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    Diebische Badante

    Eine Bozner Betreuerin hat ihre Dienstgeberin, eine Frau im Rollstuhl, im Laufe mehrerer Jahre um 60.000 Euro erleichtert.

    (tom) Es war eigentlich vorauszusehen, dass die Sache irgendwann auffliegen würde. Der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft gegen die 63-jährige Boznerin Manuela Prada liegt eine lange Liste von Bancomat-Behebungen und Shopping in Geschäften bei.

    In Summe: 60.403 Euro.

    Das Problem: Die Bankomatkarte gehörte ihrer Dienstgeberin, eine 57-jährige Boznerin, die im Rollstuhl sitzt.

    Prada arbeitete für sie als „badante“ und bediente sich offenbar ungeniert an der Bankomat-Karte der Frau.

    Am Mittwoch schloss sie am Landesgericht einen gerichtlichen Vergleich über zwei Jahre Haft ab – wegen unerlaubter Verwendung einer Kreditkarte. Die Höchststrafe. Prada sicherte vor dem Urteil immerhin zu, ihrer Dienstgeberin 3.500 Euro zurückzuzahlen. Angeblich hatte sie ihr diesen Betrag geliehen.

     

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    Kommentare (7)

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    • schnellermichl

      wer ist denn der Sachwalter der Frau?

    • :)

      nur weil man im Rollstuhl sitzt braucht man keinen Sachwalter!!!

    • Klausi

      Wie alles soll die Badante zurückzahlen müssen und noch 25% mehr. Wo sind wir denn????? In der Pampa??????

    • Michi Z.

      In Meran wurde ein Fall eines Rechtsanwaltes bekannt. Dort haben sich Vermögensverhalter und eine Betreuerin auch ungeniert bedient.
      Es steigen nicht nur die Einbrüche sondern auch andere Delikte.

    • christian waschgler

      Auch unter diesen Pflegerinnen gibt es natürlich schwarze Schafe. Die meisten jedoch leisten eine überaus schwierige Mission und brauchen viel Kraft dafür. Aber nicht nur Diebstahl kommt vor. Die „Badante“ (40) eines Bekannten beantragte nach wenigen Monaten Pflege eines über 80 jährigen in der Gemeinde das Aufgebot – einmal wegen der Staatsbürgerschaft, zweitens um das Haus des über 80 jährigen zu erben und drittens wenn er aus ihrer Sicht möglichst bald das Zeitliche segnet, die Hinterbliebenenrente zu kassieren.

    • tja

      es wird über jemanden entschieden,
      der sei nicht zurechnungsfähig
      obwohl er/sie im Alltag (von einkaufen, haushalt bis kochen, usw) ganz allein zurechtkommt …
      auser in Geldfragen ! da braucht es „komischerweise“ einen Verwalter …

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