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    Der Faulenzer-Paragraf

    Der Faulenzer-Paragraf

    Landesrätin Waltraud Deeg sagt den bequemen Beamten den Kampf an: Wer wenig arbeitet und sich ständig krank meldet, erhält keine Prämien mehr.

    Von Matthias Kofler

    Waltraud Deeg will die Beamten künftig stärker nach Leistung bezahlen.

    Im Personalgesetz, das die Landesrätin vorgelegt hat, ist ein Passus enthalten, der neue Kriterien bei der Festlegung der Entlohnung im Zuge der Kollektivvertragsverhandlung vorsieht. Demnach soll die Entlohnung „stärker an die individuelle Leistung und an jene der Gruppe“ gekoppelt werden.

    „Wir haben heute sehr viele gut arbeitende Mitarbeiter“, sagt die Landesrätin. „Aber es ist natürlich ein Motivationskiller, wenn du selber viel und gut arbeitest, aber derjenige neben dir, der ein bisschen weniger fleißig ist, am Ende des Jahres genau gleich viel ausbezahlt bekommt.“

    Bislang hatte die Landesverwaltung kaum Möglichkeiten, bequeme Beamte zu „bestrafen“. Studien, in denen der Beamtenapparat durchleuchtet wurde und deren Ergebnisse der Landesregierung vorliegen, zeigen das Dilemma auf: So liegen etwa an Montagen und Freitagen die meisten Krankmeldungen von Beamten vor.

    Das neue Personalgesetz soll nun Abhilfe schaffen: „Wenn man sagt, man will von einer starren zu einer leistungsgerechten Besoldung, bedeutet das natürlich, die Guten bekommen mehr und die Schlechten weniger“, heißt es aus der SVP-Fraktion im Landtag.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE: Wie die leistungsbezogene Besoldung bei den Beamten umgesetzt werden soll – und was die Opposition davon hält.

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    Kommentare (61)

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    • Martin

      Dofi kinnwo sgeld selbo iisteckn. Wos Frau Deeg?

    • Johann

      wer oft nicht anwesend soll keine Prämien erhalten, da kann ich ihnen zustimmen, nur sollte das auch für ihre Zunft auch gelten Frau deeg… wenn man die Sitzungen im Landtag und Regionalrat verfolgt, da sind die Stühle auch meist halb leer…

      • walter

        Die Deeg bekommt jetzt wahrscheinlich noch eine Prämie, weil sie etwas eingeführt hat, was nach dem normalen Hausverstand eigentlich schon immer hätte gelten müssen!!! 🙂
        einfach nur noch traurig und beschämend diese Politiker!!!
        und ein Armutszeugnis für die öffentliche Verwaltung!
        aber 70 Jahre SVP Diktatur und Arbeiten all’italiana haben das erst möglich gemacht!

    • Bernd

      @Johann. Dass Frau Deeg faul ist stimmt einfach nicht! Mag sein, dass sie manche Sitzung nicht anwesend ist, aber Frau Deeg ist äusserst fleissig & strebsam. Das kann ich aus persönlichen Erfahrungen bestätigen!!!
      Bravo Waltraud! Das war höchst an der Zeit! Heute ist es oft so, dass manche die Wenig (oder nichts) Arbeiten mehr Geld erhalten, als solche die sich den A….. aufreissen. Auch das ein Grund warum die Wirtschaft auf Talfahrt ist.
      Der Fleissige soll und muss belohnt werden! Fleissig zu sein muss sich AUSZAHLEN!!! .

      • adobei

        Hallo Bernd@, deinem Kommentar kann ich voll zustimmen!

      • svp - 70 jahre käse

        Solange Opportunisten darüber entscheiden wer fleißig war und ist, bleibt das System erhalten. Schön geredet Frau Deeg, aber von einer praxistauglichen, gerechten Umsetzung, sind Sie weiter entfernt als zuvor.
        Frau Deeg Sie entfachen eine weitere Neid Debatte, deren Ausgang ein größeres Chaos bringen wird als alte Regelungen.
        In der Landesverwaltung sind mehr als 75 Prozent Frauen beschäftigt. Sie selbst sind eine Quotenfrau in der Regierung. Haben sich „Verhältnisse“ durch den hohen Frauenanteil verbessert? Nein? Dann ist es höchste Eisenbahn, dass Sie für Männer Quoten einfordern oder will Frau Landesrat weiter gegen Menschenrechte verstoßen?

      • hh

        Aber den A….. hat sich bis jetzt noch kein Politiker aufgerissen. Ausser bei anderen Aktivitäten……

    • kyrie eleison

      na ja… sich über die krankmeldungen von nur 1 tag aufzuregen, wenn man vor 2 monaten beschlossen hat, dass es bei abwesenheit von 1 tag kein ärztliches zeugnis braucht, zeigt nicht von kohärenz.

    • norbert

      Leute … in 2 Monaten sind Wahlen … wisst ihr nicht was die SVP schon vorher immer bei den Wahlen alles versprochen hat?
      … wie (naiv) leicht wir doch zu manipulieren sind!

      • Franz

        Im Gegensatz zu den ganzen oppositionellen Schreiern, die nicht nur vor den Wahlen viel versprechen, auch nach den Wahlen versprechen sie immer wieder etwas was sie dann nicht halten, hat die SVP doch das eine oder andere Realisiert, was man bei den ganzen Schreiern nicht sagen kann.
        Die SVP macht eben Realpolitik. Davon können die Schreier nur träumen.

        • George

          Franz, seit wann sind Skandale Realpolitik? Ihre Aussage ist auch ein Skandal. Real sind sie, all diese Skandale der vergangenen Jahre, allerdings eine sehr schlechte Politik, die man sehr lange verdecken konnte.

          • Franz

            George
            Welche Skandale ?
            George lieber nicht’s machen ? Nach dem Moto wehr nichts macht, macht keine Fehler 🙂 Was aber ein Trugschluss ist, ich denke das ist der größte Fehler.
            Oppositionelle Schreier und Nichtwähler haben etwas gemeinsam.
            Nichtwähler sind doof, weil sie sich von denen regieren lassen die sie NICHT gewählt haben?

            • George

              Franz, sie fragen noch welche, nachdem verschiedene skandale schon seit längerem evident sind und überall breitgetreten werden? Ich sage es nochmals, Franz, ihr Verhalten ist ein weiterer Skandal und ihre Aussagen nach dem Motto „nichts davon gesehen, nichts davon gehört und nichts davon gespürt“ sind ein weiterer Schlag ins Gesicht jeden einfachen Bürgers und dafür sollten Sie eigentlich eine Strafe erhalten. Schämen Sie sich zumimdestens.

      • Martin

        Ja genau. Die leute lassen sich aber gerne verarschen und verblöden. Hauptsache sie brauchen selber nie nachdenken

    • Roberto

      Die Einführung des neuen Passus für leistungsorientierte Entlohnung aller öffentlich Bediensteten wird niemals, so wie oben von W.D. angekündigt, erfolgen. Diese Regelung einfach nicht anwendbar ist, außer eventuell bei der Stadtpolizei – je mehr Strafmandate umso höher die Prämie. Diese Ankündigungen sind typisch für aktuellen Politik des Landes und wird sich in Kürze im Sand verlaufen oder höchstens für einen irrelevanten Teil der öffentlichen Belegschaft minimal zur Anwendung kommen.
      Die eventuelle Leistungsprämie könnte sich als Bumerang herausstellen, wenn dadurch eine Gruppe öffentlicher Beamten dadurch in die höhere Steuerklasse rutscht und so unterm Strich weniger Netto im Verhältnis zum Brutto im Jahr übrig bleibt.

      • tom

        Do isch sicher schun wos im Busch. Ermahnungen gibas koane mehr, do werd glei der verfluachte griane Block ausergezogn und donn wundern se sich, wenn se af der noch oben offenen Hass-Skala überlegen auf Platz EINS rangieren, zumindest auf meiner

    • Paola

      Das versteht jeder das man die „Faulheit“ nicht unterstützen soll, aber dann soll das bitte schön auch für Herr und Frau Landtagsabgeordneten ( Volksvertreter) eingeführt werden! Das kann doch nicht sein, wenn die bei Sitzungen nicht anwesend sind und doch noch so einen riesen Patzen Geld dafür bekommen…. HÄÄÄ ??

    • Gregory

      Faulheit und Abstinenz. Dass ist nicht das einzige, was verfolgt werden sollte. Es müsste auch viel mehr überprüft werden, wer nebenher noch andere berufliche oder privat bezahlte Tätigkeiten ausübt, die auch öfters in den Büros und Arbeitsräumen der Öffentlichkeit und nebenher ausgeübt und mit Büromaterial der Öffentlichkeit bestritten werden.

      • Andreas

        Sie kennen also auch Lehrer, welche nebenher schwarz für 50 Euro die Stunde Privatstunden geben?

        • kleiner Mann

          Sell i tua i a(vrlong obr lei 35€ di Stunde) u. in Summr bin i 2 Monate als Hirte af ar Olm . . logisch olls schworz ! Und ibr Weihnochtn hilf i donn in Iglu in insrn Schigebiet aus !

        • Gregory

          @Andreas
          Für 50 € kenne ich keinen normal bediensteten Lehrer, für die Hälfte und weniger schon, aber meist außerhalb der Schulzeit. Dabei sind die meisten Lehrer-innen das kleinste Problem, da gibt es schon andere Berufsausüber im öffentlichen Dienst genug, die für Private nebenher arbeiten und zwar um viel Geld. Andreas, wieso sehen Sie nur die Lehrer?

          • Gregory

            Das Prämiensystem ist sowieso kein zielführendes System. Ein ordentliches fixes Gehalt motiviert und prämiert wesentlich mehr und wer weniger leistet als vorgesehen, wird einfach herabgestuft.

          • Andreas

            @Gregory
            Weil ich selbst die Erfahrung mit einem gemacht habe und ich ihn nachdem er die Summe nannte gefragt habe „ob er sie noch allem im Scherm hat“.
            Ich habe mir ernsthaft überlegt ihn anzuzeigen, es dann aber doch nicht gemacht.
            Ich habe auch ein Gespräch mitgekriegt wo die Putzfrau um 10.30 den Hausmeister fragte ob er mit ihr die Stadt kommt und er antwortete er muss aber um 12.00 zurück sein, da er aus stempeln und pünktlich heim zur Frau zum Mittagessen muss. 🙂 🙂

          • Andreas

            @Gregory
            Ein anderes Beispiel, ich wollte in einer Prüfungskommission einen durchfallen lassen, da er so gut wie nichts wusste.
            Ich wurde von 5 Leuten incl. Direktor eine halbe Stunde bearbeitet um den Wisch doch noch zu unterschreiben, da sie Angst vor einer Klage hatten, da man bei ev. Rekursen mit dem Privatvermögen haftet.
            Keine Ahnung ob es immer noch so ist, der Vorfall hat mir damals aber zu denken gegeben.

            • Gregory

              Andreas, wieso gehen Sie nicht auf meine Frage weiter oben ein bzw. wieso gehen Sie nicht auf meine Argumente ein und bringen ganz einfach ein zwei aus dem Zusammenhang gerissene Beispiele von Arbeitsverhalten, die so nicht einem Milieu oder einem Arbeitsbereich zuordenbar sind. Werden Sie doch konkreter und sagen, wie Sie das geregelt sehen möchten.

    • Peter.g

      Es gibt im öffentlichen Sektor soviel Berufsbilder von wo aus man Druck auf Andere ausüben kann, da sind Untergebene welche sich krank melden einfach der einzige Ausweg. Wenn alle diese Angestellten professionelle Hilfe inanspruch nehmen würden wäre die Abteilung des südtiroler Gesundheitswesens total überlastet.
      Es wird aber auch auf gleicher Gehaltsebene gemobt und der zuständige Koordinator der Abteilung muss Alles flach halten denn nach Oben darf nix durchdringen damit dessen Prämienspiegel nicht in Gefahr ist.
      Übrigends wird dieses neue Verfahren sowieso von Gewerkschaften und Co hinausgezögert da es nicht den gesamtstaallichen Kollektivverträgen entspricht.

    • Puschtra

      Vergesst die Prämien, Geld macht skrupellos und einfallsreich zum betrügen…. einfacher ist es bei den BEAMTEN und auch POLITIKERN das Gehalt bei Abwesenheit zu kürzen, die verdienen immer noch genug und dann sollen sie auch anwesend sein um Geld zu verdienen, wie in der Wirtschaft bei selbstständigen…. von nix isch nix

    • barfusler

      was nützt es gegen „faulen Beamte“ zu wettern, wenn nach einem halben Jahr alles wieder vergessen ist. Es ist unnütz in regelmäßigen Abständen übers Aufräumen zu schwätzen, wenn es keine anwendbaren Ideen gibt wie diese Ziel umzusetzen sind.

    • Frage?

      Ist da irgendwas daran an dem Gerücht?

      „Beamte werden bei der Landesregierung nicht „versetzt“, sie werden „umgebettet“?

      • barfusler

        solange Beamte versetzt (ausgesetzt) werden, die in Gruppen nichts leisten „wollen“, ist das ok.
        Prämiert werden sollen meiner Meinung nach nicht einzelne Personen, sondern Gruppen (mit Gruppenleiter). Wenn jemand nachweisen kann über lange Zeit in erfolgreichen Gruppen gearbeitet zu haben, dann kann ja über einen Aufstieg nachgedacht werden, oder?

      • barfusler

        @Frage?
        ich finde „umgebettet“ auch fast treffender. Absteigen ist ja nicht möglich, also passt es :))

    • Karin B.

      Wer entscheidet über die Prämien? Das sind Menschen mit „Sympathiefehlern“. Wenn Bürger einen Erwachsenen „Kindergarten“ sehen wollen, können sie diesen in sämtlichen „Häusern“ des Landes besichtigen. Dazu finden die Menschen das System Mobbying und deren Folgeerscheinungen vor.
      Die Beamten sollen anständig bezahlt werden. Wer fehlt, Arbeiten nicht erledigt bekommt Abzüge. Dieses Prämiensystem ist sowieso falsch und führt zu Korruption, Willkür und Vetternwirtschaft.

    • wipptoler

      deswegen war sie -vor den Landtagswahlen – mitn Egartner Christian im Wipptal auf Stimmenfang!
      das
      reichte mir schon zum Beispiel – sie wäre ja Anwältin, und sie hatte keinen anderen Partner gefunden.-
      irgendwie fehlte der Weitblick!
      und die, die sie kontrollieren möchte sind eh in Bozen!!

    • Frage?

      Ist das vieleicht nur ein Frauenfight?

      Sollen nicht Beamte für Frauen ein Traummann sein?

      Behaupten nicht die Beamtengattinnen immer:

      „Mein Mann kommt immer ausgeschlafen von der der Arbeit nach Hause und die Zeitung hat er auch schon gelesen!“

    • Hörbi

      Wenn in Zukunft nach Leistung bezahlt wird, dann müssten bestimmte Beamte Ende Monat etwas bezahlen, um im warmen Büro sitzen zu dürfen. Das Selbe gilt auch für bestimmte Politiker.

    • Martin

      Vergesst das SVP gegeschwätz. Die wollen sich Stimmen erschleimen. Wie oft wurdet ihr jetzt mit falschen Wahlversprechen belogen und Betrogen. Warum vergesst ihr so schnell. Macht euch doch nicht immer gleich in die Hose wenn die etwas positives sagen. Lasst euch doch nicht immer Pflanzen. Wacht doch mal auf!!!!!

    • Franz

      Der Neid der oppositionellen Schreier muß ja groß sein, da sie weder Argumente noch konstruktive Vorschläge haben.
      Aber schließlich ist es wohl so wie schon, – Wilhelm Busch meinte:

      „Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.“

    • hh

      Ja, dann fangen wir am besten einmal beiu den Abgeordneten an. Da gibt es sicher viel zu tun

    • Dana

      Solange sich die Mitglieder der Landesregierung nicht an die angekündigten Kürzungen (nach Monti) halten werden sich Beamte mehr oder weniger auch nicht daran halten.

    • Johann

      @Bernd meine Kritik der halb leeren Stühle im Landtag kann doch nicht an Frau deeg allein gerichtet sein, dort sind doch keine 20 Klone von ihr? ich meine was Politiker von anderen fordern sollen auch bei ihnen selbst angewendet werden….

    • martin

      Wie wäre es, die Prämien weiter für jeden gelten zu lassen, aber für die die mehr tun als andere neue Prämien einzuführen?

    • Ilsebyll

      Und wo liegt dann die Grenze? Einmal fehlen pro Jahr? Zweimal am Dienstag fehlen ist akzeptabel, am Montag aber nicht? Besser wäre wohl konsequent Kontrollen zu schicken.

    • Hugo

      Die Guten werden wohl nicht mehr bekommen
      Seit 7 Jahren gibs schon immer das gleiche Gehalt
      Nur die Steuern sind gestiegen
      Danke

    • buergerin

      Solange die Arbeitverträge seit 2008, bis 2024 blockiert sind,und keine Inflationszulage ausbezahlt wird, wie wollen Sie da Leistung bezahlen, Frau Deeg?

      • svp - 70 jahre käse

        Die Angestellten bekommen jedes Jahr weniger und Deeg versucht das mit „Faulenzen“ zu erklären. Das Verständnis von Leistung und leistungsgerecht ist alles andere als ausgeprägt bei Deeg.

    • Wicki

      Was leisten und leisten sich Deeg, Achammer, Stocker, Theiner, Schuler, Mussner, Tommasini, Kompatscher, … für 20.000 Euro im Monat?

    • che

      Wofür Prämien überhaupt und komisch wie bewertet wird. Fragt mal im Schulsystem nach . Spieler und Schiedsrichter machen gemeinsam aus wie das Ergebnis sein soll.

    • wert

      Frau Deeg fangen Sie bei Kompascher an . der steckt noch immer Geld ein das ihm , (nach Monti ) nicht zusteht ! Immer auf die Kleinen , denn bei den Großen kann man das nicht machen ! Einfach lächerlich , schauen Sie mal in den Spiegel sehen Sie sich in die Augen ,betrachten Sie alles auf Augenhöhe !!!

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