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    Sammeln für morgen

    Maurizio Nannucci, More than meets the eye, 1987/2000 (Foto Luca Meneghel)

    Maurizio Nannucci, More than meets the eye, 1987/2000 (Foto Luca Meneghel)

    Das Museion erzählt ein Stück eigener Geschichte. Gezeigt werden mehr als 60 Arbeiten die in den vergangenen sieben Jahren in die Sammlung aufgenommen worden sind.

    „Sammeln für morgen” begibt sich auf die Spuren vieler Einzelausstellungen, die das Museion – als Erstpräsentationen in Italien – seit der Eröffnung des neuen Gebäudes gezeigt hat. Und dabei weist diese Ausstellung auch auf einen maßgeblichen Wandel in der Gegenwartskunst hin: „In der heutigen Kunst sind einstmals klar definierte Abgrenzungen zwischen traditionellen Kategorien und Gattungen wie etwa Malerei oder Fotografie gefallen. Als Stimme der Gegenwart hat sich das Museion deshalb dafür entschieden, diesen Wandel zu dokumentieren und die Skulptur repräsentiert diese grundlegende Veränderung am besten“, erklärt die Direktorin des Museion, Letizia Ragaglia. Der Ausstellungsparcours, der bewusst auf Grenzziehungen zwischen unterschiedlichen Bereichen verzichtet, verdeutlicht diesen Prozess des Aushebelns und Vermischens von Genres. Trotzdem sind Ausstellungsschwerpunkte erkennbar, die mit dem langjährigen Engagement des Hauses in einzelnen Tätigkeitsbereichen zusammenfallen: die Entwicklung der zeitgenössischen Skulptur, die starke Beachtung weiblicher Positionen und junger Talente, der Dialog mit dem regionalen Umfeld. Bemerkenswert ist auch die Präsenz von Arbeiten aus Licht. Zu sehen ist etwas „2nd Steel Square”, eine Skulptur aus begehbaren Stahlplatten des US-amerikanischen Künstlers Carl Andre, „untitled“, ein zweckentfremdeter Rollstuhl der deutschen Künstlerin Isa Genzken und VALIE EXPORTs poetische Licht-Arbeit „Gibt es etwas, das nicht durch ein Bild/Zeichen ausgedrückt werden kann?“, sowie „Spiral Betty“ von Rosemarie Trockel. Präsent sind auch Positionen junger Künstlerinnen und Künstler, vom Vietnamesen Danh Vo, der im Museion monumentale Fragmente der Freiheitsstatue ausstellte, über die Alltagsobjekte der Schwedin Klara Lidén bis zur Italienerin Monica Bonvicini.

    Termin: Bis 10. Jänner 2016 im Museion, Bozen. www.museion.it

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    Kommentare (5)

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    • Mike

      Ragaglias Spielwiese ist nichts für mich. Da bin ich gerne Ignorant. 🙂

    • Verwunderlich

      unglaublich…. was heute noch angekauft wird…. und in den keller verdammt wird… wohlwissend schon lang… dass es sie gar nicht mehr gibt… die kunst… was eine Ragaglia an geld bekommt…. das ist natürlich politische kunst…. das muss ich zugeben… weil das kann jeder…. heut zu tage… ist der künstler unter anführunzeichen natürlich….weil es ist ja jeder einer…. das arschloch des gesamten systems… usw.

    • THEMA

      Die Kunst besteht heute in Wortklaubereien und leeren Hülsen um etwas zu erklären was nicht ist.

    • Verwunderlich

      Verwunderlich
      21. März 2015 um 11:53
      unglaublich…. was heute noch angekauft wird…. und in den keller verdammt wird… wohlwissend schon lang… dass es sie gar nicht mehr gibt… die kunst… was eine Ragaglia an geld bekommt…. das ist natürlich politische kunst…. das muss ich zugeben… weil das kann jeder…. heut zu tage… ist der künstler unter anführunzeichen natürlich….weil es ist ja jeder einer…. das arschloch des gesamten systems… usw.

    • Verwunderlich

      mein kommentar wartet auf freischaltung aber lang

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