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    Zittersieg für Obermais

    am ball schusterDie Teams der Stunde in der Landesliga sind Obermais und Weinstraße Süd. Beide Mannschaften haben aus den vier Rückrundenspielen voll gepunktet.

    von Klaus Schuster

    Die Teams der Stunde in der Landesliga sind derzeit Obermais und Weinstraße Süd. Beide Mannschaften haben aus den vier Rückrundenspielen das volle Punktekontingent von 12 Punkten geholt und haben dadurch auf den Spitzenreiter Naturns, der mit 10 Punkten aus 4 Spielen auch alles eher als schlecht gestartet ist, zwei Punkte gut gemacht.

    Im Vergleich zur Hinrunde hat Obermais gegen dieselben vier Gegner sieben und die Weinstraße Süd sogar acht Punkte mehr geholt!

    Obermais musste am letzten Sonntag auswärts beim abgeschlagenen Tabellenletzten Pichl Gsies antreten und lag nach 75 Min. mit 0:2 in Rückstand. Dann gelang es mittels eines Gewaltakts durch zwei Tore von Denis Malleier und einen Treffer von Lukas Höller in der Nachspielzeit noch das Ergebnis zu drehen. Alle drei Treffer fielen nach Standardsituationen.

    Obermais Trainer Franz Josef Theiner sieht seine Truppe auf einem guten Weg, die Spieler sind sehr motiviert und körperlich in einer guten Verfassung. Allerdings bewies gerade der Zittersieg beim Tabellenschlusslicht, dass man alle Gegner ernst zu nehmen hat, weshalb man beim FCO nur von Spiel zu Spiel denkt.

    Die Weinstraße liegt zwar derzeit 6 Punkte hinter Naturns und zwei Punkte hinter Obermais, hat aber den Vorteil gegen beide direkten Gegner daheim zu spielen. Im Verlaufe der bisherigen Meisterschaft hat die Weinstraße Süd bisher zu Hause 24 Punkte geholt und war damit die erfolgreichste Heimmannschaft. Obermais hingegen muss auch gegen Naturns auswärts antreten. Bei den Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Mannschaften hat es in den letzten Jahren allerdings häufiger Siege der auswärts spielenden Teams als Heimsiege gegeben.

    Die Überraschungself der Hinrunde, der SV Lana, hat in der Rückrunde bisher nur 4 Punkte ergattert und deshalb wohl nichts mehr mit dem Kampf um den Titel zu tun. An diesem Sonntag ging das direkte Duell gegen die Weinstraße Süd mit 0:1 verloren. Der Schütze des goldenen Tores war Willy Amofah, der in dieser Saison bei der Weinstraße einen neuen Frühling erlebt.

    Während der Titelkampf demnach wohl eine Angelegenheit von Naturns, Obermais und der Weinstraße Süd sein wird, bilden Lana, der SC Passeier, Natz und Plose das Mittelfeld der Tabelle.

    Die aktuelle Abstiegszone beginnt bei der SG Schlern, die zwar 23 Punkte auf dem Konto hat, aber in der Rückrunde bisher noch nicht angeschrieben hat. So wie in der ersten Landesligasaison in letzten Frühling kommt dieser Club nur schwer in die Gänge. Die bisherigen Aufgaben waren allerdings alles eher als leicht und zudem fehlten mehrere Spieler, weil sie auch noch als Schirennläufer im Einsatz sind.

    Stegen gewann am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten Moos/Passeier klar mit 4:1. Dies war der erste Sieg der Pusterer seit dem 21.09. 2014!

    Mitten im Abstiegskampf stecken auch die drei Bozner Stadtvereine Neugries, Bozner Boden und überraschenderweise auch Bozen 96. Neugries verlor in Natz klar mit 0:3, während Bozner Boden seine guten Ergebnisse in der Rückrunde mit einem 1:1 in St. Leonhard gegen den SC Passeier fortsetzte und damit im Jahre 2015 schon seinen achten Punkt holte.

    Bozen 96 spielte gegen den SC Plose 1:1 und hat damit seinen ersten Punkt im laufenden Jahr gewonnen.

    Die Zielsetzungen waren sicher andere und jetzt gilt es vorerst die nötigen Punkte zu sammeln, um den Abstieg zu vermeiden. Wie es bei diesem Verein weiter gehen wird ist sowieso unklar. Vielfach vermutet man, dass Präsident Franco Murano eine Fusion mit einem anderen Bozner Club anpeilt, aber gerade er ist immer wieder für Überraschungen gut.

    Schwer wird es aufgrund der gegenwärtigen Tabellenkonstellation für Moos/Passeier und Pichl/Gsies. Beide Mannschaften zeichnen sich aber durch ihren großen Kampfgeist aus und werden, wie Pichl gegen Obermais gezeigt hat, bis zuletzt an ihre Chance glauben.

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