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    Sudtirolo als Modell?

    Sudtirolo als Modell?

    In Minsk suchen die Staats- und Regierungschefs am Mittwoch nach einer Lösung für die Ukraine-Krise: Der italienische Außenminister Paolo Gentiloni bringt (mit einem Augenzwinkern) „Sudtirolo“ ins Spiel.

    Für Paolo Gentiloni, den italienischen Außenminister, gibt es „viele mögliche Lösungen für den Konflikt in der Ostukraine“. „Zum Beispiel gibt es das italienische Modell ,Sudtirolo‘.“

    Dies sagte der Minister am Dienstag auf einer amerikanisch-italienischen Tagung in New York.

    Am Mittwoch kommen die Staats- und Regierungschefs in der weißrussischen Hauptstadt Minsk zusammen, um einen Friedensplan für die Ostukraine zu erarbeiten.

    Gentiloni brachte mit seiner Aussage in New York die Südtirol-Autonomie als Lösungsansatz ins Spiel – allerdings mit einem Augenzwinkern:

    „Natürlich ist das ein Scherz“, präzisierte der Minister, „weil die Unterschiede (zwischen der Ostukraine und Südtirol) enorm sind. Allerdings gibt es bei uns eine Region, in der die Menschen nicht zwingend italienisch sprechen. Das war für viele Jahre ein sehr schwieriges Problem – mit terroristischen Anschlägen und Spannungen zwischen Österreich und Italien. Aber am Ende haben wir ein Abkommen getroffen“, so Gentiloni.

    Mit einem Lächeln ergänzte der Minister, dass er Südtirol eigentlich nicht als Modell vorschlagen wolle. „Oder vielleicht doch. Das Beispiel Südtirol hilft uns, zu erklären, dass es möglich ist, Lösungen zu finden innerhalb eines souveränen Staates, in dem es Gesellschaften mit verschiedenen Kulturen und Sprachen gibt.”

    Eine Lösung für den Ostukraine-Konflikt sei damit „nichts Unmögliches“.

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    Kommentare (76)

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    • Criticion

      Das kann doch keine Lösung sein, wenn eine mehrheitlich nicht-italienische Bevölkerung Teil des italienischen Staates ist. Allenfalls eine Übergangslösung.

    • THEMA

      Die rechten Populisten verzweifeln natürlich wenn sie sowas hören. In ihrem Fanatismus
      haben sie anscheinend nie etwas von der Schweiz gehört, wo Italiener, Franzosen und Deutsche
      seit hunderten von Jahren friedlich mitinander leben. Freilich braucht es dazu auch intelligente Leute und Politiker. Wie im Ticino wo auf dem Wappen steht: „Liberi e svizzeri“.

      • walter

        Die schlimmsten rechten Populisten sind Leute wie du!
        Nationalisten der schlimmsten Sorte!
        Wieso verschweigst du daß die Schweizer freiwillig diese Form gewählt haben? Wir aber nicht!
        Auch die Menschen in der Ost-Ukraine wurden nie gefragt!!
        Wenn aber die Italiener im Ticino zu Italien möchten, bräuchten sie nur eine Abstimmung durchführen!
        Wir aber dürfen das nicht! Und auch den Ost-Ukrainern wird das nicht gestattet!

        Was sagt der fanatische italienische Nationalist denn dazu?

        • THEMA

          Die Schweizer sind eben intelligene Leute. Sie träumen nicht jahrzehntelang von irgendwelchen Volksabstimmungen die dann so ausgehen würden wie in Schottland. Dort haben die Rechten aus Südtirol klammheimlich den Schwanz eingezogen, und die STF
          hat ihre schottische Fahne schnell verschwinden lassen.Nur Fanatiker lernen nichts aus der
          Geschichte. Die Südtrioler haben schon einmal gewählt.Was dann für eine Tragödie herausgekommen ist mir immer aus den Erzählungen meiner Eltern gegenwärtig. Einmal haben die rechten Fanatiker mit ihrer Blut und Boden Idee schon Europa inSchutt und Asche gelegt, diesen Ntaionalsmus mit Grenzen und Fahnen brauchen wir nicht mehr.
          Europa ist unser gemeinsames Haus..

          • walter

            Die Südtiroler haben schon einmal gewählt? Meinst du etwa die Option?
            Wie beschränkt muß man sein diese Farce vor die uns 2 faschistische Regime gestellt haben als WAHL dar zu stellen?
            Sowas kann auch nur einem fantischen italienischen Nationalisten einfallen!!!
            Das war keine FREIE Wahl!

            Die Schotten konnten FREI abstimmen und haben sich entschieden! Das ist der Punkt! Nicht das Ergebnis ist wichtig, sondern die Möglichkeit frei abzustimmen! Wir oder die Ostukrainer konnten niemals frei wählen!

            Die schlimmsten rechten Nationalist sind Leute wie du, denn sie wollen die nicht demokratisch zustande gekommene Brennergrenze aufrechthalten!!

            • THEMA

              Wie nett dass plötzlich das Ergebnis der Schottlandwahl nicht mehr wichtig ist.
              Wie sagte der Fuchs als die Trauben zu hoch hingen ?

            • walter

              weshalb sollte das Ergebnis für uns wichtig sein? Die Schotten haben für SICH entschieden, nicht für uns! Sie durften entscheiden!
              DAS ist wichtig!
              Wer das nicht versteht ist kein Demokrat und ist nie einer gewesen!!!

            • THEMA

              Waren Sie eigentlich voriges Jahr am Südpol ? Die Firma Kotz und ihre ganzen Kameraden haben doch andauernd posaunt dass wenn Schottland die Unabhängigkeit wählt dann ist für Südtriol der Weg frei.Natürlich hatten diese Leute mangels Intelligenz und historischem Wissen keine Ahnung warum Schottland abstimmen konnte und wir nicht. Dass Schottland immer ein eigenständiger Staat war der sich auf Grund eines Vetrags an England angeschlossen hatte. Und da Verträge bekanntlich auch aufgelöst werden können hat Engkand die Abstimmung genehmigen müssen.
              Also hören sie endlich auf Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Italien hat Südtrol.im Friedensvertrag von Österreich zugesprochen erhalten. Also gaibt es auch keine Abstimmung, nicht heute und nicht morgen. Es sei denn Österreich will wie Russland mit der Krim, mit grünen Männchen in Südtirol
              einmarschieren. Fragen Sie doch mal in Wien nach ob die Lust und das nötige Gerät dazu haben.

            • Michi Z.

              Die Schotten wurden von der Regierung in London gehörig unter Druck gesetzt damit das Ergebnis in dieser Zahlenkonstellation zustande kam. Da wurde von englischer Seite aus viel Angstmacherei über Renten, Pensionen, EU-Geldern und vieles mehr betrieben.

            • walter

              Nicht jeder der für eine Abstimmung ist muß was mit der STF zu tun haben!!
              Fällt vielleicht so beschränkten Kleingeistern schwer zu verstehen, ist aber so! 🙂

              Zudem stimmt es nicht was du schreibst! UK hat die Abstimmung bewußt zugelassen! Man mußte keinesfalls die Abstimmung zulassen! Das ist nirgends festgelegt, sonst belege!

              Die Schotten hätten nur einen Präzedenzfall geschaffen, mehr nicht! Die Entscheidung in Schottland für oder gegen eine Sezession hätte nichts mit unserer Entscheidung oder sonst einer zu tun gehabt!

              Der Rest ist Blödsinn, wer Krim und Südtirol vergleicht zeigt nur seine offensichtliche Dummheit!!! 🙂

          • helmut

            An Thema!

            Die Anhänger des von den Vereinten Nationen anerkannten und formulierten Menschenrechts auf Selbstbestimmung mit dem völkermordenden Nationalsozialismus gleichzusetzen – dazu sind schon geschichtliche Ignoranz oder Geistesverwirrung nötig!

            Adolf GröFaz und Benito Bombastico waren doch um Gottes Willen keine Anhänger von Demokratie und Selbstbestimmung! Ebenso wenig wie Stalin, der hier um nichts besser war.

            Diese Leute standen doch für Eroberung und Fremdherrschaft. Sie haben alle jene umgebracht, welche die Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung wollten.

            Bitte, liebe(r) Thema, verdrehen Sie nicht die Tatsachen und verbiegen sie dieselben nicht in ihr Gegenteil.

            Eine demokratische Zielsetzung mit NS-Völkermord gleichzusetzen – das ist das Letzte und nur einfach krank!

        • Michi Z.

          Die Vergleiche hinken. Die Südtiroler unter der Faschistischen Herrschaft klammern Sie bewusst aus. Lassen Sie sich erzählen was 20 Jahre lang, Südtiroler unter den italienischen Faschisten erleiden, erdulden, mussten.
          Gewisse Schikanen dauern heute noch an.

          • THEMA

            Die übliche dumme Aufrechnung Wieviel haben die einen umgebracht, und wieviel die anderen. Alle sind eben auf Grund der nazifaschistischen und kommunistischen Fanaktiker um ihr Leben gebracht worden. Wobei die Südtiroler sich glücklich schätzen konnten,dass sie nach dem Krieg nicht wie die Sudetendeutschen aus dem Land gejagt oder ermordet wurden. Und wenn sie das Leben in Südtriol als Schikane bezeichnen,dann sind sie wahrscheinlch auch nie aus Hintertupfingen hinausgekommen.Ich würde Ihnen dringend raten einmal in ein von Diktatur regiertes
            Land zu reisen,dann könnten sie schon an der Grenze merken was Schikanen effektiv bedeuten.

            • walter

              Was Michi Z. sagt stimmt leider!

              Eine dumme Aufrechnung machst wenn dann schon du, Thema!
              Südtirol wurde Unrecht angetan, Südtirol hat aber niemandem unrecht angetan! Wie sollte man denn dann eine Aufrechnung machen? Erkläre mal!!
              Eine Entschuldigung oder Entschädigung für das Unrecht ist bis heute nie erfolgt!!

              Michi Z. behauptet nicht wir leben in einer Diktatur! Er sagt es gibt bis heute Schikanen und das stimmt leider! Unser Recht auf die Muttersprache wir oft ignoriert, das ist nur eine Schikane!
              In der Schweiz wäre das nicht möglich, die hast du oben aber als Beispiel gebracht!

              Daß wir auch noch dankbar sein sollen daß es uns nicht wie den Sudetendeustchen ergangen ist zeigt welches Geistes Kind du bist! Du bist keinen Deut besser als die braunen Fanatiker!

            • THEMA

              Wie üblich Beledigungen und Beschimpfungen. Argumente sind gefragt lieber
              Mann !

            • walter

              Die Argumente stehen oben, du willst sie nur nicht lesen du Troll!

            • Honigmann

              @THEMA weiter so und viel Spaß wünsche ich dir bei deiner Selbstverarschung! Du bist wohl in deiner eigenen Matrix gefangen die du dir im Schlaf und Traum zurechtgesponnen hast. Ich bin immer wieder überrascht wie Leute meinen zu glauben sie wüssten alles. 🙂

      • Michi Z.

        Es sind Schweizer und die fühlen sich als Schweizer. Es sind einige italienisch, deutsch, französisch und rätoromanisch sprechende Schweizer.

      • Lino

        tja @thema, falsch getippt: die Schweiz ist deshalb für einen Vergleich absolut ungeeignet, da die verschiedenen Sprachregionen aus diversen Kleinst-Staaten (Kantone) bestehen und sprachlich gesehen eine Territorialautonomie praktizieren (und nicht wie „Alto Adige“ eine Sprachautonomie !);
        zudem besteht zwischen den 3 wesentlichen Bevölkerungssprachen in ihren anteilen eine weit weniger hohe Diskrepanz wie in Italien: die Deutschsprechenden Bürger hier machen nichteinmal 0,5 % (Nullkommafünf%) des gesamten Staatsvolkes aus.
        Wenn Südtirol (od. Sudtirolo oder was auch immer) ein eigenständiger Staat wäre, dann, ja dann wäre vielleicht ein Vergleich mit der Schweiz zulässig.

        Derzeit ist die Prov. di Bolzano nur eine Provinz mit ein paar deutschsprechenden ital. Staatsbürgern (siehe 0,5 %) , die sich sowieso laufend um ihre Sprachrechte (??) mit Händen und Füssen wehren müssen.

        • THEMA

          Sagen sie bloss nie mehr auf dieser Seite „Alto Adige“ sonst blühen Ihnen die vereinten Hasstiraden der wackeren Gralshüter des Deutschtums, Für den est kann ich Ihnen Recht geben, aber ich wollte den Leuten nur einmal zeigen dass sich mit intelligenten und nicht fanatisierten Leuten auch gut zusammen leben lässt. Der „Röstigraben“ ist zwar da
          aber der gegenseitige Respekt ist vorhanden. Hier haben wir Schreier die gar nicht ahnen,. mangels Hirnmasse, was morgen bei einer Abstimmung bei uns passieren würde.

          • Lino

            ach, wissen Sie @thema, auch die Schweizer „zerfleischen“ sich (politisch) seit jeher; sie verwenden halt vielleicht etwas schönere Worte für Arsc… uswusw, aber grundsätzlich nützen die ihre Meinungsfreiheit schon bis an die Enden…;
            zudem trauen die sich schon für ihre restlich verbliebene Freiheit zu kämpfen und unkonventionelle Wege zu versuchen um ihren kleinen Staat mitten in der EU möglichst unabhängig weiter zu beschreiten.

            Man kann es den deutschsprachigen Bewohnern der provinz BZ (mehr als eine Provinz ist es derzeit halt nicht) nicht verübeln, wenn aufgrund ihrer kleinen Zahl (ca 0,5 % der gesamtstaatl.Bevölk.) die Angst des Überrolltwerdens aufkommt.

            • THEMA

              Die Angst vom Überrolltwerden gibt es nur bei einfältigen Leuten. Südtirol hat sich seit 1945 prächtig entwickelt, und hat, so wie die Schweiz, gerade durch die Doppelsprachigkeit enorme Vorteile, was viele auch zu nützen verstehen.
              Nationalisten beider Seiten sehen das natürlich nicht so, denn daswürde ihre
              ganze Schreierei ad absurdum führen. Da aber die Rechten seit 40 Jahren
              keinen Blumentopf gewonnen haben, bin ich zuversichlich dass das so bleibt.

    • Josef

      die Russen lachen ja nur über das „Südtirol-Modell“. Das verstehe ich auch.

      • Karin B.

        Nicht zu unrecht lachen die über über den italienischen „Vorschlag“. Die sind nicht länger bereit sich von einer korrupten Zentrale alles vorschreiben zu lassen. Übrigens die Südtiroler wahrscheinlich auch nicht. Aber die wurden auch nie gefragt, weil auf Zeit gesetzt wurde, bis die heimische Bevölkerung nach faschistischen Gedankengut in einer Minderheit verschwindet.

    • Wusler

      Der Ukraine wird zuviel Aufmerksamkeit entgegen gebracht. Die Nato will vor die Haustür der Russen, die Amerikaner wollen einen Krieg um die Rüstungsindustrie zu sanieren und die EU wird zum Spielball von undurchsichtigen Machenschaften verschiedener Geheimdienste und läuft Gefahr im 3. Weltkrieg Hauptakteur zu werden. Ich will das nicht, die Ukraine ist nicht mal Mitglied der europäischen Union. Es gibt größere Krisenherde auf der Welt.

      BTW: Italien hat in Punkto Autonomie überhaupt keine Einigung getroffen, die haben sich die Südtiroler erkämpft. Im Gegensatz zur aktuellen Landesregierung, die alles mühsam erarbeitete in Gefahr bringt.

      • Alter Egon

        Allein heute über 50 Tote, und der Ukraine wird zuviel Aufmerksamkeit geschenkt. Ich glaub ich les nicht richtig

      • Michi Z.

        Was sagen Militärexperten zu den Kriegen im Irak, Syrien, Afghanistan, …, die von den „lieben Freunden“ aus den USA Jahrzehnte lang geführt wurden. 100.000-ende Tote und viele Millionen Menschen ins Elend stürzten? Wurden die Kriegsziele überhaupt erreicht?

    • Garuda

      Wer hier bei dieser Anspielung für den Donbass durch den italienischen Außenminister die Verarschung Südtirols erkennt oder gar übersieht, dass er den SüdtirolerInnen ala Berlusca den Stinkefinger zeigt, ist wirklich naiv.

      Denn der Konflikt im Donbass hat gravierende Unterschiede mit Südtirol:

      1. SüdtirolerInnen haben nie die Chance bekommen, über ihre Selbstbestimmung jemals abstimmen zu dürfen.

      2. Südtirol hat nie einen Krieg mit zig-Tausenden Toten gegen Italien geführt.

      3. Südtirol hatte nie, aber nie nördlich des Brenners solche imperialistische Nachbarn wie sie eben die Ostukrainer mit Russland haben.

      usw. usw. Was hat Italien hier wirklich für einen Außenminister, der die Ostukraine mit dem Südtiroler Modell beglücken möchte, und gleichzeitig die SüdtirolerInnen aller drei Sprachgruppen mit indirekten dem Stinkefinger beehrt.

      • Alter Egon

        also punkt 2? war da nicht mal ein Land, das allen anderen den Krieg erklärt hat und diesen dann verloren hat?

        • Garuda

          @Alter Egon

          Nur zum Teil, denn es jährt sich heuer zum 100sten Mal, dass Italien den Krieg an Österreich-Ungarn erklärt hat, wenn du ganz scharf nachdenkst, vielleicht fällt dir gar ein, dass Italien eigentlich Teil des Dreibundes, das sich schnell neutral erklärte und erst dann in den Krieg eintrat, als es wusste, wo mehr dabei herausschaut (siehe Londoner Geheimvertrag!). Wie war das nochmal mit einem Land, das allen den Krieg erklärte?

          Und wenn du fest nachdenkst, wirst du auch wissen, dass es an der Südfront keinen Erfolg oder gar irgendwie gearteten Sieg gibt, da hat wohl Cadorna mächtig versagt im Stiefelstaat.

          Dann wirst du auch wissen, dass die Italiener bzw. das italienische Heer erst nach der Unterzeichnung des Waffenstillstands zwischen Österreich-Ungarn und Italien in einer oberitalienischen Villa die Kriegsgefangenen zu Tausenden machten.

          Wie nennt man kriegstechnisch so etwas? Vielleicht Feigheit?

          Und noch etwas sollte auch einer gutmenschlichen grünen Seele nicht entgangen sein: meines Wissens gibt es die Erbschuld nur in der katholischen Kirche. Also ich wüsste nun wirklich nicht, welche Schuld hier Südtirol geerbt hätte (außer im Zweiten Weltkrieg mit Nazis und Faschisten)!

          • Alter Egon

            kannst du es vielleicht mal unterlassen, jeden der nicht deiner Meinung ist, einen grünen Gutmenschen zu nennen?
            Deine Ausführungen schießen wieder mal weit über das Ziel hinaus.

          • Alter Egon

            und im übrigen würdest du als nichtgutmensch es natürlich toll finden, wenn italien zigtausende in einen sinnlosen krieg geschickt hätte, anstatt abzuwarten, Das wär dann nicht feig, aber saublöd.

            • Garuda

              @Alter Egon

              Es ginge hier um Vertragstreue, was Italien eben nicht gehalten hat, weil es einfach eine chauvinistische Politik betrieb, das gleiche war eben auch im Zweiten Weltkrieg: Als Frankreich bereits in die Knie gezwungen war und die Nazis kurz vor Paris standen, ist das faschistische Italien in den Krieg eingetreten und hat Frankreich den Krieg erklärt. Chauvinistischer gehts echt nicht.

              Und ja, der grüne Gutmensch verdreht die historischen Ereignisse nach seinem Geschmack, so wie du es getan hast, als du schriebst, dass es ein Land gab, das allen den Krieg erklärte. Typische Geschichtsklitterung der linken, so wie sie halt auch bei den rechten betrieben wird.

              Da stehen sich beide in nichts nach, beides äußerst verwerflich.

              Und noch etwas: Italien hat damit nicht Menschenleben verschont, indem es nicht gleich in den Krieg eingetreten ist, sondern hat auf das bessere Angebot gewartet, denn nach Eröffnung der Südfront 1915 war es der italienischen Regierung schnurtzpipegal, wieviele Soldaten am Isonzo am Piave und in den Dolomiten starben (egal wieviele Gegner, egal wieviele eigene Landsleute)

              Wenn Italien ernsthaft Menschenleben schonen wollte, hätte es seine Neutralität bis Kriegsende gewahrt. Da dies nun mal nicht der Fall war, und Italien Österreich-Ungarn zuerst den Krieg erklärt hat, weil Österreich-Ungarn niemals freiwillig sich auf eine Südfront eingelassen hätte (Deutschland drängte sogar Österreich-Ungarn die Brennergrenze als Zugeständnis für den Kriegseintritt Italiens an der Seite der Mittelmächte zu erzielen), denn sie hatten schon immense Opferzahlen an der Ostfront, wo sie die Deutschen massiv im Stich ließen, weil bereits an der Westfront kein Bewegungskrieg, sondern bereits ein Stellungskrieg in Schützengräben stattfand.

      • THEMA

        War da abr nicht einmal das Grossdeutsche Reich am Brenner ? Ach pardon, das waren die braunen Brüder im Norden. Die haben zwar halb Europa unterjocht,aber das war nicht so schlimm Es gab ja nur 65 Millionen Tote.

        • Garuda

          @Thema

          Ganz richtig, die braunen Brüder stinken mächtig, aber mindestens genauso stinken mir die linksfaschistischen Terrorregime mit Stalin, Mao, Castro usw. usw.

          Alles menschenverachtende Diktaturen, die bis heute Wahrnung genug wären. Gegen den rechten Faschismus scheinen wir genügend gewarnt zu sein, um dass so etwas hoffentlich nie mehr passiert.

          Beim linksfaschistischen Terror bin ich mir da gar nicht so sicher, denn über manche europäischen linken Parteien steigt dieser tiefrote Nebel schon auf. Anscheinend hat man nach nur 25 Jahren Mauerfall so schnell vergessen, dass dem roten Terror wahrscheinlich auch Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.

          • THEMA

            Mit dem genügend gewarnt wäre ich nicht so sicher. Besonders bei uns in Südtirol
            ist rechtes Gedankengut weit verbreitet, und werden die Naziverbrechen möglichst
            vergessen und unterdrückt. Wenn man das Buch über die Judenverfolgung in Südtirol
            liest, kommt man auch zu den Namen von vielen honorigen Leuten die damals mit dabei
            waren. Diese Liste wird in der Zeitung aber verschwiegen. Denn wie sagt man so schön:
            „Bloss net rogln“

            • Garuda

              @Thema

              Da haben Sie absolut recht und all die Nazizeit ist in Südtirol (gewollt durch die Politik) lange nicht aufgearbeitet (worden).

              Ich glaube aber, dass die dortige Jugend bzw. junge Generation, die die den Krieg nicht mehr erlebt hat, auch ganz oft rechts abdrifften, weil z.T. die linkslinke Seite teilweise sehr stark wird, und eben nicht alle Menschen mit extremen Seiten klarkommen, das Pendel schlägt halt mal in Extreme aus, bevor es in der Mitte zu stehen kommt.

              Dafür müsste aber eine liberal-sozialdemokratische bzw. liberal-konservative Partei(en) der Mitte vielmehr Realpolitik machen und die linke wie rechte Flanke hereinholen in einen gesellschaftspolitischen Dialog, damit die Extreme auf beiden Seiten ihre Zugkraft verlieren.

              So wie es vielfach auch mit grünen Anliegen passiert ist: Umweltschutz, Nachhaltigkeit usw. sind längst nicht mehr Extrempositione, die nur die Grünen besetzen können, sondern auch Zentrumsparteien.

              Darin liegt meines Erachtens der realpolitische Ansatz.

          • Tante Ceccarelli

            Ja, über rechten Faschismus brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, der ist ausgestorben; hat Berlusconi gesagt. Die wirkliche Gefahr kommt von Links, besonders in Südtirol, lauter Linksfaschisten die uns mit ihrem Gefasel vom friedlichen Zsammenleben in den Wahnsinn treiben.

            http://www.zeit.de/feature/populismus-extremismus-europa

        • Alter Egon

          @thema
          Achtung, wenn du dem Garuda widersprichst, nennt er dich gleich grünen Gutmenschen oder gar Kommunist.
          Er duldet keine andere Meinung als die seinige.

          • THEMA

            Als freier Bürger sage ich jedem meine Meinung . Dann gibt es die Dummelen die darauf nur mit Beleidigungen und Beschimpfungen reagieren können, weil das Hirn nicht mehr hergibt, und die die Argumente bringen. Und linker Gutmensch oder Kommunist ist keine Beleidigung. Es gibt sehr honorige Leute die überzeugte Kommunisten sind, und auch Grüne die von Ihre Idee überzeugt sind.So wie es natürlich auch unter diesen Gauner und Opportunisten gibt. Was mich stört sind die Schreier die glauben es müssten alle ihrer Meinug sein, und jahrzehntelang den gleichen Käse vorbringen in der Hoffnung dass irgendwann sowas eintrifft.Träumer die keinen Bezug zur Realität haben, die Welt nie geshen haben, und aus ihrem Stübchen wichtigteuerisch kleinkarierte Ideen hinausposaunen.

            • Michi Z.

              Als freie Bürger verlangen andere Bürger, dass deren Freiheitsvorstellungen respektiert werden. Hört Freiheit dort auf wo andere eingeschränkt werden?

            • Garuda

              @Thema

              Ich kann Ihnen in weiten Strecken bezüglich dieses Kommentars nur zustimmen.

            • THEMA

              Hören Sie doch auf mit ihren fanatisierten Kommentaren. Wir leben, Gott sei Dank, in einem freien Land, in dem esdem Grossteil der Bevölkerung sehr gut geht.
              Seine Meinung kann jeder frei äussern,auch wenn sie noch so skurril ist.
              Das ist in vielen Ländern nicht alltäglich.
              Wenn Sie sich weiterhin sinnlos aufregen holen Sie sich nur ein Magengeschwür
              vor lauter Ärger. Daher abregen . Hier in dieser Provinzzeitung werden wir nicht die Weltgeschichte ändern.

          • Garuda

            @Alter Egon

            Weit gefehlt, aber wenn dir keine Argumente einfallen, versuchst du es halt auf die fiese, verleumderische Tour.

            Nur zu, ich werde dich dabei nicht aufhalten.

            • Alter Egon

              sagt der garuda, der jeden der nicht gleich denkt wie er einen grünen Gutmenschen heißt (wobei er dann sagt er sei kein Nazi, aber Gutmensch ist nunmal Nazivokabular….). Vielleicht bin ich gar kein grüner oder roter? ui, dann pass ich dir jetzt in gar keine Schublade, sowas aber auch….
              Bist du eigentlich Lehrer? Kommst mir immer so oberlehrerhaft vor.

            • Garuda

              @Alter Egon

              Sollte Gutmensch ein Nazivokabular sein, was mir wahrlich entgangen wäre, werde ich es nicht mehr verwenden. Ich werde also nur mehr von der Verbotspartei und vom Veggiday sprechen und jeder weiß, dass damit die grünlich-dunlkelroten BesserwisserInnen und Weltverbesserer, oder eben die linken Lügenmäuler gemeint sind.

              Oberlehrerhaft? Nein, dieses Privileg lasse ich gerne den Wassermelonen-PolitikerInnen

            • Alter Egon

              Wann hab ich wo geschrieben, dass ich für einen Veggieday wäre (den ich an und für sich gar nicht schlecht fände, einmal pro Woche auf Fleisch verzichten wäre nun wirklich nicht so schlimm oder isst du nie Käseknödel)?. Nenn ich dich deswegen Schweinsbratenfresser oder was?
              Kann es sein dass du leicht intolerant allem gegenüber bist, das nicht in dein Schubladendenken passt?

    • Karin B.

      Nicht das Südtiroler Modell!!!
      Die Südost-Ukrainische Bevölkerung tun gut daran, wenn sie einen eigenen Staat, von mir „Russische Ukraine“ oder was auch immer ausrufen. Ich wünsche keinen Bürger in der derzeitigen „Kriegs – Gegend“ eine Bevormundung Kiews.
      Das Beispiel der Bevormundung Roms, mit vielen „Autonomieverletzungen“, vielen Schikanen, …, und, … durch Italien gegenüber Südtirol sind legendär und kein gutes Beispiel.

    • Michi Z.

      Hat dieser Minister von Geschichte eine Ahnung oder zwinkert er nur herzhaft, weil ihm nichts besseres einfällt.

    • Tante Ceccarelli

      Herrlich, die südtiroler Volkstums- und Kirchturmnationalisten beschweren sich über italienische Nationalisten; über ihre Brüder im Geiste. Erinnert an meinen Religionslehrer (ein Pfarrer), der uns vor schlimmen Sekten gewarnt hat 🙂

        • Tante Ceccarelli

          Gewiss, es gibt noch viel fragwürdigere Religionen/Sekten als den Katholizismus und vor denen kann man auch warnen. Aber ich sehe durchaus Parallelen zu den Sekten vor denen gewarnt wurde und dies rückt die Kritik in ein dubioses Licht. Aber darum geht es hier nicht, es sollte nur als Beispiel zum besseren Verständnis dienen.
          Siehst du etwa keine Gemeinsamkeiten zwischen Sezessionisten/ Provinzialisten/ Patrioten etc. und italienischen Nationalisten? Wenn selbstbestimmungskritischen Stimmen dann Sätze wie:
          „Die schlimmsten rechten Nationalist sind Leute wie du, denn sie wollen die nicht demokratisch zustande gekommene Brennergrenze aufrechthalten!!“

          an den Kopf geworfen werden, dann wird das Ganze in meinen Augen lächerlich, aber in Online-Foren wird so viel Müll verbreitet, dass es auf den einen Satz auch nicht mehr ankommt, und dagegen etwas zu schreiben eigentlich sinnlos ist.

    • Michi Z.

      Italien ist nicht nur Spielwiese von demokratischen Modellen.

      http://www.vice.com/it/video/nostalgia-predappio

    • Kassandra

      Die Ukraine wäre schön blöd das Südtiroler Modell anzunehmen, die gehen aufs Ganze und wollen die Unabhängigkeit. Bei näherer Betrachtung ist das Südtiroler Modell nämlich nur eine reine Geldautonomie, in der wir das Geld ausgeben können wie es der italienische Staat uns vorschreibt. Selbst entscheiden können wir so gut wie gar nichts und in diesem zentralistischen Staat immer weniger.
      Im Vergleich dazu ist JEDES deutsche Bundesland ein eigener Staat (parlamentarische Republik), mit EIGENEN Befugnissen über Legislative, Exekutive und Justiz, das über sich nur das Grundgesetz hat und über das Subsidiaritätsprinzip verfügt, das heißt dass grundsätzlich die kleinste politische Einheit die Entscheidungen trifft. Der sog. Bund ist auch nur eine lose Verbindung der Bundesstaaten um gewisse Dinge auf einer höheren gemeinsamen Ebene besser ausführen zu können.
      Im Gegensatz dazu ist eine Autonomie immer nur sozusagen eine Art Ausnahmen die von der „Normalität des Zentralstaates“ irgenwie abweicht, aber nicht an sich etwas Normales, sondern eben eine Ausnahme darstellt.
      Also sei allen jenen, die immer den status quo in Südtirol als das unveränderliche Maß aller Dinge ansehen, gesagt: Man kann nicht über etwas als Utopie sprechen, WAS ES SCHON GIBT, und nicht etwa weiß ich wie weit entfernt, sonder mitten in Europa, sogar in der EU. Wir sollten also solche Kompetenzen anstreben wie es die deutschen Bundesstaaten, die österreichischen Bundesländer und die schweizerischen Kantone haben und nicht immer von unmöglich und utopisch labern. Es gilt unter Überwindung des überholten nationalstaatlichen Prinzips freie Regionen unter dem übergeordneten Dach Europas zu schaffen, die nur eine Grenze kennen und das ist die europäische Außengrenze.

      • THEMA

        Mit ihrem letzten Sarz bin ich voll einverstanden. Sie dürfen aber nicht vergessen dass wir
        in Italien, so wie in Frankreich ein napoleonisches, zentralistisches Staatssystem haben, das diametral dem schweizerischen oder deutschen föderalen System gegenüber steht. Erste Versuche
        dies umzubauen, sind durch die Innefizienz der Lega vereitelt worden, und jetzt lauft der Umbau dahin dass der Gaunerei in den Regionen ein Riegel vorgeschoben werden soll. Dabei versuchen
        unsere Parlamentarier das Beste für das Land aus der Situation zu machen. Es wird, wie in Italien
        üblich nur über Beziehungen gelingen, denn die Holzhammermethode der rechten Schreier bringt sicher keinen Erfolg.

        • helmut

          An Thema!

          Sie haben die Anhänger des von den Vereinten Nationen anerkannten und formulierten Menschenrechts auf Selbstbestimmung mit dem völkermordenden Nationalsozialismus gleichgesetzt. Dazu sind schon geschichtliche Ignoranz oder Geistesverwirrung nötig!

          Adolf GröFaz und Benito Bombastico waren doch um Gottes Willen keine Anhänger von Demokratie und Selbstbestimmung! Ebenso wenig wie Stalin, der hier um nichts besser war.

          Diese Leute standen doch für Eroberung und Fremdherrschaft. Sie haben alle jene umgebracht, welche die Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung wollten.

          Bitte, liebe(r) Thema, verdrehen Sie nicht die Tatsachen und verbiegen sie dieselben nicht in ihr Gegenteil.

          Eine demokratische Zielsetzung mit NS-Völkermord gleichzusetzen – das ist das Letzte und nur einfach krank!

          Ich schlage vor, Sie entschuldigen sich hier öffentlich dafür, demokratisch gesinnte Mitmenschen so vor den Kopf gestoßen zu haben!

    • Hartmann

      FÜR poltitische BONZEN, die wenn sie einmal in einer AUTONOMEN Regierung sitzen – wie bei UNS und unter SICH den Steuergeldtrog AUFTEILEN und die TOLLEN POSTEN verschachern – OHNE oder MIT getürktem WETTBEWERB und paritätisch nach SPRACHGRUPPEN: ja, dafür kann SÜDTIROL tatsächich als INTERNATIONALES Modell herangezogen werden: als MODELL der VETTERNWIRTSCHAFT. Das ist aber schon auch ALLES!!! Echt zum FREMDSCHÄMEN!!!

    • Kassandra

      @THEMA
      Dass Deutschland, Österreich und die Schweiz ein föderales System haben ist klar. Das Ziel muss aber eine europäische Union sein in der nicht einzelne Regionen am Gängelband von Nationalstaaten hängen zu denen sie irgend einmal durch irgendwelche Umstände geschlagen wurden. Der europäische Gedanke ist ein größerer. Gerade wegen der Globalisierung besinnen sich immer mehr überschaubare Gebiete auf ihre Eigenheiten und Stärken und suchen diese zu nutzen um sich zu entfalten, wovon auch andere letztlich profitieren. Da können nicht antiquierte Nationalstaaten aus Napoleons oder anderen Zeiten diese an der Entfaltung, die sie unter Einhaltung EUROPÄISCHEN RECHTS in Angriff nehmen wollen, hindern. Und genau hier setzt die Kritik an der sog. Realpolitik an. Man kann nicht nur Politik sozusagen von heute auf morgen, von der Hand in den Mund machen, es braucht auch längerfristige, weitergehende Konzepte, sozusagen, das große Ziel vor Augen, das uns nahegebracht werden sollte. Doch davon ist nichts zu hören, man verlegt sich aufs politische Tagesgeschäft und trägt keine Visionen in sich. Im Gegenteil, jene die sich an solche heranwagen, mag die Herangehensweise oft auch nicht die richtige sein, werden oft noch als Utopisten, Ewiggestrige usw. bezeichnet und aufs Schärfste bekämpft. Aber ohne große Visionen, nur mit Kleingeisterei ist noch nie etwas wirklich Bahnbrechendes, das dem Wohl der Menschen dient, zustandegekommen. Gerade hier in Südtirol, mit dem großteils deutschen Kulturkreis, blicken die Menschen mit großen Unverständnis wegen unserer Lage ins benachbarte deutsche Ausland und auf die dortigen Kompetenzen und fragen sich in welchem Europa wir eigentlich immer noch leben.

    • Hartmann

      Es geht um die Frage, ob Südtirol ein Modell ist oder nicht. Südtirol lebt leider nicht das Autonomiestatut sondern wurstelt sich durch jeweils wechselnde politische Opportunitäten, die sich die SVP und ihre Koalitionspartner ausschnapsen durch. Proporz und Zweisprachigkeit sind im Autonomiestatut verankert, aber nicht umgesetzt. Oder wie viel Mehrsprachigkeit sprechen und leben wir? Das Beispiel Ukraine, die Annexionen und die Stellvertreterkriege machen einigen an Russland angrenzenden Ländern Angst – aus Erfahrung vor dem neuen Hegemoniestreben Putins.Umgekehrt hatten weder die ukrainische Regierung noch die Regierungen der baltischen Staaten nach dem Fall des eisernen Vorhangs ein Ohr für die heute in ihren Gebieten lebenden Russen. Sie werden kategorisch nicht als Minderheit wahrgenommen. Und so verhalten die sich im Prinzip ähnlich wie der IS in Syrien und im Irak: die Sunniten wurden nach dem Sturz von Hussein ebenfalls nicht in das politische Leben einbezogen – wir haben das im Westen auch nicht „geschmalt“. Erst jetzt, wenn die „Kacke am Dampfen ist“ parlieren wir gescheit herum und meinen Lösungen anbieten zu können. Die russische Minderheit ist einerseits Opfer, andereseits Vorwand für Putins Restaurationspolitik. Unser Südtiroler Modell geht für uns „Bergler“ auf unseren paar Quadratkilometern recht gut. Staaten wie die Ukraine oder Litauen müssen da ihren ureigenen Weg finden. Es mutet zwar mitunter recht niedlich an, wenn unsere Leute das Südtiroler Modell andererorts vorstellen, aber wir sollten uns davor hüten es anderen anzupreisen, denn wir sind selbst von gelebter Autonomie, der Mehrsprachigkeit und Gleichbehandlung der Sprachgruppen noch weit entfernt. Es ist nur ein Scheinfriede, der bei uns gelebt wird und an dessen Oberfläche den alten Streit vorerste die Ressentiments und Feindbilder gegenüber „Fremden“ aber mittlerweile ebenfalls „Einheimischen“ überlagern.

    • Kassandra

      Es ist das Modell Autonomie selbst, das nicht alltagstauglich ist. Schon das Wort „Minderheit“ impliziert nicht eine „Normalität“, sondern eine Art Ausnahme, also etwas von der Normalität Abweichendes. Die Normalität, in diesem Fall der italienische Nationalstaat, gewährt einer Provinz, weil sie eben partout nicht gleich sein will, wie der Rest (obwohl es diese „Gleichheit“ auch im Rest Italiens nirgends gibt), eine Art Sonderbehandlung. Diese Denken ist aber im Europa von heute gänzlich fehl am Platz. Solange dieser Zustand einer „Ausnahmesituation“ besteht, wird es auch keine wirkliche Gleichstellung der hier lebenden Volksgruppen kommen, denn wenn man ständig am Kämpfen um Rechte und Zuständigkeiten ist und nie die wirklichen Bedürfnisse der hier lebenden Bevölkerung gesetzlich anstreben, sondern sich nur mit von oben vorgegebenen Richtlinien abfinden und diese anpassen muss, das wird auf Dauer in unserer globalisierten Welt nicht genügen. Denn je mehr Vernetzung es weltweit gibt, desto mehr besinnen sich die Menschen auf überschaubare Räume, die sie gestalten wollen. Deshalb führt an einem Europa der Regionen, das NUR durch ein gemeinsames Dach namens EUROPA begrenzt wird kein Weg vorbei. Die Politik sollte sich auf diesen Weg machen, aber wahrscheinlich müssen die Entwicklungen von unten kommen, wie halt immer.

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