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    Die Millionen-Aufträge

    krankenhaus stocker tommasiniBeim Bau des neuen Bozner Spitals sind die lukrativen Aufträge an die Fachplaner bislang immer ohne Ausschreibung vergeben worden. Die Auftragnehmer haben sich eine goldene Nase verdient.

    Die Meldung sorgte für große Aufregung.

    Im Dezember vergangenen Jahres enthüllte die TAGESZEITUNG, dass sich die Eröffnung des neue, über 600 Millionen Euro teuren Bozner Spitals um Jahre verzögern könnte.

    Der Grund: Die millionenschweren Aufträge an die verschiedenen Fachplaner waren bis vor einem Jahr direkt, also ohne Ausschreibung vergeben worden.

    Der neue Direktor der Abteilung Hochbau, Andrea Sega fährt eine neue (Transparenz-)Linie: Die Aufträge an die Fachplaner müssen neuerdings ausgeschrieben werden. „Wir sind zu der Auffassung gelangt, dass aufgrund der neuen Bestimmungen in Sachen Transparenz gewisse Leistungen ausgeschrieben werden müssen“, sagt Sega im Dezember.

    Daher auch die Verzögerungen am Bau.

    Nun werden erste Zahlen bekannt.

    Allerdings: Der zuständige Landesrat Christian Tommasini hat der Landtagsabgeordneten Elena Artioli auf eine Anfrage hin nur Teilsummen genannt. Freilich: Auch diese Summen sind beeindruckend.

    So wird jetzt bekannt, dass die Stuttgarter Architektin Astrid Tiermann-Petri, deren Büro 1998 als Wettbewerbssieger hervorgegangen war, 11.089.687,75 Euro erhalten hat bzw. erhalten wird.

    Tatsächlich dürfte Tiemann-Petri am Ende noch mehr bekommen als die genannten 11 Millionen Euro: Denn neben den knapp 11,1 Millionen Euro, die im Vertrag festgeschrieben sind, bekommt die Stuttgarter Planerin noch die sogenannten „nachfolgenden Anpassung“.

    Klar ist: Die Architektin kassiert prozentuell an einer etwaigen Explosion der Baukosten mit – so wie auch die anderen Fachplaner.

    Eine goldene Nase hat sich demnach auch „3M Engineering GmbH“ des Danilo Mora verdient. Der Firma, die mit der Projektsteuerung betraut ist, stehen laut Vertrag vom 8. April 2004 über 2 Millionen Euro zu – genau sind es 2.085.960 Euro. Plus die nachfolgenden Anpassungen.

    Mit der Bauleitung am neuen Bozner Spital ist das Büro Letzner betraut.

    Bauleiter Hansjörg Letzner hat laut Vertrag ein Guthaben von über einer Million Euro gegenüber dem Land (1.016.568,79 Euro). Auch dieser Betrag wird infolge der nachfolgenden Anpassungen am Ende wohl deutlich höher ausfallen.

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    Kommentare (61)

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    • Credere

      Jetzt verstehen wir endlich warum die Kleinspitäler geschlossen werden. Auf einer Seite wird geklemmt und auf der anderen in die Vollen hinausgeschmissen.

    • Meister

      Solange a der Idiotie die technischen Leistungen in Form von prozentuellen Beträgen der Baukosten zu bemessen festgehalten wird, werden die Baukosten öffentlicher Gebäude immer steigen. Jeder Planer wäre dämlich wenn er den von ihm erstellten Kostenvoranschlag (und analog dazu sein Honorar) nicht nach oben frisieren würde.

    • Hoppla

      Man kann einfach nur mehr den Kopf schütteln , 20 Millionen zur Planung eines Spitals..!!! Wahnsinn und für alles zahlt man Ticket usw… Liebe Politiker hat ihr überhaupt noch einen Ausblick wie ihr unsere Steuern verpulvert…??? Und auf einer Operation oder sogar auf einen Termin wartet man Monate… Und ganz wichtig immer das Geld uns Ausland bringen, bei uns soll man 100 Millionen in Forschung investieren und die grossen Aufträge wie diese Planung ins Aisland schaffen. Wir sind auf den richtigen weg, weiter so SVP. Als Bürger muss man sich schämen eine solche Politik im Lande zu haben…was kostner der bozner Spital am Ende, eine Million pro Bett…?

    • Hubert

      den Helm haben sie alle auf, aber ob sie schon einmal in ihrem Leben eine Schaufel zum Arbeiten in der Hand hatten, ist mehr als zweifelhaft. Das von uns gezahlte „Gwandl“ scheint davon jedenfalls kein Zeugnis zu geben. Was ist die Moral von der Geschicht? Jeder der Abgebildeten und noch viel mehr sind nur dazu da, die Baukosten auf Kosten der Allgemeinheit zu erhöhen, oder?

    • vinschger

      Teat jo af bozen untn guat investiern…. Guate ärzte warn wichtigr wia a nuis spitol, obr bo ins do bleibn die semman nit.

      Sem war gscheider eis habs stott 20mio lai 5 investiert, und mit die oanen 15 di kloanen spiteler drholtn und nu a personal oungstellt…..

    • Batman

      Wie man liest ist unsere Gesellschaft krank, da hilft auch kein neues Spital mehr.

    • Roberto

      Die Methode der Vergabe von Projektierungen und Planung des neuen Krankenhauses von Bozen, wie oben von der TZ berichtet, lassen deutlich erkennen, dass hier Machenschaften mit kalabresischen Flair gegeben sind. Horrende Kosten für die ganze Papier und Zettelwirtschaft sowie anschließend billiges Bauen durch die Verwendung von minderwertigen Rohstoffen und Leiharbeitern aus dem Nordafrikanischen Kontinent über die alt bekannten Subunternehmen, die keine „DURC-Erklärung“ bescheinigen können. Vor allem fällt auf, dass die Akteure der Provinz Bozen durch die direkte Vergabe gezielter Aufträge an Firmen mit Sitz in Deutschland, die kalabresische Befangenheit der Akteure der Provinz Bozen retuschieren möchten.
      Für diesen öffentlichen Auftrag von 600 Mio. € haben sich die lokalen Mitglieder der Ndrangheta bei den Akteuren der Provinz Bozen vor Zeiten vorständig gemacht, um an diesem Kuchen den fettesten Teil abzuholen.

    • Bernd

      Es stimmt Vieles nicht mehr überein in unserem „Heiligem Land Tirol“. Auch diese Honorarnote!!!. Eine weitere Strategie die sich dahinter dem 600 Mio Palast versteckt ist die Zentraliesierung mit folgenden Zielen:
      1) kleine Krankenhäuser am Land schliessen
      2) Schaffung für lukrative Posten für SVP-PD Funktionäre
      3) Schleichende Italienisierung Südtirols
      …. und dies Alles mit freundlicher Unterstützung der Mehrheit des Südtiroler Wahlvolkes!!!

    • wert

      Hier fehlt nur noch das Lächeln eines bestimmten Herrn ,dann währe der Superhaufen komplet !

    • Maria1

      und schon wieder das Gesicht der Stocker, ich kann sie nicht mehr sehen!

    • Pincopallino

      Ich würde sagen, die Planer haben alles RICHTIG GEMACHT

      • hans

        ja,i rechn a dass Sie alles richtig gemacht haben ,was Euros an geht ,die Arbeit und die Planung isch sicher wie immer ,unzufrieden ,aber die Herr/Damen haben abkassiert ohne Haftung und können die Kosten des Gebäudes zu Ihren Gunsten in die Höhe treiben und wir Steuerzahler bezahlen schön brav ,alles Scheiße dies Öffentliche Verwaltungen .

    • Robby

      Wozu tragen die alle denn Helme? Was net vorhanden ist brauch auch nicht geschützt zu werden, oder?

    • mabuse

      wichtig isch lei dass beim kleinen mann jeder cent kontrolliert werd – wia der italiener sog – ti contano i peli nel culo – ober in de 11 mio nochwerfen sell passt – dass do der rechnungshof net einschreitet?

    • Andi

      Zum Schamen …….und dann net a Geld hom für den geförderten Wohnbau – Danke es Heinis!!!!!

    • Puschtra

      Das nennt sich im Süden Mafia Capitale, bei uns heisst es zwar nicht so, doch der Mechanismus ist der selbe!

    • Paul

      Tommasini mit seinen knapp 7000 Stimmen ist Landesrat und jongliert mit Millionen!Wie lange wird die Bevölkerung dieses System noch mittragen?

    • Ali

      Traurig aber wahr. Zum schämen!!!

    • barfusler

      Logischerweise leuchtet jedem ein, dass ein Zusammenlegen der Krankenhäuser sinnvoll wäre.
      Genaugenommen aber ist ein solcher zentralisierter Apparat nicht nur nicht bürgernah, sondern wegen seiner Unüberschaubarkeit noch sehr viel teurer, was wir erst so richtig an den Folgekosten zu spüren bekommen werden. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine teuer geplante Kostenfalle.

    • THEMA

      Halli, hallo,die Räuber…….

    • Ploner Helmuth

      Seid ein wenig nachsichtig mit den beiden links im Bild…die haben an sich schon ein schweres Los zu tragen…

    • Franz

      Eigentlich hätte man ja das geplante Hotel ( das in Auftrag gegebene Gefängnis- Kosten 32 Millionen ) für Häftlinge in diesen Bau integrieren können.

    • Karin B.

      „Räuberzentrum Bozen“?
      Für die Peripherie ist eine ordentliche Grundversorgung mit genügend Ärzten zu teuer.
      In Bozen werden für ein Gebäude mit Garagen alleine 600 Millionen veranschlagt. 600 Millionen reichen nicht. Es werden womöglich 1.000 werden.

    • Wusler

      Was wollt ihr von Trollen wie unseren Politikern erwarte, die an die 20.000 Euro im Monat an Entschädigung erhalten? Im Monat! Apropos: wie war das mit dem Geld im eigenen Land lassen? Dachte immer wir haben auch Planungsbüros in diesem ach so scheinheiligen Land?. 11 Millionen Euro für eine Planung – complimenti compania bella! Jetzt wissen wir auch den Grund warum andere Krankenhäuser geschlossen bzw. zurechtgestutzt werden. Aber die Wipptaler wissen auch was Sie erwartet wenn man der „Famiglia“ ans Bein pisst. Ihre Aufmüpfigkeit hat zufolge, dass dort jetzt zahlreiche Flüchtlinge untergebracht werden. Contro il vento non si prunza – nicht wahr?

      In welchen Anus muss ich kriechen, damit ich auch so einen Millionenauftrag bekomme, weil Geld schein in Massen da zu sein?

    • Hoppla

      Naja, diese Leute und andere werden wohl auch eine Wohnung erhalten…. Wie kann man Aufträgeüber 10 Millionen ohne Ausschreibung vergeben… Na wieso hatte den schon der Herr Durnwalder Wohnungen zu Sehr niedrigen Preise gekauft….???? Die Finanzpolizei hätte da wohl einiges an Arbeit, wer weiss wieviele Skadale noch an Tageslicht kommen… 600 Millionen für ein Krankenhaus und da kommt einiges hinzu, kann sich ein so kleines Land überhaupt sowas leisten und erhalten… ???

    • drago

      Ich kenne weder die Landtagsanfrage noch die Antwort, aber eines ist sicher, dass der Artikelschreiber von der Materie keine Ahnung hat und nur möglichst große Zahlen nennt, um einen Möchtegernskandal „aufzudecken“ und eine Neiddebatte zu initiieren. Ohne versuchen zu wollen, die ganzen Fehler im Bericht richtigzustellen, sei nur darauf hingewiesen, dass Kostenerhöhungen im öffentlichen Baubereich in den seltensten Fällen auf die Planer und Bauleiter zurückzuführen sind, sondern fast immer auf unklare Vorstellungen des Bauherrn, auf die lange Vorlaufzeit, geänderte Bestimmungen und Anforderungen. Dass einem Techniker die x-te Umplanung, die er nicht selbst verschuldet hat, vergütet werden sollte, dürfte einleuchten. Ich kenne wenige Leute, die um Gottes Lohn arbeiten und die tun solches nicht lange.
      Wer einmal im privaten Bereich gebaut hat, hat wahrscheinlich selbst feststellen müssen, dass es nachher teuerer war als vorher angenommen. Unklare Vorstellungen sind nicht eine ausschließliche Eigenheit der öffentlichen Verwaltung.

      • barfusler

        Kann schon sein dass der Artikelschreiber von der Materie keine Ahnung hat. Die hiesige öffentliche Verwaltung ist mit einem derart großen Projekt aber garantiert überfordert. Ein Krankenhaus dieser Größenordnung ist eine ständige und ewige Baustelle. Weil alles zusammenhängt ist jeder spätere Eingriff unglaublich komplex, weshalb kleinste Eingriffe zur größten finanziellen Herausforderung werden. Einzelne „Schlaue“ schlagen aber garantiert ihr Kapital daraus.

    • Andreas leitner

      Bravo Frau Stocker! Dafür könnten Sie doch die Sozialdienste und Altersheime in Innichen, Schlanders und Sterzing schließen – es muss ja schließlich gespart werden.
      Und Leistungen kriegen nur mehr 80-jährige in Begleitung ihrer Eltern (außer natürlich Landtagsabgeordnete – es ist doch so schwer uns zu regieren!).

      • Andreas

        Haben Sie eine Ahnung von der Materie oder plärren Sie grad a bissl rum, weil es momentan modern ist?
        Den Bau des KH hat die Stocker nicht iniziiert, das hat Ihnen schon jemand gesagt, oder?

        • svp - 70 jahre käse

          Modern sind für die SVP Großprojekte, bei denen hohe Summen „verschleiert“ werden können.
          Die Politiker der SVPPD plärren um Milliarden teure Projekte und die Bürger sollen brav, still sein und zahlen.

    • helmut

      Und den kleinen Leuten erzählt man, dass Südtirol zu den reichsten Ländern der Welt gehört und deshalb auch die Mindestrentner gefälligst zufrieden sein sollen.

    • wipptoler

      11 MILLIONENNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN

      EUROSssssssssssssssssssssssssssssssssssssss#

      so wenig Geld?
      und
      wieviel kostet das KH sterzing im jahr?

    • Angelo

      es wird immer klarer, im „Stiefelstaat“ haben sich die mafiösen Regionen von Süd nach Nord vertauscht, Kompliment !!!

    • christian waschgler

      Wie man zu Geld kommt: Die Elbphilharmonie in Hamburg sollte ursprünglich 77 Millionen kosten, derzeit steht man bei 790 Millionen und noch ist sie nicht fertig, Der Flughafen Berlin ist eine unendliche Geschichte von Misswirtschaft – ob er jemals fertig wird ist ungewiss. Das gleiche wird mit Stuttgart 21 passieren. Das Krankenhaus von Bozen ???????????? Der Brennerbasistunnel ????????????

    • alles klar nur weiter so

      Kein Wunder das man so a Gefängnis baut wie viel bekommen dort die Planer und die korrupten Politiker der Sau Haufen

    • ander

      jo, a Gscheider,
      is der Andreas Schreiber.

    • Düsentrieb

      Na, er isch a OBERgschaiter!

    • Ortler

      Ich finde 11 Millionen für diesen riesigen Bau mit einer veranschlagten Bausumme von 600 Millionen sind zu wenig. Habt ihr überhaupt eine Ahnung wieviele Leute für wieviele Jahre an so einem Projekt arbeiten, bis es fertig umgesetzt ist?

    • georg

      frage mich warum dieser Letzner früher nebenbei auch noch in der gob unterrichtet hat…. vielleicht das der steuerzahler schlussendlich so nebenbei auch noch seine pension zahlt…

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