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Brixner Mediation

plose heiss pürgstallerIn Brixen wird ein Mediations-Verfahren zur Verbindung Stadt-Berg eingeleitet. Kann dieser Prozess die Wogen glätten? Oder heißt es auch dort am Ende: Außer Spesen nichts gewesen?

von Erna Egger

Der Versuch ist es Wert: Das ist der Tenor in Brixen – obwohl auch große Skepsis vorherrscht.

Die Diskussion und das Referendum um die Plose-Seilbahn hat die Stadt Brixen gespalten. Gräben haben sich zwischen der Stadt- und Landbevölkerung aufgetan.

Ein Mediationsverfahren soll nun alles wieder ins rechte Lot bringen, die Bevölkerung in der Stadt und am Berg vereinen und neue Lösungen zur Anbindung an die Plose zutage befördern.

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Einleitung dieses Entscheidungsprozesses mit Bürgerbeteiligung betreffend die Machbarkeit einer Verbindung Stadt-Berg beschlossen. Sonja Epple und Brigitte Gans aus München wurden beauftragt, den Mediationsprozess zu begleiten. „Wir haben mehrere Experten angehört und uns dann einvernehmlich für diese beiden geneinigt“, stellt der Bürgermeister Albert Pürgstaller fest.

Die beiden Mediatorinnen haben bereits in der Brixner Partnerstadt Regensburg ein derartiges Verfahren begleitet. Mit allen Gruppierungen und Interessensvertretern werden demnächst Gespräche geführt. „Danach werden die beiden einen Vorschlag erarbeiten, wie man den Prozess durchführen kann. Folglich werden die Ziele definiert und die Kriterien festgelegt, nach denen neue Projekte bewertet werden sollen“, erläutert Pürgstaller.

Diesen Aufgabenbereich haben die Mediatorinnen bis zu den Gemeinderatswahlen am 10. Mai abzuwickeln. Mit neuen Ideen und Projekten sowie der weiteren Vorgehensweise wird sich erst der neue Stadt- und Gemeinderat beschäftigen.

12.000 Euro plus Mehrwertsteuer wurden für diesen ersten Prozess bereitgestellt.

In der Bischofstadt herrscht aber auch Skepsis und es werden Zweifel laut: Ist ein solches Mediationsverfahren zielführend? Wie groß sind die Aussichten, auch zu einer Lösung zu kommen?

Es wäre nämlich nicht das erste Mal, dass in Südtirol ein solcher Prozess nach großem Trara ohne jegliches Resultat zu Ende geht. Ein eklatantes Beispiel: Das Mediationsverfahren zum Bozner Flughafen, das die Südtiroler Landesregierung im Oktober 2006 in die Wege geleitet hatte, ist gescheitert. Dieses sollte eine intensive Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern der Pistenverlängerung am Bozner Flughafen und eine konstruktive Lösung mit einem möglichst breiten Konsens ermöglichen. Das Ergebnis: Außer Spesen nichts gewesen.

„Dort wurden ein paar Grundfragen nicht geklärt. Es ging schlussendlich um den Flughafen: Ja oder Nein“, stellt der Brixner Hans Heiss fest. In der Bischofsstadt herrsche eine etwas andere Situation vor, differenziert der Abgeordnete der Grünen. „In Brixen herrscht weitgehender Konsens, dass es eine bessere Verbindung zur Plose braucht. Die Standortfrage ist umstritten.“

Zum angestrebten Mediationsverfahren sagt er: „Es ist wichtig, dass eine Gesprächsbasis entsteht. Das sehe ich positiv.“

Es hänge nun aber davon ab, ob man imstande sei, eine klare Fragestellung zu definieren. „Es muss geklärt sein, über was man diskutiert: Das ist die Grundvoraussetzung. Es muss eine offene Diskussion mit allen Parteien und Interessensgruppen stattfinden. Ansonsten ist die Mediation zum Scheitern verurteilt. Und dann braucht es noch Personen, die das Verfahren gut leiten. Wenn einer diese Punkte nicht funktioniert, ist das Unternehmen riskant“, stellt er fest.

Eine gewisse Skepsis kann auch er nicht abstreiten – vor allem in einem Punkt: „Es stellt sich die Frage, ob zwei Münchnerinnen in der Lage sind, auf die Befindlichkeiten der italienischen Diskussionsteilnehmer einzugehen“, kommentiert Heiss.

Sogar der Bürgermeister wagt keine Prognose: „Im Gemeinderat wurde der Beschluss gefasst, dass der Prozess eingeleitet werden soll und dem haben wir nun Rechnung getragen. Es gab Verfahren, die gut verlaufen sind, andere hingegen waren nicht zielführend. Das hängt immer davon ab, inwieweit sich die einzelnen Personen einbringen.“

Primäres Ziel sei, die Wogen in der Stadt zu glätten: „Es herrscht ein enormer Bedarf, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Barrieren, die entstanden sind, abzubauen – und das Verfahren wird sicherlich eine Hilfestellung bieten“, hofft der Bürgermeister.

 

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Kommentare (44)

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  • tante emma

    Ich meine das ist alles nur wieder ein bla…bla…bla…da die Wahlen anstehen!
    Ich kann mir nicht vorstellen daß die SVP A L L E in die Diskussion mit einbezieht und auch konkret auf Vorschläge der ANDEREN eingeht! Das wäre ja eine absolute Neuigkeit in der Brixner Gemeindepolitik! Ich wette: auch dieses Mal “ ausser Spesen nix gewesen“!

  • Andreas

    Meditationen oder ergebnisoffene Diskussionen sind reiner Quatsch und Zeitverlust um ein Projekt zu realisieren.
    Viel Blah, Blah um am Ende zur einzigen zielführenden Frage zu kommen ja oder nein.

    Ein Grüner wird jedes Projekt der Wirtschaft ablehnen, nicht weil es nicht gut wäre, Grùne können nicht wirtschaftlich denken, sondern weil es in der DNA der Grünen liegt, alles abzulehnen, sonst wären sie ja keine Grünen. 🙂

    Wenn man Zuspruch von den Grünen erhält, wùrde ich ein Projekt überdenken, denn irgendwas hat man dann sicher falsch gemacht 🙂

    • George

      @Andreas
      Spar Sie sich dieses bla, bla. Es ist das weit überflüssigere „bla. bal“, als welches Sie hier das andere bezeichnen. Und von Biologie verstehen Sie rein gar nicht, wenn Sie davon reden (wenn auch eventuell nur ironisch), dass diese Einstellung in den Genen liegt. Haben Sie in der Schule nicht aufgepasst oder sind Sie so begriffstützig, dass von Genetik nicht einen blassen Schimmer mitbekommen haben.

      • George

        Nochmals konkreter: George
        20. Februar 2015 um 09:15

        @Andreas
        Sparen Sie sich dieses bla, bla. Es ist das weit überflüssigere “bla. bla”, als welches Sie hier das andere bezeichnen. Und von Biologie verstehen Sie rein gar nicht, wenn Sie davon reden (wenn auch eventuell nur ironisch), dass diese Einstellung bei den „Grünen“ in den Genen liege. Haben Sie in der Schule nicht aufgepasst oder sind Sie so begriffstützig, dass Sie von Genetik nicht einen blassen Schimmer mitbekommen haben.

        • Andreas

          Genosse George,
          anscheinend reichen ein paar Klischees um einen Grünenanhänger auf die Palme, welche sicher von ihm noch gerettet wird, zu bringen 🙂

          Den Grünen fehlt ergebnisorientiertes Denken, die wollen kein Ergebnis, die haben Spaß bei der Meditation, da sie dort ihrer Lieblingsbeschäftigung, sich selber klug reden hören, nachgehen können 🙂

          • George

            @Andreas
            Sollte ich für Sie ein Genosse sein, so verfallen Sie genau den Klischees, den Sie selber abschwören möchten. bin weder Genosse, noch bin ich politisch Grüner und Sie können getrost ohne diese Begriffe herumschwadronieren, wenn Sie mit mir korrspondieren. Und was das Fehlen eines ergebnisorientierten Denken anbelangt, so haben Sie Andreas schon längst den Grünen den Rang abgelaufen, allerdings auch mit dem kleinen Unterschied, dass Sie sich völlig in einer materialistischen Meditation verfangen haben und bereits schon in aller Herrgottsfrühe selber sich klug reden hören möchten. Das scheint bereits zum Frühstück ihre Lieblingsbeschäftigung zu sein. Nehmens Sie es nicht für ungut, was ich hier über Sie schreibe, es ist ja nur der Eindruck, den Sie mit ihrem Geschreibe ständig erwecken. Klopfen Sie sich also in diesem Falle selber an die Brust, falls meine Analyse Sie stören sollte und palavern Sie einfach ein bischen weniger, dann vergeht das schon wieder. 😀 😀

          • George

            @Andreas
            ……… so verfallen Sie genau in die Klischees, denen Sie selber abschwören wollten. Bin weder….. 😀 😀

          • mich

            lern amol in unterschied von meditation und mediation… lachhaft de pseudoweisheitn von andreas..

    • drago

      Grundvoraussetzung für eine Mediation ist neben der Freiwilligkeit der Teilnahme aller Betroffenen (Stakeholder um es Neudeutsch auszudrücken) auch die Ehrlichkeit und der Willen zu einer Einigung sowie die Befugnis eine verbindliche Einigung einzugehen. Bei einer Mediation geht man von den Positionen über die Bedürfnisse zu Lösungsvorschlägen und (im besten Falle) zu einer Lösung, die für alle annehmbar ist. Es handelt sich beim vorgeschlagenen Vorgehen also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht um eine Mediation, sondern um eine Diskussionsrunde.
      Man kann wahrscheinlich jedes Problem bis auf ein odere mehrere binäre Entscheidungen reduzieren; der so von Ihnen verabscheute Diskussionsprozess dient dazu diese schlußendlichen Fragestellungen zu formulieren.
      Es ist oft notwendig, eine Entscheidung zu treffen, aber es sollte, wenn nicht die richtige, so zumindest nicht die falsche Entscheidung sein. Dazu braucht es aber Diskussion und Abwägung (die nicht von nur einer oder wenigen Personen zu treffen sind, so etwas würde man Diktatur oder Oligarchie nennen).

  • Sepp1

    Meditation?? Kommt mir bekannt vor, war schon ein Misserfolg beim Flughafen in Bozen, Ausser Spesen nichts gewesen!!
    Aber einige Leute verdienen sich mit dieser Initiative eine goldene Nase, das Ergebnis ist nur Nebensache.

  • Michi Z.

    Zuerst mit den üblichen Svp – Brechstangen, um sich hauen und jetzt meditieren. „Schert euch zum Teufel“, sagen viele Bürger zurecht.

  • barfusler

    Mediation ist OUT und kostet Geld.
    OMTK ist IN und zudem kostenlos.
    Fragen Sie bei TZ nach, die erarbeitet Ihnen die Fragestellung und gibt diese weiter an die Abteilung
    Online-Medium-Toilettenkritzler.
    In bewegenden und nachhaltigen Diskussionen zwischen Betroffenen und Außenstehenden aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten werden Ihnen die Vor- und Nachteile sowie die interessantesten Ratschläge zum Thema unterbreitet. Und das alles in schriftlicher Form.
    Melden Sie sich noch heute bei uns an, auch anonym 😉

  • Franz

    George
    Ganz unrecht hat Andreas nicht , wenn er meint, Grùne können nicht wirtschaftlich denken, weil es in der DNA der Grünen liegt, alles abzulehnen, sonst wären sie ja keine Grünen. 🙂
    So ist es z.B auch wenn es um Strom geht, Die grünen Birkenstockträger sind gegen alles, sie sind gegen die Windkraft weil es zu viel Lärm erzeugt, sie sind gegen die Wasserkraft weil dies vielleicht bezüglich Restwassermenge dazu führen könnte, dass einmal anstatt den vorgeschriebenen 30 l/s „nur“ 28 l /s fließen und damit ein paar Forellen eingehen könnten , weil sie zu wenig Wasser bekommen. Lieber beziehen sie ihren Strom aus Atomkraftwerken oder Kohlekraftwerken. 🙂 Denn bis heute habe ich noch nie einen Grünen kennen gelernt der bei sich zu Hause auf Strom verzichtet. 🙂

  • Stadtler

    Der eindeutige Wählerwille, der im Referendum zum Ausdruck kam, genügt der Gemeinde Brixen nicht und leitet eine Mediation in derselben Sache ein? Ein sonderbares Demokratieverständnis

  • Guenther

    Un Brixen gab es bekanntlich erst kürzlich ein Referendum mit einem sehr eindeutigem Ergebnis zu dieser Angelegenheit.
    Das ist ohne wenn und aber zu respektieren. Aber nein, die Brixner Lobbyisten arbeiten weiter, und lassen sich das durch öffentliche Mittel auch noch finanzieren.

    Das ist wirklich sehr beschämend.

    Es braucht keine Mediatoren und keinen Ausbau der Plose. Das Referendum Ergebnis ist zu akzeptieren.

    • Bikerboy

      Einen Ausbau der Plose braucht es sehr wohl, um konkurrenzfähig zu bleiben!! Es hängen zu viele Arbeitsplätze davon ab!!! Das Referendum hat nicht den Ausbau bzw. die Verbindung generell abgelehnt sondern den Standort!!!!

  • pauli

    na franz und Andreas seids des enk bewusst wos as für an scheiss schreib mit a DNA suicht man Verbrecher nett die grünen hoben des in blut des zwoa hob zuviel SVP DNA

  • Woll. Pertinger

    Bis jetzt schaut es nicht danach aus, als ob man in die Mediation wirklich alle Beteiligten einbeziehen wollte. Aber vielleicht werden auch die Gemeinderäte der Opposition noch eingeladen, wenn das Mediationsergebnis feststeht.

  • Marianne

    SVP und Grüne hat leider nichts gebracht.

    • Gregory

      @Marianne
      SVP und Grüne hat sehr wohl etwas gebracht, nämlich dass der Standort abgelehnt wurde, über Alternativen nachgedacht bzw. gesprochen werden muss und vielleicht eine positive Weiterentwicklung im Sinne der Mehrheit und der Umwelt möglich wird.

  • Puschtra

    Ein Mediations-Verfahren hat es auch beim Flughafen in Bozen gegeben. Das Ergebnis: Die Landesregierung hat Zeit gewonnen und das Ergebnis ignoriert, der Steuerzahler hat einen Haufen Geld verloren.

  • peggy

    Würde die Gemeinde Brixen eine Mediation auch dann anstreben, wenn das Referendum für den Bau der Seilbahn ausgegangen wäre? Ist das ein neuer Trick, um zum ursprünglichen Ziel zu gelangen oder ist es Stimmenfang für die Gemeinderatswahlen?

  • Woll. Pertinger

    Die Gemeinderatsmehrheit (SVP, Freiheitliche, GBL, PD) hat beim Referendum die Verbesserung der Busverbindung als mögliche Lösung vorgeschlagen. Die Bevölkerung hat diesen Vorschlag angenommen, und jetzt ist man damit plötzlich nicht mehr zufrieden. Jetzt wird wieder, wie gehabt, im stillen Kämmerlein meditiert (oder mediiert), um dann die Bevölkerung wieder vor vollendete Tatsachen zu stellen. Das ist alles absolut unglaubwürdig.

    • Gregor Beikircher

      @Woll. Pertinger
      Das stimmt nicht, was Sie sagen. Das in Brixen war kein Referendum, sondern eine Volksabstimmung. Und die Fragestellung für die Volksabstimmung (Bevölkerung) hat die Ratsmehrheit mit SVP, Freiheitliche, PD formuliert und abgestimmt. Die GBL (Grüne Bürgerliste) hat vor der Abstimmung gemeinsam mit der übrigen politischen Minderheit den Ratssaal verlassen.

      • Brixner

        @ Gregor Beikircher: Ich darf im Sinne einer vollständigen Information daran erinnern, dass im April 2013 bereits über eine Volksabstimmung im Gemeinderat diskutiert wurde – damals noch mit der einfachen und logischen Frage „Seilbahnverbindung Bahnhof Brixen – St. Andrä Ja oder Nein“. Es war die Grüne Bürgerliste, die diese einfache Fragestellung damals verhindert hat. Alle 13 Gemeinderäte der SVP hatten damals für diese Fragestellung gestimmt.

  • Kassandra

    Der Bürgermeister Pürgstaller möge sich selbst an die Nase fassen, was er verbockt hat, geht auf keine Kuhhaut. Er war nicht imstande eine Mehrheit hinter sich zu scharen um eine ENTSCHEIDUNG zu treffen, was seine Aufgabe gewesen wären. Stattdessen hat er feige zugelassen, dass die Entscheidung an das Volk delegiert wurde, das wie man weiß mehr Bauch- als Sachentscheidungen trifft und vielfach von der Materie gar nicht betroffen war, während andere, die auf Infrastrukturen händeringend angewiesen sind, durch die Finger schauen. Von den Arbeitsplätzen gar nicht zu reden. Stattdessen ließ er sich von der Grünen Bürgerliste vor sich her treiben, die völlig widersinnig auf einen anderen Standort gesetzt haben, obwohl der angepeilte (Bahnhof) aus grüner Sicht ideal sein müsste. Denn welcher andere Standort hat schon bestehende Gründe für Parkplätze, Anbindung an die Schiene (z.B.Raum Bozen) und gute Erreichbarkeit (Stadtnähe) aufzuweisen. Stattdessen hat man den Überflug dämonisiert, der andernorts eine Attraktion darstellt und wennschon nur wenige beeinträchtigt, was bei anderen Standorten auch der Fall ist. Auch wäre eine Finanzierung von 75% vonseiten des Landes zugesagt gewesen, die nur für Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel geknüpft ist. Außerdem konnte die Bürgerliste KEINEN realistischen alternativen Standort aufzeigen, der auch von privaten Geldgebern mitgetragen werden kann, da diese nur in rentable Projekte ihr Geld stecken.
    Also ein Versagen auf der ganzen Linie, das die Mediation auch nicht mehr ausbügeln wird können. Denn wer glaubt, dass die Plose ohne schnelle Anbindung an die Stadt überlebensfähig sein wird, der irrt. Ebenso wer glaubt, die Gelder des Landes sind ewig zur Verfügung, es warten genug andere, die sich nicht so zieren.

    • Gregor Beikircher

      @Kassandra
      Das, so wie sie es hier darstellen, greift viel zu kurz. Die Sache liegt viel tiefer und ist viel komplexer, als Sie hier darlegen. Leider wurde auch hier Vieles hintenherum vorgeschoben und man versuchte die Wähler durch ein listige Fragestellung zu hintergehen. Und viele Brixner- Brixnerinnen haben endlich einmal aufgezeigt, dass sie sich nicht bevormunden und hintergehen lassen. Es hätte sehr wohl andere Bahnlösungen/Bahnstandorte gegeben. Wieso hat man sie nicht ausdiskutiert und mit in die Fragestellung genommen? Dann hätte die Seilbahnlösung sicher gewonnen. Aber über die Köpfe der Brixner- und Brixnerinnen hinweg und über eine Kulturstadt Brixen hinweg nicht, mit einer riesigen Standstütze mitten in den Häusern bzw. mitten in der Hauptverbindungsstraße nicht und mit dem ganzen Zuleitungsverkehr, den man wiederum mitten durch die ganze Stadt zu einem solchen Seilbahnzentrum auf engstem Raum hin/zurück geleitet hätte.

  • S.M

    Klar ist, dass in Brixen so ziemlich alles daneben ging. Die Stadt mit dem Berg hat enormes Potential. Die Landesregierung muss jetzt dafür sorgen, dass die Speicherbecken auf der Plose gebaut werden. Man könnte diese auch so bauen, dass sie auch im Sommer attraktiv sind. Jetzt wo man nicht mehr ein großes, sondern 2 kleinere bauen darf, könnte man ja auch eine Art Seenwanderung anlegen. Mit der Plose Mineralwasser AG könnte man einen Themenweg mit Museum realisieren. Durch die neue Umlaufseilbahn zur Pfannspitze mit Panoramahütte wird der Bereich zum Gabler, Schatzerhütte Richtng Würzjoch für Schneeschuhwanderer, Mountainbiker usw. belebt.
    Die Umlaufseilbahn von St.Andrä muss auch früher oder später erneuert werden. Dann mit Mittelstation an der heutigen Talstation des Trametschliftes. Hier mit neuer Hütte. Sommer wie Winter als Ausgangspunkt für Wanderungen Richtung Freienbühel und Palmschoß.
    Für die Verbindung Stadt-Berg muss jetzt schnell nach einem Alternativen Standort gesucht werden. Ev. Max Parkplatz oder auch etwas weiter südlich beim Gebäude neben Reichhalter, das ja baufällig ist. Hier könnte man eine Brücke über die Hauptstraße bauen und dann direkt mit dem Bahnhof verbinden.
    Ich hoffe, dass jetzt neue Leute in die Gemeindestube einziehen, und endlich die notwendigen Schritte in die Wege leiten.

  • Richard

    Ja S.M.!
    Sie zeigen wie man einen Berg verbaut und daraus so richtig abzocken kann!
    Natur geht und steht vor der Wirtschaft.
    Alles verbauen und noch mehr Beton! Habt ihr nicht schon den ganzen Talkessel zubetoniert, die Hänge verschandelt, Hecken und Sträucher überall entfernt, eintönige Weinberge angelegt, welche nicht für den Anbau von Lebensmitteln, sondern für Rauschmitteln dienen (keine einzige Weintraube in unserer Talsohle wird als Tafeltraube verwendet, sondern nur für Wein).
    Baut auf einen Kunden der die Qualität der Natur schätzt und nicht die Masse heranziehen, die uns nur den Dreck, noch mehr Beton und die Verschmutzung bringt.
    Das Volk braucht Qualität, nicht Quantität! Und wir brauchen nicht noch mehr!

    • S.M

      Wie es scheint kennen Sie die Plose nicht. Seit über 50 Jahren wird diese als Skigebiet genutzt.
      Die Frölspitze / Plosespitze wurde schon von der Nato abgetragen und planiert. Darauf dann eine riesige Militärkaserne mit Seilbahn gebaut. Hier wird kein Gebiet neu erschlossen, nur wie sie es ja schon beschreiben ein Gebiet qualitativ aufgewertet.
      Und wo fängt Naturschutz an und wo hört er auf, Heute werden die Weinberge um Neustift ja auch als Natur wahrgenommen.

      • Richard

        Ach! wenn Sie nur den bestehenden Beton erneuern möchten habe ich natürlich keinen Einwand! Und auch für eine Modernisierung der Anlagen sowie die Rückgewinnung der Militärareale in die Naturlandschaft stehe ich gerne bei Kasse; wir müssen ja! Doch wenn Sie von der Natur um Neustift sprechen, dann muss ich Sie enttäuschen, denn dies ist menschlicher Kitsch und unnütze Zerstörung von Lebensraum für tausende von Lebewesen. Subventionierte Mauern (Steuergelder) und eintönige Terrassenanlagen für den Weinbau, und vom Gift vom Frühjahr bis spät in den Herbst mal ganz abgesehen. Zudem entfernte Hecken, Bäume, Sträucher und zerstörte Lebensräume der Tierwelt ist der aktuelle Stand. Dies ist umso schlimmer, da der Wein ja, wie wir wissen, nicht als Lebensmittel Verwendung findet.
        Natürlich sieht man die Landschaft immer aus eigener Perspektive, und Ansichten sind nun nicht immer identisch. Doch das was der Mensch wahrnimmt ist meist fern des naturnahen Lebensraums.
        Ich stehe für eine ausgewogene Nutzung von Boden und Wasser, doch Neuland soll nicht weiter verbaut werden. Das Maß der Ausbeutung ist am Rande und somit droht es überzulaufen!

  • Kassandra

    @Gregor Beikircher
    Die ganze Fragestellung, nämlich dass überhaupt an das Volk delegiert wurde, ist das erste Übel. Als gewählte Volksvertreter hat man seine Verantwortung wahrzunehmen und Entscheidunden zu treffen.
    Welche anderen durch private Geldgeber fix zugesagten Alternativen hätte es gegeben? Anderswo müssten überall Gründe enteignet werden und die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel wäre auch nicht gegeben. Wenn Leute von Bozen mit dem Zug in einer Stunde auf der Plose sein könnten, erst wieder umständlich auf Busse umsteigen müssen, ist das Konzept verfehlt. Alle anderen Standorte sind wesentlich teurer und bedeuten mehr Eingriffe in die Landschaft als der Standort Bahnhof und scheitern deshalb an der FINANZIERUNG. Das müsste doch wohl bald allen klar sein.
    Es gibt genügend Beispiele wo Seilbahnen Stadtteile umweltfreundlich miteinender verbinden und Verkehr vermeiden. Nur bei uns wird alles dämonisiert, gerade von den Grünen. Ich bin überhaupt überzeugt, dass Seilbahnen DAS Verkehrsmittel der Zukunft, gerade in den Städten sein wird.

    • Gregor Beikircher

      Sehen Sie „Kassandra“, Sie beten in diesem Kommentar genau jene verlogene Propaganda nach, die man den Leuten vor der Volksabstimmung massiv eingetrichtert hat um sie von allen anderen Möglichkeiten abzulenken. Und umso weniger Bürger-innen Brixens haben diesen „Machern“ dann geglaubt. Es stimmt nämlich überhaupt nicht, dass alle anderen Standorte wesentlich teurer oder nicht verfügbar wären und mehr Eingriffe in die Landschaft bedeutet hätten. Der Standort „Max“ z. B. bedürfte eigentlich nur einer relativ kurzen fahrbaren unterirdischen Rampe als Verbindung zum Bahnhof (landschaftlich nicht sichtbar) und der Platz selbst ist im Eigentum der Öffentlichkeit und in bester Verbindung zur Sportzone. Es gäbe aber noch einige andere günstige Standorte und nicht weniger gut zugleich von der Eisenbahn und dem Straßenverkehr erreichbar. Hier würde es zu weit führen, alles im Einzelnen erläutern zu müssen. Das hat mit einer Dämonisierung von den „Grünen“ überhaupt nichts zu tun, der Gegenzug ging ja teilweise sehr stark quer durch alle Parteien und Gruppierungen.

  • tante emma

    Ich freu mich schon auf die gemeindewahlen und auf das ergebnis:-)))).die SVPD schneidet sich ja selbst ins fleisch wenn sie gerade jetzt wieder mit diesem Thema daherkommt!die brixner Bürger haben abgestimmt und das ergebnis ist bindend!mit dieser aktion will die SVP einzig und allein bei den Fraktionen punkten……das hben wir doch alle durchschaut!

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