Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Die Bären-Route

    Die Bären-Route

    Bildschirmfoto 2015-02-11 um 16.49.57In Südtirol halten sich derzeit fünf männliche Bären auf. Im vergangenen Jahren verursachten die Bären Schäden in Höhe von 9.000 Euro.

    Acht Spuren von Bären, sechs Nachweise mittels Fotofalle, zwei direkte Beobachtungen und Fotos, neun Übergriffe auf Bienenstände oder Haustiere: Diese Bärennachweise liegen dem Landesamt für Jagd und Fischerei in Bozen vor.

    Fünf männliche Bären halten sich derzeit in Südtirol auf, darunter ein bisher unbekannter.

    Bereits Anfang Jänner konnten im Gebiet von Tramin und Eppan Bärenspuren im Schnee bestätigt werden. Als in der Nähe eines Hofes in der Örtlichkeit Söll ein Schaf gerissen wurde, beschloss das Amt für Jagd und Fischerei, diesen Bären mit Hilfe einer Rohrfalle einzufangen und zu besendern. Am 12. Jänner tappte das Tier in die Falle: Es handelte sich um einen zwejähriges Männchen mit der Bezeichnung M25, das 125 Kilogramm wog. Nachdem das Tier mit einem GPS-Halsband ausgestattet wurde, wurde es wieder in die Freiheit entlassen.

    Bildschirmfoto 2015-02-11 um 16.49.44Im Laufe des vergangenen Jahres, berichtet Martin Stadler vom Landesamt für Jagd und Fischerei, hat M25 eine beachtliche Strecke (Grafik im Anhang) zurückgelegt: Nach einem Aufenthalt am Mendelkamm hat M25 die Provinz Südtirol verlassen und ist bis nach Bresimo in der Nachbarprovinz Trient gewandert. Seine weitere Route führte ihn in den Vinschgau, bis zum Eingang des Martelltales. Von dort aus überquerte er dann das Ultental und wanderte weiter bis nach Rumo. Anfangs Sommer konnte M25 in der Schweiz beobachtet werden. Von dort aus führte ihn seine Route weiter in die Provinz Lombardei, wo er sich auch zur Zeit aufhält. Anhand der letzten Peilungen hält M25 in der Nähe von Sondalo seine Winterruhe. Auf seinem Streifzug gab es auch Übergriffe auf Haustiere und Bienenvölker.

    Bildschirmfoto 2015-02-11 um 16.50.10In Südtirol konnten im Jahr 2014 landesweit fünf verschiedene Bären genetisch nachgewiesen werden. Es handelt sich um männliche Bären (MJ2G1, MJ4, M22, M25, M28), welche unser Land durchstreifen. Eine Besonderheit dabei ist der Bär mit dem Kürzel M28, der das erste Mal genetisch bestätigt werden konnte.

    Dieser Bär wurde im August in Fennberg vom dortigen Jagdaufseher fotografiert.

    Auch wenn einige Schadensvorfälle für großen Widerhall in den Medien gesorgt haben, hielten sich die von den Bären verursachten Schäden an den Haustieren und Bienenständen im vergangenen Jahr in Grenzen: Für die Vergütung der Schäden wurden insgesamt 9405 Euro ausbezahlt. Die vom Wolf verursachten Schäden beliefen sich im Jahr 2014 auf 4180 Euro.

     

    Clip to Evernote

    Kommentare (3)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen