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    Der Gratis-Heimflug

    Armand Shehi wird von Bozen zum Flughafen nach Verona gebracht (Foto: Polizei)

    Armand Shehi wird von Bozen zum Flughafen nach Verona gebracht (Foto: Polizei)

    Der Quästor hat erneut einen jungen Albaner abgeschoben. Der 21-Jährige war in Meran ansässig und mehrmals straffällig geworden.

    Der Quästor zeigt sich weiterhin von seiner gnadenlosen Seite.

    Lucio Carluccio hat den 21-jährigen albanischen Staatsbürger Armand Shehi aus Italien abschieben lassen.

    Der junge Mann, der in Meran wohnte, war bereits mehrfach straffällig geworden. Armand Shehi war im Alter von 17 Jahren erstmals wegen Kokain-Handels verhaftet worden. Später wurde er wegen erschwerten Diebstahls verurteilt. Der junge Mann war auch mehrmals in Schlägereien vor und in Diskotheken verwickelt gewesen. Und er hat eine Verurteilung wegen Benutzung einer gestohlenen Kreditkarte auf dem Buckel.

    Zuletzt war der junge Mann am 30. Jänner dieses Jahres verhaftet worden, nachdem er bei einer Routinekontrolle durch die Carabinieri flüchten wollte. Dabei war Armand Shehi auf die Beamten losgegangen, hatte sie bedroht und tätlich angegriffen.

    Trotz seines zarten Alters hatte Armand Shehi, also, bereits eine erstaunliche kriminelle Karriere vorzuweisen.

    Nachdem ein Friedensrichter grünes Licht zur Abschiebung erteilt hatte, wurde Armand Shehi am Donnerstag nach Verona gebracht, von wo aus er in einen Flieger nach Vlora gesetzt wurde.

    Der Südtiroler Polizeichef – den die TAGESZEITUNG in ihrer Print-Ausgabe zuletzt als „Sheriff“ porträtiert hatte, der mit seiner kompromisslosen Art in der Öffentlichkeit viel Zustimmung erfährt – hat damit binnen weniger Wochen bereits vier albanische Staatsbürger abschieben lassen. Der Quästor setzt offenbar auf den Faktor Abschreckung.

    Denn für viele jugendliche Einwanderer, die bereits seit Jahren in Südtirol leben, dürfte eine Abschiebung in die Heimat (die sie gar nicht mehr kennen) ein Albtraum sein.

    Zur Erinnerung: Dem Antrag auf Abschiebung muss ein Friedensrichter zustimmen. Solche Anträge müssen ausreichend begründet sein. Im Fall Armand Shehi war dies offenbar der Fall – und der Richter hat den 21-jährigen Albaner als gemeingefährlich bzw. als ein Risiko für die öffentliche Sicherheit eingestuft.

     

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