem Internet verbinden. Mehr als 128.000 hingegen nutzen das Internet sowohl bei der Arbeit als auch daheim.

    Einige Altersklassen (vor allem jene zwischen 15 und 40 Jahren) haben mittlerweile die „Sättigungsgrenze“ fast erreicht und können nicht mehr weiter zunehmen. Bei den über 40-Jährigen und vor allem bei den über 50-Jährigen sinkt die Zahl der Internetnutzer.

    Bildschirmfoto 2015-03-23 um 12.29.46In Südtirol nutzen 68,2% der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren regelmäßig (mindestens einmal wöchentlich) das Internet. Der Wert der EU-28 liegt etwa sieben Prozentpunkte höher.

    Die Südtiroler Nutzerzahlen befinden sich etwa in der Mitte zwischen dem Höchstwert Schwedens und dem Tiefstwert Rumäniens sowie zwischen den Werten Österreichs und Italiens.

    Die Ergebnisse der logistischen Regressionsanalyse zeigen, dass mit steigendem Alter die Zahl der regelmäßigen Nutzer sinkt, während ein höherer Bildungsgrad und die Erwerbstätigkeit zu höheren Nutzerzahlen führen. Geschlecht und Staatsbürgerschaft der Person beeinflussen die wöchentliche Internetnutzung hingegen nicht.

    In Bezug auf die Verfügbarkeit eines Internetanschlusses zeigt sich, dass in Südtirol ungefähr sieben von zehn Haushalten daheim einen haben: Dies deckt sich mit den Zahlen zur Internetnutzung. Die Zunahme der häuslichen Internetanschlüsse verlief rascher als die Zunahme der Nutzerzahl. Dies hängt damit zusammen, dass bis vor wenigen Jahren der Anteil der Personen, welche das Internet nur am Arbeitsplatz nutzten, deutlich höher war (etwa fünf Mal so hoch im Jahr 2007).

    Bildschirmfoto 2015-03-23 um 12.29.26139.000 Südtiroler haben das Internet noch nie verwendet. Unter den Gründen für die Nichtnutzung überwiegt eindeutig das fehlende Interesse: Dieses zeigt sich bei den 43.000 (hochgerechneten) Personen, die angeben, dass sie das Internet nicht brauchen bzw. für die es unnütz ist und bei den 34.000 Personen, die es nicht mögen bzw. die kein Interesse dafür haben.

    Die Antworten „ich weiß nicht, was das ist“ und „ich kann es nicht verwenden/es ist kompliziert“ könnten auch auf mangelndes Interesse hinweisen.

    Kaum jemand nennt als Gründe für die Nichtnutzung Probleme mit zu hohen Kosten und die eventuellen Gefahren für den Datenschutz.

    Die regelmäßigen Nutzer (diejenigen, die mindestens einmal alle drei Monate im Netz anzutreffen sind) verwenden das Internet vor allem zur Kommunikation (E-Mails schreiben, telefonieren oder Videoanrufe), aber auch sehr häufig zur Informationssuche: in einem „Wiki“ (Online-Enzyklopädie) etwas nachschlagen, Zeitungen online lesen oder Informationssuche zu Waren und Diensten oder zu Gesundheitsthemen. Letzteres ist übrigens die einzige Onlineaktivität, die Frauen häufiger ausführen als Männer.

    Bildschirmfoto 2015-03-23 um 12.26.57Die regelmäßigen Nutzer (diejenigen, die mindestens einmal alle drei Monate im Netz anzutreffen sind) verwenden das Internet vor allem zur Kommunikation (E- Mails schreiben, telefonieren oder Videoanrufe), aber auch sehr häufig zur Informationssuche: in einem „Wiki“ (Online-Enzyklopädie) etwas nachschlagen, Zeitungen online lesen oder Informationssuche zu Waren und Diensten oder zu Gesundheitsthemen. Letzteres ist übrigens die einzige Onlineaktivität, die Frauen häufiger ausführen als Männer.

    Die Nutzung von sozialen Netzwerken ist ziemlich weit verbreitet (mehr als 150.000 Nutzer) und auch die Berufsnetzwerke (LinkedIn usw.) fassen zunehmend Fuß.

    Die Online-Arbeitssuche nimmt ebenfalls zu Die Zahl der weiblichen Internetnutzer ist nur wenig niedriger als jene der männlichen. Es scheint sich jedoch eine vielseitigere Nutzung bei den Männern abzuzeichnen. Dies könnte mit der häufigeren Nutzung der Männer zusammenhängen: zwei von drei männlichen Nutzern sind täglich im Internet unterwegs. Bei der wöchentlichen Nutzung bestehen hingegen, wie bereits aufgezeigt wurde, keine geschlechtsspezifischen Unterschiede.

    Das Internet wird mittlerweile sehr häufig für die Urlaubs- und Reiseplanung verwendet. Auch die Online- Bankdienste werden von mehr als 100.000 Personen genutzt. Nur knapp dahinter liegt die Zahl der Spieler von Online-Spielen. Am häufigsten wird allein gespielt, aber einige Zehntausend Nutzer spielen auch online mit anderen Spielern.

    Relativ beliebt ist auch das Hören von Radiosendungen über das Internet (ungefähr 74.000 Personen).

    Bildschirmfoto 2015-03-23 um 12.29.35Die Beteiligung an Befragungen zu sozialen oder politischen Themen und die Teilnahme an Online-Kursen, die zwangsläufig längere Laufzeiten aufweisen, verzeichnen hingegen geringen Zuspruch.

    Der starke Anstieg des Internethandels sticht besonders hervor: 121.000 Südtiroler haben in den 12 Monaten vor der Befragung Einkäufe über das Interne getätigt. Dies entspricht einer weiteren deutlichen Zunahme gegenüber den Vorjahren. Zwischen 2006 und 2014 ist die absolute Zahl der Online-Käufer durchschnittlich um 8.000 Personen pro Jahr gestiegen. Die Entwicklung verläuft weitgehend regelmäßig und linear.

    Übernachtungen für Urlaube (etwa 51.000 Käufer) so- wie Bekleidung (Kleidung und Sportgeräte; etwa 49.000 Käufer) werden am häufigsten über das Internet erworben. Diese beiden Posten führen die Rangordnung mit großem Abstand vor den elektronischen Geräten und den anderen Ausgaben für den Urlaub wie Flug- oder Zugtickets bzw. Mietwagen an.

    Nach Einkaufshäufigkeit folgen die Haushaltsartikel wie Möbel oder Spielwaren – der einzige Bereich mit mehr Käuferinnen als Käufern.

    Die Tatsache, dass mehr Männer als Frauen Online-Einkäufe tätigen, zeigt sich – abgesehen von den elektronischen Geräten – hauptsächlich dort, wo der Einkauf eher für die ganze Familie als für eine Einzelperson getätigt wird (Reisen und Urlaube). Bücher werden im Vergleich zum Vorjahr deutlich seltener gekauft (Rückgang von 36.000 auf 31.000 Käufer). Ein sehr geringes Interesse zeigen die Südtirolerinnen und Südtiroler für den Einkauf von Medikamenten und Lebensmitteln über das Internet.

     

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