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    N.C. Kaser-Preis an Tom Raworth

    Tom Raworth: Ungeheurer Einfallsreichtum.

    Tom Raworth: Ungeheurer Einfallsreichtum.

    Der N.C. Kaser-Lyrikpreis, den der Verein der Bücherwürmer seit 1988 vergibt, geht heuer an den Engländer Tom Raworth.

    Vor zwei Jahren hatte ihn der Schotte Tom Leonard entgegen genommen und mit Gedichten erstaunt, die anarchistisch zwischen Hohem und Niederem, Sympathischen und Ironischen, Christlichem und Nihilistischem oszillieren. Mit dieser Aneinanderreibung der Diskurse öffnet er das Gedicht auf die Fremdsprachigkeit hin, ähnlich wie es auch Thomas Kling tat und Oskar Pastior, wie es Ulf Stolterfoht tut, Oswald Egger oder Marcel Beyer. Nun gibt Tom Leonard den Preis weiter an den Engländer Tom Raworth (*1938), der zu diesem Anlass am 10. Juni 2015 auf dem Vigiljoch gefeiert wird.

    Nicht unweit von Leonard, der Tom Raworth einen poetisch einzigartigen Widerstand gegen alle konformen und kolonialisierten Zuschreibungen attestiert, weiß Tom Raworth um die Kraft des poetischen Spiels, das gerade in der Verve von Witz und Negation den Widerstand hervorbringt und das Alltägliche und Gesellschaftliche in einem ungeheuren Einfallsreichtum und einer abenteuerlichen Tiefgründigkeit auf die Schippe nimmt. Eine Publikation mit Gedichten in der Übersetzung von Ulf Stolterfoht und mit der Laudatio von Tom Leonard begleitet die Preisverleihung.

    Und nicht zuletzt legen junge Dichterinnen und Dichter in einem Vorspiel den Teppich für den Preisträger auf dem Vigiljoch aus. Maria C. Hilber, Louis Schropp, Gerd Sulzenbacher, Matthias Vieider und Jörg Zemmler nähern sich in experimenteller Vielfalt Tom Leonard und stellen ihre Lektüre und ihren Ansatz poetischer Rede vor.

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