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Die Fusion

Mauro Marchi, Wolfram Sparber, Sebastian Helfer, Richard Theiner, Arno Kompatscher, Luigi Spagnolli und Günther Januth bei der Vertragsunterzeichnung (Foto: lpa)

Mauro Marchi, Wolfram Sparber, Sebastian Helfer, Richard Theiner, Arno Kompatscher, Luigi Spagnolli und Günther Januth bei der Vertragsunterzeichnung (Foto: lpa)

Am Samstag ist der Fusionsvertrag zwischen SEL AG und Etschwerke AG unterzeichnet worden. Mit einem Reingewinn von rund 100 Millionen Euro im Jahr wird die neue Energiegesellschaft zum größten Steuerzahler im Lande.

„Dieser Vertrag ist ein Meilenstein für die Neuorganisation des Südtiroler Energiesektors“, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher am Samstag nach der Unterzeichnung des Vertrags zwischen SEL AG und Etschwerke AG erklärt.

Zuvor hatte die Landesregierung in einer Sondersitzung grünes Licht dazu gegeben.

„Nach mehrmonatigen intensiven Verhandlungen und detaillierten betriebswirtschaftlichen Analysen sind nun die Voraussetzungen für eine Neuorganisation im Energiesektor geschaffen“, unterstrich Landeshauptmann Arno Kompatscher nach der Sondersitzung der Landesregierung. Das Land gebe nun auch seine Rolle als Mehrheitseigentümer zugunsten der Gemeinden ab, betonte Energielandesrat Richard Theiner.

„Gemeinsam mit der Übernahme der 40-prozentigen ENEL-Anteile an den SE-Hydropower-Kraftwerken werde die Fusion zwischen der Landesenergiegesellschaft SEL und den Etschwerken große Entwicklungsmöglichkeiten für eine nachhaltige und effiziente Energiebereitstellung und -nutzung eröffnen. Damit seien große Vorteile für die Südtiroler Bevölkerung, die Gemeinden und das Land verbunden, sagte Landeshauptmann Kompatscher bei der Unterzeichnung des Fusionsvertrages mit den Etschwerken, die nach der Landesregierungssitzung am Samstagvormittag erfolgte.

Der Fusionsvertrag wurde von Landeshauptmann Kompatscher, den Bürgermeistern Luigi Spagnolli (Bozen) und Günther Januth (Meran), SEL-Präsident Wolfram Sparber und AEW-Präsident Mauro Marchi sowie SELFIN-Präsident Sebastian Helfer unterzeichnet.

„Mit der Unterzeichnung des Gründungsvertrags entsteht ein Leitbetrieb, der auf dem gesamten Territorium elektrische Energie erzeugen und verkaufen wird“, unterstrich der Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli. „Die neue Gesellschaft wird Einkünfte und Ressourcen für die öffentlichen Körperschaften hervorbringen und somit zum Wohlstand der gesamten Bevölkerung beitragen. Dies stellt einen weiteren wichtigen Schritt zu unserer Autonomie im Energiesektor dar.“

image1Bürgermeister Günther Januth erklärte zur Fusion: „An der Notwendigkeit dieses Zusammenschlusses bestehen keine Zweifel. Ebenso unbestritten sind die Vorteile, die sich durch die Fusion der beiden Gesellschaften ergeben. Der Gemeinderat von Meran hat eine klare Entscheidung getroffen: Diese ermöglicht neue Perspektiven für die gemeinsame Gesellschaft und stellt einen Mehrwert für die Bevölkerung dar.“

Mit der Vertragsunterzeichnung wurde auch ein „Komitee zur Vorbereitung der Fusion“ eingesetzt, das die Aufgabe hat, die Fusion zeitgerecht und effizient in den kommenden Monaten vorzubereiten. Die Mitglieder des Komitees sind: SEL-Präsident Wolfram Sparber, SEL-Direktor Albert Stuflesser, AEW-Präsident Mauro Marchi und Paolo Acuti (AEW) sowie Paolo Vanoni als Sekretär des Komitees.

„Die Neuorganisation des Energiesektors schafft die Voraussetzung für eine neue Tarifgestaltung, für Versorgungssicherheit sowie für eine qualitative Verbesserung der Dienste“, betonte Landeshauptmann Kompatscher.

Die Zahlen würden für sich sprechen: Aufgrund der betriebswirtschaftlichen Analysen werde die Fusion zwischen SEL AG und Etschwerke AG einen zusätzlichen Gewinn von 23 bis 28 Millionen Euro jährlich aus den sich ergebenden Kostensynergien und rund 20 Millionen Euro im Jahr aus Ertragssynergien bringen.

Mit einem Reingewinn nach Steuern von rund 100 Millionen Euro im Jahr werde die neue Energiegesellschaft zum größten Steuerzahler im Lande. Das Unternehmen wird mit rund 1.000 Arbeitsplätzen zu den größten Arbeitgebern in Südtirol zählen und birgt das Potential in sich, weitere qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.

„Allein die von der neuen Gesellschaft in den nächsten fünf Jahren geplanten Investitionsausgaben betragen rund 400 Millionen Euro und werden zu einem Innovationsschub im Energiebereich führen“, erklärte Energielandesrat Richard Theiner. „Nun kann man konkret daran gehen, ein zukunftsfähiges Unternehmen aufzubauen, das zu den drei größten Dienstleistern im Bereich der erneuerbaren Energien aus Wasserkraft in Italien zählen und deutlich zur Wertschöpfung in Südtirol beitragen wird.“

Erfreut zeigte sich auch Selfin-Präsident Sebastian Helfer über die Neuorientierung. In diesem Zusammenhang begrüßte Präsident Helfer den Verzicht des Landes auf die Mehrheitseigentümerschaft zu Gunsten der Südtiroler Gemeinden. „Damit wird eine verstärkte Mitsprache der Selfin-Gemeinden an der neuen Gesellschaft wie auch eine größere Beteiligung an den erwirtschafteten Erträgen möglich“, unterstreicht Sebastian Helfer.

Der Rahmenvertrag zur Fusion von SEL AG und Etschwerke AG kann im Sinne der Transparenz im Bürgernetz unter folgendem Ling abgerufen werden: http://www.provinz.bz.it/news/de/news.asp

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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