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    Das Milch-Problem

    MilchHaben Südtirols Milchbauern eine Zukunft? Am 31. März verfallen die Milchquoten der EU – der Markt wird liberalisiert. Es könnte eine Überproduktion geben, wodurch die Preise in den Keller fallen.

    von Heinrich Schwarz

    Am 1. April beginnt für die europäischen Milchbauern ein neues Kapitel. Dann dürfen sie nämlich wieder so viel Milch produzieren, wie sie wollen. Der Grund: Die Milchquoten verfallen mit Ende dieses Monats.

    Die Milchquoten wurden im Jahr 1984 von der damaligen Europäischen Gemeinschaft eingeführt, nachdem es auf dem Kontinent eine extreme Überproduktion gab. Die EG kaufte damals die Überschüsse der Bauern zum Garantiepreis auf und häufte enorme Lagerbestände an.

    Um die Überproduktion an Milch und Milchprodukten einzudämmen und kleinstrukturierte Milchbauern vor großen Milchfarmen zu schützen, müssen sich die Mitgliedsstaaten seit 1984 an vorgegebene Kontingente halten. Wer mehr Milch produziert als erlaubt, muss eine Strafe an die EU zahlen.

    Nun stellen sich Südtirols Bauern existenzielle Fragen: Lohnt sich die Milchproduktion in Zukunft noch? Kann mein Betrieb überleben? Gibt es Alternativen?

    Die Fragen sind durchaus begründet. Denn durch die Liberalisierung der Milchproduktion könnte der europäische Markt – bildlich gesprochen – mit Milch überschwemmt werden. Das hätte einen starken Preisverfall zur Folge. Die Landwirte könnten unter Umständen nicht mehr kostendeckend arbeiten. Dasselbe gilt für die Milchhöfe.

    „Laut Expertenmeinungen muss man vor allem im ersten halben Jahr davon ausgehen, dass die Mehrmenge beträchtlich sein wird. Entsprechend wird es zu einem Preisverfall kommen“, sagt Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes. Wie sich der Preis längerfristig entwickeln wird, hänge von mehreren Faktoren ab. Sicher ist aber, dass es ständige Schwankungen geben wird.

    Joachim Reinalter

    Joachim Reinalter

    Es sind insbesondere die Länder England, Deutschland, Österreich, Dänemark, Polen und die Niederlande, in denen eine Mehrproduktion zu erwarten ist. Die Milchmengen in der Niederlande etwa wurden durch die Quotenregelung stark reduziert. Das frühere Niveau könnte wieder angepeilt werden.

    Was die Auswirkung auf die Südtiroler Milchhöfe betrifft, so weist Reinalter auf die abgeschlossenen Jahresverträge mit Handelsketten hin. Die Mehranlieferung dürfe sich deshalb nicht allzu stark auswirken. Die gute Südtiroler Verarbeitungsqualität sichere zudem vor extremen Marktschwankungen ab.

    Aber: „Längerfristig würde der Druck der Handelsketten enorm, wenn zu viele Produkte am europäischen Markt sind“, so Reinalter. Bestimmte Entwicklungen würden den Südtiroler Produzenten entgegenkommen. So etwa, wenn der Export aus der EU anzieht – etwa nach China.

    „Zudem hoffen wir, dass sich der europäische Markt langfristig reguliert und die Produktion wieder gedrosselt wird. Wichtig ist auch, dass man auf EU-Ebene Lösungen für benachteiligte Gebiete wie das Berggebiet findet, um dort eine gewinnbringende Milchproduktion zu ermöglichen“, erklärt der Obmann des Sennereiverbandes.

    EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann glaubt nicht, dass die Milchmenge in Europa schnell ansteigen wird. „Die Auswirkungen wird man erst mittel- und langfristig sehen. Eine Kuh kann ja nicht von heute auf morgen mehr Milch geben. Und die Kälber können erst in einigen Jahren erstmals gemolken werden“, so der SVP-Politiker. Zudem seien in „Milchländern“ wie den USA oder Neuseeland die Mengen auch nicht viel stärker gestiegen als in Europa, obwohl es dort keine Quoten gibt.

    Um die Milchproduzenten in Berggebieten aber vor Preisschwankungen zu schützen, stellt Dorfmann mit anderen Parlamentariern nächste Woche eine Forderung an den EU-Kommissar Phil Hogan: „Die EU soll sich überlegen, wie man die Milchbauern in schwierigen Gebieten stärken kann.“

    Als einen ersten Schritt in die richtige Richtung bezeichnet Herbert Dorfmann die sogenannte Milchkuhprämie. Im Rahmen der neuen EU-Agrarreform erhält jeder Bauer in Italien 50 Euro pro Kuh – ein Bergbauer mit rund 100 Euro hingegen das Doppelte.

    Ob die Liberalisierung der Milchproduktion erfolgreich sein wird und kleinstrukturierte Betriebe weiter überleben, wird sich zeigen. Die Begründung für die Abschaffung der Milchquoten war es, dass sich der Markt in den letzten Jahren selbst reguliert habe.

    Sollten die Preise durch Überproduktion aber allzu stark sinken und das Interventionsniveau der EU (derzeit 21 Cent pro Kilogramm Milch) erreichen, müsste die Union wieder überschüssige Milch in Form von Butter oder Milchpulver aufkaufen, damit der Preisverfall nicht so stark ins Gewicht fällt. Von einigen Mitgliedsstaaten gibt es sogar Bestrebungen, das derzeitige Interventionsniveau nach oben zu schrauben.

    Doch in diesem Fall wäre man wieder in der Situation der 80er-Jahre, als die Milchquoten eben wegen der Überproduktion eingeführt wurden.

    Südtirols Milchbauern müssen nun also einer ungewissen Zukunft entgegensehen. Es bleibt abzuwarten, ob sich einige Landwirte von ihren Kühen verabschieden und stattdessen auf Obst- und Weinbau setzen. Großes Potenzial wird in Nischenkulturen gesehen. Womöglich sind auf vielen der heutigen Weiden künftig Beeren, Gemüse, Steinobst oder Kräuter zu finden.

     

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    Kommentare (72)

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    • schnellermichl

      Es konnten ja die Obstbaum steuern zahlen und ein Teil davon den milchbauern zugewiesen werden. Dass fuer die kuhprämie der Steuerzahler aufkommt ist nicht ok.

    • mike

      Erstens greifen die Obstbauern den Milchbauern schon seit geraumer Zeit finanziell unter die Arme , nur wird das in den Medien nie erwähnt , und zweitens wird der Milchpreis für die Bergbauern nicht sinken weil wir Suedtiroler auch weiterhin bereit sein werden den höchsten Milchpreis auf der Welt zu bezahlen damit die Milchbauern bei uns auch in Zukunft ein vernünftiges Einkommen haben .

    • Gerry

      Und drittens braucht es 15 mittlere Obstbaubetriebe um auf das Gehalt von Zeller und so manch anderen zu kommen.

      • Andreas

        Es gibt einige Bauern, welche allein mehr Netto als Zeller Brutto verdienen.

        • einereiner

          Nenne bitte Namen oder sei still!

          • Andreas

            Das „sei still“ kannst Dir gerne sparen oder da anwenden, wo jemand auf Dich hört.

            Frag mal Obstbauern, welche über 12 – 15 ha haben, wieviel sie verdienen.
            Im Unterland, Etschtal oder mittleres Vinschgau.

            • Einereiner

              @Andreas
              es geht hier um Milchbauern, also hast du Thema verfehlt: sei also still!
              Und dass die Unterlandler mit 10-15 ha Netto 400000 verdienen kannst du deiner Oma erzählen. Nur weils von der Obstgenossenschaft kommt ist es nicht Netto und auch nicht Bruttoverdienst sondern nur der Umsatz. Mit 5ha bist du an der Überlebensgrenze.
              Von Tuten und Blasen keine Ahnung aber immer den Senf dazugeben, das zeichnet den Forenandras aus!

            • Andreas

              Er schrieb von Obstbaubetriebe, also spar Dir Deine Belehrungen.

              Dann wird es ja Zeit, dass ein Spendenkonto für Obstbauern mit 5 ha eingerichtet wird, ich würde mich jetzt schuldig fühlen, wenn einer von denen verhungern würde.

              Etschtal, ca. 18 ha, 600.000 brutto, nach Abzug der Kosten über 400.000.
              Um Schlanders gibt es auch ein paar Bauern, welche mehr verdienen.

              Wie schon geschrieben, das „sei still“ solltest jemanden schreiben den Deine Meinung interessiert. Etwas anmaßend anzunehmen, dass ich auf Dich hören würde, aber wenn es Dir Freude macht, was soll’s.

            • Einereiner

              Bei 600000 Umsatz nur 200000 Kosten…….hahahaha……
              null Ahnung unser Andreas.
              Es gibt dann z. B. noch Abschreibungen:
              18ha macht allein 90000 Abschreibung pro Jahr.
              Realistisch gerechnet macht der 18ha Obstbauer 120000 Euro Gewinn. Und das ist auch nicht zu viel für einen solchen Investitionseinsatz.
              Biste neidisch auf diese insgesamt vielleicht 5 ausserordenlich großen Obstbauern Andreaschen, dann fang an zu arbeiten anstatt sinnlose dumme Kommentare zu schreiben!

            • mike

              Andreas
              Der Durchschnittsobstbaubetrieb in Suedtirol ist 2.5 ha groß . Bitte nicht immer von den 3 Vinschgerbauern reden die 10 bis 15 ha Obstbau besitzen.

            • Andreas

              @Einereiner
              Passt schon, dann hast halt Recht, Du kennst sicher seine Kalkulationen besser als er slbst, er hat sicher gelogen.

              @Mike
              Schon klar, dass es nur wenige mit über 15 ha gibt, wobei es mehr als 3 sind.
              Ich habe nichts gegen die Bauern, im Gegenteil, wenn aber jemand meint ein 5 ha Bauer lebt am Existenzminimum, kenne ich die falschen Bauern. Ab 3 -3,5 ha kann ein Obstbauer mit Familie recht gut mit dem Ertrag leben.

          • Unterwind

            Ich kenne einen Obstbauer im Vinschgau der hat für das Jahr 2013 knapp über eine Mio. von der Genossenschaft ausbezahlt bekommen. Nach Abzug der Betriebskosten bleiben dann noch ca. 650.000 Euro übrig, die er dann mit sagenhaften 2% versteuern musste.

            • mike

              Unterwind
              Diese 5 Zeilen hast ja schon in 3 anderen Portalen zum Besten gegeben .ohnen je einen Nahmen zu nennen. Bitte sag den Namen von dieser Ausnameperson oder sei still und verbreite nicht solche Lügen ! Hast du eimal nachgerechnet wieviel Kg Äpfel der Bauer liefern müsste bei 20 Cent Auszahlungspreis in diesem Jahr ??

            • Einereiner

              Deine Betriebskosten für eine Million sind vielleicht sogar richtig, aber dann fehlen noch die ganzen Abschreibungen:
              pro ha Obstanlage je 5000 Euro pro Jahr,
              für die Maschinen nochmal ein 5-6 stelliger Betrag
              für die Betriebsgebäude nochmal ein 5-6 stelliger Betrag
              Pro ha macht man durchschnittlich 6400 Euro Gewinn.
              Und deinen 2% Versteuerung ist ein Witz. Wenn er im Pauschalsystem ist, zahlt er durchschnittlich 21%, im Normalsystem zahlt er genausoviel wie du, wenn du so viel verdienen würdest.
              Wer von Steuersystemen und Betriebswirtschaft keine Ahnung hat, sollte zuerst den Mund halten, damit der Wind nicht reinbläst, und dann sich informieren.

    • exilsüdtiroler

      Nicht Rumsumsen!

      Svp nicht mehr wählen

      Oder glaubt ihr dass Schuler da was richtet?
      Von dem hat man seit zwei Jahren nichts mehr gehört.
      Super!
      Wär ich gerne Graubündner….

      • Karin B.

        Dorfmann schreibt die EU, der Eu Kommissar soll die Problematik lösen.
        Ich schreibe Herr Dorfmann, er hatte ein Jahrzehnt lang Zeit sich auf diesen Einschnitt vorzubereiten. Schuler in seiner Funktion hatte auch viel Zeit sich darauf einzustellen. Gemacht haben beide nichts.
        Auf solche SVP – Politiker kann Südtirol verzichten. Die sind für den „Hugo“.

      • mike

        Den Gewinn braucht der Obstbauer auch für Investitionen. Ein ha Neupflanzung kostet zB 60.000 Euro

    • Franz

      Veilleicht könnte ja ein grüner Birkenstockträger oder ein M5s Schreier -Anhänger des Clown Grillo, Schlimmeres verhindern.
      Veileicht sollten die vom M5s mehr milch triken, natürlich ohne die Weinbauern zu sehr zu schaden.

    • Guenther

      Billigere Preise sind gut für die Konsumenten. Es ist alles ein Gesetz des Angebots und der Nachfrage.
      Für gute lokale Milch in Bio Qualität werden die Leute auch 20ct mehr ausgeben als für einen Liter von irgendwoher.

      Ich finde diese Entwicklung gut.

    • ThomasO

      Wo liegt das Problem? Wenn die Einnahmen aus der Milchwirtschaft nicht ausreichen, dann sollen sie halt Arbeit suchen gehn. Muss der „normale“ Arbeiter ja auch tun. Hab es langsam satt immer von dieser Sonderstellung der Bauern zu hören!!! Träger der lokalen Wirtschaft, wo denn?

      • einereiner

        Das Problem haben nicht die Bauern, die suchen sich einen neuen Job und das wars dann. In Deutschland haben die letzten 30 Jahre 80% der Milchbauern aufgegeben und persönlich geht es denen jetzt eher besser. Das Problem kriegt langfristig die gesamte Gesellschaft und vor allem der Tourismus. Auf meinem Hof stehen in ein paar Jahren keine Kühe mehr und das ist gut so!

      • Batman

        @Thomas0
        Eine Sonderstellung haben andere Leute auf dieser Welt, bestimmt nicht die Bauern.

        „Der Kapitalismus heute hat den Menschen nichts mehr zu bieten. Wenn man sich als Beispiel den freien Markt anschaut, stellt man fest, dass sich eine Schicht herausgebildet hat, die durch Spekulation und Zins ausbeutet. Die Kapitalisten beschäftigten sich im vorigen Jahrhundert mit Produktion und Handel. Jetzt ist die Produktion, der Handel, die Technik zweitrangig und es wird täglich auf die Zinssätze geschaut. Diese Orientierung hat mit der Produktion nichts mehr zu tun… Für den Kapitalismus braucht man keine neuen Definitionen; er ist ein funktionierendes Glücksspielsystem. Und das Spiel wird um die Menschheit gespielt.“

        Quelle: http://www.fairventure.de/kongress-2013/workshops/itemlist/user/62-administrator?start=50

        Abdullah Öcalan (*1949), kurdischer Politiker (Vorsitzender der PKK), in „Sozialismus“ (1998)

        • ThomasO

          @Batman

          ach so, nicht die Bauern? Dann gibt es keine Lobbyarbeit der Bauern in der Südtiroler Politikwelt?

        • ThomasO

          @Batman
          Also kommen Sie mir bitte nicht mit diesen volkswirtschaftlichen gelabere, Verschwörungstheorien und dem Opfersyndrom der Bauern!

          http://www.sbb.it/home/news-detail/index/2015/02/12/beitragsgesuche-teilweise-wieder-m-glich

          „Landesrat Arnold Schuler erklärt: „Damit sind im Bereich Landwirtschaft die Landesförderungen für die WOHNBAUTEN und nun auch für die baulichen und maschinellen Investitionen sowie für die Verarbeitung und Vermarktung allesamt aktiv, und die entsprechenden Beihilfegesuche können gestellt werden.“

          Ich als „Normalbürger“, muss froh sein ,dass ich überhaupt 20.000€ für den Kauf der Erstwohnung bekomme. Diese geht dann sowieso für Maklergebühren drauf!

          • Batman

            1. Sie reden zwar über Geld, nehmen sich aber nicht die Mühe sich über das Geldsystem ausreichend zu informieren. Durch diese Unterlassung Ihrerseits müssen nun die Bauern als Sündenböcke herhalten.
            2. Müßten Sie die GESAMTEN ZAHLEN auf den Tisch legen, das heißt, wieviel zahlt die gesamte Landwirtschaft Südtirols an Steuern und wieviel bekommt sie an Beiträgen.
            3. Müßten Sie alle anderen Bereiche (z.B. Handwerk, Industrie,Gastgewerbe usw.) genauso darstellen, um einen Vergleich machen zu können.

            Im letzten Teil Ihres Kommentars stellen Sie sich selber als Opfer dieses ungerechten Systems dar:

            „Ich als “Normalbürger”, muss froh sein ,dass ich überhaupt 20.000€ für den Kauf der Erstwohnung bekomme. Diese geht dann sowieso für Maklergebühren drauf!“

            Ich glaube zu dieser verzerrten Wahrnehmung der Dinge kommt es, wenn der Blick auf das gesamte System fehlt.

          • @Tomas0

            Lies dir doch einfach mal den zugehörigen Beschluss der Landesregierung durch und du wirst lernen, dass die Wohnbauförderung in der Landwirtschaft den gleichen Bedingungen wie im sozialen Wohnbauförderungsbereich (also Arbeitnehmer usw) unterliegt.
            Sei lieber froh, dass hier ein eigenes Kapitel im Landeshaushalt für Landwirtschaft geschaffen worden ist, denn ansonsten würden die Bauern und Arbeitnehmer auf den selben Topf zugreifen und es wäre weniger für alle da.

            • ThomasO

              „Sei lieber froh, dass hier ein eigenes Kapitel im Landeshaushalt für Landwirtschaft geschaffen worden ist, denn ansonsten würden die Bauern und Arbeitnehmer auf den selben Topf zugreifen und es wäre weniger für alle da.“

              Stimmt, da wüsste ich schon, wer mehr anrecht darauf hätte!

    • Batman

      „99 Prozent der Menschen sehen das Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es nicht, die Ökonomie sieht es nicht, sie erklärt es sogar als „nicht existent“. Solange wir aber die Geldwirtschaft nicht als Problem erkennen, ist keine wirkliche ökologische Wende möglich.“
      Hans Christoph Binswanger (*1929), schweiz. Wirtschaftswissenschaftler, Prof. an der Univeristät St. Gallen

      Quelle: http://www.fairventure.de/kongress-2013/workshops/itemlist/user/62-administrator?start=50

      • Karin B.

        Draghi kauft mit Steuergeldern jeden Tag um mehr als 2 Milliarden Euro Wertpapier Schrott.
        Um Banken und Finanzmärkte zu stützen, finden sich wiederholt viele Tausend Milliarden Euro!

    • Gugelhupf

      Das ist das Ende vieler kleiner Bergbauern. Dass das die südtiroler Politiker noch nicht gekneist haben, spricht nicht gerade für deren Kompetenz… Das wird drastische Folgen für die Bauern und das Landschaftsbild haben. Dorfmann hatte zehn Jahre Zeit zu intervenieren, und hat es versäumt, und jetzt bekommt er auf einmal an Stress, armer SVP Apollo.

    • Karin B.

      Bitte, wo sehen Sie kompetente Landesräte in dieser Landesregierung?
      Hat Dorfmann irgend etwas beigetragen als EU – Parlamentarier?
      Oder die Herrschaften in Rom?

    • Andreas

      Die Abschaffung der Milchquote begünstigt Großbetriebe bzw. Milchfabriken, wie sie im Osten Europas entstanden sind und drückt die Preise nochmals, obwohl Milch schon günstiger als manches Mineralwasser ist.

      Dorfmann kann dagegen genau 0 tun.

    • Franz

      Karin B
      Karin B
      Was haben die Oppositionsparteien bisher getan, außer ein bisschen populistisch zu schreien. ?
      Und was kann da schon Dorfmann gegen den Rest der EU- Parlamentarier tun ?

    • Angelo

      @mike,
      >>>den höchsten Milchpreis auf der Welt zu bezahlen <<>>Für gute lokale Milch in Bio Qualität werden die Leute auch 20ct mehr ausgeben als für einen Liter von irgendwoher<<<

      Bio Qualität aus Südtirol ? die Bergbauern dort füttern nichts besseres als z.B. die im Allgäu,
      sie reizen die Produktion bis zum absoluten Limit aus, das heißt für halten mehr Vieh auf ihren Höfen als deren Wiesen Futter hergeben und wissen dabei nicht wo sie die "Überproduktion" von Mist und Jauche lassen sollen, würden sie das alles auf die vorhandenen Felder ausbringen wären diese vor lauter Überdüngung so ruiniert das kein vernünftiger Halm mehr wachsen könnte.
      Die überschüssige Jauche kann man ja bei Nacht und Nebel klein dosiert in einen Bach ablassen, aber mit dem Mist ist es nicht so einfach.

    • pervinca

      Wenn die Milch in diesem Land ein Problem wird……..dann versteh ich die Welt nicht mehr.

    • PROF:

      Braucht es überhaupt eine Zukunft für die Milchbauern?
      Wenn schon seit X Jahren guter Wein produziert wird,wobei dieser überhaupt nie eine Weintraube gesehen hat und noch dazu schlechtes Wasser verwendet wurde,warum soll das bei der Milch nicht auch möglich sein? Natürlich alles ironisch gemeint und wir brauchen unbedingt immer unsere Milch-Bauern .

    • PROF:

      …………..und noch dazu,die Milchbauern hauptsächlich Berg-Milch Bauern sollen noch mehr unterstützt werden.

    • peppele

      Die Milch lasse ich lieber den Kälbern.
      Die ganze Milchwerbung mag schon in Ordnung sein, aber zuviel von den Zeugs tut den Menschen nicht gut.
      Bevorzuge einen guten Tropfen von der Rebe.

    • peppele

      @Wicki
      Ein Gläschen in Ehren kann man niemand verwähren.
      Bei der Milch schaut es schon ein wenig anders aus, denn davon bekombsch glei die „Gehwoale“.

    • Wicki

      Solange es bei einem Gläschen in Ehren bleibt. Werden es die wenigsten verwehren.
      Ohne Milchprodukte möchte ich sehen wie viele Menschen mit ihren Speiseplan zurecht kommen.

    • Der den Arno kämmt

      Die Fantasiepreise, die hierzulande für Milch verlangt werden, gehören dann hoffentlich der Vergangenheit an. Vielleicht kann sich dann im Zuge einer Marktbereinigung die Maiswüste des Pustertals auch in eine Obstplantage verwandeln. Dem Mist und der Gülle werde ich auch nicht hinterherweinen. Die Zukunft wird wohl im Apfel liegen! 5 Kilo Äpfelproduktion pro Kopf und Tag sind für Südtirol nicht genug! Flucht nach vorn.

      Ja, es ist ein Problem.

    • Franz I

      @ Batmann,

      welcher Betrieb erhält für den Bau der Hofstelle – 1000m³ – fallen keine Baukosten an (!) für den Bau des Futterhauses erhält der Bauer 50% des Kostenvoranschlags, ebenso ehält er einen nicht geringen Beitrag für den Bau der Maschinenhalle!
      Der Lohnabhängige erhält zum Bau des Eigenheimes entweder einen Zinsbeitrag oder ca. 30.000,00€, das wars dann auch schon.
      Als Mitglied im Maschinenring erwirkt de Bauer für den Kauf landwirtschaftlicher Maschinen einen Zinssatz von ca. 1,.. %, wer glaubst du schultert die Differenz zum wirklichen (6,..%?) Zinssatz?
      Der Bauer sicher nicht, da muss schon wieder der Lohnabhängige herhalten, oder die EU, wobei diese Gelder wiederum Steuergelder des Lohnabhängigen sind.
      Das heißt nicht, dass der Bauer keine (?) Steuern zahlt.
      Das heißt noch lange nicht, dass die Bauern alle in den gleichen Topf gehören, zumindest sollten evidente Unterschiede zwischen „Talbauern“ (Ebene) und „Bergbauern“ (Hänge) gemacht werden.
      Die Kontrollen dazu sollten nicht der „Dorfförster“ sondern , eine Kommission befinden, denn der Dorfförster ist „Parteilastig“ das sagt schon vieles aus!

      • mike

        Franz I
        Du mischt Äpfel mit Birnen. Ein Talbauer bekommt keinen Beitrag für den landwirtschaftlichen Maschinenraum und auch nicht für den Ankauf von Maschinen ! Weiters werden bereits seit längerer Zeit Bauern mit vielen Erschwehrnisspunkten( Berg) mehr gefördert als Bauern mit weniger Erschwehrnisspunkten ( Tal ) Bitte besser informieren und keinen Käse schreiben !

    • bergbauer

      die meisten von euch haben von einem Bergbauern keine Ahnung,ich rate jedem sich mal eine Woche als Erntehelfer zu bewähren und dann erst was im Forum zu schreiben. glaubt ihr wirklich die Bergbauern sind reiche Leute,kriegen nur Beiträge und liegen auf der Faulen Haut. Talbauern,Obst und Weinbauern und Bergbauern sind alles total verschiedene Betriebe und die kann man niemals vergleichen und schon gar nicht in eine topf schmeissen. Übrigens sogenannte Beiträge bekommen auch Firmen,Hotels,Häuselbauer,Studenten,Fabriken usw.Ich bin noch Bergbauer aber rate jedem anderen Bergbauern seinen Kindern das nicht mehr anzutun,besser Studeren und auf die Arbeit gehen, Samstag Sonntag,frei haben,Weihnachten,Ostern, und noch einen Monat zusatzurlaub geniessen,anstatt sich den Arsch aufreissen damit unsere Mitbürger eine schöne Landschaft haben und diese geniessen können…….

    • peter

      Das ist gut so…. das endlich man auch die Bauern Opfer bringen müssen.
      Im Pustertal…… in den Wäldern…. raccolta di funghi vietato, obwohl die meisten ( alle) Urlaub am Bauernhof
      anbieten,nebenbei von den ständigen Loipenabsperrungen…möchte nicht weiter schreiben, ärgere mich nur,
      Überall auf der Welt muss ein Bauer einen Viehbestand von min. 50 Kühen haben um zu überleben,bei uns
      besitzen die 2 oder sogar 3 Traktoren… woher kommt das Geld eigentlich ? Ich als kleiner Mensch besitze eine
      Wohnung in Welsberg, kaufte diese damals um 177,000 Euro bekomme heute 380,00 Miete von diesen zahle
      ich 1368,00 an Steuern + 180,00 jährlich an Versicherungen = eine Jahresrendite von 1,7% … welche Jahresrendite
      hat ein Bauer bei 4 Wohnungen ?

    • peter

      Eine Rechnung nur für Genies…. konventionierte Wohnung bei 10 Euro/qm beträgt ?????

      • mike

        Sog i jo , es isch a Kommer. Übrigends kenn i an Milchbauer im Puschtertol der hot 120 Kühe . Der kriag am Ende vom Johr bei einem Milchpreis von 52 Cent ( Landesdurchschnitt ) und bei einer Jahresleischtung pro Kua von 9.000 Liter Milch 561.000 Euro vom Milchhof ausgezohlt. Isch jo logisch dass der es Geld hot 4 Wohnungen zu bauen. Orme Bergbauern

    • bergbauer

      eben,man kann die betriebe nicht in einen topf werfen,konn jo a net sogn jede Baufirma isch reich und schön…

    • bergbauer

      @mike

      du hosch a super Rechnung gemocht, gratuliere,lass die mal genauer überprüfen…..übrigens was kostet ein glas mineralwasser a 0,2liter 1,20€ und was bekommt der bauer für die milch im pustertal pro Liter 0.47€ und 9000 kg milch,nicht Liter,gibt im stallduchschnitt wohl kaum eine kuh….muuuh…

    • Wicki

      Es trifft wie immer die kleinen, naturnah bewirtschafteten Betriebe. Die müssen immer öfter aufgeben, denn die großen Betriebe wurschteln mit den „Turbokühen“ weiter und kassieren im großen Stil.

    • C

      Es ist nun schon laengst wissenschaftlich bewiesen, dass Milch nicht gut fuer die Gesundheit ist und es wird noch immer Geld fuer so was verschwendet! Nur die Rasse Mensch kann so dumm sein!

    • krakatau

      Und sie jammern schon wieder

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