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    „Grobe Verletzung“

    „Grobe Verletzung“

    Der Ressortdirektor Thomas Mathà sieht im Vorgehen von Franz Ploner eine grobe Dienstverletzung: Droht dem ärztlichen Leiter des Sterzinger Krankenhauses nun ein Disziplinarverfahren, weil er bei Carlo Bruccoleri ein Gutachten zur Sanitätsreform in Auftrag gegeben hat? 

    von Erna Egger

    Im Sanitätswesen wird mit harten Bandagen gekämpft – und jetzt verlangt man sogar Disziplinarmaßnahmen. Ein Beweis dafür, wie sehr die Sanitätsreform zur Zerreißprobe wird.

    Das betreffende E-Mail ging an die Verwaltungs- und Generaldirektion des Südtiroler Sanitätsbetriebes und an die Landesrätin Martha Stocker. Der Betreff: Gutachten.

    Verfasst hat das Schreiben Ressortdirektor Thomas Mathà. Und darin fordert er, dass gegen Primar Franz Ploner, ärztlicher Leiter des Sterzinger Krankenhauses, ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird. Ploner reagiert erstaunt: „Davon weiß ich nichts.“

    Der Hintergrund: Ploner hatte bei Carlo Bruccoleri ein Gutachten zur Sanitätsreform angefordert. Im zwei Seiten umfassenden Papier kommt der ehemalige Präsident des Bozner Landesgerichts zu folgendem Schluss: Die Vorgabe der Staat-Regionen-Konferenz sei „rechtlich nicht verpflichtend“, sondern lediglich eine politische Absichtserklärung. Die Staat-Regionen-Konferenz, so Bruccoleri, sei mit keinerlei Gesetzgebungskompetenz ausgestattet.

    Ein Gutachten, dass damit vollends das Hauptargument der Landesregierung widerlegt.

    Ressortdirektor Thomas Mathà fühlt sich augenscheinlich durch dieses Gutachten auf den Schlips getreten – gerade er hatte öffentlich immer das Gegenteil behauptet.

    Mathà fordert Konsequenzen. Im E-Mail schreibt er:

    „Nun, es ist völlig unzulässig, das Führungskräfte der öffentlichen Hand die institutionellen Bahnen verlassen und bei dritten Personen Rechtsgutachten beauftragen, die nicht nur gegen die Verwaltung gehen, sondern auch noch Medien zugespielt werden. Hätte dies in der Landesabteilung ein Abteilungsdirektor gemacht, würde unverzüglich ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Das Vertrauensverhältnis zur Führungskraft ist gänzlich erschüttert. Daher fordere ich Sie auf, die notwendigen betrieblichen Maßnahmen zu erlassen.“

    Er verabsäumt es auch nicht, auf seinen Standpunkt zu pochen:

    „Die wenigen in diesem Gutachten gemachten Schlüsse sind zudem falsch. Die Akte der Staat-Regionen-Konferenz sind für die Regionen und Autonomen Provinzen selbstverständlich bindend. Offensichtlich hat der Autor nicht verstanden, wie die öffentliche Verwaltung in Italien funktioniert und wie in der sekundären Gesetzgebungs- und Verwaltungskompetenz das Zusammenspiel zwischen Staat und Regionen abläuft. Ich erinnere nur beispielhaft daran, wie umfangreich der Rechnungshof in Bozen und allen anderen Regionen Italiens die Umsetzung dieser Akte einfordert.“

    Angehängt an dem Schreiben ist ein Gutachten der Landesanwaltschaft, auf das sich Thomas Mathà bezieht.

    Die Forderung von Mathà scheint reichlich überzogen – auch weil der öffentlichen Verwaltung kein finanzieller Schaden entstanden ist. Ploner fühlt sich alles andere als schuldig und stellt dazu klar: „Bruccoleri ist ein Bekannter von mir. Ich wollte Sicherheit und habe ihn um dieses Gutachten gebeten. Der öffentlichen Verwaltung ist kein Schaden entstanden. Ich hätte das Gutachten aus eigener Tasche bezahlt, aber Bruccoleri hat nichts verlangt.“

    Mathà ist anderer Ansicht: Gegenüber der TAGESZEITUNG rechtfertigt er die Forderung: „Wir haben Dienstregeln und Dienstpflichten. Ploner hätte sich an die Landesanwaltschaft wenden müssen. Die Beauftragung eines Externen zur Erstellung eines Gutachtens gegen den Betrieb und die Vorgesetzen stellt eine grobe Verletzung der Dienstpflicht dar. Ich müsste bei meinen Mitarbeitern handeln. Was nun geschieht, weiß ich jedoch nicht.“

    Die TAGESZEITUNG hat bei Landesrätin Martha Stocker nachgefragt: Wird dieses geforderte Disziplinarverfahren nun eingeleitet? Sie kann oder will die Forderung nicht kommentieren. „Ich kenne den Brief nicht“, so ihr abwehrende Kommentar.

     

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    Kommentare (110)

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    • Wusler

      Die Lügenpyramide der SVP fällt in sich zusammen. Was sind das alles für Luschen, für Kuscher. Es ist eine rechtlich NICHT verpflichtende Vorgabe. Im Gegensatz zu den Verpflichtungen der SVP mit dem PD. Der PD will zentralisieren und die heilige Kuh Krankenhaus Bozen nähren!

      Was wollt ihr mit dem dann freigeschaufeltem Geld anstellen?
      Der Haushalt war nie höher als aktuell und ihr raunzt herum zwecks sparen.
      Dann fangt bei Euch an Lügenpack oder wir holen euch aus den warmen Sesseln und zwar sehr bald!

    • Andreas

      Mathá hat Recht.
      Dies war der falsche Weg von Dr. Ploner, auch wenn er im Recht wäre.

      • Gregory

        Dr. med. Ploner hat sich nur die geistige Freiheit herausgenommen, sich eine eigene Meinung zu bilden und die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen. Herr Mathà wiederum versucht freie Meinungsbildung durch die Forderung eines Strafverfahrens gegen Herr Ploner Frnz einzuschränken und damit gegen ihn Druck auszuüben um ihn zum Schweigen zu bringen. Dr. Ploner hat nichts Sträfliches gemacht. Langsam wähnt man sich fast den Methoden der Ex-DDR ausgesetzt. Eigenes Denken scheint verboten zu sein und eigene Maßnahmen, auch wenn man ssie selber bezahlt und der Öffentlichkeit keinen Cent kosten, sind nur erlaubt, wenn sie dem System dienen. Leute wehrt euch gegen ein solches System und lasst euch solche Methoden nicht gefallen.

        • Andreas

          Schreiben Sie doch nicht solchen Unsinn und sparen Sie Sich das DDR Geschwafel.

          Möchte sehen ob Sie auch so schreiben würden, wenn der Hausmeister in Ihrer Schule ein solches Gutachten in Auftrag gegeben hätte und nein, das ist nicht etwas anderes, dieser ist auch ein Angestellter und Sie wollen doch nicht einem Hausmeister das Recht auf freie Meinungsäußerung absprechen?

          • Gregory

            Kann nur dem beistimmen, was Gregory hier schreibt. Hier gibt es keine falschen Wege, Andreas, sondern nur Wege, die zum Ziel oder nicht zum Ziel führen. Fragt sich nur, was jemand als Ziel anpeilt oder was als Ziel im Vordergrund steht: der Nutzen der Allgemeinheit oder nur ein bestimmtes System zur Erhaltung des eigenen Sagens und Bestimmens.

          • Gregory

            Jetzt habe ich versehentlich den Text von Gregor Beikircher hineingekopiert, wollte aber Andreas antworten: Ich habe keinen Hausmeister und wenn ich einen hätte, würde es ihm freistehen ein Gutachten einzuholen oder nicht, vorausgesetzt es geht auf seine Kosten. Und übrigens, Andreas: Wenn die Katze eine Henne wäre, würde sie Eier legen. 😀 😉

          • Lino

            wenn der Hausmeister das Gutachten kostenlos bekäme, warum nicht ? bei so großen (Steuerzahler)summen finde ich das Super !

        • Gregor Beikircher

          Kann nur dem beistimmen, was Gregory hier schreibt. Hier gibt es keine falschen Wege, Andreas, sondern nur Wege, die zum Ziel oder nicht zum Ziel führen. Fragt sich nur, was jemand als Ziel anpeilt oder was als Ziel im Vordergrund steht: der Nutzen der Allgemeinheit oder nur ein bestimmtes System zur Erhaltung des eigenen Sagens und Bestimmens.

          • Andreas

            Der Zweck heiligt nicht die Mittel.
            Nur weil Primar Ploner ev. im Recht ist, hebelt dies doch nicht jegliche Hirarchie aus.
            Das können Sie mit Erfahrung in Führungspositionen doch nicht ernst meinen.
            Was hätten Sie gemacht, wenn Schüler Ihre Entscheidungen öffentlich an den Pranger gestellt hätten?
            Glaub kaum, dass Sie Ihren Freigeist gelobt hätten.
            Herr Beikircher, zum Glück haben Sie Sich zurückgezogen, solche Meinungen machen mir ja Angst 🙂

            • Gregor Beikircher

              Angst machen Sie den Leuten, Herr Andreas, mit ihrer Einstellung. Ich habe Kritik meiner Schüler nie eingeschränkt, sondern höchsten widerlegt.

            • Andreas

              Sie haben meine Frage nicht beantwortet.
              Wie hätten Sie reagiert, wenn Ihre Entscheidung öffentlich auf Grund eines Gutachtens an den Pranger gestellt worden wäre?

            • Gregor Beikircher

              Habe mich nicht zum Glück der Schüler und Lehrer zurück gezogen, abgesehen, dass ich mich nicht zurückgezogen habe, denn mein Geist ist immer noch hellwach und meine Aktivität noch voll da. Totgeglaubte leben länger, Andreas, zu ihrem pech vielleicht. Zurück zum Thema: Primär sollte es jedem Menschen frei stehen, anderer Meinungen einzuholen, unabhängig davon, unter wessen Dienst er steht. Welche Denkweise des Umgangs mit den Mitmenschen haben Sie eigentlich, Andreas?

            • Andreas

              Herr Beikircher, sie haben meine Frage immer noch nicht beantwortet.

              Es geht nicht um die Fãhigkeiten der Person, welche öffentlich seinen Arbeitgeber mit einem Gutachten in Frage stellt, es geht um Autoritäten und Hirarchien.

              Primar ist ein von Menschen erfundene Bezeichnung und ein von Menschen eingesetzte Person, also wir reden hier nicht von unantastbaren Göttern. Ich stelle nicht die Kompetenz von Primar Ploner in Frage, nur sein Verhalten.

            • Gregor Beikircher

              Andreas, mit dieser meiner Aussage habe ich ihre Frage sehr wohl beantwortet, wenn auch nur indirekt: „Ich habe Kritik meiner Schüler nie eingeschränkt, sondern höchsten widerlegt“.

            • Gregor Beikircher

              Andreas, tun sie nicht so, als ob Sie nicht verstanden hätten und kommen Sie nicht mit so einem zynischen Text, welcher der Situation völlig ungerecht wird und jeder ordentlichen Rede spottet. Wissen Sie nicht Besseres zu antworten?

            • Andreas

              Keine Führungsperson, außer scheinbar Sie, lässt es konsequenzlos zu, dass seine Autoritat so untergraben wird. Wenn Sie solches Verhalten tolerieren sind Sie als Führungsperson jedenfals in der Privatwirtschaft ungeeignet.
              Etwas realitätsfremd Ihre Schutzbehauptung, denn ich glaube Ihnen nicht, dass Sie nur den Vorfall widerlegen und einfach zur Tagesordnung übergehen würden.

            • Gregor Beikircher

              Da muss ich Sie enttäuschen. Habe meine Kompetenz als Führungsperson längst schon bewiesen, auch im privaten Bereich. Zur autorität wird man nicht, durch autoritäres Verhalten oder indem man durch irgendeine gute Beziehung zu einer Machtperson in einen Posten hochgehievt wird, sondern durch Kompetenzen und durch Fähigkeiten, mit denen man Wettbewerbe gewinnt und nachher imstande ist für das Umfeld, für welches man arbeitet, sichtbare Leistungen und Erfolge zu bringen. Und gerade das hat Primar Ploner auch bewiesen, weit mehr als Herr Mathà. Ihre Autoritätseinstellung, Andreas, ist schon längt überholt und wird bei modernen, erfolgreichen Führungskräften nur mehr ein mitleidiges Lächeln hervorrufen.

          • Seven of Nine

            Sehr gut, Gregor Beikircher, dass Sie gegen das Mitläufertum anschreiben, welches sich hier im Forum manchmal in der Gestalt des Schreibers „Andreas“ manifestiert… 😉

            • Andreas

              Dagegen muss sofort angegangen werden, wir hebeln jetzt alle Autoritäten und Hirarchien aus und wir würfeln dann immer, wer in der jeweiligen Situation entscheidet.
              Oder es entscheidet immer die Berta, ist eine Nette, die kann das sicher. 🙂

            • Hamster Klaus

              Wenn sachliche medizinische „Diagnosen“, Argumente, …, nicht mehr greifen, versuchen es die medizinischen Laien, „Direktoren“ mit der ihr verliehenen bürokratischen Gewalt.
              Souverän ist das Volk, die Bürger dieses Landes. Und das Volk würde Herrn M. höchstwahrscheinlich allein aufgrund seines ESF – Debakels in die „Wüste“ schicken.

        • Pauline

          Bin ganz Ihrer Meinung; freie Meinungsäußerung wurde nach den Anschlägen von Paris wohl immer wieder verteidigt; im Heiligen Land Tirol, wenn es um die Sanität geht oder andere Sachverhalte seitens der Politik, denen die Bevölkerung skeptisch gegenübersteht, wird dies nicht gern gesehen! Welch falsches Spiel der Politiker und Amtsdirektoren!

    • unglaublich

      Disziplinarverfahren dürfen nicht dazu da sein, unangenehme Wortmeldungen zum Schweigen zu bringen. Wer dieses Instrument falsch gebraucht, ist eine Gefahr für die Demokratie.

    • wipptoler

      ich glaube eher,dass Herr Ploner zu Gunsten des Volkes handelt, oder gehandelt hat!
      einfach
      unglaublich was Bozen uns Wipptalern aufdiktieren möchte!

    • Thomas Egger

      Herr Mathá, Sie sind in meinen Augen überfordert und sollten sich den eigenen Rücktritt überlegen. Es reicht!
      Anstatt überkorrekte disziplinäre Maßnahmen gegen Primar Ploner anzustrengen, sollten Sie in sich gehen und des hinterlassenen „Scherbenhaufens“ in Sachen ESF gedenken.
      Auch die in meinen Augen schlecht vorbereitete und den Menschen insgesamt auch dilettantisch und verunsichernd präsentierte Sanitätsreform, für welche Sie als Ressortdirektor Mitverantwortung tragen, stellt in meinen Augen kein Ruhmesblatt dar.
      Ihre an Herrn Dr. Bruccoleri gerichteten inhaltlichen „Belehrungen“ („nicht verstanden wie öffentliche Verwaltung funktioniert…“) sind respektlos und in meinen Augen Ihres Amtes nicht gänzlich würdig.
      Ich schreibe unter meinem vollen Namen. Sie können mich ob meiner obigen Feststellungen gern auch vor irgendein Tribunal zerren. Werde dann für Meinungsfreiheit in unserem Land kämpfen.
      Herrn Primar Franz Ploner gebührt meine volle Solidarität!

      • Andreas

        Herr Egger, unabhängig davon ob Primar Ploner recht hat oder nicht und wer er ist, ein Angestellter hat ein Gutachten zu seiner Arbeitsstelle in Auftrag gegeben. Sie wissen selbst, dass dies nie tolerierbar sein wird.
        Etwas mehr Objektivität hätte ich Ihnen schon zugetraut, mit solchen emotionalen Kommentaren machen Sie Sich unglaubwürdig und lassen sich vor den Karren der Wutbürger spannen.

        • Gregory

          Primar Ploner ist nicht ein Angstellter von Herrn Mathà. Und Angestellte sind nicht geistige oder physische Sklaven eines Herrn, welchen Ranges sie auch immer sein mögen. Sie bekommen heutzutage zwar bezahlt für das, was sie leisten, ihre Gedanken sind aber immer noch frei, auch wenn sie nicht jedem Herrn passen. Mathà ist auch nur ein Angestellter des Landes und hat seine Arbeit zugunsten der Allgemeinheit zu betreiben und nicht im Auftrag eines Komplottsystems, das nur für sich selbst die Fäden zieht.

            • Gregory

              Andreas, werden Sie nicht beleidigend und behalten sich bei mir solche rhetorischen Fragen.

            • Andreas

              War eigentlich nicht rethorisch gemeint aber OK, aber dann sparen Sie Sich zu schreiben, dass ich Unsinn schreibe, ohne auf die Sache einzugehen.
              Genau so wie Sie meine Meinung nicht nachvollziehen können, kann ich es hier auch nicht bei Ihrer.

            • Gregory

              Andreas, merken Sie sich eines, dass ich nämlich nie betrunken bin; deshalb diese definitive Aussage, dass Sie sich solche rhetorischen Fragen bei mir sparen können. Haben Sie jetzt verstanden?

        • Hofnarr

          Ach Andreas, Sie die moralische Instanz. Universal wissend…wau.

        • Garuda

          @Andreas

          Oft sind wir uns in die Haare geraten, aber diesmal muss ich Ihnen voll zustimmen in deiner Antwort an Herrn Egger, der puren Populismus betreibt.

          Vielleicht kommt er immer noch nicht darüber hinweg, dass er den Wiedereinzug in den Landtag nicht geschafft hat, sodass er sich jetzt zum Volkstribunen aufschwingen muss.

          Herr Egger, Sie können sich jederzeit selbstverständlich auch auf diesem Forum zu Wort melden, was Sie aber in der Causa tun, ist reiner Populismus, denn ich ablehne, vor allem von einem Landtagsabgeordneten bzw. von einem Ex-Landtagsabgeordneten, der eben wieder versucht politisches Kleingeld aus der Causa zu ziehen.

          • Minerva

            @Garuda & @Andreas

            Eine sehr seltene Konstellation ist eingetreten:

            „Garuda pflichtet „Andreas“ bei. Er verwendet sogar plötzlich die Höflichkeitsform:

            „@Andreas

            Oft sind wir uns in die Haare geraten, aber diesmal muss ich IHNEN voll zustimmen…“

            Wenn das mal nicht zum Himmel stinkt?

        • Thomas Egger

          @ Andreas

          Eine Führungsperson kann korrekt mit den Mitarbeitern umgehen, oder – wie von mir geschrieben – überkorrekt. Man kann manchmal auch großzügig über eine „Sache“ hinwegsehen, auch wenn der peinlich genau angewandte Buchstabe des Gesetzes / der Personalordnung ein Handeln vorsieht. Man kann diese Fähigkeit schlicht als „Hausverstand“ bezeichnen. Wenn wir, werter Andreas, alle Gesetze und Bestimmungen – man denke nur an die zahllosen bürokratischen Vorschriften – stets buchstabengetreu anwenden müssten, dann gute Nacht. Ich schätzte Sie bisher immer als eher praktisch argumentierenden Menschen ein.
          Und abschließend: wer seit vielen Jahren mit bestem Wissen und Gewissen, aber auch mit dem Herzen, zu einer Sache steht, ist nicht unglaubwürdig.

          .

          • Andreas

            Herr Egger, Sie vermischen ESF mit dem aktuellen Fall und greifen damit die Person an, welche eigentlich nur das ausführendes Organ ist.
            Sie kritisieren Mathá dafür, dass er sich an Regeln hält und stellen grundsätzlich in Frage, ob wirklich alle Gesetze eingehalten werden sollten.
            Man kann über den Inhalt des Gutachtens diskutieren, doch sicher nicht über das augenscheinliche Fehlverhalten von Dr. Ploner und das wissen Sie.
            Man kann auch „mit dem Herzen“ zu etwas stehen und etwas verteidigen, ohne emotional zu argumentieren, was Sie gerade machen.

            Mit Ihrer Argumentation zu Gesetzen gebe ich Ihnen sogar Recht, man kann bzw. sollte es aber meiner Meinung nach nicht so offen kommunizieren, da dies Tür und Tor öffnet für jegliche Gesetzesverletzung, denn wer zieht die Grenze welches Gesetz gut und welches schlecht ist? Sicher nicht wir Beide.

            • Thomas Egger

              Passt schon, lassen wir es ganz einfach gut sein!

            • Garuda

              @Thomas Egger

              Wenn die Argumente ausgehen, dann soll man es gut sein lassen?

              Komische Art, aber bitte, Sie sind ja recht frei zu sagen, was Sie meinen.

              Wenn Sie aber puren Populismus betreiben, um bei den Wipptalern nicht vergessen zu werden, dann ist das halt eine Art, die ich kritisieren muss.

              Warum sagen Sie der Bevölkerung nicht, dass sich die Wipptaler einem puren Egoismus und einem lächerlichen Kirchturm-Denken hingeben.

              Tagtäglich pendeln viele Wipptaler bis Brixen oder gar bis nach Bozen oder Bruneck zur Arbeit, weil das Wipptal halt einfach wirtschaftlich nicht so stark ist, um alle dortigen arbeitsfähigen Leute zu beschäftigen – was nichts Negatives an sich ist.

              Aber es ist jedem/r ArbeiterIn zumutbar, tagtäglich soweit zu pendeln, aber es ist keiner Gebärenden rund 1,4 Mal in ihrem Leben zuzumuten nach Brixen zu fahren für die Geburt?

              Herr Egger, ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe in Ihrem Populismus pure Verhetzung in einer Sache, die Sie unter anderen politischen oder finanztechnischen Umständen vielleicht gar ganz anders sehen würden, als Sie es im Moment tun.

              Ich finde dies einfach schade für einen Landtagsabgeordneten oder Ex-Landtagsabgeordneten.

    • Gugelhupf

      Ich kenne Dr. Ploner persönlichich, und kann nur sagen, dass sich die Südtiroler so einen netten Menschen, und hervorragenden Fachmann für chronische Schmerzen, gar nicht verdient haben!
      Er hätte in Ulm bleiben sollen, anstatt „nach klein Italien“ zu wechseln, undankbares Pack! Das System Südtirol, wurde von der SVP von Italien abgekupfert, und wird seit nunmehr 50-60 Jahren erfolgreich praktiziert! Bäh , grausig…

    • Darwin

      Drehen wir den Stiel um:

      Frau LRin gehört dem Exekutivorgan an, bemüht sich als Interpretin der Legislative auf ihre Art und Weise……
      Der Gesetzgeber – Staat-Land – muss nun eine authentische Interpretation geben, wenn schon Funktionäre und Richter gegensätzlicher Meinung über die Normen sind!

    • observer

      Großer Respekt gebürt allen Ärzten, die mit Einsatz und Wissen/Gewissen in südtiroler Krankenhäusern arbeiten. Warum viele Südtiroler Ärzte zurückgekehrt sind, wissen diese am Besten. Es geht schlussendlich auch bei den Ärzten um das liebe Geld. Dank der Transparenz können alle nachlesen, wieviel Herr Dr. Primar letztes Jahr verdiendt hat: 235.500+30.000Ergebniszulage (brutto). Vielleicht die richtige Summe oder nicht. Darüber kann diskutiert werden. Jemand der ein Leben rettet, der soll gebührend bezahlt werden. Schade, dass Herr Dr. Primar jetzt in seinen eigenen Teller spuckt, wo er daraus sicherlich all die Jahre gut gegessen hat. Vielleicht sollten in der Sanitätsreform auch die Gehälter der Ärzte in Kombination mit den zusätzlichen amministrativen Kompetenzen porportioniert werden. Wenn ein Arzt sich nicht mehr auf seine Kompetenzen konzentriert – Arzt zu sein – dann verstößt er gegen dem Verhaltenskodex eines jeden öffentlichen Bediensteten. Egal ob Primar oder Ausgeher. Laut verabschiedeten Antikorruptionsplan des Südtiroler Sanitätsbetriebes konnte der Primar gegen seinen eigenen Betrieb eine Anzeige erstatten und er wäre sogar geschützt. Dieses Vorgehen und Anfragen von Gutachten ist falsch und unkorrekt. Schade, dass Herr Mathá jetzt auch noch die ungute Rolle des Generaldirektors des Sanitätsbetriebes einnehmen muss, da dieser ja noch im Dienste ist. Jeder öffentlich Bedienstete, der sich nicht an den Verhaltenskodex hält, soll dementsprechend ein Diszplinarverfahren bekommen. Diese Prozedur ist in der öffentlichen Verwaltung konsolidiert und von allen Sozialpartnern mitgetragen worden. Warum zweifelt jemand an der juridisch korrekten Handlung eines Ressortdirektors? Nur weil er für kurze Zeit in der Europaabteilung war und jetzt als „schwarzes Schaf“ angesehen wird. Hat sich die Öffentlichkeit nicht gefragt wer vorher das Ruder der Europaabteilung geführt hat bzw. die Schiene des ESF, die ja quasi – de facto – getrennt geführt worden ist. Warum hängt diese ganze Geschichte an Herrn Mathá. Ich hoffe und schicke solchen öffentlichen Beamten, die viel Courage haben, viel Kraft, dass sie politisch nicht erdrosselt werden. Alles Gute.

      • Garuda

        @observer

        Ich kann Ihrem objektivem, ausgeglichenem Kommentar nur zustimmen.

        Herr Dr. Ploner wird ein sehr guter Fachmann sein und sein tolles Gehalt auch verdienen, was im meines Erachtens auch zusteht. Gute Ärzte haben ihren Preis.

        Dass aber auch bei den Göttern in weiß nicht alles zulässig ist und auch sie einen verwaltungstechnischen Verhaltenskodex haben ihrem Arbeitgeber gegenüber, ist doch auch klar. Denn hier geht es nicht um medizinische Diagnosen, oder ärztliche Gutachten, sondern um etas ganz anderes. Insofern gebürt Dr. Ploner auch ein Disziplinarverfahren.

    • Lino

      Bravo Herr Dr Ploner !! Weiter so !!
      Danke nochmals für die hervorragende Behandlung bei Ihnen in Sterzing und beste Grüße aus dem Überetsch !!!
      Sie haben von uns hier volle Unterstützung !!!

    • babbu

      Herr Ploner ist ein öffentlicher Angesteller des Südtiroler Sanitätsbetriebes und als solcher unterliegt er einer Dienstordnung.
      Würde ein führender Mitarbeiter der Firma Leitner, der mit den Entscheidungen seiner Firma nicht einverstanden ist, sich ein externes Gutachten einholen und damit öffentlich gegen den eigenen Betrieb auftreten, was hätte das wohl für Folgen?

    • laggl

      babbu

      die Folgen wären die , dass jeder Betrieb mit seinen Mitarbeitern froh sein kann , wenn sich diese mit Ihren Ratschlägen einbringen und nicht nur gehöhrig sein sollen , was Ihnen der Chef vorbringt . fünfzig Köpfe sind sicherlich heller , als einer.
      kein Verwalter im Landhaus kann die Erfahrung eines Spezialisten im Krankenhaus verbessern.
      SVP anhängsl. PFUI:

    • bono

      Es kommt nicht darauf an was man ist sondern vielmehr darauf was man glaubt zu sein.

    • Hamster Klaus

      Die Landesregierung und die Landesverwaltung ein „Sammelbecken“ von Juristen?

    • unglaublich

      Leider ist das Disziplinarrecht so gemacht, dass Untergebene Gefahr laufen ihren Arbeitsplatz zu verlieren, wenn sie ihre Meinung zu laut sagen. Das ist ein großer Schaden für Betriebe, weil die Nabelschau der Führungskräfte jegliche Veränderung verunmöglicht.
      Ich würde ein Disziplinarrecht für Führungskräfte ins Leben rufen. Wer Hinweise, Meinungen oder Statements von Untergebenen absichtlich unterdrückt, sollte wieder ganz unten anfangen.

    • Andreas

      Scheinbar ist es fùr alle hier in Ordnung, wenn ein Angestellter gegen seine Arbeitgeber intrigiert und dies öffentlich macht.
      Dr. Ploner kann kritisieren, doch nicht auf diesem Weg.
      Nebenbei ist ein guter Fachmann noch lange keine gute Führungsperson, eher das Gegenteil ist der Fall.

      Aber was soll’s, dann werden wohl morgen alle ein Gutachten im Auftrag geben um Ihrem Chef ans Bein zu pinkeln 🙂
      Aber das ist sicher etwas anderes……..

      • goggile

        Andreas und Garuda seits es die gleichn menschn? lei ondre gretisiern anstott selbo mol probiern Respektvoll mit ondre zu schreiben. Meinungen ok obo man soll mit Respekt schreiben damit was konstruktives entsteht.

      • unglaublich

        Wenn ein „Arbeitgeber“ (im öffentlichen Dienst ist das nicht der Direktor, sondern die Öffentlichkeit) eine (juridische) Situation falsch oder verdreht darstellt, dann verlange ich von den „Angestellten“, dass sie im Sinne des Betriebes diese Fehleinschätzung (mag sie im bösen wie im guten Glauben passiert sein) aufzeigen. Sachinteressen dürfen nicht von politischen Interessen übertrumpft werden, deshalb müssen Arbeitnehmer aus meiner Sicht die Pflicht und die Möglichkeit haben, diese „Mogelei“ aufzudecken.
        Nur so kann Transparenz und eine ehrliche Diskussion entstehen. Maulkörbe sind kontraproduktiv.

    • Hartmann

      Es ist ein so VERLOGENES System Südtirol! Jetzt sieht man es erst recht, je nachdem ob es ihr in den Kram passt oder nicht. Beispiele

      a) Auto Blu: die Vorgabe des Staates zur Reduzuering wurde nicht umgesetzt!

      b) Supplenzlehrer: die Vorgabe des Staates muss umgesetzt werden, darum tut die Landesregierung jetzt so, als käme von ihr die Idee, die Supplenzlehrer unbefristet aufzunehmen

      c) Diäten der Parlamentarier und Abgeordneten: lange hat man argumentiert, Südtiroler könne nichts reduzieren, da die Diäten an den Zentralstaat gekoppelt seien, dabei hat die neue Landesregierung sich selbst ihre Pension vergoldet für die Zeit danach: PFUI, Kompatscher, Steger, Schiefer, Stocker und Co!

      d) Sanität: egal wer in der Sache nun Recht haben mag: die Landesregierung sagt die Schließung der Abteilungen sei eine VORGABE des Staates. Jetzt hat ein Primar ein professionelles Gutachten eingeholt, das genau das Gegenteil besagt was die SVP den Bürgern vorgaukelt und das hat es in sich, denn das HEISST:

      dass die Landesregierung davon ausgeht, dass die Bürger und damit ihre Wähler entweder nicht weiter nachfragen was Sache ist oder dazu keine (finanziellen) Möglichkeit haben, Gegengutachten oder Expertisen einzuholen, weil sie nicht organisiert sind bzw. weil sie es sich finanziell nicht leisten können oder weil sie es sich nicht antun.

      Der Sterzinger Primar hat die Landesregierung jetzt eines BESSEREN belehrt. Was folgern wir daraus? Dass es sofort eine SAMMELOPPOSITION oder eine ganz neue politische Kraft in diesem maroden Land braucht, um dem schnöden Treiben „unserer Leute“ in Bozen und in Rom Einhalt zu gebieten!!!

    • goggile

      olle STF wàhln nor geats ins besso!

    • Marianne

      Fragt mal Dr. Christian Thuile.

    • sepp

      liebe südtiroler denken miessts des in der Wahlkabine und amold den gonzen sauhaufen abwählen nett olm aso auftran und oans isch amol klor wen in an Ressort oder amt in Deutschland oder östtereich soviel Geld versemmelt muiss der Direktor sicher gehen so ischs

    • georg

      Franz Ploner kämpf mit allen Mitteln um die Arbeitsplätze in den Kleinkrankenhäusern.
      Das ist bis zu einen bestimmten Punkt gerechtfertigt, ändert aber nichts an der Tatsache ,das kostenintensive und kaum in Anspruch genommene Abteilungen geschlossen werden müssen!!
      Die Geburtenabteilung , die nur von ein paar hundert Frauen im Jahr genutzt wird. ist so ein Fall. Es ist nun einmal nicht hinnehmbar, das ein Team von hochqualifizierten Personal rund um die Uhr auf 2 -3 Patienten in der Woche wartet….(jetzt ein bisschen krass formuliert )

    • Hamster Klaus

      Die Südtiroler werden sich noch lange daran erinnern, wie Frau Stocker mit der Kosten- Leistungswahrheit bei den kleinen Krankenhäuser umgegangen ist und derzeit noch umgeht.
      Ich frage mich, warum die Schweizer kleinere Krankenhäuser ausbauen, wenn sie damit schlechte Erfahrungen hätten?

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