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    „Reine Abzocke“

    „Reine Abzocke“

    Die Auflagen und Gesetze zur Arbeitssicherheit machen den Handwerkern das Leben schwer. Bei der lvh-Jahresversammlung in Rodeneck wurde heftig gewettert. Der Ortsobmann Arthur Unterfrauner über die Forderungen.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Unterfrauner, bei der lvh-Jahresversammlung wurde heftig gewettert?

    Arthur Unterfrauner: Ja, das stimmt. Weil man bei diesen Vorschriften kein Ende mehr sieht.

    Es geht vorwiegend um die Arbeitssicherheit?

    Ja, auch. Mehr als die Hälfte dieser Auflagen ist übertrieben und diese haben mit der Sicherheit gar nichts mehr zu tun. Es entsteht der Eindruck, dass es sich nur mehr um eine reine Abzocke handelt.

    Wurden in Ihrer Gemeinde viele kontrolliert?

    Kontrolliert wurden nicht so viele. Aber es besteht großer Angst: Die Strafen sind irrsinnig hoch und man ist nicht imstande, die riesige Auflagenflut einzuhalten. So können wir die Arbeit ganz lassen.

    Ein Beispiel?

    Funktioniert beispielsweise bei einem Stapler eine kleine Sache nicht, drohen Strafen in Höhe bis zu 1.000 Euro. Wenn bei einem Auto ein Licht fehlt, dann beläuft sich die Strafe maximal auf 50 oder 100 Euro. All das steht in keiner Relation mehr. Und das geht nicht. Die Leute sind aufgebracht. In Sterzing wurde beispielsweise ein voll funktionsfähiges Ventil eines Kompressors nicht ausgetauscht, wobei die Firma zuvor erst die Risikobewertung gemacht hat. Es wurde eine Strafe von 8.000 Euro ausgestellt. Mit Sicherheit hat das nichts mehr zu tun..

    Mit der Forderung nach Erleichterungen kommt man aber nicht weiter…

    Stimmt. Ich habe auch bei der letzten Bezirksversammlung gesagt, dass es nichts bringt, immer nur zusammenzukommen und zu reden. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, die zu einer Erleichterung führen. Und wenn die Politiker schon immer von unserer super Autonomie reden, dann soll auch hier etwas umgesetzt werden. Es kann nicht sein, dass wir hier die schlechtesten Bedingungen in ganz Italien haben, weil bei uns die Gesetze restriktiv umgesetzt werden.

    Sie fürchten, dass deswegen immer mehr Betriebe schließen?

    Ja, die Arbeitssicherheit ist ein Aspekt, aber ein sehr wichtiger. Dazu kommt der Steuerdruck. Das ganze Paket wird zu Schließungen führen. Die Handwerker wollen das Risiko nicht mehr tragen. Ich muss mir ja dauernd Sorgen machen, dass ich schlussendlich noch hinter Gittern lande. Die Jugendarbeitslosigkeit ist eine Konsequenz der Sache. Die Betriebe wollen niemanden mehr anstellen und das Risiko auf sich nehmen.

    Interview: Erna Egger

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    Kommentare (46)

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    • Credere

      Endlich wacht auch der LVH auf. Der Fehler war, dass die eigenen Funktionäre in der Politik mitmischten und die Mitglieder kuschen mussten.

      • Mark P.

        Wo wacht der LVH bitteschön auf? Ich lese im Bericht niergends, daß sie etwas konkretes unternehmen. Sie waren (war das vor einem Jahr oder 1,5 Jahre) mal in Rom. Mehr auch nicht. Weiters wird nur geredet geredet geredet.

    • Bernd

      Das Problem ist Hausgemacht! Die römische Regierung macht die weltweit enormsten und grössten Auflagen und rigorosesten Richtlinien (siehe Sanität) weil:
      1. Aufbau einer enormen Bürokratie mit welcher dann wiederum lukrative „Führungs“-Posten für PD Funktionäre (&SVP) geschaffen werden!
      2. Die Regierung geht davon aus, dass ohnehin die Meisten Bürger die Auflagen nicht erfüllt werden.
      Das Problem ist deshalb Hausgemacht, weil wir Südtiroler Musterschüler sein wollen (Sanität) und uns beeilen Alles einzuhalten und oft noch Eines oben drauf setzen!!

    • goggi

      Ja liebe Handwerker,auch ihr müsst Zeichen setzen.Nicht immer fleissig Edelkweiss ankreuzen
      und dann herunlärmen.Auch euer Verband schreit nur,wenn etwas Neues eingeführt wird und dann
      wird er mit Beiträgen stillgestellt.Gründet doch einen von Beiträgen unabhägigen Verband,
      Wie es momentan ist seid ihr zum Bettler degradiet worden.

    • Einereiner

      Das Problem ist nicht Rom sondern die Bozner Landesregierung. Diese schickt nämlich keine Praktiker (Handwerker) in die Komissionen sondern Landesbeamte. Und diese haben von der Praxis und Tuten und Blasen keine Ahnung. Um ihre eigene Stelle zu rechtfertigen und neue Beamtenstellen zu schaffen setzen sie die Standards und Strafen in bisher ungeahnte Höhen.

    • michl

      Für die vielen Studenten die keine Arbeit haben werden Gesetze erlassen um Arbeitsplätze zu schaffen.Das heist, manche Firmen besitzen mehr Büroangestellte wie Arbeiter,da sich beim Arbeiter am meisten sparen lässt.
      Das Resultat ist das die Arbeiter viele Überstunden bei maximaler Belastung zu arbeiten haben.(Schlanke Unternehmen).Das dadurch auch mehr Arbeitsunfälle geschehen ist nur ein negativer Punkt.
      Zudem werden die Vorschriften sowieso nur eingehalten wenn die Arbeitssicherheit sich wiedereinmal am Tag vorher ankündigt.Bei vielen Firmen funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Amt sehr gut.
      Da sieht man auch nicht die geschweisten und zurechtgestutzen Gabeln nicht ,des Stappler.Alles eine Frage von Zusammenarbeit.Eine kleine symbolische Strafe und passt.

    • leser

      und warum wählen die hansel dann alle immer wieder die SVPD?

      • Franz

        leser ,
        ganz einfach, weil es zur SVP keine richtige Alternativ gibt. 🙂

        • walter

          Wenn so was ein homophober, rechter Tscheggl wie der Frandreas sagt, dann ist das nur ein Grund mehr die SVPD nicht mehr zu wählen!!! 🙂

          • Franz

            Der M5s hat nicht einmal einen Bürgermeisterkandidaten für Meran- Bozen – Brixen, einfach lächerlich 🙂
            Nur populistischen Schwachsinn vebreiten. und dumme Sprüche klopfen, 🙂 wie der Walter 🙂

            • Gynne

              Ich Wähle die SVPD nicht ,weil solche Ar…… wie der Franz und Andreas dabei sind.Da sieht man von welchen Idioten wir Regiert werden . Alles nur Geldgeile Säcke . Und noch was ,ihr Fo…. partei,. Bei den Krankenhäusern muss alles so schnell wie möglich umgesetzt werden (VORSCHRIFT AUS ROM ) . ABER bei Eueren Gehältern ,was Monti euch vorgeschrieben hat ,habt ihr ja ewig ZEIT ,diese umzusetzen . VON GLAUBWÜRDIGKEIT KEINE SPUR!

            • Franz

              Gynne,
              was würden die Bürger Südtirols ohne SVP tun vielleicht mit einen paar einfallslosen Schreiern die nicht einmal imstande sind einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schiecken..
              Einfallslose Schreier, die nur destruktiv im Parlament herumsitzen um ihre Sessel zu wärmen und wenn es etwas abzustimmen gibt , wie bei der Verfassungsreform ziehen sie den Schwanz ein, sprich sie verlassen die Abgeordneten Kammer.

    • Andreas

      Wenn sich der HGV jetzt auch noch dafür einsetzt, dass seine Mitglieder nicht ungesichert auf einem Dach rumturnen mit der Begründung, dass sie die letzten 20 Jahre auch nicht runtergefallen sind, dann wäre es optimal.

      Die Bestimmungen sind zu penibel und die Strafen zu hoch, dagegen gibt es aber reichlich Arbeitsunfälle in Südtirol.

      • Andreas

        LVH nicht HGV, die sollten sich dafür einsetzen, dass die Steuerabrechnungen nicht so flexibel gestaltet werden.

        • Einereiner

          Und ein weiters Problem in Südtirol sind solche Vollidioten wie Andreas, denen es nicht darum geht, dass die menschliche Gesellschaft vorankommt sondern die sie nur bremsen und stören wollen. Grab dich ein und arbeite in Zukunft für die Regenwürmer.

          • Franz

            Einereiner
            die größten Bremser in Südtirol sowie auch in Rom sind die oppositionellen Schreier, grüne und M5s ganz besonders., keine Ideen aber immer und gegen jeden vernünftigen Vorschlag dagegen stimmen, bzw. vor der Abstimmung den Saal verlassen, wie bei der Abstimmung in der Abgeordnetenkammer zur Verfassungsreform.. Nur keine Verantwortung übernehmen, dann kann man ja nachher den anderen für eventuelle Fehlentscheidungen kritisieren. Nach dem Moto wer nicht macht, macht keine Fehler.

    • Gast

      Ich mòchte nicht wissen wieviel Schwarzgeld da so einige Handwerker kassieren. Fast jedesmal wenn zu mir nach Hause Handwerker kommen, fragen sie,am Ende ob ich einen „Zettel“ brauche. Komisch. Was meinen die nur damit?

      • Andreas

        Steuern sind der natürliche Feind der Handwerker, so wie Katzen und Mäuse 🙂

        • Leo

          Werdet ihr hauptberuflichen Dummschwätzer mal selbstständig, dann könnt ihr das Maul aufreissen und müsstet hier nicht euren geistigen Dünnschiss von euch geben. Beschäftigt mal Menschen, gebt ihnen Arbeit und zahlt dann noch die Steuern. Ich wetter ihr würdet da lange schon unter „burnout“ leiden. Aber wir Selbstständige können uns das nicht erlauben, weil wir keine Zeit dafür haben und unser Verdienst dann gleich null ist. Schon mal darüber nachgedacht ihr Beamten, die ihr bei der Arbeit nichts besseres zu tun habt, als Kommentare in verschieden Foren zu schreiben. Alle entlassen sollte man euch bei dieser „Leistung“, die ihr bringt. Schämt euch und das alles auf Kosten der Steuerzahler!!!

      • Berni

        Meist ist es aber umgekehrt! Fast jeder Private, der einen Handwerker bezahlen muss sagt er brauch keine Rechnung und möchte damit die MwSt nicht bezahlen !! So ist es mein Freund ! Schuld ist der Staat, denn jeder ,auch Private sollten die Ausgaben von den Steuern absetzen können dann möchte ich sehen wer noch schwarz zahlt oder kassiert!

      • Ando73

        und hosch noa den Zettl genum odr net?

      • silvii

        Gast .besser die Handwerker behalten das Geld.
        wo fließt es in Rom hin ?????Politiker Taschen
        aufwachen bitte .ich brauche nia einen Zettel ich halte zu die
        ehrlichen Arbeiter.die auch verdienen müssen.

    • Michi Z.

      Arbeitsschutz geht in Ordnung. Die Regelungen gehören „durchforstet“ und optimiert. Nicht nur Handwerker sondern nahezu alle andere Unternehmen müssen sich mit Schikanen der „Arbeitssicherheit“ auseinandersetzen.
      Viele Regelungen sind von der Praxis weit entfernt. Eine Optimierung ist anzustreben. Für Optimierungen stehen keine bis wenige Mittel bereit. Deswegen wird in alter italienischer Art und Weise weiter „gewurschtelt“.

    • HPM

      Der LVH wird da sicher nie aufwachen. Es ist seine einzige Einnahmequelle zur Finanzierung des maroden Verbandes. Kommt ein neues Gesetzt raus, bietet der Verband Hilfe an. Nicht im Interessen des Mitgliedes sondern des 00340433987288277991
      Verbandes. Beispiel SISTRI. Sobald das Gesetz raus kam hat der Verband ein Büro eingerichtet um den Service dem Mitglied zu verkaufe, nicht um das Gesetz zu verhindern. Ich wette dass ab Mai sobald nur mehr elektronische Rechnungen zulässig sind der Verband den Service anbietet gegen Bezahlung. Er sollte das Gesetzt verhindern – Bürokratie abbauen und nicht den Betrieben auflasten.
      Wie bei den Sicherheitsvorschriften. Wären diese Gesetzt nicht so kopflos dann würde der Verband keine Kurse mehr verkaufen, dadurch sich auch nicht mehr finanzieren können. So läuft es.

      • Berni

        @HPM -diesen Verdacht habe ich auch schon lange, und genau das gleiche ist beim HDS der Fall.

      • Batman

        @HPM Beim Bauernbund ist es genau gleich! Ein Zwangsverband im Rahmen der Verstaatlichung.

      • Batman

        Neben der relativ offenen
        Monopolisierung und Zentralisierung 
        des Schulsystems hat der moderne demokratische Staat im 
        BERUFSPOLITISCHEN Bereich nach
        Goodmans Einsicht (unter anderem) ein
        weiteres, sehr produktives Instrument 
        geschaffen: Die PROFESSIONALS werden Regeln unterworfen, die sie 
        sich selbst gegeben haben. Dabei heißt
        „sich selbst gegeben“, dass eine zentrale
        Instanz der Vertretung geschaffen 
        wird. Der Berufsverband erscheint noch
        als Organ der Freiwilligkeit und Selbst-
        ständigkeit, verändert aber sofort seine
        soziale Funktion: Er wird zu einem 
        Zwangsverband im Rahmen der Verstaatlichung. Aus dem freiwilligen
        Verband wird ein lizensiertes Monopol,
        das die Mitglieder nicht vertritt, sondern kontrolliert, und insbesondere,
        das die Macht hat, nach willkürlichen
        Gesichtspunkten zu benachteiligen, sei
        es nach Geschlecht, Rasse, Religion, 
        Kultur und beruflicher Auffassung.

        Aus dem Buch von Stefan Blankertz 
        „Gestalt begreifen“
        Peter Hammer Verlag

        • Karin B.

          Nach Angaben eines Kollegen sind verpflichtende Fortbildungen (vorgeschriebene) für Berufsgruppen nach Schemata zu absolvieren. Mindestens 15 Stunden jährlich die genehmigt sein müssen und zusätzlich 15 Stunden die „informell“ erklärt werden müssen. Oft gibt es kaum Alternativen. Diese „Zwangsmaschine“ zu unnützen Kursbesuchen hat Ausmaße erreicht, die jenseits von Gut und Böse liegen.

    • Spaltpilz

      Wenn ich dieses Gejammere über die Bürokratie in Südtirol lese, dann die ganzen in Deutschland geleasten und von uns subventionierten Riesenkübel sehe, denke ich mir: Unternehmer braucht das Land, nicht Waschlappen!

    • Rasputin

      Die Arbeitsbestimmungen sind schroff und das ist auch gut so! Wenn sich die Handwerker nur mit Hausverstand an die Bestimmungen halten würden, dann wäre es nicht notwendig diese andauernd zu verschärfern.
      Nein, aber lieber sparen und noch weiterer 3 Jahre mit einem verfallenen Gurt/Seil arbeiten, und wenn etwas passiert den dummen stellen (ch wusste nicht, dass der ausgetauscht werden musste).

      Man sehe die Arbeitsunfallstatistik in Südtirol an, eine der höchsten Italiens…

    • Leo

      Werdet ihr hauptberuflichen Dummschwätzer mal selbstständig, dann könnt ihr das Maul aufreissen und müsstet hier nicht euren geistigen Dünnschiss von euch geben. Beschäftigt mal Menschen, gebt ihnen Arbeit und zahlt dann noch die Löhne, Abgaben und Steuern. Ich wette ihr würdet da lange schon unter “burnout” leiden. Aber wir Selbstständigen können uns das nicht erlauben, weil wir keine Zeit dafür haben und unser Verdienst dann ausfällt.

      Schon mal darüber nachgedacht ihr Beamten, die ihr bei der Arbeit nichts besseres zu tun habt, als Kommentare in verschiedene Foren zu schreiben. Alle entlassen sollte man euch bei dieser “Leistung”, die ihr bringt. Schämt euch und das alles auf Kosten der Steuerzahler!!!

    • moogli

      Als Selbstständiger kann man sich nichts erlauben! Man muss rund um die Uhr für den Betrieb da sein, damit alles klappt
      und die Arbeiten voran gehen! Es gibt wunderbare Mitarbeiter, die eine Firma wachsen lassen, leider Gottes auch
      viele untaugliche mit unmöglichem Benehmen (besonders auf Montage), die dem Firmeninhaber große Probleme machen, schlechtes Benehmen und den Pflichten nicht nachkommen sind auf der Tagesordnung! Ein Betrieb kann laut Normen allen Vorschriften entsprechen, was hilft das, wenn einer kopflos arbeitet und die Maschinen falsch bedient und
      somit Arbeitsunfälle entstehen. Schuld hat immer nur der Arbeitgeber, muss Strafe zahlen und wird auch vom Mitarbeiter
      zur Kasse gebeten und nebenbei ist man für das Gesetz ein Verbrecher. Ich bewundere so manche Firmen, die noch
      die Kraft aufbringen mit diesem Arbeitssystem weiter zu produzieren.

    • iPinktl

      Steuerdruck??

      Wenn alle Unternehmer so fleißig beim Steuern zahlen wären wie beim Hinterziehen würde sich der Punkt vermutlich auch relativieren.

      • sussi

        Wer Hinterzieht Steuern alle von der Frau die putzen geht bis zum Großunternehmer .

        • moogli

          Um Steuern hinterziehen zu können
          , muss auf der anderen Seite auch einer sein der damit einverstanden ist und das ist immer so, denn niemand will
          die Mehrwertsteuer zahlen, andernfalls braucht man sich ja nur die Rechnung zuschicken lassen! Hört doch endlich mit den unnötigen Anschuldigungen gegen ehrliche Firmenbetreibern auf!!

    • sussi

      Solange in Rom nur Rechtsanwälte sitzen wird sich nicht viel ändern wir brauchen Leute die von Arbeitsleben eine Ahnung haben in Rom.

    • Batman

      Neben der relativ offenen
      Monopolisierung und Zentralisierung 
      des Schulsystems hat der moderne demokratische Staat im 
      BERUFSPOLITISCHEN Bereich nach
      Goodmans Einsicht (unter anderem) ein
      weiteres, sehr produktives Instrument 
      geschaffen: Die PROFESSIONALS werden Regeln unterworfen, die sie 
      sich selbst gegeben haben. Dabei heißt
      „sich selbst gegeben“, dass eine zentrale
      Instanz der Vertretung geschaffen 
      wird. Der Berufsverband erscheint noch
      als Organ der Freiwilligkeit und Selbst-
      ständigkeit, verändert aber sofort seine
      soziale Funktion: Er wird zu einem 
      Zwangsverband im Rahmen der Verstaatlichung. Aus dem freiwilligen
      Verband wird ein lizensiertes Monopol,
      das die Mitglieder nicht vertritt, sondern kontrolliert, und insbesondere,
      das die Macht hat, nach willkürlichen
      Gesichtspunkten zu benachteiligen, sei
      es nach Geschlecht, Rasse, Religion, 
      Kultur und beruflicher Auffassung.

      Aus dem Buch von Stefan Blankertz 
      „Gestalt begreifen“
      Peter Hammer Verlag

    • Batman

      Herr Arthur Unterfrauner es sind doch die Verbände die im Auftrag des Staates dem Staat bei der Steuereintreiberei behilflich sind, aber dieses Tun als Hilfe für ihre Mitglieder bezeichnen und ihre „Dienste“ sich vom Mitglied bezahlen lassen, das das Einkommen der Verbände generiert.

    • christian waschgler

      Die unverschämte Abzockerei betrifft nicht nur die Handwerker sondern a l l e die arbeiten. Arbeit muss in diesem Land offensichtlich bestraft werden. Auch ich bin betroffen. Ich habe 2010 mein Haus energetisch saniert und die nötigen Ansuchen gestellt über spezialisierte Techniker und Wirtschaftsberater. Jetzt nach 5 Jahren hat die Agentur der Einnahmen herausgefunden dass ein einziger (nutzloser) Zettel fehlt und ich soll den Steuerabzug wieder zurückzahlen, der ohnehin Betrug war weil ich nur 20 % erhielt statt der 55 Prozent. Damit fördert man Terrorismus und bald wird kein Mensch mehr arbeiten, denn jeder der nichts tut hat mehr.

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