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    Wie arbeitet ein Künstler heute?

    SOLO SHOW Robbie Williams: Wenn der Künstler nicht wirklich selbst „Hand anlegt”, wer ist dann eigentlich der Autor von Kunst? (Foto: Luca Meneghel)

    SOLO SHOW Robbie Williams: Wenn der Künstler nicht wirklich selbst „Hand anlegt”, wer ist dann eigentlich der Autor von Kunst? (Foto: Luca Meneghel)

    Das Museion lädt zum Rahmenprogramm der Ausstellung SOLO SHOW Robbie Williams zu einem Gespräch mit Natascha Sadr Haghighian und Uwe Schwarzer ein.

    Wie entsteht Kunst? Es gab einmal den Mythos vom Künstler der – dank eines herausragenden Talents – mit den eigenen Händen außerordentliche Kunstwerke schuf. Im zeitgenössischen Kunstbetrieb sind Künstlerinnen und Künstler dagegen häufig auf einen Mitarbeiterstab angewiesen um ihre Ideen technisch und logistisch verwirklichen zu können. Diese Praxis ist inzwischen so weit verbreitet, dass es Unternehmen gibt, die sich ausschließlich auf die Produktion von Kunst spezialisiert haben. Diese Kunst-Dienstleister arbeiten dabei im Hintergrund und sind für das Publikum unsichtbar. Aber wenn der Künstler nicht wirklich selbst „Hand anlegt”, wer ist dann eigentlich der Autor von Kunst?

    Ausgehend von diesen Überlegungen zur Art und Weise wie zeitgenössische Kunst entsteht unterhalten sich die Künstlerin Natascha Sadr Haghighian und der Gründer von mixedmedia berlin, Uwe Schwarzer, über die Entstehung der Ausstellung SOLO SHOW Robbie Williams, die bis Ende März im Museion zu sehen ist. Thema des Gesprächs ist auch die Arbeit von Produktionsfirmen wie mixedmedia berlin, die im Auftrag international tätiger Künstlerinnen und Künstler Kunstwerke realisiert.

    Dabei sprechen Haghighian und Schwarzer über die Arbeitsprozesse hinter der SOLO SHOW und verschiedene Formen künstlerischer Arbeit. Natascha Sadr Haghighian setzt in ihrer künstlerischen Arbeit eine Vielzahl von Formen und Formaten ein wie Videos, Performances und Installationen oder Text und Klang. Sie beschäftigt sich in erster Linie mit den gesellschaftspolitischen Implikationen dessen, wie Welt gemacht und gesehen wird. Anstatt auf Höhepunkte aus ihrem Lebenslauf zu verweisen lädt Haghighian dazu ein, www.bioswop.net zu besuchen, eine online Biografie-Tauschbörse, in der Künstler und Kulturschaffende Lebensläufe leihen und verleihen können.

    mixedmedia berlin produziert Kunstwerke für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler. Darüber hinaus ist das Unternehmen für Museen und Galerien tätig. Angeboten werden alle Dienstleistungen rund um das Kunstwerk, einschließlich Aufbau und Restaurierung, die Bereitstellung von Vitrinen, Podesten und Rahmungen sowie Kistenbau, Verpackung und Versand. mixedmedia berlin produziert in einer ehemaligen Tabakfabrik auf fünf Etagen im Zentrum von Berlin und betreibt eine Lackierwerkstatt in einem Berliner Industriegebiet. mixedmedia berlin wurde 1999 von Uwe Schwarzer gegründet.

    Termin: 26. Februar um 20.00 Uhr im Museion. Um 19 Uhr bietet das Museion eine Gratisführung durch die Ausstellungen an. Das Museum bleibt an diesem Tag bis 22 Uhr geöffnet. Freier Eintritt ab 18 Uhr.Der Eintritt ist frei

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    Kommentare (1)

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    • Verwunderlich

      lustig…. wie man zu diskutieren versucht….. weil es sie nicht gibt… was es aber gibt das ist…. geld… je mehr geld… desto größer die wahrscheinlichkeit… dass wenigstens kunst .hervor philosophiert werden könnte … sonst nicht`s….

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