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    Gerettete Tamara

    Eingeschneit am Manaslu (Foto: Simone Moro)

    Eingeschneit am Manaslu (Fotos: Simone Moro)

    Video: Goinfo.it/Youtube

    Tamara Lunger und Simone Moro haben am Manaslu die Flucht ergriffen. Sie ließen sich wegen der heftigen Schneefälle von einem Hubschrauber ausfliegen.

    Tamara Lunger und Simone Moro haben am Manaslu die Flucht ergriffen.

    Die beiden ließen sich am Mittwoch mit einem Hubschrauber nach Samagaon ausfliegen, dem Dorf zu Füßen des Achttausenders in Nepal. Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage sei „die Lage außer Kontrolle geraten“, sagt Simone Moro gegenüber DW.de.

    DW.de. berichtet weiter:

    Mehr als fünf Meter Schnee türmen sich im Basislager auf 4700 Metern. Dem kleinen Team gelang es kaum noch, die Zelte freizuschaufeln. Wegen der Schneemassen war der eigentlich lawinensichere Standort akut gefährdet. Am Dienstag streifte eine Lawine das Lager.

    Bildschirmfoto 2015-03-04 um 19.09.21Die 28-jährige Tamara Lunger, die noch vor einigen Tagen so euphorisch klang, fand das ,nicht mehr lustig‘. 

    Auch der erfahrene Simone Moro ist von der extremen Wetterlage beeindruckt. ,Ich war bereits 13-mal auf Winterexpedition. Aber ich kann mich nicht erinnern, jemals so etwas wie hier gesehen zu haben‘, sagt Moro. ,Noch länger hier zu bleiben, würde bedeuten, dass wir unser Leben riskieren.‘

    Der 47-Jährige stellt jedoch klar, dass ,unsere Expedition hier noch nicht endet‘.

    Die Genehmigung, den Manaslu zu besteigen, gelte schließlich für insgesamt 75 Tage.

    Eine Winterbesteigung hat Moro allerdings abgehakt. ,Es braucht mindestens zwei bis drei Wochen Sonnenschein, bis sich die fünf Meter dicke Neuschneeschicht an den Flanken des Manaslu so weit gesetzt hat, dass man an einen Aufstieg denken kann.‘

    Tamara Lunger und Simone Moro wollen sich jetzt erst einmal in die Khumbu-Region fliegen lassen, um sich im Gebiet um den Mount Everest fit zu halten.

    Wenn es die Verhältnisse am Manaslu zulassen, wollen die beiden zum achthöchsten Berg der Erde zurückkehren, um ihr Projekt doch noch zu verwirklichen: eine kombinierte Besteigung des 8167 Meter hohen Hauptgipfels und des vorgelagerten 7992 Meter hohen Pinnacle East.

    Aber eben erst im Frühling.“

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    Kommentare (24)

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    • Felix Austria

      hört das nie auf, die unsinnige Rumkraxlerei ?,
      und die zig Tausend Tonnen Abfall die dort überall
      rumliegen im Himalaya.

      • Gloria

        Richtig, Felix, ausnahmsweise total deiner Meinung. Und dann haben die Leute anscheinend auch noch das Bedürfnis zu Hause in die Provinz-Zeitung zu kommen. Für was denn? Totaler Blödsinn und große Umweltbelastung mit dem ganzen Plunder, den sie mitschleppen und dann vieles da liegen lassen. Sollen endlich aufhören mit dem Schmäh.

    • Kunigunde

      Expeditionen sind hauptsächlich nur mehr Geldmacherei. Die damit verbundene Umweltbelastung ist viel zu groß und nicht mehr zu rechtfertigen.

    • Reinhilde Messer

      in Südtirol werden deutsche Touristen vom Berg geholt, in Nepal werden südtiroler Touristen vom Berg geholt…

    • ruski.87

      Solange die Medien mitspielen wird diese Selbstherrlichkeit nicht aufhören. Es geht nicht mehr um die Leidenschaft am Berg sondern nur mehr darum mit PR seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Zur Planung am Berg sollte auch der Abstieg dazugehören. Sich mit dem Hubschrauber abholen zu lassen und dann von Abenteuer zu sprechen ist sehr fragwürdig….

      • Ploner Helmuth

        Da kann ich nur beipflichten! Es soll Menschen geben die einer geordneten Arbeit nachgehen und damit ihre Brötchen verdienen und die Leidenschaft „Berg“ in der kargen Freizeit erleben…dabei muss man sich fragen wen „kratzen“ diese Selbstdarsteller!?

        • Ploner Helmuth

          Noch eine Anmerkung: ich hege große Achtung und Bewunderung für die Pioniere des Alpinismus, wie z.B. Messner, Hillary, Buhl usw. die unter Einsatz ihres eigenen Lebens neue Horizonte erschlossen haben…ohne GPS, Seilwinden, Hubschrauber usw.

    • snow

      Ja ne ist klar – besser sind die hobbies der ganzen christkindlmarkttouristen, die unsre luft verpesten, dafùr die kasse klingeln lassen, oder beschàftigungen wie kollektives motorsportschauen, anstatt selbst etwas hùftspeck in unseren bergen hintenzulassen. besser fùr die umwelt ist auch, auf gezúchteten und mit antibiotika gewúrzten fisch, feinkost aus aller welt und all inclusive cluburlaube zu setzen.
      Da haben zwei talentierte (und sympathische ) menschen eine begeisterung fùr den berg (der von natur aus da ist) , den mut, ihren traum zu leben, verletzen niemanden damit, und lassen freunde und bekannte daheim teilhaben an ihrem abenteuer.
      Aber schlechtreden kann man bekanntlich alles.

      • Armin

        Aber wenn man sich mit Hubschrauber überall und jederzeit abholen lassen kann sollen sie nicht mehr von Abenteuer sprechen

        • warpet

          sie lassen sich aus dem *basislager* abholen und nicht vom gipfel!
          man kommt ohne hubschrauber gar nicht mehr von dort weck bei 5m schnee.

          der flug ist im voraus bezahlt, mit sicherheit im voraus abgemacht und der job des piloten, von rettungsmission bei dem er sein leben gefährdet kann nicht die rede sein ausserdem zahlt der arme südtiroler schon nicht mit also braucht er nicht so angst um sein liebes geld zu haben.

          seit bei den expeditionen im himalaya das material das mitgebracht wird vor dem start gewogen wird, man den müll zurückbringen muss, pfand dafür zahlt und das was wieder zurückkommt zur kontrolle auch gewogen wird, ist es dort sauber.
          keine umwelttragödie.

          viel dreckiger ist es auf den heimischen bergen wo herr und frau südtiroler gerne ihren müll verstreuen.

          schade dass herr und frau südtiroler lieber dem hobby schlechtreden, raunzen und nörgeln nachgehen anstatt es den beiden gleich zu tun und sich in unsere herrliche natur zu begeben.

      • Mark P.

        Snow, Ich werfe noch was ein: mir ist es ziemlich piepsegal welchen Hobbies andere Leute nachgehen. Sie können sich auch gerne selber gefährden. Aber sobald es nötig ist aufgrund des Auslebens von Hobbies „gerettet“ zu werden, andere Leute ihr eigenes riskieren, um diese Leute zu retten (Hubschrauber fahren bei solchen Bedingungen ist auch kein Honigschlecken).. hört bei mir das Verständnis auf.

        • sogeatsnet

          Ok, wenn du dann mal im Straßengraben liegen solltest, melde dich bitte!
          Dann komme ich vorbei und erinnere dich an deinen heutigen Kommentar…

          • Mark P.

            Gerne erinnere ich dich JETZT daß du zuerst mal über den Unterschied zwischen „gefährliches“ Hobbie und Alltagstätigkeit nachdenkst………………………………………………….. Sobald du soweit bist, können wir weiter reden!!!

    • sogeatsnet

      Es soll ja Menschen geben, denen nichts zu blöd ist!
      Und damit meine ich jetzt nicht die beiden Bergsteiger… 😉

    • bernhard

      Und wer zahlt den Heli für diese unsere zwei Selbstinszenierer…? Am Ende noch die SMG! 🙂

    • TrueGrit

      Ich war mal ein grosser Fan und potentieller Unterstützer von Tamara. Aber dann hat sie mich aus ihrer Facebook Freundesliste entfernt. Naja, egal….

      • sogeatsnet

        Na das ist aber wirklich unerhört! Das geht gar nicht!
        Kennst du sie persönlich? Dann würde ich ihr aber schon gehörig den Marsch blasen!

        Mir kann das zum Glück nicht passieren. 😉 Ich habe gar kein Facebook-Account
        Also, Problem gelöst.

    • TrueGrit

      @sogeatsnet: das ist nicht unerhört, sondern egal. Hättest nur zu Ende lesen müssen.

      Im übrigen teile ich die Meinung einiger vorherigen Schreiber hier: diesen Sportlern wird zuviel Aufmerksamkeit zuteil. Interessieren wir uns mehr für jene die sich tagtäglich abrackern, sich für die Jugend einsetzen und jenen den der Begriff „Ehrenamt“ wirklich was bedeutet.

    • Frage?

      Wie lautet der alte Spruch?

      „Wärst nicht hinaufgestiegen,
      wärst nicht heruntergefallen.“

      Ich habe mit keinem Extrembergwahnsinnigen, auch nur das geringste, Mitleid.

    • hanna

      Zu Tamara Lunger und Simone Moro möchte ich keinen Kommentar abgeben.
      Schon im Oktober 2014 war die Manaslu Region mit meterhohen Schneemassen eingeschneit. Schon damals wurde nur von den Touristen und Bergsteigern gesprochen, vielleicht sollten wir auch an die Menschen denken die dort leben, eingeschneit sind von Samagaon aufwätrs gibt es noch einige Dörfer die auch im Winter bewohnt werden Wie Kermo Kharka – Samdo bis Larke Phediauf 4460m . Die Menschen dort ernähren sich von Tsampa (geröstete , alles ist eingeschneit. Die vergessenen Menschen im Himalaya.

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