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    Erhöhte Gefahr

    Erhöhte Gefahr

    Die Lawinensituation bleibt angespannt: In der Zone Ortler-Cevedale herrscht weiterhin große Lawinengefahr der Stufe 4, sonst erhebliche Gefahr der Stufe 3.

    Dies meldet der Lawinenwarndienst Südtirol am Sonntag.

    In den neuschneereicheren Gebieten, d.h. vor allem vom Ortler bis in die südlichen Dolomiten, haben sich mehr und größere Triebschneeansammlungen gebildet. Mit der Winddrehung auf NW bilden sich jetzt neue Gefahrenstellen, speziell in Hängen der Exposition W-S-NE.

    Die neuen Triebschneepakete sind äußerst empfindlich und störungsanfällig und schon durch geringe Zusatzbelastung auszulösen. In Kammnähe, Rinnen, Mulden und an Geländekanten findet man Triebschneeansammlungen am häufigsten. Vor allem im Norden des Landes sind sie durch teils trübe Wetterverhältnisse schwierig erkennbar, mit Durchzug der Kaltfront kann es auch in den übrigen Landesteilen zu Sichteinschränkungen kommen. Anzahl und Verbreitung der Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu.

    Spontane als auch ausgelöste Lawinen können auf ihrer Sturzbahn bis in die Altschneedecke durchreißen und mittlere, vereinzelt auch große Dimension erreichen. Skitouren und Variantenabfahrten erfordern große Erfahrung in der Beurteilung der Lawinensituation und große Zurückhaltung. Die Tourenmöglichkeiten sind stark eingeschränkt.

    Die Zuverlässigkeit der Prognose wird auf 80 Prozent geschätzt.

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    Kommentare (1)

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    • helmut

      Die Tourenmöglichkeiten sind mehr als nur stark eingeschränkt.
      Man muss auch auf die Gefahr von Fernauslösungen achten und darf sich auch in niedrigeren Lagen und harmlos aussehendem kupierten Gelände nicht in der Laufbahn oder Auslaufstrecke möglicher fernausgelöster Lawinen befinden.

      Generell sollten bei Stufe 4 keine Touren mehr gegangen werden und bei Stufe 3 nur Touren von Gehern, die in dem jeweiligen Gelände sehr gut zu Hause sind und die örtliche Gefahrenlage gut beurteilen können. Am besten sollte man auch bei Stufe 3 auf alle Touren verzichten!

      Es geht nicht nur um das eigene Leben, sondern auch um jenes der Kameraden und im Falle der Lawinenauslösung um das Leben der Rettungskräfte.

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