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    Der Bus-Krieg

    buse-flashSeit zwei Monaten fährt das deutsche Unternehmen „MeinFernbus“ täglich bis zu vier Mal nach Innsbruck und München – und das zu Billigpreisen. Südtirols Busunternehmen werden die Passagiere streitig gemacht.

    von Heinrich Schwarz

    Tagesausflüge nach Innsbruck und München erleben seit Jahren einen regelrechten Boom. Einige Südtiroler Busunternehmen machen sich diesen Trend zunutze und bieten zum Teil tägliche Fahrten in die beiden Städte an.

    In der Regel kommt man etwa mit 20 Euro nach München – für wenige Euro mehr ist auch die Rückfahrt inbegriffen. Der Dienst ist vor allem an Einkaufstouristen und Studenten gerichtet.

    Weil Fernreisen seit einigen Jahren in ganz Europa boomen, konzentrieren sich einige Busunternehmen heute ausschließlich auf diesen Markt. So etwa die deutsche MFB MeinFernbus GmbH, die im Jahr 2011 gegründet wurde und heute bereits über 80 Fernbuslinien anbietet.

    Der Expansionskurs hat das Unternehmen mittlerweile auch nach Südtirol geführt. Seit Dezember 2014 gibt es je nach Wochentag zwei bis vier Fahrten von Meran über Bozen und Innsbruck nach München – und schließlich auch wieder zurück. Zustiegsmöglichkeiten gibt es zudem in Marling, Tscherms, Lana, Terlan, Klausen, Brixen und Sterzing.

    Als Partner auf der Südtirol-Linie hat MeinFernbus die Busunternehmen Martin Reisen aus Lana und Silbernagl aus Kastelruth ausgewählt.

    Was die grünen Busse von MeinFernbus so attraktiv macht, sind die Fahrtpreise. Bucht man online, kommt man mit nur acht Euro nach Innsbruck. 13,50 Euro sind für eine Fahrt nach München zu berappen.

    Damit werden die Preise der Südtiroler Busunternehmen deutlich unterboten.

    Entsprechend groß war der Schock, als MeinFernbus im Dezember plötzlich mit einer groß angelegten Werbekampagne ins Land stürmte und den Markt ordentlich durcheinanderwirbelte.

    „Zu sagen, dass wir MeinFernbus nicht spüren, wäre gelogen“, sagt Thomas Rauch, Geschäftsführer von Rauch Reisen. Sein Unternehmen fährt mehrmals täglich nach München. „Der Januar und Februar waren eher schwach, doch das wird sich sicher wieder einpendeln. MeinFernbus hat seine Stärken und Schwächen“, so Rauch.

    Inwiefern?

    „Aufgrund des aggressiven Preises wird MeinFernbus anfangs von vielen Leuten getestet. Doch es gibt einige Unterschiede: So fährt MeinFernbus durch Innsbruck und wählt die Route über Garmisch-Partenkirchen. Wir fahren direkt über die Autobahn nach München. Zudem halten wir in München viel näher im Zentrum und schaffen es, die Zeiten laut Fahrplan einzuhalten“, erklärt Thomas Rauch.

    Ein weiterer wichtiger Grund, warum die Südtiroler die einheimischen Busunternehmen mehr schätzen würden: „Wir etwa haben ein kapillares Abholsystem mit vier kleinen Zubringerbussen, die unsere Passagiere aus dem ganzen Land zum Reisebus bringen“, so Rauch. Die Kunden würden deshalb gerne einige Euro mehr zahlen. Thomas Rauch glaubt außerdem, MeinFernbus werde seine Preise früher oder später erhöhen müssen, um gute Erträge zu erzielen.

    Das Pfalzner Busunternehmen Gatterer, das vier Mal in der Woche Tagesfahrten nach München anbietet, spürt die Konkurrenz durch MeinFernbus weniger. „Eigentlich überhaupt nicht“, sagt Ingemar Gatterer. Von seinen Kunden werde geschätzt, in Vahrn nicht umsteigen zu müssen. Zudem bietet MeinFernbus auch gar keine Fahrten mit Start im Pustertal an.

    Josef Gross, Geschäftsführer des Sarner Reisebüros Gross, war für keine Stellungnahme erreichbar.

     

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    Kommentare (47)

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    • Hubert

      warum sollten die Busunternehmen nicht Konkurrenz erhalten, die sonst ja überall – außer bei der öffentlichen Verwaltung – besteht?

      • Andreas

        Als Busfahrer würdest Du es etwas anders sehen, aber einmal etwas von der anderen Seite aus zu betrachten wird wohl zuviel verlangt sein.
        Die Preise sind kaum kostendeckend und die erste Kürzung bei Schwierigkeiten ist bei den Gehältern.
        Was hat die Allgemeinheit davon, wenn Du für 13,50 Euro nach München kommst, dafür aber ein einheimisches Busunternehmen schließt, da es bei dem Preiskampf nicht mithalten kann?

        • walter

          Ja was hat denn die Allgemeinheit davon????
          Daß man weniger Autos benutzen muß? Daß man weniger Abgase erzeugt?
          Oder daß sich so der dumme Flughafen den die SVP unbedingt in Bozen haben will nie und nimmer rentieren wird??? Ja was denn? 🙂

          • Andreas

            Lieber walter, mit einem Dummen wie Dir zu diskutieren macht nicht wirklich Sinn. Stell die Fragen Deiner Alten, die hört Dir vielleicht zu und Du kannst sie beeindrucken.

            • walter

              Mit einem Schwachkopf wie dir diskutiere ich doch gar nicht, oder glaubst du das etwa? Ich will dich nur nerven, aber diskutieren will ich sicher nicht mit dir! Was gäbe es auch mit einem arroganten und unterbelichteten SVP Propaganda Troll zu diskutieren? Höchstens was du bekommst für deine 24/7 Schleimerei!! 🙂

            • Toni

              wahre worte andreas, habe selten so dumme kommentare wie von walter gehört.

            • Patrick

              2:0 für Walther, das wohl nix lieber Andy 😉

        • tom

          A Togesfohrt (hin und retour) kostet 25€, mit MFB 27€. Isch net viel ober es läpperrt sich. Noch Ibk isches interessant, sein 2€ wianiger und evt. konn i a mitn Zug wieder innerfohrn, wenn i zu long afn Bus wortn muaß

      • Karin B.

        Die „Marktschreier“ der SVP behaupten andauernd, der Markt regle sich selbst. Warum bei diesen Busfahrten nicht oder exemplarisch doch?
        Könnte sein, dass sich die „Marktschreier und Marktschneider“ eigene Systemerhaltungsregeln, wie Preisabsprachen,…, in Südtirol „zurechtgeschneidert“ haben, die nicht mehr greifen?

      • Vingscher

        @Hubert

        Ich gebe dir vollkommen Recht. Wettbewerb erhöht den volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen der Bevölkerung. Damit ist Fernbus als zusätzlicher Akteur nur zu begrüßen.

        • Andreas

          Preisdumping erhöht zwar nicht den „volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen“, es ist eine Spirale nach unten und Deflation ist Gift für eine Volkswirtschaft, aber bleiben Sie aber in Ihrem Glauben.

          • Vingscher

            Der Busmarkt in Südtirol war (und ist) durch einige wenige Unternehmen geprägt. Dies entspricht der Marktform eines Oligopols. Auch durch den Einstieg von Fernbus sind wir noch weit weg vom perfekten Wettbewerb. Dennoch bedeutet der Einstieg von Fernbus mehr Wettbewerb. Den grössten Fortschritt der sich durch den Einstieg von Fernbus ergibt, sehe ist darin, dass es zu einem Preiswettbewerb kommt. Modelmässig befinden wir uns nun in einer Bertand-Variante des Oligopols bei welcher sich die Anzahl der Marktteilnehmer erhöht hat.

            Modelltheoretisch kommt es durch den Einstieg zu einem Sinken der Preise und damit zu einer Abnahme der Produzentenrente. Die Konsumenten profitieren von der Preissenkung, ihre Konsumentenrente erhöht sich. Der Gewinn an Konsumentenrente übersteigt den Verlust der Produzentenrente. Die Wohlfahrt der Volkswirtschaft erhöht sich.

            Willkommen in Volkswirtschaft One-O-One 🙂

            • Andreas

              Oh Mann, da habe ich aber etwas Falsches angenommen, nehme ich mal zurück 🙂

              Ein Preiskrieg, bei welchem die Kleinen auf der Strecke bleiben, führt zu einem Monopol, wo dann der Monopolist die Preise bestimmt.
              Amazon beim Buchmarkt ist ein gutes Beispiel dafür.

              Der Firmensitz von MeinFernbus ist in Deutschland und dementsprechend hat Südtirol überhaupt keinen Vorteil von diesem Unternehmen.
              Ihre Südtiroler Zulieferer können bei solchen Preisen kaum kostendeckend arbeiten und sollte sich deren Strecken rechnen, wird MeinFernbus sie mit eigenen Bussen bedienen.

              Welchen Vorteil für Südtirols Volkswirtschaft siehst Du hier konkret?

            • roadrunner

              Das stimmt schon, ist aber nur eine Seite. Wenn der Erlös gleich oder unter dem Deckungsbeitrag sinkt, werden kurzfristig Einsparungen nötig werden. Wo diese stattfinden werden kann sich jeder ausmalen (Personal, Wartung, usw.). Langfristig werden die Busunternehmen ihre Positionierung überdenken müssen, um dem Preiskampf aus den Weg zu gehen.

            • Vingscher

              @Andreas

              Leider kann ich der Argumentation Deines letzten Beitrags schwer folgen. Ich bin jedoch der Meinung, dass Deine Absicht beim Verfassen des Kommentars von konstruktiver Natur war und möchte Deinen Beitrag deshalb nicht unkommentiert lassen. Was ich im folgenden versuche ist, kurz meine Interpretation deiner Aussagen niederzuschreiben und sie anschliessend zu kommentieren.

              Zu deinem ersten Argument: Falls ich Dich richtig verstehe argumentierst Du, dass Wettbewerb (von Dir als Preiskampf bezeichnet) zu einer Reduktion von Preisen führt. Niedrigere Preise führen zu einem sukzessivem Verdrängen von Marktteilnehmer bis nur mehr ein einziger übrig bleibt; ein Monopolist. Dieser Monopolist erhöht nun wieder die Preise.

              Nun meiner Ansicht nach ist Deine Argumentation dahingehend falsch, dass falls der letzte verbliebene Marktteilnehmer die Preise wieder erhöhen würde, ein anderer Teilnehmer einsteigen würde und die Preise dadurch tief bleiben. Damit dies passiert ist es wichtig, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen ein Einsteigen zusätzlicher Marktteilnehmer ermöglichen. Da dies der Fall ist (und es ist der Fall, da Fernbus keine Probleme hatte nach Italien zu expandieren) führt Wettbewerb (von Dir Preiskrieg genannt) zu dauerhaft niedrigeren Preisen.

              Zu deinem zweiten Argument: Falls ich Dich richtig verstehe, ist der erste Teil deines Arguments folgendes: Da MeinFernbus den Sitz in Deutschland hat profitiert Südtirol nicht davon. Im zweiten Teil deutest du an, dass die Südtiroler-Zulieferer die von MeinFernbus gebotenen Strecken kaum kostendeckend beliefern können. Denn, falls dem so wäre, würde MeinFernbus die Strecken selber befahren.

              Nun folgendes: Südtirol profitiert von MeinFernbus zum einen durch die niedrigeren Preise (siehe vorheriger Beitrag, Stichwort: steigende Konsumentenrente). Die in Südtirol wohnenden Personen können nun günstiger nach Innsbruck und München fahren. Zum anderen arbeitet MeinFernbus mit lokalen Unternehmen zusammen (von dir Zulieferer genannt).
              Südtirol profitiert bei beiden der genannten Punkte.

              Nach Deiner Aussage könnten diese lokalen Partner jedoch „kaum kostendeckend“ für MeinFernbus arbeiten. Dazu folgendes:

              1) Nehmen wir an Deine Aussage stimmt und die lokalen Partner könnten „kaum kostendeckend“ für MeinFernbus arbeiten. „Kaum kostendeckend“ bedeutet jedoch, dass sie ihre Kosten decken und sogar noch einen leichten Profit machen, oder nicht? Also profitieren auch die lokalen Südtiroler Partner.
              2) Meinem Gefühl titulierst du die Zusammenarbeit der lokalen Südtiroler Firmen mit MeinFernbus als bedenklich. Aber warum glaubst Du, ein Südtiroler Unternehmen würde mit MeinFernbus zusammenarbeiten, wenn es sich nicht rentieren würde?

              Abschließend sollte man noch erwähnen, dass es in Südtirol auch verlieren gibt. Unternehmen, welche im direkten Wettbewerb mit den von MeinFernbus belieferten Strecken stehen, verlieren an Profit. Insgesamt ist der Gewinn für Südtirol jedoch grösser als der Verlust.

              Deine abschliessende Frage dürfte im obigen Text zwar bereits beantwortet sein, jedoch unterstellt mir die Frage, dass ich an Vorteilen der Südtiroler Volkswirtschaft interessiert wäre. Dies ist nicht der Fall. Mich interessiert die Maximierung der gesamtmenschlichen Wohlfahrt.

            • Andreas

              Die Maximierung des gesamtmenschlichen Wohlstands hat dazu geführt, dass wir von unserem Wohlstand etwas abgeben mussten. Nenne es egoistisch, ich bin aber für den Erhalt des eigenen Wohlstands und sehe durch ausländische Anbieter überhaupt keinen Vorteil für Südtirol.
              Um den Markt nicht zu verlieren ist es üblich auch auf nicht kostendeckene Angebote einzugehen, die Folge ist eine interne „Kostenoptimierung“, welche meistens die Mitarbeiter betrifft. Muss aber sagen ich kennen die Situation der Südtiroler Busunternehmen nicht.
              In D sind die ersten gròßeren schon in Konkurs gegangen oder wurden verkauft, da die Anbieter sich einen ruinösen Preiskampf liefern.

              Ob die Einsparung von ein paar Studenten und Rentner einen Konkurs eines Südtiroler Unternehmens wirtschaftlich auffangen würden, bezweifle ich mal.

            • Vingscher

              @Andreas

              Welchen Nutzen eine Person maximieren möchte hängt von den individuellen Präferenzen der Person ab. Der Erhalt des eigenen Wohlstandes ist zwar nicht mit meinem Ziel vereinbar, ist jedoch klar definiert und muss respektiert werden.

              Des weiteren noch ein paar Anregungen zu deinem Kommentar:

              1) „Um den Markt nicht zu verlieren ist es üblich auch auf nicht kostendeckene Angebote einzugehen“

              Soweit mir bekannt ist waren die Busunternehmen Martin Reisen und Silbernagl auf keinen der genannten Strecken aktiv. Warum sollten sie also den Markt verlieren?

              Zudem gibst Du an die Situation der Südtiroler Busunternehmen nicht zu kennen, aber dennoch implizierst Du, dass beide Unternehmen kaum kostendeckend arbeiten. Warum weisst Du, dass die beiden Unternehmen nicht kostendeckend arbeiten?

              Meiner Meinung nach, und dies ist reine Spekulation, wollten beiden Unternehmen expandieren und die Strecke nach Innsbruck und München zusätzlich bedienen. Wir sollten jedoch die Unternehmen selbst fragen, bevor wir weiter spekulieren.

              2) Zu deiner Aussage über Pleiten in Deutschland

              Ein kurze Recherche zeigt mir, dass in Deutschland bis jetzt ein einziges nennenswertes Busunternehmen (city2city) Konkurs anmelden musste. Das Unternehmen war historisch jedoch kein deutsches Unternehmen, sondern ein Ableger von National Express Group aus Birmingham. Das Unternehmen hatte in Deutschland einen Marktanteil von etwa 3% (meiner Meinung nach nicht besonders viel). Da es bis jetzt keine weiteren nennenswerte Pleiten gab, frage ich mich, worauf Du mit deiner Aussage hinaus wolltest? Diente Deine Aussage als empirischer Beweis, dass die Gatterer, Rauch und Gross bald pleite gehen?

              3) Der Nutzen von niedrigeren Preisen beschränkt sich keinesfalls, wie von dir suggeriert, auf Studenten und Senioren. Der Nutzen steigt für sämtliche Passagiere. Nehmen wir an Du wärst bereit für eine Busfahrt nach Innsbruck 25 € zu bezahlen. Deine Zahlungsbereitschaft liegt also bei 25€. Bisher musstest Du 20€ für die Fahrt bezahlen und hattest damit einen Nutzengewinn von 5€. Nun kommst Du aber plötzlich für 13,5€ nach Innsbruck. Bei konstanter Zahlungsbereitschaft hast Du nun einen Nutzengewinn von 11,5€. Du siehst also, von sinkenden Preisen profitieren weit mehr Personen also gedacht.

              Zum Schluss nochmals: Wettbewerb erhöht den volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen der Bevölkerung.

            • Andreas

              Der Preiskampf, wobei Focus schon von „mörderischem“ schreibt, ist real.
              http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/konkurrenz-der-fernbusse-preiskampf-treibt-deinbus-de-in-die-pleite/10954604.html

              Ich bin nicht generell gegen Wettbewerb, doch bin ich gegen Billigbranchen, in welchen Mitarbeiter, welche Vollzeit arbeiten, vom Staat bezuschußt werden müssen.

              Betriebe wie KIK, Hofer, Lidl, Amazon, usw., Aldi bezahlt seine Mitarbeiter gut, erhöhen zwar den Wettbewerb, deren Geschäftsgebaren senken aber die Lebensqualität der Bediensteten beträchtlich.

              ,

      • Mr.Hood

        Südtirolbus: Der ca 20-minütige Stopp bei der Hinfahrt auf der Inntalautobahn (Raststation Rosenberger…Pinkelpause???) ist äusserst lästig! Schade um die Zeit!!

        • Mr.Hood

          Südtirolbus: Der Preis (Flughafen Mü Hin/Zurück) von 50 € / Erw (Kinder ab 2J 40 €) ist zuuuu viel !

          • Andreas

            Kannst Du erklären warum es zuviel ist?
            Jede Leistung hat seinen Preis und es steht jedem auch zu, dabei etwas zu verdienen.

            • Puschtra Steffl

              Äh, jede Leistung hat „ihren“ Preis.
              Es stimmt, es steht jedem zu etwas zu verdienen, allerdings steht es jedem Konsumenten zu, etwas zu sparen und auf günstigere Angebote auszuweichen. Man nennt es freie Marktwirtschaft und die hat sich im Gegensatz zur Planwirtschaft ganz gut bewährt.
              Hoffe doch sehr, daß Du bei Deiner Einstellung niemals in Österreich tankst.

    • Andreas

      Die Geiz ist geil Mentalität, auf welche manche sogar noch stolz sind, da sie nicht begreifen, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis es ihren eigenen Arbeitsplatz trifft, ist einer der Gründe dafür, dass die Menschen immer weniger mit ihrem Geld auskommen.
      Je niedriger die Preise, um so weniger kann den Mitarbeitern gezahlt werden.

      • walter

        Macht sich der Sparkasse Großaktionär Frandreas auch solche Sorgen bei den Sparkasse Mitarbeitern? 🙂

      • Südtiroler

        Hast du dir mal Gedanken gemacht, dass es wirklich einige gibt, die auf den Preis schauen müssen, und deshlab gern mal umsteigen… Alles kann ja teurer werden und auch genutzt werden, wenn man das Geld hat… Aber leider, bzw zum Glück sind nicht alle Südtiroler SVP’ler welche in gewisse Positionen gehoben werden….

        • Andreas

          Habe ich und ich verstehe jeden der günstige Angebote in Anspruch nimmt, wenn er es sich nicht leisten kann.
          Es ist trotzdem eine Spirale nach unten, bei welcher es nur Verlierer geben kann.
          Die Leute, welche es sich leisten können, sollten aber nicht immer nur auf den Preis schauen. Ich kaufe z.B. nie im Internet, da mir lieber ist, wenn es die Geschäfte in meinem Umfeld auch nächstes Jahr noch gibt.

    • Gunti

      es müssten mal an den Busunternehmen die groszügigen Beiträge für Ankauf der Busse und Linien gestrichen oder wenigstens verringert werden, dann schauen wir weiter, ob sich die Busunternehmen solche spielereinen noch l’esistenza können.

    • IT-Bereich

      Was soll das gejammere. Im IT-Bereich haben wir seit Jahren mit der Konkurenz aus dem Ausland zu kämpfen. Das nennt man freie Wirtschaft. Die niedrigeren Preise kann sich das Unternehmen leisten, weil es den Steuersitz in Deutschland hat und somit auch deutlich weniger Abgaben und Steuern zahlen muss.

      Anstatt den Unternehmen hier in Südtirol allemöglichen Beiträge zu gewähren, wäre es besser wenn die Abgabenlast dauerhaft gesenkt würde – dann wären wir auch wieder Wettbewerbsfähig und müssten nicht gleich aufs Dach steigen, wenn ein Unternehmen aus dem benachbarten Ausland versucht hier Fuß zu fassen.

    • mabuse

      die leute wollen IMMER nur billig – aber dass ein Busfahrer dann oft gut und gerne 15 Stunden am Tag Schichtzeit hat und fuer diese Zeit 100 Euro netto bekommt also ca. 6,5/Std das interessiert niemand….. wenn ein Busfahrer einen Fehler macht sind sofort einige Tote zu beklagen – macht ein Politiker einen Fehler bekommt er sogar noch mehr Geld!!!!

    • Gruanzl

      Also wenn der Unterschied nur 7 € sind dann nehme ich trotzdem das heimische Busunternehmen. Dann lieber 1 Bier weniger in München und das Geld ist wieder drin. Es geht hier ja nicht nur um das Privatvermögen der Unternehmensbesitzer sondern auch um die Fahrer, Verwaltung, Wartungstechniker etc.
      Abgesehen von den Flughafenshuttle (die ruhig ein bisschen billiger sein könnten : )) bin ich mit Rauch Reisen & Co. bis jetzt immer voll und ganz zufrieden gewesen.

    • JoSeph

      Ich dachte, dieser Artikel läuft auf das neue Angebot hinaus, das Samstag als Info-Heft der Dolomiten beigelegt war, und zwar der BUSGROUP:EU: Hat mehr oder weniger das selbe Angebot wie Rauch und Südtirol-Bus, ebenfalls die selben Preise. Es soll sich um einen Zusammenschluss mehrerer Busunternehmer handeln. Also ein Konkurrent mehr!!!

    • Pincopallino

      Mir isch des wurst, i fohr dechter mitn Auto, weil mit an Haufen kleinkarrierter engstirniger Südtiroler setz i mi in koan Bus! Sem zohl i lieber in Parkplotz, die Vignette und die Europabrugg selber! Soffl Zeit und Geld hon i no!

    • Frage?

      Ist ab 19.- Euro mit der Eisenbahn von Zentrum zu Zentrum im EuroCity der ÖBB/DB zu teuer?

      Übrigens fährt man mit dieser Garnitur von Bozen nach Venedig im Angebot um 9.-!!!!!! Euro, sicher, stressfrei und bequem mit Speisewagen!

      Nicht glauben?

      Hier lesen!

      http://www.oebb.at/de/Reisen_ins_Ausland/SparSchiene_Europa/Italien/Fahrplan_Muenchen-Innsbruck-Italien/index.jsp

    • saustall_kritiker

      Die große Chance von „MeinFernbus“ ist auch, dass die Preise für den Zug viel zu hoch sind. Und das Land kriegt es einfach nicht auf die Reihe, mit den Nachbarländern attraktive Preise auszumachen und Abkommen zu schließen. So fährt zwar jetzt ein Zug um 7.30 Uhr nach Innsbruck, wo man nach München umsteigen kann. Es ist aber nicht möglich, das übliche 29-Euro-Ticket von Bozen nach München mit dieser Verbindung direkt zu buchen, weil – wie man hört – sich die SAD (welche den Zug bis Brenner betreibt) ordentlich quer gelegt hat. MeinFernbus ist es nun zu verdanken, dass die Erreichbarkeit Südtirols zu anständigen Preisen besser geworden ist, nicht den Politikern, die damit nur den Flughafen für einige wenige ausbauen möchten und alles andere einfach verschlampen.

    • Der den Arno kämmt

      Zeit für den ruinösen Wettbewerb! Nachdem die Fernbusunternehmen in Deutschland nach der Reihe pleite gegangen sind, weiß man eh, wohin die Reise geht. Nur die Bahnunternehmen scheren sich offenbar nicht um diese Entwicklung. Bei den Preisen werden die Züge jedenfalls bald leer sein.

    • Angelo

      @Pincopallino

      mir geht’s auch so !

    • Rittner Gastkommentar

      Hallo Kollegen,
      bin gestern früh 5.3.um 6.00Uhr vom Hotel Alpi/BZ mit „Mein Fernbus“ nach München gefahren und um 18.00Uhr retour gefahren. Buchung übers Internet, sehr bedienerfreundlich und einfach. Preis pro Fahrt: 13.5€. Mitteilungen und Details zur Abfahrt über SMS erhalten. Bus ist pünktlich gestartet und halbwegs pünktlich angekommen (trotz Schnee übern Zirlerberg). Hinfahrt mit Bus von Martinreisen – nigelnagelneu im grünen Design und beste Qualität. Retourfahrt um 18.00Uhr mit Bus von Silbernagl – war auch perfekt. Hinfahrt ca. 35 Personen, Retourfahrt ca. 25 Personen – viele Studenten und junge Leute.

      Fazit: Super Angebot – bester Service, gute Preise, saubere Busse und auf alle Fälle zu empfehlen. Ich finde das ist eine gute Alternative zu bestehende Bus- und Zugverbindungen. Dass diese Kampfpreise aber kurzfristig ansteigen werden ist anzunehmen.

    • tom

      Der EC nach München ist weder nach Ibk noch nach München eine ernstzunehmende Alternative, viel zu teuer. Macht m.M. nach nur Sinn, wenn man umsteigt und man ein günstiges Sparpreis.Ticket ergattert. Alles andere macht keinen Sinn

    • Michael Fleck

      Viele Grüße aus Deutschland,

      als ich in Innsbruck für die Austria Telekom gearbeitet habe, da war ich so stolz auf Deutschland???? Nein, auf Österreich!
      Ich hatte das Gefühl, hier herrscht noch Leben und Leben lassen.

      Auch wenn bei Euch irrige Meinung herrscht, es seien bisher nur wenige Unternehmen wie Fernbus pleite gegangen, dann irrt Ihr gewaltig. 3 Große der Branche sind schon insolvent. ADAC hat zurückgerudert. Viele unzählige Sub-Bus-Unternehmer die eigentlich jahrelang als eigenständiges Unternehmen erfolgreich waren haben sich blenden lassen und Ihr alteingessenes Unternehmen ging dadurch Pleite.

      Leben und Leben lassen geht wohl jetzt auch in Österrech den Bach hinunter. Gönnt doch jedem der tagtäglich hart arbeitet wenigstens ein Leben im Mittelstand.

      Deutschland glänzt derzeit mit relativ guten Werten bei den Arbeitslosenzahlen.
      Aber 5000000 die Leistungen aus Hartz 4 beziehen, weil Sie mit Ihrer täglichen Vollzeit-Arbeit nicht mehr den Lebens-Unterhalt bestreiten können, sprechen eine ganz andere Sprache!

      Die von Euch genannten Busunternehmer aus Südtirol müssen Monat für Monat, Jahr für Jahr immer wieder neue Aufträge aquirieren. Keine leichte Aufgabe.
      Wenn Ihr der Meinung seid, die verdienen viel zu viel, dann kauft Euch doch 10 Busse und werdet Busunternehmer.

      Schaut nicht auf die neue Villa und das schicke Auto des Unternehmers, schaut darauf wie es seinen Mitarbeitern geht. Geht es den Mitarbeitern gut, dann gönnt dem Unternehmer auch seinen Luxus.

      Geht es den Mitarbeitern schlecht, dann meidet Geschäftskontakte mit diesen Firmen. Meidet auch Fernbus und bewahrt Euren Stolz. Leben und Leben lassen.

      Michael Fleck

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