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    „Galionsfigur fehlt“

    „Galionsfigur fehlt“

    Die Historikerin Siglinde Clementi bricht am Tag der Frau eine Lanze für den Feminismus in Südtirol: Die Frauenbewegung gebe es zwar noch, betont sie im TAGESZEITUNG-Interview, ihr fehle aber eine Galionsfigur.

    Tageszeitung: Frau Clementi, gibt es heute überhaupt noch einen Feminismus in Südtirol?

    Siglinde Clementi: Ja, natürlich. Das Denken der Geschlechterdifferenz und der Einsatz für gleiche Lebenschancen haben sich enorm ausgeweitet. Es geht grundsätzlich um Differenzdenken und die Anerkennung von Diversität. Dieses Denken ist auf keinen Fall auf Frauen beschränkt, sie sind nur aus eigener Betroffenheit sensibler dafür.

    Feministisches Denken überholt sich nicht, es geht um Gerechtigkeit, Solidarität, um Freiheit und Verantwortung – und betrifft alle.

     

    Wer ist heute Südtirols Alice Schwarzer?

     

    Das ist schwer zu sagen. Im Moment sehe ich keine Frau, die sich derart öffentlich wirksam und konstant wie Schwarzer für Frauen stark macht. Julia Unterberger hat diese Rolle eine Zeit lang sehr souverän gespielt, hat sich dann allerdings wohl aus Enttäuschung wegen fehlenden Wahlerfolges zurückgezogen, was ich sehr schade fand.

    Wir hatten Andreina Emeri, aber die ist allzu früh verstorben, und wir haben Lidia Menapace für die italienische Seite, aber ihr ist das regionale politische Parkett stets zu klein gewesen.

    Die Bedeutung von regionalen Größen hat sich angesichts der Globalisierung etwas relativiert, auch hat sich das feministische Denken sehr ausdifferenziert, aber gerade für die politische Sache wären Galionsfiguren immer noch wichtig.

     

    Braucht es Feminismus überhaupt noch?

     

    Natürlich! Wie gesagt, wenn man den Feminismus nicht oberflächlich betrachtet, sondern in seiner tiefen Bedeutung versteht, dann geht es um universale Werte, die sich nie überholen. Es geht um die Anerkennung jeglicher Diversität, um Frauen und Männer, um Alte und Junge, um alle.

     

    Interview: Karin Köhl

     

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    Kommentare (30)

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    • Andreas

      Selten so einen Quatsch gelesen.
      Grad wegen solchem Blah, Blah, kann man diese Kampfemanzen nicht ernst nehmen.

    • bob marley

      andreas hast recht…
      und wenn mann die zeilenabstände im 36pt erweitert hätte wäre es ein langer artikel geworden.
      was hat der wahlerfolg nit denkampf km frauenrechte zu tun; ich kämpfe dafür weil ich überzeugt bin und nicht weil ich dafür viel geld bekomme….

    • Batman

      Ich kann das auch nicht mehr hören!
      Aaron Russo über den Feminismus: Ab min. 23
      https://m.youtube.com/watch?v=shl0K0V4EVU

        • Batman

          Frau Clementi sagt: „Feministisches Denken überholt sich nicht, es geht um Gerechtigkeit, Solidarität, um Freiheit und Verantwortung – und betrifft alle.“

          Betrifft das auch z.B. die Putzfrau aus Rumänien oder Peru die bei einer Anwältin zu Hause die Wohnung putzt?

          Ich höre auch nie ein Wort, von den Feministinnen, über unser Geldsystem.
          .

        • Batman

          Frau Clementi sagt: „Feministisches Denken überholt sich nicht, es geht um Gerechtigkeit, Solidarität, um Freiheit und Verantwortung – und betrifft alle.“

          Betrifft das auch z.B. die Putzfrau aus Rumänien oder Peru die bei unseren Politikerinnen und Politikern zu hause die Wohnung putzt?

          Ich höre auch nie ein Wort, von den Feministinnen, über unser Geldsystem.

          Henry Ford:▼

          “Das einzige Ziel dieser Finanziers ist Weltkontrolle durch die Schaffung von unauslöschlichen Schulden.“
          “Es ist gut, dass die Menschen des Landes das Bankensystem und das Geldsystem nicht verstehen, wenn sie dies täten, so glaube ich gäbe es eine Revolution vor morgen früh.“ 

          Quelle: http://killuminati-tv.blogspot.it/2013_06_01_archive.html?m=1
          .

        • Batman

          Frau Clementi sagt: „Feministisches Denken überholt sich nicht, es geht um Gerechtigkeit, Solidarität, um Freiheit und Verantwortung – und betrifft alle.“

          Betrifft das auch z.B. die Putzfrau aus Rumänien oder Peru die bei unseren Politikerinnen und Politikern zu hause die Wohnung putzt?

          Ich höre auch nie ein Wort, von den Feministinnen, über unser Geldsystem.

          Henry Ford:▼

          “Das einzige Ziel dieser Finanziers ist Weltkontrolle durch die Schaffung von unauslöschlichen Schulden.“
          “Es ist gut, dass die Menschen des Landes das Bankensystem und das Geldsystem nicht verstehen, wenn sie dies täten, so glaube ich gäbe es eine Revolution vor morgen früh.“ 

          Quelle: http://killuminati-tv.blogspot.it/2013_06_01_archive.html?m=1
          .
          Feminismus, eine Erfindung der Elite, um die Menschen gegeneinander auszuspielen?

    • Lisa

      Andreas, musst du eigentlich bei jedem Beitrag deinen Senf dazugeben? Das nervt langsam. Hast du kein Privatleben?

    • blabla

      Nachteile von Frauen:

      – Ein durchschnittlich geringerer Lohn
      – Unterrepräsentanz in Macht- und Führungspositionen

      Nachteile von Männern:

      – Werden als Säuglinge von ihren Müttern häufiger getötet
      – Werden als Kinder häufiger misshandelt und geschlagen
      – Haben in der Schule schlechtere Noten
      – Landen häufiger in der Sonderschule
      – Bleiben häufiger sitzen
      – Machen seltener die Matura
      – Müssen Präsenzdienst leisten
      – Studieren seltener
      – Sind häufiger arbeitslos
      – Erleiden die meisten tödlichen Arbeitsunfälle
      – Werden häufiger Opfer von Gewaltkriminalität
      – Sind häufiger obdachlos
      – Bekommen seltener das Sorgerecht für ihre Kinder
      – Begehen die meisten Selbstmorde
      – Haben ein höheres Pensionsantrittsalter
      – Und sterben ein paar Jahre früher

    • Franz

      L’8 marzo degli ipocriti, vale per tutte le donne ma non per le soubrette
      Oggi è l’8 marzo, la festa della donna. Una giornata densa di significato che non può trascorrere invano. In fondo, siamo donne e abbiamo titolo a parlare delle donne
      http://www.ilgiornale.it/news/politica/commento-2-1102827.html

    • naja

      Wenn ich die ideologischen Auswüchse des heutigen Feminisumus betrachte, dann schafft sich der Feminisus grad selbst ab oder wird in dieser Form in der Bedeutungslosigkeit versinken. Die heutigen Feministen sollen nicht den Tag der Frau missbrauchen und beschmutzen.

    • Franz

      bla bla
      Dass Frauen früher sterben stimmt nicht, so zumindest in der Schweiz.

      Zum internationalen Tag der Frau
      10 Fakten, die selbst wir über uns noch nicht wussten
      1. Wir können gut reden
      Laut einer Studie brauchen Frauen am Tag rund 20’000 Wörter, Männer hingegen beschränken sich auf 7000. Gewonnen!
      2. Wir leben länger
      Sorry, Jungs, it’s a fact! Die Lebenserwartung von Männern in der Schweiz liegt laut UN bei 79.3 Jahren, die der Frauen bei 84.1.++++
      http://www.schweizer-illustrierte.ch/gesellschaft/thema/tag-der-frau-2015-lustige-fakten-frauen-witzige-memes

    • sussi

      Es wird schon einen Grund haben das Frauen weniger verdienen.

    • josef.t

      #“Am Tag der Frau“# Fehlt eigentlich nur noch eine Abbildung, von Frau Stocker und dem Bischof, das wäre der beste „Beitrag“………..

    • Hansomat

      Die letzte „Galionsfigur“ war wohl die Angelika Margesin.
      Reingequotet auf Listenplatz Nr. 4, auf jedem Foto gleich neben dem Kompatscher, Selbstwahrnehmung bereits als zukünftige Landesrätin und schlussendlich abgewatscht auf Platz 32 mit 3.594 Vorzugsstimmen.

    • hannes

      Diese Emanzen sind einfach nur peinlich!

    • maria

      Hallo ihr lieben Schreiber, dass ihr euch ueberhaupt getraut, zu schreiben. So masslose, Dummheit und Beschraenktheit muesste sich selbst abschaffen. Nicht mal richtig informiert seid ihr, nur beschraenkt und eitel seid ihr. Untertraeglich. Also lasst es bleiben.

    • bergerin

      Die Männer sind mit dem xyChromosom eine Abweichung des biologisch üblichen xxChromosoms. Sie sind anfälliger für Störungen und Kranhkeiten, haben ein hohes Aggressionpotential, deswegen zetteln sie Kriege an, werden Opfer von Gewalttaten und Unfällen, anfällig für Drogen und Alkohol. Die Gefängnisse sind voll von Männern.Kriminalität und Gewalt sind männlich. Ausbeutung der Natur, Streben nach materiellrm Überfluss wegen Imponiergehabe sind männlich.Wer hat das größere Auto, wer den größeren ….?
      In der heutigen Zivilisierten Gesellschaft sind sie eigenzlich überflüssig, auch für die Reproduktion werden sie nicht mehr gebraucht.

      Also sollten sie ein weniger bescheiden auftreten, die Großtuer und Schwätzer braucht es nicht.

      • hias

        hosch koan mehr ogekriag, dass so an schwochsinn schreibsch?

      • Robert

        Probier’s doch nocheinmal, Bergerin. Nur Mut. Einen dieser einfachgestrickten XY Chromosomenträger wirst doch herumkriegen. Von Vorteil sind schlechte Lichtverhältnisse.

      • Batman

        @ bergerin

        Gerald Celente: Das sind nicht nur Rumsfeld und Cheney. Lesen Sie Hillary Clintons Kommentare kurz vor dem Irakkrieg. Lesen Sie die Kerrys. Lesen sie die alle. Die unterscheiden sich nicht.

        Schauen Sie sich das Ausmaß der Zerstörung an, das Bill Clinton während Amtszeit als Präsident verursacht hat. Denken Sie an Jugoslawien. Schauen Sie, was er mit Jugoslawien gemacht hat. Schauen Sie sich den Massenmord an, den er mit seinen Sanktionen im Irak angerichtet hat.

        Sie werden sich sicher noch an das berühmte Zitat Madeleine Albrights, der US-Außenministerin erinnern, damals in „Sixty Minutes“ im Interview mit Leslie Stahl. Leslie Stahl fragte, ob Clintons Sanktionen gegen den Irak – die für den Tod von mehr als 500.000 Kindern unter 5 Jahre verantwortlich waren – ob es diese Sanktionen Wert gewesen seien. Madeleine Albright meinte “Ja.”

        Ahh, wenn doch nur Frauen an der Macht wären. Das ist doch absoluter Mist. Ich kann das nicht mehr hören. Es hat gar nichts mit Männern oder Frauen zu tun, nicht mit Rasse, Glauben, Farbe oder Religion. Es hat allein etwas mit der menschlichen Seele jeder einzelnen Person zu tun. Es hängt nicht mit ‘Gender‘ oder ‘Race‘ oder sonst was zusammen. Wenn man sich die Worte und die Taten der Männer oder Frauen in hohen Ämtern anschaut, dann wird einem schlecht. Erinnern Sie sich noch an Hillary Clintons Interview über Gaddafi: „Wir kamen, sahen, er starb, hehehehe“ – sie lacht!

        N. B. Hillary ist bekennende Feministin

        Das ganze Interview: http://www.goldseiten.de/artikel/212648–Interview-mit-Gerald-Celente-Teil-1~2.html

        Ausschnitt aus einem Interview mit Gerald Celente

    • Karin B.

      Feministinnen vergessen immer die Mütter, Eltern und Kinder!!!

    • Karin B.

      Alice Schwarzer hat viele Millionen Steuergeld am Fiskus vorbei hinterzogen. Bei Alice ist vieles nur Schein.
      Ob Unterberger auch viel beim Fiskus vorbei schleust?

    • phillo

      Um es mit der österr. Bundeshymne zu sagen:

      Heimat bist du großer SÖHNE!

      Gibt es eigentlich schon Dinge, über die sich diese Emanzen noch nicht aufgeregt haben??

    • Wicki

      Verschont uns bitte mit Unterberger, Margesin, Oberhammer, … den vielen Quotenfrauen.

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