Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » „Gefangenes Land“

    „Gefangenes Land“

    „Gefangenes Land“

    Südtirol wird im laufenden Jahr ein negatives BIP-Wachstum aufweisen. Es keine Trendwende in Sicht, meint F-Wirtschaftsexperte Roland Tinkhauser.

    Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Roland Tinkhauser sieht sich in seinen Analysen zum sinkenden Bruttoinlandsprodukt bestätigt. Die vom Statistikamt und der OECD vorgelegten Daten sprächen eine klare Sprache.

    „Italien hat auf Grund fehlender Wettbewerbsfähigkeit, teils auch auf Grund unsicherer und sich ständig ändernder Steuergesetzgebung mit einer mehrjährigen Rezession zu kämpfen“, bekräftigt Tinkhauser. „Südtirol ist in dieser Entwicklung gefangen, wenn von einem Bruttoinlandsprodukt ausgegangen wird, das um 0,7 Prozent sinken wird. Zukünftige Wachstumsprognosen für den italienischen Staat, wie derzeit die 0,5 Prozent für das Jahr 2015 werden in der Regel wieder revidiert und werden vielfach als Zweckoptimismus abgetan“, ergänzt Tinkhauser.

    „Die Schwerfälligkeit des Staates, was strukturelle Reformen betrifft, hemmt auch die unternehmerische Investitionstätigkeit. So kann keine positive Zukunftsperspektive entstehen, ebenso wenig Wirtschaftswachstum“, betont der Freiheitliche Abgeordnete. „Wir Freiheitliche haben stetig auf diese offensichtliche Entwicklung hingewiesen und sehen uns in den Annahmen bestätigt. Im Zeitraum der Jahre 2012 bis 2015 kann nur für das Jahr 2014 ein leichtes Wachstum von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgemacht werden“, erklärt Tinkhauser und macht in der italienischen Bürokratie einen gewichtigen Grund für das Nullwachstum aus.

    „Eine Trendwende ist mit dem Staat Italien nicht in Sicht“, hält der Freiheitliche fest, „denn jegliche angedachte Renzi-Reform hat keine längerfristige Tragweite für ein stabiles Wirtschaftswachstum. Das Wachstum der italienischen Wirtschaft ist seit vielen Jahren, trotz verschiedenster Ankurbelungsmaßnahmen, rückläufig. Hauptursache dafür ist die überaus hohe Steuerlast, die sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer geradezu erdrückt. Dieser Zustand ist leider auch in unserem Land spürbar, da die staatliche Steuergesetzgebung uneingeschränkte Anwendung in Südtirol findet.“

    „Dort, wo wir die Chance haben an dieser Entwicklung etwas zu ändern, haben wir Freiheitliche die Initiative ergriffen“, untermauert Tinkhauser abschließend. „Mit dem Begehrensantrag an das römische Parlament, um die Lohnnebenkosten zu senken, haben wir auf die Herausforderungen der Zeit reagiert. Die Lohnsteuern und die Lohnnebenkosten sollen auf ein verträgliches Maß gesenkt werden. Wir hoffen nun auf eine baldige Behandlung und Umsetzung des Antrages“, so Tinkhauser.

    Clip to Evernote

    Kommentare (3)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • THEMA

      Der selbsternannte Experte hat vergessen dass in Europa seit Jahren eine Menge Länder in grossen Problemen stecken, weil es eine globale Wirtschaftskrise gibt. Aber wie wärs wenn er die UNO damit befassen würde ? Der Erfolg wäre wohl derselbe wie mit dem Antrag ans italienische Parlament.Alles nur heisse Luft um in die Presse zu kommen.

    • Siegl

      Für mich ist der Freiheitliche Tinkhauser „der Einäugige unter den Blinden“.
      Nur einäugig deshalb, weil er ab und zu gar arg neoliberale Tendenzen zeigt.
      Insgesamt kann man die Freiheitlichen in jeder Hinsicht vergessen.

    • Michi Z.

      Die Aussage negatives Wachstum stammt von wem.
      Allein, dass nicht Rezession, schrumpfen geschrieben wird, ist bezeichnend.
      Italiens BIP schrumpft auch wenn „Schwarzgelder“, hinterzogene Milliarden, Mafia-, Drogenmilliarden, usw. mit gerechnet werden.
      Die offiziellen Arbeitslosenzahlen stimmen auch nicht. Die sind bis etwa 50 Prozent geschönt.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen