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    Partei ohne Bauern

    Partei ohne Bauern

    In Niederdorf kehren die Bauern der SVP den Rücken. Martin Bachmann, Obmann des Ortsbauernrates, über diese schwere Entscheidung.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Bachmann, die Bauern in Niederdorf gehen mit der Dorfliste…

    Martin Bachmann: Das stimmt.

    Warum?

    Ausschlaggebend war das äußerst schwierige Verhältnis zum Bürgermeister.

    Worin besteht das Problem?

    Vor allem hat uns die Art der Kommunikation gestört. Auch bei Sachfragen gab es Probleme: Projekte wurden nicht umgesetzt. Und: Der Bürgermeister geht mit Vertragsurbanistik und Zweitwohnungen sehr leger um. Das gefällt uns nicht.

    Die Bauern sind eigentlich untrennbar mit der SVP verbunden. Wie schwer haben Sie sich die Entscheidung gemacht?

    Es war eine wirklich sehr schwere Entscheidung. Wir hatten insgesamt sechs Treffen, bei denen es ausschließlich um die Gemeindewahlen ging. Der Bürgermeister will an seiner Politik nichts ändern, so sehen wir keinen anderen Weg. Wir sind nicht SVP-feindlich, das möchte ich schon betonen.

    Die Volkspartei hätte auch einen Gegenkandidaten zu Kurt Ploner aufstellen können. Warum hat man das nicht gemacht?

    Vizebürgermeister Robert Burger hat aus privaten und parteipolitischen Gründen eine Kandidatur abgelehnt. Sicher: Ideal wäre eine Vorwahl gewesen, aber dafür ist es jetzt zu spät, und es macht keinen Sinn jetzt schnell noch etwas zu organisieren.

    Insgesamt vier Bauern kandidieren bei der Dorfliste…

    Momentan sind dies alle Bauernvertreter im Dorf. Aber wir verbieten sicher niemandem, für die SVP zu kandidieren. Mir war und ist es immer wichtig, dass die Dinge gut ausdiskutiert werden, deshalb haben wir auch mit dem Ortsbauernrat viel gesprochen.

    Interview: Silke Hinterwaldner

     

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    Kommentare (39)

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    • Batman

      Neben der relativ offenen
      Monopolisierung und Zentralisierung 
      des Schulsystems hat der moderne demokratische Staat im 
      BERUFSPOLITISCHEN Bereich nach
      Goodmans Einsicht (unter anderem) ein
      weiteres, sehr produktives Instrument 
      geschaffen: Die PROFESSIONALS werden Regeln unterworfen, die sie 
      sich selbst gegeben haben. Dabei heißt
      „sich selbst gegeben“, dass eine zentrale
      Instanz der Vertretung geschaffen 
      wird. Der Berufsverband erscheint noch
      als Organ der Freiwilligkeit und Selbst-
      ständigkeit, verändert aber sofort seine
      soziale Funktion: Er wird zu einem 
      Zwangsverband im Rahmen der Verstaatlichung. Aus dem freiwilligen
      Verband wird ein lizensiertes Monopol,
      das die Mitglieder nicht vertritt, sondern kontrolliert, und insbesondere,
      das die Macht hat, nach willkürlichen
      Gesichtspunkten zu benachteiligen, sei
      es nach Geschlecht, Rasse, Religion, 
      Kultur und beruflicher Auffassung.

      Aus dem Buch von Stefan Blankertz 
      „Gestalt begreifen“
      Peter Hammer Verlag

      • Batman

        Herr Bachmann lesen Sie sich bitte den von
        mir geposteten Text genau durch! Der Bauernbund ist ein Zwangsverband im Rahmen der Verstaatlichung. Der Bauernbund hilft dem Zentralstaat (EU und Rom), mittels Bürokratie die Bauern zu
        kontrollieren.

        • Frage?

          Ist bekannt das der TIROLER BAUERNBUND 1904 im Wipptal, sprich STERZING gegründet wurde?
          Ist bekannt, dass der Grund für die Gründung, die Lieferung/Import billiger k.& k. Landwirtschaftsprodukte aus Ungarn war?

          Also zumindest in Tirol eine Selbstschutzeinrichtung der Bauern!

          PS: In Sterzing ließ man sich scheinbar schon früher nichts von der Obrigkeit gefallen.

    • Batman

      Die SVP und der Bauernbund sind fest im Griff des Zentralstaates. Das haben die Bauern noch nicht ganz begriffen.

    • Willi

      Ich frage mich wie langen unsere Politiker noch auf diesem Parteiensystem hocken. Ein total veraltetes und überholtes System. Wenn den Politik wirklich die Demokratie und das Volk wichtig wäre, dann hätte man das ganze Parteienkonzept längst schon abgeschaffen.

      Grad in einer kleinen Ortschaft wäre es wichtig eine einheitiche Linie zu fahren, da hilft ein Parteienkampf wenigt weiter.

      Aber heutzutage gehen die Leute eh nur mehr wegen dem Geld in die Politik oder wenn man sich einen persönlichen Vorteil erhofft – die Bürger gehen denen am A… vorbei.

      • Karin B.

        Die svp „Dorfkaiser“ können abgewählt werden. Da sage einer nochmals, die svp Parteiaustritte seien alle auf die Rentenvorschusszahlungen zurückzuführen. Die dienen Herrn Achammer eher als „Feigenblatt“.

    • walter

      Wenn der Bauernpartei SVP die Bauern weglaufen, dann ist es wirklich kurz vor 12!!! 🙂
      Jedenfalls sehr gut und hoffentlich in vielen anderen Dörfern zuu wiederholen!

    • Karin B.

      Durnwalder versteht zumindest etwas von Landwirtschaft.
      Die jetzige Landesregierung mit Schuler vertritt die Berg-Landwirte und andere Branchen der Landwirtschaft, außer den Obst-Landwirten nicht oder kaum.
      Schuler hat von Berg-Landwirtschaft keine bis sehr wenig Ahnung und die anderen Mitglieder der Landesregierung und viele Bürgermeister haben überhaupt keine Ahnung von Landwirtschaft. Vieles sind „Juristen“ oder reine Bürokraten.
      Durnwalder hatte die Fähigkeiten, zu verstehen wie der ländliche Raum nicht nur von Landwirten, sondern auch von Gewerbe, Tourismus, … politisch genutzt werden konnte. Die jetzige Landesregierung und viele Bürgermeister agieren und regieren so, als gäbe es den Grundsatz nicht mehr, dass der ländliche Raum mit seinen Ressourcen, Menschen,… ein wichtiges „Rückgrat“ aller anderen Wirtschaftszweige darstellt.
      Die Sammelpartei ist Geschichte. Vor Wahlen zum Stimmenfang wird sie künstlich aktiviert.

      • dulio

        Achso du meinst der Arnold versteht von Landwirtschaft nichts… Ma i woas nitt.
        Er hot jedenfolls an schianen Hof derhoam mit fost 10 ha….
        Also so Ahnungslos wie du in da hinstellen möchtest, glaube ich isch er nitt.

        Was aber zu sagen ist, dass alles viel, viel einfacher ist, wenn man keine Verantwortung trägt.

        Jetzt in der Landesregierung weht halt a bissl a anderer Wind.

        So geht es allen die von der Verantwortungslosigkeit in die Verantwortung kommen.

        Gibt genügend beispiele im Land, welche nichts mit der SVP zu tun haben!
        Vorher a weil gscheide und dernoch nimmer die Masse los!

        • Karin B.

          Der Arnold hat einen Hof einen Obstbaubetrieb geerbt. Landwirtschaft ist vielfältiger als der Betrieb von Landesrat Arnold. Seit seit Kindheit hat sich Arnold der „Schreier“ politische Ämter unter den Nagel gerissen. Und jetzt ist er ein Anhängsel von Kompatscher mit 20.000 Euro in Monat plus seinen 10 Hektar Betrieb. Soweit so gut, aber sie ezählen mir sicher nicht, dass Arnold sich in der Breite der Landwirtschaft gut aus kennt.
          Es gibt gute Gründe wieso Durnwalder diesen Herrn nicht zum Landesrat haben wollte.

    • Martin S.

      Ob der Bürgermeister zu leichtfertig mit der Vertragsurbanistik umgeht, mögen seine Wähler beurteilen, und wer will schon seine Zweitwohnung in Niederdorf erwerben? Auch bei uns in Bozen sind die Bauern immer gegen Bauprojekte auf den Gründen der Nachbarn. Wenn sie selbst ein Stück Land verkaufen können, sind sie gleich dabei!

      • Susi Q.

        Der Fall Tenti und Dalle Nogare lässt tief blicken in Bozens Gemeindestuben!
        Das Bauunternehmen bietet dem Bauern einen hohen Preis für seinen Kulturgrund, in der „Hoffnung“ dass Kulturgrund in Baugrund umgewidmet wird. Nachher baut der Unternehmer die Wohnungen und die Provinz kauft ihm mit Steuergeldern die Wohnungen ab. So gelangen die Steuergelder in private Hände.

      • Tirola Bua

        Vielleicht ein paar reiche Italiener?

    • Susi Q.

      Schuler ist ein „Führer“ ohne Visionen!
      Wenn eine Führung keine Vision hat, wie man aus dieser Krise kommt, WIE soll es dann weitergehen?
      Mit festhalten an alten überholten Systemen ganz sicher nicht.

    • sepp

      Auch in anderen Gemeinde kehren die Menschen der Svp den Ruecken.
      Die Svp Politiker gehoeren zur Hoehren Klasse die unser eins nicht braucht und auch nicht verdient hat. Um mit ihnen zu sprechen muss man einen gewissen IQ aufweisen der durch Kravatte, finanziellen Reichtung, Cheuffeur, schoene Autos, hohe Rentenbezuege usw. besteht.
      Auch in unseren Dorf liegt der Wohnbau seit 20 Jahren still Weil der Herr Buergermeister Angst hat seine Sitmmen zu verlieren. Leider stirbt das Dorf aus Weil die jungen Leute alle Abwandern. Aber die Svp und seine Gesinnten wissen ja alles Besser.

      Lieben Gruss aus Oesterrreich, musste leider Auswandern

      • Karin B.

        Die „Eingebildeten“ mit geringer Bildung, die sich in ihren Funktionen u.a. als Hinterbänkler, als unentbehrliches Humankapital bezeichnen, bilden in der Sammelpartei die Mehrheit.

    • Frage?

      Lachhammers und LB 2015 Ernte für ihre Falschheit!

      • silvii

        Lachhammer isch der beschte 🙂
        rescht isch logisch a zuvergessn ,mir gfollt der Bürgermeister
        von Toblach solche Leute braucht das Land .in Lanz a Tolacher
        konsch schnell vergessn .sein inholt in der Brieftasche passt .so konn man ruhen .

    • Susi Q.

      Hat der Bürgermeister aus Niederdorf ein „Rethorikseminar“ bei Achammer besucht?

      • Karin B.

        Achammer selbst hat Rede Kurse bei Parteiakademien, zum Beispiel bei der VP besucht. Er sucht immer wieder die Nähe nach seiner „Schwester“ der CSU. Nach 10 Jahren beherrscht er den politischen Jargon des sinnlosen reden.

    • Cyrano

      Ein schwerer Fehler sich von der SVP abwenden, war und ist sie doch die Bauernpartei schlechthin. Jeder vernünftige Bauer dem seine Subventionen und seine Privilegien lieb sind wird immer die Volksbauernpartei wählen !!

      • Karin B.

        Das ist in anderen Ländern bereits Geschichte. Die VP-ler sammeln Stimmen, kümmern sich leider nicht um Zukunftsthemen.

      • Batman

        @Cyrano
        “Die wenigen die das System verstehen, werden so sehr an ihrem Profit interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu Mutmaßen, dass, das System ihren Interessen feindlich ist.”

        Deine Sicht ist vordergründig wie die der meisten Bauern, die Hintergründe begreifen die Wenigsten. Zu einseitige und partielle Sichtweise.

    • Georg

      Niederdorfer, seid standhaft und wählt nicht das Edelweiß.

    • Batman

      @roadrunner, bei dir merkt man gleich, dass du das Schuldgeldsystem verstanden hast! Ich zweifle sicher nicht an deinen scharfen intellektuellen Fähigkeiten! Denn ich glaube eher, du gehörst zu den 90% der Verlierer im System und nicht zu den restlichen 10% der Reichen und Superreichen.
      Wenn du dich also weiterhin gerne verarschen willst, wünsche ich dir viel Spaß dabei!

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