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    Der Abstiegskampf

    Der Abstiegskampf

    Nach zwei Dritteln der Meisterschaft in der regionalen Oberliga kämpft die Hälfe der Mannschaften gegen den Abstieg.

    von Klaus Schuster

    Alljährlich steht in der regionalen Oberliga der Abstiegskampf im Zentrum des Interesses. Und, wie fast immer, ist nach zwei Dritteln der Meisterschaft noch die Hälfte der Mannschaften in diesen Abstiegskampf involviert.

    An diesem Wochenende gelang es Ahrntal und dem Bozner FC drei ganz wichtige Punkte zu holen: Ahrntal schlug zuhause Lavis durch einen Treffer in der 89. Min. von Franz Pittschieler und der Bozner FC gewann mit 1:0 gegen St. Martin/Passeier. Der Schütze des einzigen Tores hieß dabei, die meisten werden sagen endlich: Joachim Degasperi. Nach sechs Niederlagen in Folge landete der Bozner FC damit endlich wieder einen vollen Erfolg!

    Wie Abstiegskampf pur aussieht, davon konnte man sich in Salurn beim Aufeinandertreffen der Hausherren und dem FC St. Pauls überzeugen. Ein fußballerischer Leckerbissen war nicht zu erwarten, aber spannend war diese Begegnung ab der Halbzeit allemal.

    In der ersten Halbzeit begann Salurn stark, aber ab Minute 20 hielt St. Pauls das Spiel offen und kam mit Hansi Mair, der mehrere gute Szenen hatte, auch zu Chancen. Im Anschluss an eine Ecke traf man die Querlatte, hatte aber in der 44. Min. auch Glück, weil auch der Ex Paulsner Giacomuzzi aus wenigen Metern den Pfosten traf. Dalpiaz bugsierte den Ball zwar ins Tor, aber der Treffer wurde richtigerweise annulliert, da er beim Schuss seines Mannschaftskollegen im Abseits stand.

    Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Cova, Salurns rechter Verteidiger sah nach einem Foul in der Nähe der Mittellinie die gelb/rote Karte, St. Pauls spielte somit die gesamte zweite Spielhälfte in Überzahl.

    In der 57. Min. zeigte der Unparteiische, unter wütenden Protesten der Hausherren, nach einem Handspiel im Salurner Strafraum auch noch auf den Elfmeterpunkt. Dem, am Boden liegenden Salurner Abwehrspieler wurde der Ball aus nächster Nähe an die Hand gespielt. Deshalb konnte man in dieser Szene in keiner Weise von einem absichtlichen Handspiel sprechen, weshalb der Strafstoß für meine Begriffe sehr hart war.

    Nun, Fischnaller ließ sich nicht beirren und brachte die Überetscher in Führung, aber ab diesem Zeitpunkt war klar, dass es auch auf der anderen Seite einen Elfmeter geben würde, sobald dazu auch nur der geringste Anlass vorhanden war.

    Salurns Trainer Pellegrini sah sich angesichts der, immer größer werdenden Hektik seiner Elf, gezwungen sich selbst einzuwechseln, weshalb der knappe 10 Min. vorher eingetauschte Virzi den Platz wieder verlassen musste. Damit erreichte er, dass in seiner Mannschaft wieder Ordnung einkehrte und die Hektik geringer wurde.

    Da St. Pauls nicht in der Lage war den Ball in den eigenen Reihen zu halten und das Spiel zu beruhigen und auch seine Konterchancen nicht nutzte, kam es zu mehreren brenzligen Szenen im Paulsner Strafraum. So köpfte Dalpiaz nach einer Flanke von Michelon den Ball aus 4m in die Hände von Torwart Tarantino. In der Nachspielzeit nahm das Drama der Paulsner seinen Lauf: in der 92. Min., kam es, nach dem zweiten Eckball in Folge für den FC St. Pauls zu einem Einwurf für die Überetscher. Salurn gelang es den Ball nach vorne abzuwehren und der, inzwischen ins Angriffszentrum beorderte Nardin spielte direkt weiter zu Joppi, der, wieder direkt, weiter zu Giacomuzzi leitete. Letzterer tauchte alleine vor dem heraus eilenden Torwart Tarantino auf und fiel knapp außerhalb oder innerhalb des Strafraum über den Paulsner Torsteher, der den Ball noch berührte. Der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt und Tarantino die rote Karte, Bovolenta, der einzige bis zu diesem Zeitpunkt eingewechselte, Paulsner Spieler protestierte und wurde auch noch des Feldes verwiesen.

    Dalpiaz ließ sich jedenfalls nicht beeindrucken und erzielte den Ausgleich.

    St. Pauls verlor somit in der Nachspielzeit, nachdem man eine Spielhälfte in Überzahl war, durch ein Kontertor, nicht nur zwei Punkte, sondern auch noch zwei wichtige Stützen, die am nächsten Sonntag im Traditionsderby gegen Tramin fehlen werden.

     

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