Du befindest dich hier: Home » Südtirol » Die Blitz-Scheidung

    Die Blitz-Scheidung

    Das italienische Scheidungsrecht ist an europäische Standards angepasst worden: Die Mindestdauer zwischen Ehetrennung und Ehescheidung wird von drei Jahren auf eines verkürzt – bei Einvernehmen auf 6 Monate.

     „Es war an der Zeit das italienische Scheidungsrecht, das in Italien 1970 eingeführt worden ist, den in anderen europäischen Ländern üblichen Standards anzunähern“.

    Mit diesen Worten nehmen die SVP-Senatoren Karl Zeller und Hans Berger zu dem am Mittwoch vom Senat angenommenen Gesetzesentwurf zur vereinfachten Scheidung Stellung, in dem im Wesentlichen die bereits in der Abgeordnetenkammer genehmigte Regelung bestätigt wurde.

    Bisher mussten zwischen Ehetrennung und Ehescheidung mindestens drei Jahre liegen.

    Diese Zeit soll nun auf ein Jahr verkürzt werden.

    Sind beide Partner mit der Ehetrennung einverstanden, wird diese Zeit sogar unter Umständen auf ein halbes Jahr reduziert.

    „Damit wird ein erster Schritt zur Vereinfachung erzielt und eine Annäherung an europäische Standards gemacht“, so die SVP-Senatoren, die der Gesetzesvorlage zugestimmt haben.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (13)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Karin B.

      Nach italienischer Auffassung dauert ein Blitz mindestens ein halbes Jahr? Da sind Jahrzehnte Stillstand im Vergleich eine sehr kurze Zeit.
      Herr Zeller kann seine persönlichen Erfahrungen in das Gesetz mit einfließen lassen.
      Italien hinkt vielen europäischen Standards meilenweit hinterher.

    • Verwunderlich

      gibt es nicht auch…. den divorzio facile und kostet nur 19 €… und kann einfach in der gemeinde…. beim bürgermeister erledigt werden….. stimmt das…. wer weiß das…..

      • Emilio

        19 € und du bist wieder FREI! Das muss gefeiert werden, mindestens wie eine Hochzeit. Was während der gemeinsamen Zeit geleistet oder produziert worden ist, dafür ist gerade zu stehen, das ist zu regeln, das ist logisch. Aber dann ist sie wieder da, die Freiheit pur! Der frische Wind beflügelt.

    • roadrunner

      Man kann die Ehe als Sakrament sehen, oder auch nicht. Ich, als Atheist sehe darin schlichtweg einen Bund fürs Leben. Wie in guten, als auch in schlechten Zeiten. Bevor man den Bund der Ehe eingeht, sollte man sich das gut überlegen und wenn man ihn eingeht soll man dafür kämpfen. Leider überlegen sich viele Menschen diesen Schritt zu wenig.

    • Angelo

      Oh Mann und ich seit 40 Jahren mit derselben Frau verheiratet, nicht weil ich so gläubig bin, sondern aus dem Prinzip dass man eine Partnerschaft nich so einfach wegwirft, nur weil es mal schwierige Zeiten gibt und auch gab.

    • Karin B.

      Jeder, jede sollte sich den Ehevertrag gut durchlesen und überlegen, bevor er, sie unterschreibt.
      Eines dürfen sich die Scheidungskandidaten sicher sein, die Anwaltskosten, Verwaltungskosten, …, bleiben hoch. Dafür sorgt das große Heer von Anwältinnen.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen