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    Gute Stimmung

    Gute Stimmung

    Die Konsumentenstimmung hat wieder einen positiven Wert erreicht. Die Handelskammer geht davon aus, dass 2015 tatsächlich eine Trendwende bringen werde.

    Der vom WIFO im Jänner ermittelte Konsumklima-Index erreicht einen Wert von +3,2 Punkten, was einer deutlichen Zunahme verglichen mit den -3,6 Punkten vom letzen Oktober entspricht. In der Südtiroler Bevölkerung gibt es demnach wieder mehr Optimisten als Pessimisten, was die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten zwölf Monate angeht.

    Die Erwartungen der Konsument/innen verbessern sich sowohl bezüglich der allgemeinen Südtiroler Wirtschaftslage, als auch was die persönlichen Sparmöglichkeiten und die finanzielle Lage ihrer Familien betrifft.Auf Staatsebene und allgemein in Europa ist das Konsumklima nach wie vor negativ, jedoch zeigt sich eine Aufhellung. In Italien bewegte sich der Index von -18,5 im Dezember auf -13,6 im Jänner.

    Der Europäische Wert stieg hingegen von -9,4 auf -5,9.

    Dieser positive Trend kann hauptsächlich auf den Rückgang der Ölpreise und die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zurückgeführt werden. Die massive Liquiditätsspritze der EZB soll eine Reihe von positiven Effekten bewirken: Preisstabilität, bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Familien und Unternehmen, erhöhte Exportchancen durch den schwächeren Euro und eine niedrigere Zinslast für die verschuldeten EU-Staaten.Handelskammerpräsident Michl Ebner freut sich über die positive Entwicklung des Konsumentenvertrauens: „Diese Daten zeigen, dass 2015 tatsächlich eine Trendwende eintreffen kann und Südtirols Wirtschaft voraussichtlich zu einem Wachstum zurückkehren wird“.

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    Kommentare (7)

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    • Vingscher

      Ich bin mir nicht sicher ob das Zitat von Ebner aus dem Zusammenhang genommen wurde, aber eine bessere Südtiroler Konsumentenstimmung dürfte die Wirtschaftsleistung Südtirols wohl kaum berühren.

    • pulti

      doch weil BIP = privater Konsum + Investitionen + Staatsausgaben + Nettoexporte

      • Vingscher

        Pulti du hast vollkommen recht. Theoretisch gesehen führt ein Anstieg der Konsumentenstimmung (verwendungsseitig) zu einem Anstieg des privaten Konsums und falls der private Konsum nicht ausschliesslich in Importen landet, führt dies zu einem Anstieg der Wirtschaftsleistung (BIP). Meine Gedanke war jedoch dahingehend, dass Südtirols Wirtschafs klein und offen ist und dadurch die Erhöhung der Binnennachfrage nicht stark genug ist um die Wirtschaftsleistung Südtirols substanziell zu erhöhen. Der Präsident der Handelskammer sollte dies eigentlich Wissen und deshalb habe ich vermutet, dass das Zitat wahrscheinlich in einem leicht anderen Kontext gefallen sein könnte.

    • Alter Egon

      Letzte Woche wars laut Astat noch negativ. Zum Glück kann ich mich daran nicht mehr erinnern.

    • Checker

      Die Frage ist, wie solch ein Index ermittelt wird, Fakt ist, dass die Leute immer noch kein Geld in der Tasche haben, und nur dadurch wird die Wirtschaft anziehen. Klar im geopolitischen Geplaenkel und aufgrund der Eurokatastrophe haben wir einen kurzfristigen Vorteil, aber ich wuerde mich darauf nicht verlassen, der Oelpreis wird wieder anziehen. Schon allein durch die steigenden Staatsschulden werden die Steuern weiter erhoeht werden. Wir befinden uns ganz klar in der Endphase eines sogenannten Kondreevzyklus, wo es IMMER zu einer Umverteilung des Vermoegens kommt, auf friedliche Art oder auch nicht, das sei dahingestellt. Bevor diese Umverteilung nicht stattfindet, gibt es keinen Aufschwung, denn schon jetzt kann die Allgemeinheit die Zinslast kaum mehr tragen. Man schaue nur nach Griechenland: dort wird jetzt versucht die Oligarchen zu besteuern und so Gerechtigkeit wieder herzustellen.
      Bin gespannt wies weitergeht, ganz klar haben wirs hier mit einer Systemkrise zu tun, das hat mit Verbrauchervertrauen kaum was zu tun.

    • Michi Z.

      Wenn weniger gute Stimmung vorhanden ist, dann schreiben einige sie besonders gerne vor Wahlen herbei.

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