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    Jung & arbeitslos

    Jung & arbeitslos

    Südtirol ist kein Schlaraffenland mehr, wenn es um die Jobsuche für Jugendliche geht: Das wissen auch die rund 800 arbeitslosen Jugendlichen.

    Tageszeitung: Herr Mayr, nur weil man jung und gewillt ist, zu arbeiten, ist das heute in Südtirol auch keine Garantie mehr, eine Arbeit zu finden?

    Michael Mayr, Direktor des Arbeitsservices: Die Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich mittlerweile auch in Südtirol deutlich eingetrübt. Im nationalen Vergleich stehen wir noch gut da. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es auch hierzulande Zielgruppen gibt, die sich prinzipiell schwer tun, eine Arbeit zu finden – und wenn die Zeiten nicht so rosig sind, ist es für sie nochmals um einiges schwieriger.

    Von welchen Gruppen sprechen Sie hier?

    Ich möchte nicht sagen, dass jeder die Matura machen muss. Aber wenn man die Schule oder auch die Berufsausbildung abbricht, tut man sich schwer, eine Arbeit zu finden.

    Wenn jemand eine abgeschlossene Lehre hat, ist er relativ gut vermittelbar, denn Fachkräfte sind nach wie vor gefragt. Schwierig ist es aber auch, wenn die Leute nicht zweisprachig sind.

    Wie viele Jugendliche sind heute arbeitslos?

    Bei uns sind derzeit zwischen 700 und 800 Jugendlichen eingetragen, die arbeitslos sind. Man muss hier spezifizieren, denn es gibt auch einige, die saisonsbedingt nicht arbeiten, oder vielleicht bei ihrem Kind zu Hause sind.

    Jugendliche, die wirklich morgen eine Arbeitsstelle antreten könnten, gibt es derzeit ungefähr 350.

    Das sind schon einige…

    Das sind doppelt so viele als im Jahr 2008.

    Interview: Karin Köhl

     

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    Kommentare (20)

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    • Einereiner

      Für die Jugendlichen bleibt noch die Mögluchkeit nördlich des Brenners eine Arbeit zu suchen. So wie es viele Italiener und Spanier zur Zeit machen. Bedanken können sie sich bei der SVP für deren Festhalten an maroden Land Italien. Es braucht das Los von Italien und es wird ein Ruck durch Südtirol gehen, der uns wieder auf mitteleuropäisches Niveau bringt.

    • Unternehmer

      das ich nicht lache! Wer in Südtirol arbeiten will, der findet auch eine Arbeit! Meine Firma sucht seit mittlerweile händeringend nach Mitarbeitern mit Inseraten in diversen Tageszeitungen und Gemeindeblättern. Bis auf einen pakistanischen Abspüler und einer Thailänderin, die weder Deutsch noch Italienisch sprach, hat sich niemand gemeldet. Deswegen: wer bei uns keine Arbeit hat, ist einfach nur faul!

    • Visionär

      Italien ist keine Zukunft. Politiker aller Parteien sollen sich endlich für die Trennung vom Pleitestaat Italien einsetzen.

    • Hubert

      Es ist schon bedauerlich für die Jungen wenn sie keine Arbeit bekommen (so weit dies wirklich zutrifft). Aber für die Politiker ist es ein guter Grund von den anderen bekannten Problemen etwas abzulenken (Superrenten für Politiker und Hungerrenten für Normalos, Sicherheitsmanko etc.)
      Na dann….

    • Haschisch

      Schwierig ist es aber auch, wenn die Leute nicht zweisprachig sind.

      So schauts aus, welche Fachkraft wird nach Südtirol gehen??

    • Pincopallino

      Mich würde interessieren wieviele von diesen effektiven 350 arbeitslosen Jugendlichen überhaupt arbeiten wollen!
      Sicher gehören der Grossteil davon der „keinBock Generation an“!
      Interessant ist zudem dass auch hier die SVP wieder mal Schuld ist bzw Schuld hat! Leute greift Euch an die eigene Nase und versucht etwas zu ändern, und nicht immer die Schuld bei den anderen suchen! Die Grenzen sind offen, wir leben in Europa, wem es bei oder in Italien nicht gefällt, kann selber entscheiden auszuwandern odr Land zu wechseln!

    • Sepp1

      Ich muss dem „Unternehmer“ einfach Recht geben, wer arbeiten will, findet auch in Südtirol Arbeit.
      Es kann doch nicht sein, dass sich Arbeitslose mit Mittelschulabschluss als Bürokraft vorstellen kommen, 1.800euro fordern und maximal 5½Tage in der Woche arbeiten wollen.

      • michl

        Was haben sie für ein Büro?Bei uns verdienen sie mit der Matura 1300 Euro.Studenten 400 Euro.Wir bekommen genug Personal.Der Chef könnte auch unterm Tarif bezahlen was viele auch machen.Kenne Einige die kaum auf 1000 Euros kommen weil sie nur Partime gemeldet sind obwohl sie doch mehr Stunden machen müssen.Da heist es,wenns dir nicht passt da ist die Tür.Bewerbungen haben wir genug.

    • hans

      wer arbeiten will findet 100% Arbeit ,sich nicht immer die ,die er gerne hätte ,oder das was er studiert hat ,aber Arbeit ist in Südtirol zu finden .
      Wir brauche nur zählen wie viele Ausländische Arbeiter hier arbeiten .
      unser System ist falsch , wenn ich keine Arbeit annehme soll kein Arbeitslosengeld ausbezahlt werden ,mal schauen wie lange die ohne Arbeit zuhause sitzen ,die würden sich ihre Arbeit suchen und auch eine Arbeit annehmen die nicht ihren Wünschen entspricht

    • HORST

      Arbeit, Arbeit, Arbeit….
      Ich wäre dafür, dass Chefs eine angemessene Ausbildung bekämen WIE man Mitarbeiter/innen behandelt bzw.. richtig „führt“. Das ist ja teilweise unter aller Sau was sich hier viele Arbeitgeber leisten..

      Arbeit ist ja (natürlich) wichtig im Leben und sollte jedem seine persönliche Erfüllung bieten… Aber nicht auf Kosten seiner Gesundheit – siehe am Beispiel Japan

    • Wolf

      „Arbeit ist ja (natürlich) wichtig im Leben und sollte jedem seine persönliche Erfüllung bieten…“

      Zwischen dem was ist und dem was sollte, liegen ja mitunter Welten.

    • Wolf

      Aber nein, persönliche Erfüllung ist für die Mehrzahl der Menschen heute wohl kaum das wesentliche Motiv darüf, wieso sie ihrer Arbeit nachgegehen, und sie würden, wenn sie denn könnten, wohl eher heute als morgen kündigen.

    • Cyrano

      Die Zeiten als die öffentliche Verwaltung massenhaft Leute einstellte sind leider vorbei. Die krisensicheren angenehmen und privilegierten öffentlichen Arbeitsplätze,von denen man in der Privatwirtschaft nur zu träumen wagt, sind immer noch das Mass aller Dinge, kein Wunder dass der Katzenjammer unter den Arbeitsuchenden gross ist.

    • roadrunner

      Wr arbeiten will, wird auch Arbeit finden, man darf sich nur nicht zu schön sein, sich schmutzig zu machen.
      Wir suchen auch schon seit Monaten nach Arbeitskräften, Ausbildung ist nicht unbedingt gefragt, aber wünschenswert. Wichtiger ist uns der Arbeitswille und welche Freunde er dabei hat. Wenn sich erkennen lässt, dass er nur die Stunden runter spult und nicht wirklich Freude an der Arbeit hat, darf er nach der Probezeit wieder gehen- ist schlecht für den Teamgeist.

    • LUDWIG

      @ HORST: Auch manchen Angestellten täte es gut, einen Benimm-Dich-Kurs zu besuchen. Was einige sich erlauben, schlägt das Fass zum Boden. Kein Wunder, dass viele Chefs froh über die Kündigunserleichterungen der Regierung Renzi sind. Endlich wird man diese Typen schneller los!

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